You are not logged in.

1

Sunday, September 13th 2009, 5:21pm

Mein neuer Endbahnhof von Anfang an

Hallo zusammen,

da es draussen langsam ungemütlicher wird und man somit die geschlossenen Räume wieder vermehrt aufsucht, ist es an der Zeit, weiter an meiner Anlage zu bauen. Bisher habe ich mich noch nicht an das letzte grosse Loch meiner Anlage getraut, welches die Sicht auf den Schattenbahnhof derzeit noch ermöglicht.



Der rote Teil wird durch die Bahnhofsplatte verdeckt.


Erste Überlegungen (Mitte 2009)

Mein neuer Bahnhof sollte ein kleiner Endbahnhof werden. Allerdings wollte ich ihn nicht selbst entwickeln, da mir irgendwie dazu die Fantasie fehlt und es letztendlich, so wie ich mich kenne, dann ein „Trumm mit massivem Gleisverhau“ werden würde. Also entschied ich mich mal einen kleinen Bahnhof maßstäblich nachzubauen. Daher begann ich im Sommer nach geeigneten Orten zu suchen.

Meine Vorgaben:
Länge ca. 400 cm
Breite max. 90 cm

Gleisbild und Anordnung der Gebäude/Einrichtungen sollten von dem „Üblichen“ abweichen.

An drei Vorbild-Bahnhöfen bin ich letztendlich dann hängengeblieben:
  1. Bischofsgrün (Bayern)
  2. Bad Orb (Hessen)
  3. Laubach (Hessen)
Bischofsgrün hat zwar auch einige Kleinigkeiten zu bieten und Laubach wurde bereits von den "Mibanern" gebaut, also entschied ich mich für Bad Orb.

Meine Gründe:

Schräggestelltes EG

Freiladegleis im Straßenplanum

Interessante Form der Kopf-Seitenrampe

Kombinierter Lok-Busschuppen

Hier einige Bilder vom Original:

http://www.dorfbahnhof.de/badorb/badorb.html

http://www.kbaystb.de/kbaystb-Bahnhoefe_…sen-badorb.html

Und zu guter Letzt: Bad Orb ist für mich erreichbar und es liegen noch (bedingt) die Gleise.


Nach Google Earth-Recherche passte der Bahnhof auch in meine Vorstellung vom Platzbedarf. Nun kamen Ortstermine, Internet-Recherche und erste Zeichenversuche dazu. Mit XTrkCad wurde auf Basis von Rocoline ein Gleisplan mit 10-Grad-Weichen konstruiert.Ob ich den Gleisplan mit Rocoline oder Tillig Elite-Gleisen und Tillig-EW3-Weichen realisiere, ist noch nicht abschliessend geklärt.



* Sorry, dass das Freiladegleis abgeschnitten ist, aber XTrkCad habe ich auf einem anderen PC. Denkt euch das Gleis einfach dazu ;-)

Der Unterbau (11.09.09):


Am 10.09.09 habe ich angefangen, den Unterbau zu bauen. In meiner Garage befanden sich gut gelagerte Hölzer von diversen Kinderbetten. Somit entstanden drei Segmente (140 x 90 cm, 140 x 60 cm und 77 x 60 cm), wobei letzteres Segment durch eine Fehlberechnung zu klein geworden ist.
Zudem konnte ich noch auf eine grosse Sperrholzplatte zurückgreifen, so dass mich der Unterbau lediglich 20 € (zwei Sperrholzplatten im Zuschnitt) kostete. Natürlich muss man auch den Wert der Bettenteile berechnen, aber diese wären unter andern Umständen wahrscheinlich irgendwann ins Lagerfeuer gewandert.





Erste Stellprobe (13.09.09)

Insgesamt gibt es, wie oben bereits erwähnt, vier markante Bauwerke. Diese wurden anhand Google Earth ausgemessen und die Grundfläche (okay, die gewonnenen Maße sind mit Dachrinne) aus Pappe ausgeschnitten und platziert.
Die Gleise wurden gemäß dem gezeichneten Gleisplan ausgelegt.





Ich finde, dass es die Situation schon gut trifft.

Fortsetzung folgt in unregelmäßigen und größeren Abständen.

