Dampflokomotiven
Dampflokomotive werden vorwiegend mit Kohle befeuert, es gibt jedoch auch Bauweisen wo sie mit Holz, Kohlenstaub, Kohle oder Schweröl betrieben werden.
Dampferzeugung:
Der Dampf, welcher natürlich zum bewegen so einer Lok nötig ist, wird im Dampfkessel erzeugt. Dort umgibt ein Wasserbehälter die Feuerbuchse in welcher die Hitze zum verdampfen erzeugt wird. Der Dampf wird dann im Dampfraum und im Dampfdom gesammelt. Natürlich gibt es hier auch wieder unterschiede bei den verschiedenen Dampfarten. Zuerst einmal den Nassdampf, welche älter ist, und dann noch den Heißdampf.
Heißdampf:
In den moderneren Dampflokomotiven wird meistens Heißdampf, welcher eine Temperatur von 300-600°C hat, erzeugt, da dieser nicht so schnell kondensiert wie Nassdampf, dieser enthält auch keine Wassertropfen. Dieser Dampf wird dadurch erzeugt, dass der Nassdampf in Überhitzerohren mit den Verbrennungsgasen zusammenkommt. Hier kommt der Dampf über die Heißdampfventile in die Kolben und durch den Druck setzt sich dieser in Bewegung.
Nassdampf:
Hier wird der Dampf nur auf höchstens 200°C erhitzt, daher sind auch noch kleine Wassertropfen im Dampf enthalten. Hier wird der Dampf über die Feuerbuchse Erzeugt. Hier kommt der Dampf zuerst durch das Regelventil in die Nassdampfkammer in der Rauchkammer wo der Dampf auch auf 370°C erhitzt wird und dann den selben Weg wie bei Heißdampf nimmt.
Bevor ich nun zur Steuerung kommen möchte, will ich noch erklären warum eine Dampflokomotive entweder Ausgleichsgewichte in den Rädern hat, oder mehrerer Zylinder hat. Diese Gewichte oder das mehr an Zylindern ist deswegen nötig, da bei der Umwandlung von der Vor- und Zurückbewegung des Kolbens in die Drehbewegung große Unwuchten zustande kommen. Diese führen zu einem Zuckenden Lauf welche recht störend ist. Dies kann man nur mit mehr Zylindern oder Gewichten beheben.
Steuerung:
Die Dampflokomotive wird gesteuert indem der Lokführer eine Handkurbel bewegt und damit den Arbeitsweg des Zylinders verstellt. Dadurch wird logischerweise auch die Geschwindigkeit reguliert. Doch wie schnell eine Lokomotive dann im entefekt fahren kann, hängt großteils vom Lokführer und seinem Können ab.
Die erste Dampflok: Die erste Dampflokomotive wurde 1804 von Richard Trevithick gebaut. Doch sie fuhr nur einige Meter, da die Gleise unter ihr „zusammenbrachen“.
In Deutschland fuhr dann die erste Dampflokomotive 1816. Diese fuhr zwar nur auf einem Firmengelände, war aber schon ein Anfang. Doch erst als „Der Adler“, so hieß die Lok, 1835 von Nürnberg nach Fürth fuhr, war der Durchbruch für die Eisenbahnen in Deutschland geschafft.
Infos zum Thema
In Österreich fuhr die erste Lokomotive 1837 von Wien-Floridsdorf nach Deutsch-Wagram.
Nun noch zu einem bekanntem Rekord mit einer Dampflokomotive. Die höchste Geschwindigkeit mit einer Dampflokomotive wurde 1946 mit einer S1 No. 6100 erreicht. Die Geschwindigkeit betrug 227km/h.