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Markus

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1

Wednesday, September 24th 2003, 5:42pm

Eisenbahn Allgemein

Habe mal in verschiedenen Lexika etwas über Eisenbahnen gesucht. Hier die Artikel:


Quoted

Eisenbahnen, nach heutigem Verständnis ein spurgebundenes Rad-Schiene-System mit den sich daraus ergebenden betrieblichen (Zugverkehr, Bahnhöfe, Signaltechnik), tariflichen (Fahrplan, Fahrpreis, Frachtbrief) und gesetzlichen (Betriebsordnung) Eigenheiten.

Die Vorteile der Eisenbahn sind u. a.:
niedriger spezifischer Energieverbrauch wegen geringer Rollreibung zwischen Rad und Schiene
wenig Raumbedarf des Verkehrsweges
sicheres Verkehrssystem
lange Zugeinheiten möglich, bei minimaler Personalst?rke.

Als Nachteile wären beispielsweise zu nennen:
hoher technischer Aufwand des Fahrweges und bei Gleiswechsel
absolute Bindung von Fahrzeugen an das vorhandene Streckennetz
Rangiermanöver sind umst?ndlich und teuer.

Grundsätzlich unterscheidet man verschiedene Spurweiten, die in Millimeter angegeben werden. So gibt es beispielsweise drei unterschiedliche Breitspuren (1 676 Millimeter in Portugal, 1 674 Millimeter in Spanien sowie 1 524 Millimeter in Russland und teilweise Finnland) und allein vier verschiedene Schmalspuren (1 000 Millimeter in Portugal, Frankreich, Schweiz und Deutschland, 891 bis 1 067 Millimeter in Schweden, 760 Millimeter in Österreich sowie 600 Millimeter in England und Schweden), die Spurweiten für Wirtschaftsbahnen, z. B. in Bergwerken, nicht mitgerechnet. Die so genannte Normalspur (auch Regel- und Vollspur) ist 1 435 Millimeter weit und am meisten in der Welt verbreitet (67 Prozent). Zugelassen sind Normalspuren von 1 430 bis 1 465 Millimeter in England, Frankreich, Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz.
Obwohl der spezifische Rollwiderstand zwischen Rad und Schiene sehr klein ist, dürfen Züge nur eine bestimmte Länge haben. So sind in Deutschland für Personenzüge höchstens 80 Achsen und für Güterzüge 250 Achsen vorgeschrieben. Allerdings ist in Deutschland die Zuglänge auf 700 Meter begrenzt. Gründe hierfür sind u. a.: vorgegebene Gleisabschnitte in Bahnhöfen und Rangierbahnhöfen, Signaltechnik und bremstechnische Grenzwerte sowie Leistungsfähigkeit der Lokomotiven.
Einige Beispiele erster Eisenbahnstrecken in Europa: 1825 in England zwischen Stockton und Darlington, 1835 in Deutschland die Strecke Nürnberg-Fürth, 1837 in Österreich zwischen Floridsdorf und Deutsch-Wagram, sowie 1844 in der Schweiz zwischen Basel und Elsass und 1847 die Strecke Zürich-Baden.