Viele Grüsse
Holger
Mein aktuelles Anlagenbauprojekt: Endbahnhof

Meine aktuellen Verkäufe: Biete mehrere Modelle Epoche III - V zwecks Bereinigung meiner Sammlung an

Kute

Member

Posts: 1,712

wcf.user.option.userOption62: Klaus

wcf.user.option.userOption60: H0/H0m 2-Leiter , bei über 10 ° C auch IIm/G

Location: Nähe Neustrelitz

Occupation: E-Ingenieur

  • Send private message

2

Sunday, September 13th 2009, 5:43pm

Hallo Holger,

das ist ein interessanter Bahnhof mit sehr guten Rangiermöglichkeiten.
Erstaunlich ist doch immer wieder, welche Längenausdehnung die Verwendung von schlanken Weichen erfordert.
Hast Du eigentlich vor das imposante Empfangsgebäude selbst zu bauen? Meines Wissens gibt es ja in dieser Form nichts Käufliches.
Gruss Klaus

H0/H0m, 2L, EasyControl, DCC, TC und G
Bauprojekte - Krakow 2012 und MSFB
Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.

Mark Twain

3

Sunday, September 13th 2009, 6:07pm

Hallo Klaus,

das EG wird als allerletztes (nach-)gebaut ;-). Das wird nämlich ein dicker Brocken, zumal ich noch nicht mal weiss, welcher Anbieter Struktur- bzw. Bauplatten in Sandsteinbauweise anbietet.
Für´s Erste ist geplant einen Bausatz aus dem Regelsortiment der bekannten Anbieter als Platzhalter zu nehmen.

Und bezüglich der schlanken Weichen kann ich dir sagen, dass es mir für ein gefälligeres Gleisbild auf die paar Zentimeter nicht ankommt, zumal es wirklich auch nur ein paar Zentimeter sind (ca. 50 cm).

Viele Grüsse
Holger
Mein aktuelles Anlagenbauprojekt: Endbahnhof

Meine aktuellen Verkäufe: Biete mehrere Modelle Epoche III - V zwecks Bereinigung meiner Sammlung an

4

Tuesday, September 29th 2009, 10:47pm

Hallo,

dann will ich mal wieder ;-)

Nachdem einiges an Material (Weichen, Schienen, Korkplatten, Styropor) beschafft wurde, konnte weiter gebaut werden.

Zunächst habe ich mich entschlossen, den Bahnhof mit Rocoline-Material, anstatt des in Erwägung gezogenen Tillig-Materials, zu bauen. Durch Zufall kam ich günstig an die 10-Grad-Weichen, teilweise jedoch mit Bettung. Daher hieß es: Bettung weg bei den Weichen!
Das ist eigentlich ganz einfach, man muss nur beim Abziehen der Gleise von der Bettung lediglich beachten, dass die Kontaktstifte an der Polarisierungsplatine angelötet sind.

Als nächstes habe ich die Gleise am Bahnhofskopf ausgelegt und der Rampe angepasst. Die Gleis liegen später übrigens auf 3 mm Kork (mehr dazu später).

Hier zunächst mal meine (rechnerischen) Überlegungen, da es im Bahnhofsbereich verschiedene Höhenniveaus gibt:

  1. Die Rampe

  2. Der Bahnsteighöhe

  3. Die Straße mit Mauer

Die Rampe wurde nach der Pappvorlage in zwei mal 10 mm starken Styroporplatten ausgeschnitten. Dort kommt noch eine Schicht feiner Sand von 1 mm drauf, somit haben wir eine Höhe von 21 mm. Und jetzt die Auflösung, warum 3 mm Kork: Das Gleis hat mit Schwellenbett eine Höhe von 4,5 mm, also ist die
Schienenoberkante mit Korkbettung ab Platte 7,5 mm hoch. Nach NEM sollte die Höhe einer Rampe 12 – 14 mm ab Schienenoberkante betragen. 21 mm – 7,5 mm ergeben 13,5 mm – passt ;-)

Zufälligerweise ;-) beträgt die Bahnsteighöhe nach NEM maximal 4,4 mm. Im Modell verwende ich eine 10 mm hohe Styroporplatte, die ebenfalls einen 1 mm starken Gipsauftrag bzw. mit einer 1 mm starken Strukturplatte belegt wird. 11 mm – 7,5 mm ergeben 3,5 mm. Ist zwar 1 mm zu wenig, aber erstens sind 4,4 mm nach NEM die Obergrenze und es schadet nichts, wenn der Gipsauftrag etwas stärker ausgeführt wird, zumal ich primär beabsichtige, eine Struktur zu ritzen anstatt eine Plastikplatte zu verwenden.

