Dioramen Ein kleines Stück Heimat entsteht oder die Nachbildung des Stellwerk ES auf dem Erfurter Hbf.

Dieses Thema im Forum 'Anlagenvorstellungen' wurde von RS1 gestartet, 9. Januar 2017.

  1. RS1 Moderator

    Hallo Modellbahnfreunde

    Zur Diskussion geht es hier:
    Diskussion zu: Ein kleines Stück Heimat entsteht oder die Nachbildung des Stellwerk ES ... | Modellbahn-Community Forum

    Ich möchte euch hier mein neustes Projekt, das aktuell auch den Rang eines Hauptprojektes hat, vorstellen.
    Recht spontan, da ich den Bausatz zufällig bei meinen Händler sah,kaufte ich mir von Auhagen den Bausatz "Stellwerk Erfurt", der den Stellwerken ES (auf dem Hauptbahnhof), R4 und R5 (auf dem Güterbahnhof) sowie EO (in der östlichen Ausfahrt in Richtung des ehemaligen Block Ulla, in Höhe der Zufahrt zum BW aus dem "Loch") entspricht. Leider ergab dann aber der Vergleich mit Vorbildfotos, der betreffenden Stellwerke, das Auhagen jedes der genannten Stellwerke und doch keines nachgebildet hat. Denn der Auhagen Bausatz hat von jeden Stellwerk Details. Also hieß es für mich viel Vorbildrecherche betreiben. Hier hat es mir sehr in die Karten gespielt, dass mein alter Herr selbst Lokführer im BW Erfurt ist und ich somit zu einigen alten Stellwerksmeistern bzw. Fahrdienstleitern in Kontakt stehe. Und so entsteht nun dank deren tatkräftiger Unterstützung (sie möchten nach Rücksprache hier nicht namentlich genannt werden), das Stellwerk ES. Zunächst erstmal nur das Stellwerk, es ist aber fest geplant das es in ein kleines Fotodiorama eingepasst wird.
    So nun aber genug der vielen Vorworte, frisch ans Werk.

    Damit ihr euch zunächst mal einen Eindruck vom Stellwerk verschaffen könnt, folgen nun zwei Vorbildaufnahmen aus dem Jahr 1997.

    08b.jpg

    Der Fotoautor ist leider unbekannt, sollte er sein Foto durch Zufall hier sehen, so darf er sich selbstverständlich gern bei mir melden.

    07b.jpg

    Der Fotoautor ist leider unbekannt, sollte er sein Foto durch Zufall hier sehen, darf er sich gern bei mir melden.

    So und nun an das Modell.

    20170109_192749b.jpg

    Die Fenster

    Die Fensterrahmen für die Schalträume sind bereits farblich überarbeitet. Das lose daneben liegende Fenster ist von mir hinzugefügt, nachdem ich alle meine Bastelkisten durchwühlt habe. Denn dieses Fenster im "Rücken" des Stellwerks hat man bei Auhagen vollends unterschlagen. Nach langer Suche durch alle möglichen und unmöglichen Bastelkisten fand ich schließlich in der letzten möglichen Kiste einen fast exakt maßstäblichen Rahmen. Da er aber nur 0,5mm zu schmal wäre (zumindest nach dem was ich ausgerechnent habe an Hand der Ziegel auf dem Vorbildfoto im vergleich zur Ziegelstruktur des Modells), halte ich das für die einfachere Methode, anstatt das gesamte Fenster selber zu bauen.
    Apropos Fenster, die Fenster des Stellwerksraumes benötigen im Gegenzug noch sehr viel Nacharbeit. So ist die senkrechte dreiteilung der Fenster falsch, da die Fenster des Originals nur eine Doppelteilung hatten, also nur eine senkrechte Strebe. Dafür fehlen die Querstreben vollends, diese müssen noch nachgebildet werden. Bislang stellt sich mir hier aber noch die Frage ob die Fenster umgebaut werden sollen, oder ob ich sie von einen befreundeten Modellbahner, der in der H0pur Szene bzw. der Fremo87 Szene sehr bekannt ist, in Messing geätzt werden sollen. Zumal er mir schon die Fenstergitter (die vor der Oberleitung schützen) ätzt bzw. ätzen lässt.