Geschichtlicher Überblick
Bekannt sind spurgebundene Systeme seit der Antike. Römer, Griechen und Ägypter benutzten Spurrillen zur Führung von meist einachsigen Karren. Diese Rillen in Fels und/oder fester Erde bildeten keine generelle Bindung von Transportmittel und Transportweg; ein Verlassen der vorgegebenen Spur war in vielen Fällen möglich. Man kannte damals Weichen, Kreuzungen, Ausweichstellen und Abstellzonen. Gut erhaltene Anschauungsobjekte vorchristlicher Spurrillen finden sich bei Villach (Kärnten/Österreich) und bei Mittenwald (Oberbayern/Deutschland).
Ähnliche Gedanken verfolgte auch Oberst Bergrath Joseph Ritter von Baader, als er sich 1815 einen "Güterwagen" patentieren ließ, der gew?öhnliche Straßen als auch Schienen befahren konnte. Die großen Räder waren für die Landstraße vorgesehen. An deren Außenseiten befestigte er für die Benutzung von Schienen kleine Scheiben, wobei jetzt die größeren Räder zusätzlich der Spurführung dienten. Gezogen werden sollten einzelne Güterwagen von Pferden, eventuell von Straßenlokomotiven.
Zu diesem Zeitpunkt war die Entwicklung der Dampfmaschine schon weit fortgeschritten. 1712 entwickelte Thomas Newcomen eine so genannte "atmosphärische Dampfmaschine", 1769 Cognot den ersten Dampfwagen, 1782 Watt eine universell einsetzbare Dampfmaschine. 1804 baute Richard Trevithick die erste dampfbetriebene Lokomotive. Ab 1814 konstruierte George Stephenson 16 Lokomotiven für englische Bahnen, und 1829 fand der Lokomotivtest von Rainhill statt. Zwar hieß die Siegerlok "Rocket", dies erscheint aber nebensächlich gegenüber der Tatsache, dass das Rad-Schiene-System in Verknüpfung mit der Dampfkraft seine betriebliche Bewährungsprobe bestanden hatte. Der Wettstreit von Rainhill war somit ein Ausgangspunkt für den Fortschritt im Eisenbahnwesen.
Am 7. Dezember 1835 fuhr die erste deutsche Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth. Der Erfolg der ersten deutschen Privatbahn war jedoch kein Zufall, sondern sehr sorgfältig vorbereitet. Die Strecke war geradlinig zwischen den beiden Endpunkten trassiert und besaß keine Kunstbauten - also keine Brücken, keine Durchlässe, keine Tunnels, keine Einschnitte oder Rampen - aber ein hohes Fahrgastpotential.
Nachdem der Technologietransfer von England nach Deutschland im betrieblichen Alltag erfolgreich abgeschlossen war, kam es zur eigenständigen Entwicklung des Eisenbahnwesens in Deutschland. Man unterteilt heute die Geschichte der deutschen Eisenbahn in Epochen.

Epoche I (1835-1840)
Dem Nahverkehr zwischen Nürnberg und Fürth folgte 1838 die erste Fernbahn von Leipzig nach Dresden.

Epoche II (1840-1880)
Verbunden mit der verkehrstechnischen Revolution ist die Fertigstellung von rund 30 000 Kilometern Eisenbahnstrecke in Deutschland. Eine Folge der vielen Betreibergesellschaften sind unterschiedliche Eigenheiten und Experimente wie verschiedene Spurweiten, vielfältige Möglichkeiten der Wagenverbindung und abweichende Anordnung von Puffern. Obwohl der Streit um Detailfragen damals an der Tagesordnung war, entstanden 80 Prozent des heutigen Grundnetzes in diesem Zeitraum. Reisegeschwindigkeit, Regelmäßigkeit, Häufigkeit der Zugverbindungen und Sicherheit prägten den Entwicklungsstand der Eisenbahn in Deutschland um 1880.
Aus jener Zeit stammt eine historische Begriffsbestimmung, die in einem Urteil des Reichsgerichts vom 17. März 1879 niedergeschrieben ist: "Eine Eisenbahn ist ein Unternehmen, gerichtet auf wiederholte Fortbewegung von Personen oder Sachen über nicht ganz unbedeutende Raumstrecken auf metallener Grundlage, welche durch ihre Konsistenz, Konstruktion und Glätte den Transport großer Gewichtsmassen, bzw. die Erzielung einer verhältnismäßig bedeutenden Schnelligkeit der Transportbewegung zu ermöglichen bestimmt ist und durch diese Eigenart in Verbindung mit den außerdem zur Erzeugung der Transportbewegung benutzten Naturkräften (Dampf, Elektrizität, tierischer oder menschlicher Muskeltätigkeit, bei geneigter Ebene der Bahn auch schon der eigenen Schwere der Transportgefäße und deren Ladung usw.), bei dem Betriebe des Unternehmens auf derselben eine verhältnismäßig gewaltige (je nach den Umständen nur in bezweckter Weise nützliche, oder auch Menschenleben vernichtende und die menschliche Gesundheit verletzende) Wirkung zu erzeugen fähig ist."

Epoche III (1880-1920) Die vielen technischen Raffinessen der Bahngesellschaften wurden harmonisiert. Aus einzelnen Strecken- und Netzbetreibern gründeten sich Betriebs- und Finanzgemeinschaften von jetzt lediglich neun Länderbahnen:
Preußisch-Hessische Staatsbahn
Bayerische Staatsbahn
Württembergische Staatsbahn
Badische Staatsbahn
S?chsische Staatsbahn
Oldenburgische Staatsbahn
Mecklenburgische Staatsbahn
Pfälzische Eisenbahn (1909 in Bayerische Staatsbahn eingegliedert)
Reichsbahnen in Elsass-Lothringen.