Ein weiteres Problem war die Mauer am Abschluss der Bahnhofsgleise. Die Straße liegt über Schienenniveau, zum Bahnsteig hin ist eine leichte Schräge (aufwärts). Rechnerisch bin ich somit auf eine Höhe der Straße von 8 mm gekommen. Darauf kommt eine Gehwegplatte von 1 mm. Die Mauer (mit Zaun) hat eine Höhe von ca. 140 cm. Das macht umgerechnet 16,2 mm. Also habe ich eine Gesamthöhe des Konstrukts von 26,2 mm ab Grundplatte. Der Abschlußstein (Ladekante) der Laderampe liegt etwa in der mittleren Höhe des Zauns. Zaun und Mauer sind etwa gleich hoch, macht also eine Zaunhöhe von 8,1 mm. Teile ich die Zaunhöhe durch zwei, so ergibt das einen Wert von 4,05 mm. 26,2 mm – 4,05 mm ergibt eine Höhe von 22,15 mm, also recht nahe an den 21 mm der Rampenhöhe.
Und den leichten Anstieg zum Bahnsteig habe ich mit dieser Bauweise auch realisiert.

Ich hoffe daher, dass der optische Gesamteindruck passen wird.

Das erste Projekt, was ich vom Bahnhofsbereich fertig stellen wollte, war die markante Laderampe. Nach meiner Einschätzung wurde diese aus Werkstein gefertigt. Und wie´s der Teufel will: Werkstein-Platten gibt´s nur von einer Firma, nämlich Vampisol, und leider nur im Maßstab 1:45.
Also erinnerte ich mich an die Hekidur-Platten, die man sehr gut strukturieren kann. Hatte auch zufällig noch einen Rest da ;-).Wie oben schon erwähnt, habe ich
zunächst die beiden Styroporplatten zusammengeklebt. Vorher wurde die obere Platte dem tatsächlichen Zustand anhand von Vorbildfotos angepasst. Die Rampe fällt, wieso auch immer, zur Straße hin ab. Ich habe anhand eines Vorbildfotos die Schräge bestimmt.

Originalfotos:

Rechte Seite der Rampe

Linke Seite der Rampe

Die in dem zweiten link zu sehenden drei geparkten PKW waren für mich das Maß aller Dinge und wurden im Modell nachgestellt. Die rote Lnie stellt in etwa die kante dar, an der die Rampe sich zur Straße neigt. Auf der rechten Seite ist die Neigung steiler ausgebildet (siehe Bild erster Link)



Die Kantenstein sind grösser als die restlichen Rampensteine. Ich wählte pi mal Daumen das Maß von 10 mm Länge und 4 mm Breite/Höhe. Danach wurden die Seitenteile geritzt, eingefärbt, ausgeschnitten und mit Leim an der Rampe fixiert. Zufälligerweise sind die Hekidurplatten 2 mm stark, so dass ich auf zwei miteinander verleimte Platten die Oberseite der Kantensteine darstellen konnte

Detailbild der Steine (wird noch farblich verändert)



Da ich nicht mehr nachvollziehen kann, was für ein Belag auf der Rampe war, entschied ich mich, fein gesiebten Sand und ein wenig Grünzeug (Fine turf von Woodland) zu verwenden.

Bald ist sie fertig, die Rampe.

Als nächstes erfolgt die Stellprobe des Güterschuppens. Den Güterschuppen habe ich nach Originalmaßen aus Papier nach gebaut. Wenn´s passt, wird dieser aus Plastikplatten gebaut. Das Verwaltungsgebäude ist ein Bausatz von Kibri, wobei ich nur das Dach (leicht modifiziert) verwenden werde. Davon gibt´s bald auch Bilder.

Also bis die Tage.

Viele Grüße
Holger
Mein aktuelles Anlagenbauprojekt: Endbahnhof

Meine aktuellen Verkäufe: Biete mehrere Modelle Epoche III - V zwecks Bereinigung meiner Sammlung an

nozet

Member

Posts: 3,736

wcf.user.option.userOption60: Spur 0 Neuanfang

Location: Schleswig-Holstein

Occupation: Logistikdienstleister (Fahrer)

  • Send private message

5

Wednesday, September 30th 2009, 5:47am

Hallo Holger,

beim Entfernen der Bettung kann aber auch einiges schiefgehen, darüber sollte sich jeder klar
sein, der es versucht. Die Stellschwelle ist sehr anfällig und bricht leicht. Mittlerweile habe
ich 2 Weichen 15 Grad hier liegen, wo genau das passiert ist. Darauf sollten wir an dieser
Stelle alle hinweisen, die dasselbe vorhaben.