    20170109_192812b.jpg

    Die Eingangstür

    Auch die Tür hatte eine umfassende Änderung erfordert. Diese ist serienmäßig in der Farbe des Spritzlings gefärbt und die beiden senkrechten Fensterstreben fehlen, wurden diese aus dünnen Kunststoffprofilen nachgerüstet. Auch das waagerechte Brett, das einer Ablage gleichkommt, fehlt bei der Bausatztür. Auch hier diente mir wieder ein dünnes Kunststoffprofil von Evergreen als Material der Stunde, ebenso wie beim nun nachgebildeten Türbeschlag, aus der Schachtel heraus hat die Tür nämlich nur die Klinke. Nachdem der Klebstoff durchgetrocknet war, habe ich die ganze Tür mit einen verwitterten Holzton bemalt. Dieser besteht aus 4 Teilen Holzbraun, 2 Teilen Beige und 1 Teil Hellgrau. Diese Farbe wurde mit einen harten Pinsel aufgemalt um etwas Holzstruktur zu erhalten. Hierbei ist es auch wichtig, das die Farbe nicht zu dünnflüsig ist. Nachdem gründlichen durchtrocknen der Farbe wurden die Bereiche, in denen abgeplatzter Lack dargestellt werden sollte wurde nun mit Maskierlack, der Holzlack überdeckt. Das dies nur zum Teil wirklich maßstäblich gelang ist wohl offensichtlich. Im Anschluss wurde die Tür in den betreffenden Bereichen weiß lackiert. Auch die wirkliche Tür des Stellwerk ES war nie flächendeckend lackiert, warum das aber so war entzieht sich meiner Kenntnis.

    20170109_192834b.jpg

    20170109_192842b.jpg

    Das Untergeschoss

    Zu DDR Zeiten zeigt sich das, dass Stellwerk einstmals verfugt war. Recherchen und Erinnerungen ehemaliger Stellwerker ergaben das es ein helles grau gewesen sein muss, das sich allerdings schon zu DDR Zeiten mehr in ein dreckig verändert hat. Am Untergeschoss des Modells mussten zunächst erstmal die Einlässe für die Fallrohre verspachtelt werden, da diese zwar so für EO zutreffen, jedoch nicht für den Rest der Stellwerke, hier führten die Fallrohre eine Etage höher in das Gebäudeinnere. Auch wurde hier an der Rückwand das Fenster ausgesparrt. Dieses scheint aber auch beim Vorbild erst später eingebaut worden zu sein, da es auch beim Vorbild keinen verklinkerten Sims aufweist, wie die restlichen Fenster. Umso leichter war die Nachbildung für mich, denn ich brauchte die Ziegelstruktur in diesen Bereich nicht weiter verändern. Nachdem diese Änderungen vollzogen wurden, habe ich das gesamte Untergeschoss hellgrau gestrichen. Nachdem diese Farbe getrocknet war, zog ich diese wieder flächig von der Oberfläche mit einer scharfen, aber schmalen Skalpellklinge wieder ab. Zurück blieb nur noch die Farbe in den Fugen, und das weiß des Kunststoffspachtels in den Löchern für die Fallrohre kam wieder raus. Später wurde das gesamte Untergeschoss noch mit einen fast vollständig ausgestrichenen Borstenpinsel und rostroter Farbe nachbearbeitet, die Bilder oben zeigen den aktuellen Stand.

    20170109_192854b.jpg

    20170109_192900b.jpg

    Die mittlere Etage

    Hier gab es fast keine Änderungen zum Bausatz, zumindest bisher, denn die Einlasslöcher für die Fallrohre wurden inzwischen gebohrt mit einen 1,3mm Bohrer. 1,3mm deshalb weil ich bisher vor habe die Originalfallrohre anzupassen. Ansonsten wurde hier auch wieder nach der oben beschriebenen Methode verfugt, im Bereich des Treppenhauses (die genannten Stellwerke hatten alle eine Wendeltreppe) ist die Ziegelstruktur noch nicht wieder frei gekratzt. Was hier noch fehlt, ist eigentlich zu viel. Nämlich ein, im Laufe der Zeit, herausgebrochener Stein auf der zum Bahnsteig hin zeigenden Seite. Dieser wahr nicht vollständig heraus gebrochen sondern nur in der oberen Schicht, die genaue Position muss ich allerdings noch auszählen.

    20170109_192906b.jpg

    Der Stellwerksraum (bzw. dessen Boden)

    Hier ist bislang noch nicht allzu viel passiert, nur der Stelltisch, der sogar an der richtigen Position steht, hat bislang seinen Rahmen in einen metalischen Grau bekommen. Die leichten Farbverläufe über den Rahmen hinweg sind dabei kein Problem, da hier noch entsprechende Platten mit den entsprechenden "Gerätschaften" aufgeklebt werden und der Stellwerksboden sein Parkett bekommt, den er beim Vorbild hatte. Das kann aber erst "verlegt werden", wenn das Obergeschoss durch die entprechenden Wandteile abgegrenzt ist, zumal diese auch noch ihren "Rauputzanstrich" bekommen müssen.

