Hallo,
dann will ich mal wieder ;-)
Nachdem einiges an Material (Weichen, Schienen, Korkplatten, Styropor) beschafft wurde, konnte weiter gebaut werden.
Zunächst habe ich mich entschlossen, den Bahnhof mit Rocoline-Material, anstatt des in Erwägung gezogenen Tillig-Materials, zu bauen. Durch Zufall kam ich günstig an die 10-Grad-Weichen, teilweise jedoch mit Bettung. Daher hieß es: Bettung weg bei den Weichen!
Das ist eigentlich ganz einfach, man muss nur beim Abziehen der Gleise von der Bettung lediglich beachten, dass die Kontaktstifte an der Polarisierungsplatine angelötet sind.
Als nächstes habe ich die Gleise am Bahnhofskopf ausgelegt und der Rampe angepasst. Die Gleis liegen später übrigens auf 3 mm Kork (mehr dazu später).
Hier zunächst mal meine (rechnerischen) Überlegungen, da es im Bahnhofsbereich verschiedene Höhenniveaus gibt:
- Die Rampe
- Der Bahnsteighöhe
- Die Straße mit Mauer
Die Rampe wurde nach der Pappvorlage in zwei mal 10 mm starken Styroporplatten ausgeschnitten. Dort kommt noch eine Schicht feiner Sand von 1 mm drauf, somit haben wir eine Höhe von 21 mm. Und jetzt die Auflösung, warum 3 mm Kork: Das Gleis hat mit Schwellenbett eine Höhe von 4,5 mm, also ist die
Schienenoberkante mit Korkbettung ab Platte 7,5 mm hoch. Nach NEM sollte die Höhe einer Rampe 12 – 14 mm ab Schienenoberkante betragen. 21 mm – 7,5 mm ergeben 13,5 mm – passt ;-)
Zufälligerweise ;-) beträgt die Bahnsteighöhe nach NEM maximal 4,4 mm. Im Modell verwende ich eine 10 mm hohe Styroporplatte, die ebenfalls einen 1 mm starken Gipsauftrag bzw. mit einer 1 mm starken Strukturplatte belegt wird. 11 mm – 7,5 mm ergeben 3,5 mm. Ist zwar 1 mm zu wenig, aber erstens sind 4,4 mm nach NEM die Obergrenze und es schadet nichts, wenn der Gipsauftrag etwas stärker ausgeführt wird, zumal ich primär beabsichtige, eine Struktur zu ritzen anstatt eine Plastikplatte zu verwenden.
Ein weiteres Problem war die Mauer am Abschluss der Bahnhofsgleise. Die Straße liegt über Schienenniveau, zum Bahnsteig hin ist eine leichte Schräge (aufwärts). Rechnerisch bin ich somit auf eine Höhe der Straße von 8 mm gekommen. Darauf kommt eine Gehwegplatte von 1 mm. Die Mauer (mit Zaun) hat eine Höhe von ca. 140 cm. Das macht umgerechnet 16,2 mm. Also habe ich eine Gesamthöhe des Konstrukts von 26,2 mm ab Grundplatte. Der Abschlußstein (Ladekante) der Laderampe liegt etwa in der mittleren Höhe des Zauns. Zaun und Mauer sind etwa gleich hoch, macht also eine Zaunhöhe von 8,1 mm. Teile ich die Zaunhöhe durch zwei, so ergibt das einen Wert von 4,05 mm. 26,2 mm – 4,05 mm ergibt eine Höhe von 22,15 mm, also recht nahe an den 21 mm der Rampenhöhe.
Und den leichten Anstieg zum Bahnsteig habe ich mit dieser Bauweise auch realisiert.
Ich hoffe daher, dass der optische Gesamteindruck passen wird.
Das erste Projekt, was ich vom Bahnhofsbereich fertig stellen wollte, war die markante Laderampe. Nach meiner Einschätzung wurde diese aus Werkstein gefertigt. Und wie´s der Teufel will: Werkstein-Platten gibt´s nur von einer Firma, nämlich Vampisol, und leider nur im Maßstab 1:45.
Also erinnerte ich mich an die Hekidur-Platten, die man sehr gut strukturieren kann. Hatte auch zufällig noch einen Rest da ;-).Wie oben schon erwähnt, habe ich
zunächst die beiden Styroporplatten zusammengeklebt. Vorher wurde die obere Platte dem tatsächlichen Zustand anhand von Vorbildfotos angepasst. Die Rampe fällt, wieso auch immer, zur Straße hin ab. Ich habe anhand eines Vorbildfotos die Schräge bestimmt.
Originalfotos:
Rechte Seite der Rampe
Linke Seite der Rampe
Die in dem zweiten link zu sehenden drei geparkten PKW waren für mich das Maß aller Dinge und wurden im Modell nachgestellt. Die rote Lnie stellt in etwa die kante dar, an der die Rampe sich zur Straße neigt. Auf der rechten Seite ist die Neigung steiler ausgebildet (siehe Bild erster Link)
Die Kantenstein sind grösser als die restlichen Rampensteine. Ich wählte pi mal Daumen das Maß von 10 mm Länge und 4 mm Breite/Höhe. Danach wurden die Seitenteile geritzt, eingefärbt, ausgeschnitten und mit Leim an der Rampe fixiert. Zufälligerweise sind die Hekidurplatten 2 mm stark, so dass ich auf zwei miteinander verleimte Platten die Oberseite der Kantensteine darstellen konnte
Detailbild der Steine (wird noch farblich verändert)
Da ich nicht mehr nachvollziehen kann, was für ein Belag auf der Rampe war, entschied ich mich, fein gesiebten Sand und ein wenig Grünzeug (Fine turf von Woodland) zu verwenden.
Bald ist sie fertig, die Rampe.
Als nächstes erfolgt die Stellprobe des Güterschuppens. Den Güterschuppen habe ich nach Originalmaßen aus Papier nach gebaut. Wenn´s passt, wird dieser aus Plastikplatten gebaut. Das Verwaltungsgebäude ist ein Bausatz von Kibri, wobei ich nur das Dach (leicht modifiziert) verwenden werde. Davon gibt´s bald auch Bilder.
Also bis die Tage.
Viele Grüße
Holger