Gruß
Norbert
Gruß
Norbert
Nozet-der Grinch-Ich hasse Weihnachten

Bauberichte
Diskussionen zu den Bauberichten

6

Wednesday, September 30th 2009, 12:35pm

Hallo Norbert,

die Stellschwelle ist in der Tat sehr anfällig, wenn man da mit brachialer Gewalt drangeht. Ich habe bisher 4 Weichen der Bettung beraubt und gehe so vor, dass die Stellschwelle nicht beschädigt wird. Hier im Schnelldurchgang:
Die Weiche liegt auf der Schienenseite. Der schwarze Deckel des Stellmechanik, welcher geklipst ist, wird vorsichtig durch leichtes Hebeln herausgelöst. Nun offenbart sich das Innenleben, nämlich Polarisierungsplatine und Stellmechanik mit Draht zur Stellschwelle. Diese ganze Mechanik ist nur eingelegt und lässt sich einfach entfernen. Der Draht, der die einzige Verbindung zur Stellschwelle darstellt (und bei unsachgemässem Umgang/Demontage einen Bruch der Schwelle herbeiführen kann) ist nun auch entfernt, die Stellschwelle ist also frei. Anschliessend werden die beiden Kontaktstifte der Weiche an der Platine herausgelötet. Nun ist nur noch der Schwellenrost von der Bettung und dem schwarzen "Stabilisationsteil" zu lösen.
Wenn dann die Weiche "nackt" vor einem liegt, sollte man sich natürlich davor hüten, diese ohne Anpassung (Löchern) auf die Platte zu legen, da die Kontaktstifte und die Drahtaufnahme der Stellschwelle unterhalb des Gleisrostes herausschauen und durch Aufdrücken ggfls. beschädigt werden könnten.
Legt man die Weiche auf eine z.B. Korkbettung und passt die Bettung mit Löchern an, so ist auch diese Problem erledigt.

Wie gesagt, bei der Demontage der Bettung von der Weiche gab´s bei mir bisher keinen Bruch.

viele Grüsse
Holger
Mein aktuelles Anlagenbauprojekt: Endbahnhof

Meine aktuellen Verkäufe: Biete mehrere Modelle Epoche III - V zwecks Bereinigung meiner Sammlung an

7

Wednesday, September 30th 2009, 10:21pm

N ´Abend zusammen,

ich habe mal weitergemacht. Statt vieler Worte gibt´s jetzt Bilder der fast fertigen Rampe und der Stellprobe des Güterschuppens. Wünsche viel Spass.

Laderampe nah (Steinwerk bereits gealtert)





Stellprobe Güterschuppen mitLaderampe



Stellprobe aus der Lokführersicht






Link zum Original (hinter dem Busch links befindet sich der Güterschuppen)

Link zum Original (etwas näher)


Achso, bevor ich es vergesse: Lob, Anregung und Kritik werden gerne entgegen genommen.

Viele Grüsse
Holger
Mein aktuelles Anlagenbauprojekt: Endbahnhof

Meine aktuellen Verkäufe: Biete mehrere Modelle Epoche III - V zwecks Bereinigung meiner Sammlung an

Kute

Member

Posts: 1,712

wcf.user.option.userOption62: Klaus

wcf.user.option.userOption60: H0/H0m 2-Leiter , bei über 10 ° C auch IIm/G

Location: Nähe Neustrelitz

Occupation: E-Ingenieur

  • Send private message

8

Thursday, October 1st 2009, 7:30am

Hallo Holger,

bei dem Party-Großzelt :D auf Deinen Bildern fehlt noch die Abspannung, ansonsten es wird.
Gruss Klaus

H0/H0m, 2L, EasyControl, DCC, TC und G
Bauprojekte - Krakow 2012 und MSFB
Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.

Mark Twain

9

Friday, October 2nd 2009, 12:38pm

Baufortschritt 02.10.09 - die ehemalige Bahnsteigverlängerung (oder was das auch immer darstellen soll)

Hallo zusammen,

zum warm werden habe ich heute einen eher unspektakulären Bau durchgeführt. Was jedoch als schnelle Fingerübung gedacht war, entwickelte sich zu einem sehr
zeitintensiven Spektakel: Die Nachbildung der Bahnsteigverlängerung (zumindest definiere ich das als solche).

Diese ist recht simpel aufgebaut. Sie besteht aus Betonkanten als Seitenabschluss und Teerbelag.
Die Betonkanten wurden wohl gegossen, da man deutlich eine mittige Linie erkennt (Meine Vermutung: Kanten der Schalbretter).

Umgesetzt auf meine Berechnungen (Gesamthöhe 11 mm abzüglich Höhe Schienenoberkante 7,5 mm) hätte ich somit ein Höhe bis SO von 3,5 mm. Dazu kommt noch die eigentliche Schienenhöhe von 2,1 mm. Das ergibt eine sichtbare Seitenfläche von 5,6 mm Höhe. Dann fängt der Schotter an Da die Trennung etwas höher als die Mitte liegt, werde ich diese bei 2,5 mm (von Oberkante an gemessen) einritzen, während die Oberseite der Betonkante 2 mm beträgt.