    20170109_192920b.jpg

    20170109_192923b.jpg

    Der Sockel

    Von ganz oben geht es nun nach ganz unten, zum Stellwerkssockel, dem Bauteil das mit Abstand die wenigste Arbeit macht, da dieser "nur" gealtert werden muss. Nach einen Anstrich in Betongrau, folgten zunächst nur ein paar nicht flächig deckende Lagen verschiedener Brauntöne, die allesamt in den Rostroten Farbton treffen. Zum Teil geschah dies "nass in nass". Da dieser Effekt noch nicht ausreichte wird der Sockel nun nochmal mit Staubfarben von Vallejo und Noch nachbearbeitet. Am Ende werden wohl alle Seiten mehr oder weniger so aussehen wie die lange Seite auf dem oberen Bild.

    20170109_192952b.jpg

    20170109_193002b.jpg

    Der aktuelle Zustand

    So das war es nun mal fürs erste. Die letzten beiden Bilder zeigen den aktuellen Bauzustand, nach etwa 2 Wochen Bastelzeit. Da ich ja bekanntlich an mehreren Projekten gleichzeitig arbeite, geht es hier auch nicht so megaschnell voran wie es könnte, aber es läuft.
    Ich freue mich auf eine rege Diskussion mit euch unter folgenden Link:

    Diskussion zu: Ein kleines Stück Heimat entsteht oder die Nachbildung des Stellwerk ES ... | Modellbahn-Community Forum

    VG Matthias
    Eisenbahner01 gefällt dies.
  2. RS1 Moderator

    lok527596 gefällt dies.
  3. RS1 Moderator

    Hallo miteinander

    Heute hatte ich dann mal wieder etwas Zeit am Stellwerk ES weiter zu machen. Zunächst hatte der Sockel wieder etwas mehr Farbe erhalten, mit einen "Fast Try Brush" Verfahren.Sprich ich habe zwar den Pinsel ausgestrichen, aber nicht kompett, sondern ich habe etwas mehr Farbe an den Borsten gelassen. Rausgekommen ist nun dies:

    20170114_155030b.jpg

    Die Seite zu Gleis am Bahnsteig 5.

    20170114_155047b.jpg

    Die Eingangsseite in Richtung Befehlsstellwek ER.

    20170114_155055b.jpg

    Die Seite zum Gleis am Bahnsteig 8.

    20170114_155101b.jpg

    Die Seite in Richtung des Inselgebäudes.
    Nun gilt es im richtigen Try Brush Verfahren Lichter zu setzen, mit weiß, lichtgrau und kalk, sowie vor allem an den schmalen Seiten eine Nachbehandlung mit einen schönen Betongrau.

    20170114_155932b.jpg

    20170114_155937b.jpg

    Der Stelltisch wurde an den Seiten an denen die Stellelemente (sprich die Mechanik) mit Wartungsklappen aus Glas abgedeckt war, blau angestrichen. Hier ist der Hinterfrund das ich zwar die Wartungsöffnungen aus der Verkleidung herausarbeite, aber da die oberleitungsbedingten Schutzgitter auch am Stellwerk angebracht werden, würde man eine genauere Detailierung an diesen Stellen eh nicht sehen, so das ich es so für ausreichend erachte. Höchstens ein Washing mit verschiedenen Dreckfarben werde ich noch vorher machen.

    20170114_160743b.jpg

    Da die Eingangstür etwas Tiefe erhalten soll, habe ich etwa zehn Millimeter hinter der Eingangstür ein Stück grau angemalte Pappe eingeklebt. Diese wird dann noch mit etwas Graphit (Bleistift) abgedunkelt, dies aber nur Leicht. Der Hintergrund für diesen Aufwand in diesen Bereich ist ganz einfach. Im runden Vorbau des Stellwerkes ging eine Wendeltreppe hoch die auch im Modell gut einsehbar wäre und bedingt durch deren (ansatzweise) Nachbildung wird der Schein der Innenbeleuchtung auch bis da runter leuchten.

    So das war es vom Bauprojekt Stellwerk ES für heute.
    Diskutiert werden darf wie immer hier:
    Diskussion zu: Ein kleines Stück Heimat entsteht oder die Nachbildung des Stellwerk ES ... | Modellbahn-Community Forum

    LG Matthias
  4. RS1 Moderator

    Wie´en? Und Hallo liebe Modellbahnfreunde

    Weiter geht es hier mit den Baumaßnahmen zum Stellwerk ES (keine Angst auch um das Diorama geht es irgendwann noch, das dauert aber noch etwas).

    DSCI5191b.jpg

    Zunächst habe ich den Durchbruch für das Treppenhaus angefertigt, da ich aus optischen Gründen zumindest den oberen Halbwendel der Wendeltreppe nachbilden möchte. Das Problem ist nun aber das, dass Teil an dieser Stelle nun so wabbelig ist, das es sich nicht mehr ordentlich ausfeilen lässt, hier muss ich mir noch etwas einfallen lassen, vielleicht kommt aber der Ausschnitt auch ganz weg, da die Wand weit genug nach oben führt.