Epoche IV (1920-1945)
Diese Epoche ist gekennzeichnet vom Übergang des Universalverkehrsmittels der Anfangszeit zu einem Verkehrssystem im Wettbewerb mit Individualverkehr, Schifffahrt und Luftverkehr. Um in diesem Wettstreit bestehen zu können, war es notwendig Neuentwicklungen zu forcieren und die Bereiche Zugförderungstechnik, Sicherheit, Schnelligkeit und Bequemlichkeit untereinander besser zu verzahnen.
Epoche V (1945-1985)
Das Ende des 2. Weltkrieges führte zu einer völligen Neuorientierung der Verkehrsströme und der Aufteilung des ehemaligen Reichsbahnnetzes in drei Verwaltungen. Diese sind:
die Polnische Staatsbahn
die Deutsche Reichsbahn für den Bereich der Deutschen Demokratischen Republik
die Deutsche Bundesbahn für die drei westlichen Besatzungszonen der späteren Bundesrepublik.

In den oben genannten Zeitraum fällt aber auch das Ende der Dampf-Ära. Mit der Dampflok 23 105 wurde im Dezember 1959 nicht nur die letzte Maschine der Baureihe 23, sondern auch die letzte Dampflok der Deutschen Bundesbahn in Dienst gestellt.
Die Wandlung der Traktionsarten, weg von Dampf- hin zu Diesel- und Elektroloks, führte zu Leistungsverbesserungen, für die Begriffe wie Intercity und Intercargo repr?sentativ stehen.

Epoche VI (1985 bis dato)
Am 2. Juni 1991 begann der planmäßige ICE-Einsatz mit Geschwindigkeiten bis zu 250 Kilometern pro Stunde, sowie die Inbetriebnahme der Neubaustrecken Hannover-Würzburg und Stuttgart-Mannheim. Im Herbst 1996 folgte die zweite Generation des Hochgeschwindigkeitszuges ICE. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist der ICE-2 (Spitzengeschwindigkeit 280 Kilometer pro Stunde) leichter und komfortabler. Das verbesserte Federungssystem ermöglicht eine noch größere Laufruhe. Das neue Modell lässt sich innerhalb weniger Sekunden in zwei Teilzüge (mit je 368 Sitzplätzen) trennen, die dann verschiedene Zielbahnhöfe ansteuern können.
Die Magnetschwebebahn hat ihre technische Reifeprüfung im Emsland abgelegt. Der Bau einer Strecke von Hamburg nach Berlin wurde nach langer, zum Teil heftiger politischer Diskussion (u. a. Finanzierungsfragen) im Mai 1996 vom Deutschen Bundestag verabschiedet. Trotz dieser Entscheidung bleibt der Bau der Transrapidstrecke, vor allem bei verschiedenen Umweltverbänden und in der Bevölkerung, weiterhin umstritten. Die Strecke soll bis zum Jahr 2005 fertig gestellt sein.
Das europaweit modernste Prüfzentrum für Schienenfahrzeuge wurde Anfang 1997 in Wildenrath (bei Mönchengladbach) in Betrieb genommen. Der Betreiber des Prüfzentrums ist die Siemens AG, wobei auch andere Firmen sowie Hochschulen die Anlage für eisenbahntechnische Prüfungen nutzen können. Die Anlage eignet sich zur Überprüfung von Fern- als auch Nahverkehrssystemen sowie Streckenausrüstungen und besteht im Kern aus zwei Schienenringen mit unterschiedlicher Spurweite. Die eigene Bahnstromversorgung des Zentrums ist weltweit die erste ihrer Art, denn mit ihr lassen sich Schienenfahrzeuge unterschiedlicher Stromsysteme testen. Neben den beiden Gleisringen (2,5 und 6 Kilometer Länge) verfügt das Testzentrum außerdem über Teststrecken mit engen Kurven sowie extremen Steigungen.