So sieht´s beim Vorbild aus

Jetzt zum Procedere:

Der Bahnsteig besteht aus 10 mm starkem Styropor, welches dem Gleisverlauf angepasst ist. Darauf wird die Gipsschicht aufgebracht. Um eine relativ gerade Oberfläche der Seiten zu erhalten, habe ich gebrauchte Plastikleistenteile genommen, diese an das bereits vorgegipste Modell gelegt, leicht beschwert und die wenigen Spalten mit ganz flüssigem Gips ausgegossen.

Nach der Trocknung des Gips wird das Ganze mit 80er Schleifpapier abgeschliffen. Das gibt gerade an den Seiten den Effekt der Schalung ein wenig wieder. Danach werden die Trennfugen mit einem Bastelmesser eingeritzt. Damit es gleichmässig aussieht, habe ich ein passendes Brettchen als Unterlage für die
Messerklinge verwandt. Dann wird die Oberseite der Kante vorsichtig mit einem Schraubendreher aus der Gipsfläche heraus modelliert. Hier führte ich die Klinge des Schraubendrehers an einem Stahllineal entlang. Damit es zwischen Betonplatte und Asphalt keinen zu harten Übergang gibt, wird der Übergang zwischen diesen beiden zum Schluß leicht angschliffen. Die Asphaltdecke darf wie im Original ein wenig höher sein.
Anschliessend erfolgt die Farbbehandlung mit Fallers Beton- und Asphaltfarbe.
Das Schutzgitter wir erst nach endgültiger Positionierung des Bahnsteigs angebracht.


Das ganze war nicht sehr arbeitsintensiv, aber hat viel Zeit (24 h) wegen der Trocknung des Gips gekostet. Inzwischen habe ich mir überlegt, ob es nicht besser
ist, Spachtel- oder Füllmasse zu verwenden, da diese bereits nach ca. einer Stunde Trocknung schleifbar und zu bearbeiten ist. Das werde ich dann am Bahnsteig
ausprobieren.

Hier noch paar Bilder vom Bau.
Das endgültige Werk wird nach Farbgebung (wenn denn der Gips mal trocknet, heute Abend vielleicht noch ;-)) hoffentlich bald zu sehen sein.

Ritzen der Trennfuge (der Bahnsteig wird natürlich press auf die Unterlage gelegt, aber mit Foto in der Hand ist das schwierig):




Abtragen der oberen Kante



Bis die Tage.


Viele Grüße

Holger
Mein aktuelles Anlagenbauprojekt: Endbahnhof

Meine aktuellen Verkäufe: Biete mehrere Modelle Epoche III - V zwecks Bereinigung meiner Sammlung an

nozet

Member

Posts: 3,736

wcf.user.option.userOption60: Spur 0 Neuanfang

Location: Schleswig-Holstein

Occupation: Logistikdienstleister (Fahrer)

  • Send private message

10

Friday, October 2nd 2009, 7:36pm

Hallo Holger,

mit Spachtemasse habe ich bei solchen Sachen schlechte Erfahrung gemacht.
Es haben sich Risse in der Oberfläche gebildet.
Gruß
Norbert
Nozet-der Grinch-Ich hasse Weihnachten

Bauberichte
Diskussionen zu den Bauberichten

11

Saturday, October 3rd 2009, 8:26pm

Hallo Norbert,

bisher habe ich Spachtelmasse (Knauf Uniflott, zum Verspachteln von Rigipsplatten) nur bei dem Bau von Strassen verwendet. Da da natürlich nichts geritzt wurde, habe ich bisher noch keine Erfahrung bezügllich Risse. Für den Strassenbau eignet sich die Spachtelmasse aber perfekt, da sie sehr fein aufgetragen werden kann (wenig Schleifarbeit) und relativ lange zu berbeiten ist. Die Abtrocknungsphase dauert dann, im Gegensatz zu Gips, nicht so lange, so dass beim Weiterbauen nicht so viel Zeit vergeht.

Viele Grüsse
Holger
Mein aktuelles Anlagenbauprojekt: Endbahnhof

Meine aktuellen Verkäufe: Biete mehrere Modelle Epoche III - V zwecks Bereinigung meiner Sammlung an

nozet

Member

Posts: 3,736

wcf.user.option.userOption60: Spur 0 Neuanfang

Location: Schleswig-Holstein

Occupation: Logistikdienstleister (Fahrer)

  • Send private message

12

Sunday, October 4th 2009, 6:02pm

Hört sich gut an mit der langen Bearbeitungszeit.
Ich hatte zwei Sorten von Moltofill, die waren sehr schnell fest.
Vielleicht liegrt da der Unterschied.
Gruß
Norbert
Nozet-der Grinch-Ich hasse Weihnachten

Bauberichte
Diskussionen zu den Bauberichten

13

Tuesday, October 6th 2009, 7:17pm

N´Abend zusammen!

