? Umbauten Aufwerten von Lokomotiven

Dieses Thema im Forum 'Technik' wurde von rayman gestartet, 29. September 2016.

  1. Hallo Winfried!
    Stell Dir einen massiven isolierten Kupferdraht vor, wie er auch in der Hausinstallation verwendet wird. Ersetze den Kupferleiter durch einen extrem klaren durchsichtigen Kunststoff und Du hast einen Lichtwellenleiter. Hauptsächlich wird soetwas für Datenübertragung oder in der Lasertechnik verwendet. Poliert wird die Oberfläche mit sehr feinem Schleifpapier/ Schleifkunststoff. Ähnlich wie beim Aufarbeiten von Lackierungen. In der Industrie kommen auch Schleifpasten zur Anwendung.
  2. Hallo Rayk,
    danke für die Antwort. Für feines Schleifpapier muß ich zum Spezialisten. früher gab es bei Max Bahr ganz brauchbare Körnung.Auf der Börse gab es mal einen Händler, der hatte damit ein en alten Wiking LKW damit bearbeitet. Der bekam einen Glanz wie neu, Das war super Papier.

    Gruß Winfried
  3. Winfried, google mal nach Wasserschleifpapier oder Nassschleifpapier. 3000er Körnung müßte in etwa hinkommen.
  4. Hallo Leute!
    Heute bin ich nach relativ langer Zeit wieder mal dazu gekommen, an der Lok weiterzubasteln. Ich habe mir SMD Widerstände der Größe 803 besorgt und diese auf eine Rohplatine gelötet. Diese dienen nun als Vorwiderstände für die LEDs der Classification Lights. Als Widerstandsgröße verwende ich 820 Ohm für die LED Farben Grün und Weiß und 910 Ohm für die warmweißen LEDs.
    Auf dem Foto seht Ihr im oberen Bereich ein relativ dünnen Draht. Der wird an der Anode der LED angeschlossen. Ich habe hierfür den Draht einer Magnetspule ( Kupferlackdraht ) verwendet. Im unteren Teil ist ein blauer Draht erkennbar. Das ist der gemeinsame Plus-Leiter des Funktionsdekoders.
    IMG_5787.JPG
    Kosten für die hier verwendeten Bauteile:
    etwa 10 Cent für das Stück Platine und 0,59 Cent pro Widerstand.
    Olaf gefällt dies.
  5. Ich kann sowas wie Vollzug melden. Die Technik ist vollständig installiert und funktioniert auch. Ein Video verlinke ich Euch. Facebook
    Leider gehts nicht über Youtube, da bekomme ich die Datei nicht hochgeladen.
    Ich habe die benötigten Vorwiderstände auf eine etwas größere Platine gelötet. Die SMD LEDs habe ich mittels Heißkleber in die vorgesehenen Aussparungen geklebt. Ein paar Einstellungen waren an den Dekodern noch vorzunehmen, da der Funktionsdekoder werksseitig irgendwie mackig war.
    Die letzten Arbeiten an dem Modell werden die sein, das ich den Führerstand lichtdicht bekomme.
    IMG_5955.JPG
    Hier ein Vergleich mit der noch nicht umgebauten Schwesterlok: IMG_5970.JPG

    Ein persönliches Fazit zum Umbau der Lok:
    Ich hab mir es einfacher vorgestellt. Der Einbau des Scheinwerfers war zwar relativ einfach. Jedoch leidet die Lackierung doch etwas.
    Man kauft zuerst eine Menge Teile und merkt erst beim Einbau das es so nicht funktioniert.(Stichwort SMD Technik) Gestört hat mich, das es im freien Handel keine wirklich geeigneten Drähte für die Verkabelung von Dekodern gibt. Die von mir verwendeten Drähte sind fast ausschließlich aus Schrottelektronik entnomen worden.
    Bei der Verwendung von 2 Dekodern pro Lok gibt es Überschneidungen der Dekoderausgänge, die dazu führen das es zu ungewollten Beleuchtungskombinationen kommt.
    Was mir super gefallen hat, sind die lokspezifischen Dateien die ESU für seine Sounddekoder erstellt hat. Daran braucht man nichts zu ändern.
    Markus gefällt dies.
  6. RS1 Moderator

    Hallo Rayk

    Hast du mal bei ESu geschaut, wegen der Decoderkabel? Die haben eine hochflexibele dünne Litze in verschiedenen Farben. Die ist von der Verarbeitung her echt klasse, aber auch nicht unbedingt preiswert, das muss man dazu sagen.