Quelle: Microsoft Encarta 99
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2

Wednesday, September 24th 2003, 5:43pm

Quoted


Eisenbahn, ein Verkehrsunternehmen, das Personen und G?ter in Schienenfahrzeugen bef?rdert. Infolge der geringen Rollreibung zwischen Schiene und Rad (20 - 60 N Laufwiderstand je t Zuggewicht) sowie der hohen Belastbarkeit der Schienen (15-25 t Achsdruck) k?nnen gro?e Lasten auf verh?ltnism??ig einfache und billige Weise bei geringem Energieaufwand mit gro?er Geschwindigkeit bef?rdert werden. Von den vier Verkehrsm?glichkeiten Schiene, Landstra?e, Wasserstra?e und Luftraum bestreitet die Eisenbahn den gr??ten Anteil der gesamten F?rderleistung (besonders im Fernverkehr). Durch das Schienennetz werden Rohstoffquellen miteinander (z. B. Kohle und Erz), mit den Verarbeitungsst?tten (H?tte und Maschinenfabrik) und den Verbrauchern (Maschinenfabrik und Werft) verbunden; der Personenverkehr wird erm?glicht oder zum Mindesten erleichtert.

Arten der Eisenbahn
1. Hauptbahnen f?r die Verbindung wirtschaftlich wichtiger Orte, mit hohen Reisegeschwindigkeiten auf eigenem Bahnk?rper, mit Regelspur (Spurweite); zwei- oder mehrgleisig, unter Vermeidung starker Kr?mmungen (Kurven), gr??erer Steigungen und Stra?enkreuzungen in gleicher H?he; daher zahlreiche Erd- und Kunstbauten (D?mme, Ein- und Anschnitte, Br?cken, Tunnels u. ?.);
2. Nebenbahnen f?r weniger ben?tigte Verbindungen ; ?berwiegend eingleisig, mittlere Reisegeschwindigkeiten (bis 80 km/h), normal- und schmalspurig; dem Gel?nde angepasste Streckenf?hrung, unter Vermeidung kostspieliger Bauten;
3. Stadtschnell- (S-Bahn), Untergrund- (U-Bahn), Stadt- und Stra?enbahnen f?r den st?dtischen Personenverkehr zur Verbindung von City und Randgebieten, z. T. auf eigenem Bahnk?rper mit vielen Kunstbauten;
4. Werkbahnen (Industrie-, H?tten-, Grubenbahnen), ?berwiegend f?r den G?terverkehr von Industriewerken im Anschluss an Hauptbahnen und zwischen einzelnen Werksabteilungen.

Ausf?hrung der Eisenbahn
Hinsichtlich der Ausf?hrung der Eisenbahn sind zu unterscheiden:
1. Adh?sions - (Reibungs-)Bahnen , die die Reibungskr?fte zwischen Rad und Schiene (etwa 0,16 - 0,3% des wirksamen Gewichts bei trockener Schiene) f?r den Antrieb ausnutzen;
2. Zahnradbahnen (Gebirgsbahnen), bei denen das Fahrzeug durch ein von der Antriebsmaschine gedrehtes Zahnrad fortbewegt wird, das in eine zwischen den Schienen befindliche Zahnstange eingreift.
3. H?ngebahnen , die das Fahrzeug an einer von einem Traggestell gest?tzten H?ngeschiene f?hren;
4. Seilbahnen , besonders ?ber unwegsamem Gel?nde, deren Fahrzeug an einem Seil aufgeh?ngt ist oder ?ber ein Tragseil l?uft;
5. Einhienenbahnen , bisher nicht ?ber einige gelungene Ausf?hrungen hinaus gediehen (Alweg-Bahn).

Fahrzeuge
Es gibt Triebfahrzeuge, Fahrzeuge zur Bef?rderung von G?tern oder Reisenden oder Triebwagen; die Antriebsmaschine ist dabei unmittelbar mit dem Wagenzug gekoppelt (z. B. Stra?enbahn). Als Antriebsenergie dienen heute fast ausschlie?lich Elektrizit?t oder Diesel?l. Die Deutsche Bahn AG verwendet Wechselstrom von 15 000 Volt und 16 2/3 Hertz; U-, Stadtbahnen u. a. fahren meist mit Gleichstrom von 600-3000 Volt Spannung. Die zul?ssige H?chstgeschwindigkeit betr?gt z. Zt. im Fernverkehr 280 km/h, im Nahverkehr bei eigener Trasse 120 km/h und bei Stadtbahnen 70 km/h.

Bau einer Eisenbahn
Der Bahnk?rper besteht aus dem Unterbau (Ein- und Anschnitte), den Kunstbauten, dem Planum (Grenze zwischen Unter- und Oberbau) sowie aus dem Oberbau, d. h. der Bettung, den Schwellen und den Schienen. Die Schienen werden in L?ngen von 30-60 m eingebaut, anschlie?end im Allgemeinen verschwei?t, so dass Schienenst??e vermieden werden.