So langsam wird´s mit dem Bahnsteig. Im Hintergrund sind schon die Teile für den Güterschuppen zu sehen.



viele Grüsse
Holger
Mein aktuelles Anlagenbauprojekt: Endbahnhof

Meine aktuellen Verkäufe: Biete mehrere Modelle Epoche III - V zwecks Bereinigung meiner Sammlung an

14

Tuesday, October 6th 2009, 10:03pm

In der Zwischenzeit habe ich am Güterschuppen gebaut. Hier gibt es nur ganz wenig Bildmaterial. Daher habe ich versucht, die Dimensionen des Modells anhand der wenigen Bilder nachzubauen.
Heute habe ich nur die Gleisseite und die Südostseite geschafft.

Zunächst wurde die Gleisseite geplant und gebaut. Material sind Plasteplatten von Auhagen, die eine Bretternachbildung darstellen.

Erstmal wieder ein link zum Original

Durch Google konnte ich die Länge bestimmen und somit auf 1/87 runterrechnen. Die Bauplatten wurden daher passend abgelängt. Nun legte ich "Platzhalter als Türöffnungen aus



Als das zum Erscheinungsbild gepasst hat, habe ich mit Bleistift die Türöffnungen markiert



Nun habe ich vorsichtig mit einem Bastelmesser, welches ich an einem Lineal geführt habe, die Öffnungen ausgeschnitten und anschliessend die Kanten noch ein wenig plan gefeilt - fertig!




Da ich nichts besonderes an den Türen erkennen konnte, habe ich diese mit Plattenresten darsgestellt, die ich einfach hinter die Türöffnungen geklebt habe. Somit konnte ich auch erreichen, dass die beiden Wandplatten stabil miteinander verbunden werden konnten. Selbstredend, dass die Platten, die hinterklebt werden, natürlich grösser sein müssen als die Türöffnungen.




Fertig



Nun kommt die Giebelseite. Hierzu hatte ich folgendes Bild zu Verfügung

Link zum Original (Runterscrollen bis Bild 27)

Durch Anhalten der Giebelwand an die Seitenwand mit Blick zum Original habe ich die beiden Fenster wieder mit Bleistift auf die Wandplatte gemalt und dann mit dem Cutter ausgeschnitten. Im Gegensatz zu den Türöffnungen, wo man nach unten mit dem Messer durchziehen kann, musste ich hier einen Diagonalschnitt machen um dann die beiden pro Fenster entstandenen Dreiecke herauszubrechen. Nacharbeit mit Feile und Messer war somit erforderlich.



So, und jetzt sind die beide Teile zusammengekommen.
In der Ecke habe ich noch einen Plastikrest als rechten Winkel geklebt und ausserdem habe ich die gegeneinanderstossenden Seiten der beiden Teile vorm Zusammenkleben mit Schleifpapier auf 45 Grad angeschrägt.



Bald geht´s weiter mit der Rückseite, dem Dach und der Alterung.

viele Grüsse
Holger
Mein aktuelles Anlagenbauprojekt: Endbahnhof

Meine aktuellen Verkäufe: Biete mehrere Modelle Epoche III - V zwecks Bereinigung meiner Sammlung an

15

Thursday, October 8th 2009, 8:40pm

Hallo zusammen,


dann will ich mal weiterschreiben in meinem Blog. ;-)

Wie bereits vorgestern angedroht, habe ich nun die Rückseite fertiggestellt. Die Rückseite ist nicht Analog zur Gleisseite gestaltet, die Türen sind derer nur zwei und sie sind auch ein wenig schmaler. Zudem gibt es noch ein Fenster und eine Eingangstür.

Link zum Original

Anhand der Eingangstür habe ich Höhe der beiden Schuppentüren bestimmt......und muss gestehen, dass die Schuppentore an der Gleisseite wohl auch so hoch sind. Ich hatte ja dort einfach mal eine Höhe von ca. 2,70 m (= 3 cm) angenommen. Aber was soll´s, ist nur ein guter halber Zentimeter Unterschied.

Der Bau ging Analog zum Bau der Gleisseite vonstatten:
Platzhalter auslegen – Erscheinungsbild anhand des Vorbilds kontrollieren - anzeichnen – ausschneiden – die Löcher hinterkleben – fast fertig. Denn das Fenster will noch einen Rahmen haben. Diesen habe ich auch fein geschnittenen Streifen Hekidur gefertigt und die einzelnen (Rahmen)-Teilchen in die Fensteröffnung eingeklebt. Das habe ich übrigens auch bei den beiden Fenstern im Giebel so gemacht.