    VG Matthias
  7. Hallo Matthias!
    Selbst die ESU Kabel/ Litze sind für SMD LEDs und SMD Widerstände ungeeignet. Die Auflageflächen der Bauteile sind einfach zu klein. Ich habe SMD Bauteile der Größe 805 verwendet. Zudem muß man immer mitberechnen das auch die Kabel Platz wegnehmen.
  8. Hallo Rayman,

    was hälst du denn von Kupferlackdraht zum Anschließen der SMD-LEDs? Weiter oben hast du so etwas doch bereits beschrieben...
    Diesen kann man in verschiedenen Farben kaufen oder aber von alten Motoren oder Märklin-Umschaltrelais gewinnen? Der Durchmesser der Drähte liegt so bei 0,1-0,2mm

    Zu den Dekoderanschlüssen: die Litzen, die es von einigen Dekoderherstellern gibt, sollten eigentlich immer passen.
    Aber warum verwendest du 2 Dekoder in einer Lok? Die von dir genannten Probleme mit den Überschneidungen der Ausgänge sind damit vorprogrammiert und nicht wirklich überraschend... Es gibt bereits Dekoder mit 6 und mehr frei programmierbaren Ausgängen auf dem Markt und das sollte für die meisten Fälle doch reichen - ich meine bei Zimo sogar bis zu 9 Ausgänge.

    Gruß
    Railstefan
  9. RS1 Moderator

    Hallo Rayk

    Achso da habe ich mich verlesen, ich hatte irgendwie raus gelesen das du für die Decoder eine entsprechende Litze benötigt hättest. Sorry.
    Für SMD Bauteile kannst du Kupferlackdraht nehmen, je nach Bauteil zwischen 0,05mm bis zu 0,5mm erhältlich, wobei man bei 0,5mm schon wieder hochflexibele Litze nehmen kann.

    Viele Grüße Matthias
  10. Hallo Stefan, hallo Matthias!
    Für die Anschlüsse der SMD Bauteile habe ich kunststoffummantelten Draht genommen. Der war etwas dicker als Kupferlackdraht, besteht aber aus 5 Drahtlitzen. Der Querschnitt muß irgendwo bei 0,12mm² liegen. Das ist übrigens der schwarze Draht auf dem Foto. Fragt mich bitte nicht aus was für einem Gerät das Zeug stammt. Es war halt in der Elektronikschrottkiste.;) Der Draht hat gepasst und lies sich gut verarbeiten.
    Bei der Lok habe ich einen Sounddekoder benötigt. Dazu kommen 5 LED, die ich unabhängig voneinander ansteuern mußte. Sounddekoder ( speziell ESU Loksound 4.0) mit 5 Ausgängen gibt es m. E. nicht. Also mußte ich einen zusätzlichen Funktionsdekoder verwenden.
    Ich bin mir noch nicht sicher was ich als Nächstes mache:
    Zur Auswahl stehen eine GE Gasturbinenlok der 2. Generation. Hierbei muß ich wie bei der DL 109 die Classification Lights beleuchten, und einen Sounddekoder installieren.
    das Trackmobile: das würde Scheinwerfer und Rückleuchten und einen Fahrdekoder bekommen
    einen RDC2: Der wartet auf Beleuchtung, Sound und (immer unter der Vorraussetzung das ich soetwas bekomme) einen Rauchgenerator für Dieselloks.
  11. Hallo,
    Loksound-Dekoder V4 haben teilweise mehr als 4 Ausgänge - je nach Schnittstelle, allerdings teilweise unverstärkt, was aber einfach ergänzbar ist. Siehe dazu Seite 8 der aktuellen Anleitung Punkt 5.1.6

    Nur zur Info: wenn eine Ader mehr als einen Draht = Litze enthält, so wird dies als Litzenleite rbezeichnet und nicht mehr als Draht. Dieser hat immer nur einen einzigen massiven Leiter.

    Viel Erfolg bei deinen Umbauten.

    Gruß
    Railstefan
  12. Hallo Allerseits!
    Viel ist am Modell in der letzten Zeit nicht geschehen. Ich habe ein kleines Kunststoffplättchen aus einer Tablettenpackung zurechtgeschnitten und als Abschottung zwischen den beiden Frontscheinwerfern eingeklebt. Desweiteren bin ich dabei den Fahrstand gegen das durchschimmernde Licht der Classification Lights abzuschirmen. Dazu mußte der Deckel einer Unterputz-Abzweigdose herhalten. Aus diesem habe ich die kleine Blende geschnitzt und in das Gehäuse mittels Heißkleber eingeklebt. Ich werde in der nächsten Zeit noch versuchen die hintere Kupplung zu versetzen, so das der Abstand der Faltenbälge maximal 1mm beträgt. Momentan liegt er bei etwa 3mm.
    IMG_5980.JPG
    IMG_5981.JPG
    IMG_5982.JPG
    IMG_5983.JPG
    Goldilok gefällt dies.
  13. Toll.....Hut ab:)

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