Betriebsanlagen
Zu den Betriebsanlagen geh?ren die Bahnhofsanlagen: Personenbahnh?fe mit dem Empfangsgeb?ude f?r den Fahrscheinverkauf, die Information, Haltestellen, G?terbahnh?fe, zur Annahme, zum Ein-, Um-, Ausladen und Ausliefern von G?tern, Abstellbahnh?fe und Bahnbetriebswerke zum Abstellen, zur Wartung und zur Reparatur von Wagen.

Eisenbahnbetrieb
F?r die Bef?rderung von Reisenden und G?tern werden Z?ge aus geeigneten Wagen zusammengestellt (gr??te Zugl?nge von Reisez?gen 60 Achsen, von G?terz?gen 120, ausnahmsweise 150 Achsen) und in der Regel nach einem festen, in regelm??igen Zeitabst?nden erneuerten Fahrplan gefahren. Bei der Zugbildung f?r Reisez?ge ist zwischen Stamm-, Kurs- und Verst?rkungswagen zu unterscheiden, die w?hrend ihres Laufs ?ber gr??ere Strecken z. T. zu anderen Z?gen wechseln k?nnen. Im Nahverkehr bleiben die Z?ge meist unver?ndert. Ein fester Wagenumlauf wird angestrebt, damit die Wagen den Heimatbahnhof regelm??ig ber?hren und auf Fahrsicherheit gepr?ft und gereinigt werden k?nnen. G?terz?ge werden nach den Zielorten der G?ter gebildet. - Der Abfertigungsdienst besorgt die Annahme, Abfertigung und Auslieferung der G?ter, die Bearbeitung der Begleitpapiere, Erhebung der tarifm??igen Bef?rderungsgeb?hren und deren Verrechnung mit den Kassen und der Verwaltung. F?r den Fahrdienst sind die Fahrdienstleiter und der Aufsichtsbeamte verantwortlich. W?hrend der Fahrt werden die Z?ge vom Zugbegleitpersonal betreut. Innerhalb der ?rtlichen Bereiche werden die Strecken von den zust?ndigen Bahnmeistereien versorgt. Die Verwaltung der Eisenbahn liegt bei den Bundesbahndirektionen, der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbahn, den Verkehrsverb?nden, Aktiengesellschaften und privaten Unternehmen.

Geschichtliches
Die Eisenbahn ist aus den Holzspurbahnen der sp?tmittelalterlichen deutschen Bergwerke hervorgegangen. Eiserne Gleisbahnen gab es in englischen H?ttenwerken gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Die eigentliche Entwicklung der Schienenbahnen, die bis dahin durch Pferde oder Menschen bewegt wurden, begann nach der Erfindung der Dampfmaschine. Die entscheidenden Arbeiten gehen auf James Watt zur?ck, der die Dampfmaschine so weit verbesserte, dass sie f?r die meisten Anwendungen brauchbar wurde. Am 13. 2. 1804 fuhr der erste mit Dampfkraft bewegte Eisenbahnzug der Welt auf der H?ttenwerkbahn von Merthyr Tydfil in S?dwales. Der Erbauer der Dampflokomotive war Richard Trevithick. Die Maschine zog auf f?nf Wagen zehn Tonnen Fracht und zus?tzlich 70 Mann in vier Stunden und f?nf Minuten ?ber die neun Meilen lange Strecke (ungef?hr 15 km). Der Beginn des Eisenbahnzeitalters wird durch die Er?ffnung der Strecke Stockton-Darlington 1825 markiert. Die Lokomotive stammte aus der Fabrik G + R Stephenson & Co, sie hie? ?Locomotion?. Die ersten bedeutenderen St?dte, die durch eine Eisenbahn miteinander verbunden wurden, waren (1830) Liverpool und Manchester. Aus den Erfahrungen mit dieser Bahn ergab sich die wirtschaftliche Bedeutung der Eisenbahn. Die Eisenbahn verbreitete sich von hier aus zun?chst langsam, dann immer schneller ?ber die ganze Erde. 1835 wurde in Deutschland die erste Eisenbahn (6 km lang) zwischen N?rnberg und F?rth er?ffnet; 1839 die 116 km lange Eisenbahnstrecke zwischen Leipzig und Dresden. Den H?hepunkt erreichte der Eisenbahnbau in Deutschland in den Jahren 1870-1880.