Vor der ganzen Aktion habe ich an der Giebelwand einen Plasikrest angehalte, um die Dachschräge zu kopieren. Dieses Teil wird dann zur Abstützung des Dachs mittig des Schuppens eingeklebt.
Jetzt wird das Dach fertiggetellt. Die Bauplatten von Auhagen werden entsprechend abgelängt, am Giebel angefeilt und auf den „imaginären" Dachstuhl aufgesetzt.
Leider gibt es zu den Dachplatten keine Firste. Die muss ich mir erst noch besorgen.
Jetzt fehlt nur noch das Fundament. Aufgrund meiner in einem der vorigen Beiträgen aufgeführten Berechnungen muss das Fundament eine Höhe von 2 cm haben. Hierzu habe ich eine Mauerplatte von Vollmer in Hausteinstruktur genommen.



Das ganze wurde inzwischen mit Farben bemalt und entsprechend gealtert (siehe weiter unten).

Was fehlt noch? Neben dem oben angesprochenen Firsten, sind noch Regenrinne und Fallrohre anzubringen. Weiterhin ist das Treppengeländer an der Straßenseite
zu ergänzen. Das allerwichtigste ist jedoch die hölzerne Laderampe, deren Bau ich nun darstelle.

Als Vorüberlegung muss man erst mal wissen, wie die Laderampe gebaut wurde. Diese ist beim Vorbild leider nicht mehr existent. Auffallend ist jedoch, dass in ca.
Ein-Meter-Abständen wohl Balken aus dem Fundament ragten. Somit wurden wohl Bohlenbretter längs auf diese Balken gelegt und an der Aussenseite mit einer
Abschlussleite abgeschlossen.

Also verwendete ich folgende Materialien:

Streichhölzer für die Balken
hölzerne Rührstäbchen (gibt´s beim McD – danke) für die Bohlen


und eine selbstgebaute Schneidelehre




Zunächst wird die Gesamtlänge der Rampe ermittelt. Dann werden die Rührstäbchen etwa mittig mit einem Messer eingeritzt und entsprechend abgelängt. Ich bin von einer Bohlenlänge von 10 m ausgegangen, die Holzteile wurden also 12 cm lang.
Anhand von zwei nebeneinander gelegten Hölzchen ergab sich somit die Länge für die Balken, die diese tragen. Die Streichhölzer wurden also ebenfalls abgelängt.



Nachdem alles die passende Länge hatte, wurden die Streichhölzer (fast) rechtwinklig auf die Unterseite der beiden Holzstäbchen geklebt.



Als Abschlussleiste wurde dann ein mittig getrenntes Holzstäbchen bündig aufgeklebt. Mit gutem Auge sieht man daher von die Unterkante der Balken. Das ganze Konstrukt wurde mit Weißleim an die Wand des Schuppens festgeklebt.

Die Treppe entstand ebenfalls aus mittig geteilten Stäbchen. Die beiden Seitenteile wurden passgenau geschnitten, dann die Stufen auf das innere Teil geklebt und dann das äussere Teil mit den Stufe wiederum verklebt. Fertig ist die Treppe.

Die Holzteile habe ich noch nicht coloriert, damit man sie besser erkennt.

Achso, bevor ich´s vergesse. An der Giebelseite habe ich den Dachabschluß ebenfalls mit geteilten Rührstäbchen nachgebildet.

So, und nun die Bilder des colorierten Schuppens und Details der Rampe











Jetzt fehlt nur noch das Verwaltungsgebäude, dann ist der Schuppen einsatzbereit.


Viele Grüsse

Holger
Mein aktuelles Anlagenbauprojekt: Endbahnhof

Meine aktuellen Verkäufe: Biete mehrere Modelle Epoche III - V zwecks Bereinigung meiner Sammlung an

Kute

Member

Posts: 1,712

wcf.user.option.userOption62: Klaus

wcf.user.option.userOption60: H0/H0m 2-Leiter , bei über 10 ° C auch IIm/G

Location: Nähe Neustrelitz

Occupation: E-Ingenieur

  • Send private message

16

Thursday, October 8th 2009, 9:02pm

Hallo Holger,

es ist verblüffend, wie Du mit einfachsten Mitteln ein wunderbares Gebäude gezaubert hast.
Besonders angetan haben mich die Holzarbeiten.

Machen sich die Holzarbeiten nicht vielleicht mit Balsa-Holz noch etwas einfacher, hast Du damit Erfahrungen?
Gruss Klaus

H0/H0m, 2L, EasyControl, DCC, TC und G
Bauprojekte - Krakow 2012 und MSFB
Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.