Quelle: Das gro?e Bertelsmann Lexikon 2001
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Eisenbahn

durch Maschinenkraft bewegtes, schienengebundenes Verkehrsmittel, das sich auf einem eigenen Bahnk?rper fortbewegt. Eine Zugmaschine (Triebwagen, Lokomotive) kann auf Grund der geringen Reibungswiderst?nde gro?e Lasten (Personen- und G?terwaggons) fortbewegen. Nach der Schienenbreite unterscheidet man Regelspurbahnen, Schmalspur- und Breitspurbahnen. Nicht zur Eisenbahn z?hlen die ebenfalls auf Schienen fahrenden Untergrund- und Stra?enbahnen.
Zugarten: Abh?ngig von Geschwindigkeit, Reichweite und H?ufigkeit der Haltestellen wird zwischen folgenden Z?gen unterschieden: Im Bereich von Gro?st?dten und Ballungsgebieten verkehren in der Regel S-Bahnen (S). Im Nahverkehrsbereich in den Regionen fahren Stadt Express (SE), Regionalbahn (RB) Regional Express (RE). Zu den Fernz?gen z?hlen InterRegio (IR), InterCity (IC), InterCity Express (ICE) und nachts der InterCity Night (ICN). Europaweit fahren Euro City (EC), Euro Night (EN) und City Night Line.

Geschichte: Schon in der Antike waren Spurbahnen bekannt, allerdings nur in der Form von Spurrillen f?r den Wagenverkehr. Im Mittelalter gab es gespurte, z.T. eisenbeschlagene Holzbohlen, besonders in Bergwerken. Ende des 18. Jahrhunderts kamen die ersten Pferdebahnen auf, die zun?chst auf gusseisernen Schienen fortbewegt wurden. 1820 erfolgte erstmals die Herstellung gewalzter Schienen in England, wo auch die ersten Lokomotiven konstruiert wurden; die Entwicklung der Dampfmaschine bildete eine wichtige Voraussetzung f?r den Eisenbahnbau. 1824 fuhr die erste Dampfeisenbahn die Strecke Stockton-Darlington in England mit einer Geschwindigkeit von 15 km/h. In Deutschland wurde 1835 als erste Schienenstrecke die Verbindung N?rnberg-F?rth er?ffnet, 1837-39 die erste Fernstrecke zwischen Leipzig und Dresden.
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Schienennetz besonders in den Industriestaaten stark erweitert. Damit wurde auch die Erschlie?ung neuer Wirtschaftsr?ume m?glich. In Deutschland gab es 1840 erst 500 km, 1885 schon 37650 km Schienennetz. 1879 wurde von W. von Siemens die erste Elektrolokomotive mit 3 PS konstruiert. Bereits 1900 wurde von der w?rttembergischen Staatsbahn ein zweiachsiger Dieseltriebwagen eingesetzt; heute haben Diesel- und Elektroloks die Dampflokomotive weltweit fast v?llig verdr?ngt. Der Ausbau des Eisenbahnnetzes war aber nicht nur von wirtschaftlicher Bedeutung, er erlaubte auch den raschen Aufmarsch von Massenheeren (erstmals von Preu?en 1866 und 1870 durchgef?hrt). Seit ihren Anf?ngen war die Eisenbahn Gegenstand der Politik. Zwischen den Gro?m?chten gab es Auseinandersetzungen wegen Eisenbahnbauten in ihren Einflusssph?ren (z.B. Mandschurische Bahn, Bagdadbahn). Eine der l?ngsten Eisenbahnstrecken mit ?ber 9000 km Streckenl?nge ist die Transsibirische Eisenbahn zwischen Moskau und Wladiwostok. In Deutschland blieb die Eisenbahn lange das wichtigste Massentransportmittel sowohl im Personen- als auch im G?terverkehr. Seit der Nachkriegszeit und dem Ausbau eines fl?chendeckenden Stra?ennetzes geht die Bedeutung des Eisenbahnverkehrs stetig zur?ck, trotz seiner gegen?ber dem Stra?enverkehr umweltfreundlicheren Technologie und gro?er Investitionen in moderne Entwicklungen. Seit 1994 wird der Eisenbahnverkehr in Deutschland von der Deutschen Bahn AG betrieben, dem Zusammenschluss von Deutscher Bundesbahn und Deutscher Reichsbahn; zahlreiche Nebenstrecken sind in der Hand privater Betreiber.

Quelle:Komplettset Sch?lerwissen
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