Mark Twain

17

Thursday, October 8th 2009, 9:28pm

Hi Kute,

Balsaholz habe ich bei mir in der Gegend noch nicht gesehen (und auch noch nicht drauf geachtet). Daher habe ich auch keine Erfahrung mit dieser Holzart.
Aber auch für passende Kieferleistchen müsste ich Conrad in Anspruch nehmen oder locker 35 km einfache Autofahrt hinter mich bringen.

Bei meiner Bastelei denke ich natürlich auch ans Portemonnaie und versuche Sachen, die man aus billigen "Allerweltsgegenständen" bauen kann auch damit zu bauen.
Daher verwende ich teilweise mobafremde Materialien/Gegenstände, um mein Ziel zu erreichen. So habe ich schon Pfeifenreiniger, alten Draht aus der Garage oder Reste von Kabelkanälen "zweckentfremdet".

Viele Grüsse
Holger
Mein aktuelles Anlagenbauprojekt: Endbahnhof

Meine aktuellen Verkäufe: Biete mehrere Modelle Epoche III - V zwecks Bereinigung meiner Sammlung an

nozet

Member

Posts: 3,736

wcf.user.option.userOption60: Spur 0 Neuanfang

Location: Schleswig-Holstein

Occupation: Logistikdienstleister (Fahrer)

  • Send private message

18

Friday, October 9th 2009, 12:36pm

Hallo Holger,

eine wunderbare Arbeit, die du geleistet hast.
Im Gegensatz zu gekauften Bausätzen "lebt" das Gebäude
und ist maßstäblicher (und günstiger)

Für Balsaholz (überwiegend im Flugmodellbau verwendet) könnte diese Adresse
dir weiterhelfen
http://www.thomabalsa.de/
Es gibt aber sicher noch mehr Anbieter.
Gruß
Norbert
Nozet-der Grinch-Ich hasse Weihnachten

Bauberichte
Diskussionen zu den Bauberichten

Posts: 545

wcf.user.option.userOption62: Philipp

wcf.user.option.userOption60: Märklin H0 M-Gleis

  • Send private message

19

Friday, October 9th 2009, 7:02pm

Hi Holger!

Saubere Arbeit! :thumbsup:
Hekidur ist auch ein tolles Material, leicht zu bearbeiten aber auch leicht zu beschädigen ;) Aber die Idee daraus Mauerwerk zu ritzen ist klasse!
Danke auch für den Tip mit den Holzstäbchen, da muß ich wohl doch mal wieder zum Mc Dreck, auch wenn ich das andere Zeug da nicht mag ;)

Gruß Philipp

This post has been edited 1 times, last edit by "Kreisverkehr" (Oct 9th 2009, 8:04pm)


20

Friday, October 9th 2009, 7:42pm


Balsaholz ist ein tolles Material, leicht zu bearbeiten aber auch leicht zu beschädigen ;) Aber die Idee daraus Mauerwerk zu ritzen ist klasse!


Philipp
Hallo Philipp,

danke für dein Lob.

Nur die oben zitierte Passage verstehe ich nicht. Ich habe das Mauerwerk der Rampe aus Hekidur (von Heki ;) ) gefertigt. Und das Mauerwerk des Schuppens sind Plasteplatten von Vollmer.
Aber die Idee mit Balsaholz eine Mauer zu fertigen hatte ich tatsächlich mal. Nur hatte ich das ganz wo anders erwähnt :D

@ nozet: Ebenfalls danke :D Und noch was zu den Kosten: 3 x Bauplatte "Holz" à 1,60 € , 4 x Bauplatte "Dachziegel à 1,60 €, Reste einer Vollmer-Mauerplatte (aus einem Rest meiner uralten Anlage), Streichhölzer, Rührstäbchen = also 11,20 € für die Platten und der Rest Cent-Beträge.

Was euch aber nicht aufgefallen ist bzw. konnte (weil ich irgendwie kein passendes Foto veröffentlicht habe), war, dass das Dach nicht so richtig viel übergestanden hat und die lieben Preiserlein ganz schön auf mich geflucht hätten, wenn´s beim Umladen geregnet hätte. Diesen Umstand habe ich heute berichtigt, indem ich das Gebäude selbst ein wenig verschmälert habe. Daraus ergab sich jetzt ein bißchen großzügiger Überstand (von 4 mm auf 10 mm). Und jetzt gefällt mir der Schuppen gleich noch ein bißchen besser.
Hier das Ergebnis:



viele Grüsse
Holger
Mein aktuelles Anlagenbauprojekt: Endbahnhof

Meine aktuellen Verkäufe: Biete mehrere Modelle Epoche III - V zwecks Bereinigung meiner Sammlung an

Similar threads

Social bookmarks