    DSCI5192b.jpg

    Um das Stellpult zu verkleiden,liegt dem Bausatz eine einfache Papiermaske bei, die mich aber wieder nicht wirklich anspricht. Somit habe ich einen ersten Versuch aus Plastiksheed von Evergreen gemacht um das Stellpult ordentlcih zu verkleiden. Das Problem ist aber das sich die dünnen Stege seitlich wegdrücken, wenn man die Wartungsausschnitte ausschneidet. In der Folge wurde ein ehemals rechtwinkliges Teil zum Trapez und damit zu Ausschuss. Also heißt bzw, hoffentlich hieß es, damit weiter nach einer praktikabelen Lösung suchen. Und die habe ich hoffentlich damit gefunden.

    DSCI5193b.jpg

    Statt aus Plastiksheed entstehen die Verkleidungen aus ganz normaler Pappe. Diese ist natürlich zunächst mal nicht bohrbar, aber dafür gibt es ja zum Glück Trick 17.

    DSCI5194b.jpg

    Nach dem ausschneiden der Wartungsöffnungen (zunächst als eine große), wird das Pappteil großzügig mit dünnflüssigen Sekundenkleber getränkt. Wenn dieser dann durchgetrocknet ist (wichtig ist das die Pappfasern vollständig mit Sekundenkleber getränkt werden), entsteht eine Oberfläche die Kunststoff gleich kommt. Wenn alles klappt, wird das Teil dann nach dem ausschneiden, direkt auf den Kasten der Auhagen Bodenplatte geklebt. Wenn das Teil dort getrocknet ist, werden im Abstand von 5mm, 2mm breite und 5mm lange Kunststoffprofilstreifen aufgeklebt, so das die insgesamt 4 Wartungsöffnungen entstehen. Dazu aber mehr wenn es soweit ist.

    Und hier darf wie immer diskutiert werden:
    Diskussion zu: Ein kleines Stück Heimat entsteht oder die Nachbildung des Stellwerk ES ... | Modellbahn-Community Forum

    Viele Grüße Matthias
    Eisenbahner01 gefällt dies.
  5. RS1 Moderator

    Hallo Modellbahnfreunde

    Nachdem in den letzten Tagen nur sehr wenig Zeit für das Hobby war, kann ich heute von einen "kleinen" Fortschritt berichten. Dem Auhagen Bausatz fehlen ja bekanntlich die Schutzgitter vor der Oberleitung (wären sie dabei wären sie aber eh zu grob, egal ob aus Kunststoff oder aus Karton gelasert). Daher wird mir diese ein befreundeter Modellbahner ätzen. Für die Gitter im unteren Technikraum sind nun heute, ganz klassich per Hand gezeichnet worden. Diese sind auch noch im Maßstab 1:1 gezeichnet. Die weiteren Gitter werden dann aber größer gezeichnet, in 4:1 wahrscheinlich.

    img20170119_19103961.jpg

    Ich muß ehrlcih gestehen, dafür das ich vor 15 Jahren mal technisches Zeichnen gelernt habe, bin ich damit nicht zufrieden. Dennoch habe ich sie meinen Ätzer zukommen lassen, da er gerade wieder einen Film für ein 0,2mm Ätzblech zusammenstellt.

    Außerdem wurde final die Aufteilung des Stellwerksraumes geklärt. Aussehen wird er dann wie hier beschrieben, nur das die Bank, mit der Kochplatte zum aufwärmen von Speisen oder zum Kaffee kochen noch weiter nach rechts wandern.

    20170114_155158c.jpg

    Meine Quelle hat mir diese Aufteilung so bestätigt nachdem er mir sie beschrieben hat. Und sollte ich wirklich mal das Befehlsstellwerk ER nachbauen, hat er schon eines in TT bestellt. Auch wenn das gar nicht geplant ist, also ER nachzubauen, sitze ich da jetzt ein wenig in der Zwickmühle. Also wenn von euch jemand zufällig Aufrisse vom Stellwerk ER hat... ;)

    Viele Grüße Matthias

    Diskutiert darf wie immer hier werden:
    Diskussion zu: Ein kleines Stück Heimat entsteht oder die Nachbildung des Stellwerk ES ... | Modellbahn-Community Forum
    Eisenbahner01 gefällt dies.
  6. RS1 Moderator

    Hallo Leute

    Heute gibt es auch wieder etwas von der Baustelle ES zu berichten.
    Der Warnanstrich am Untergeschoss wurde heute angebracht. Er wirkt aber bislang noch geradezu werksneun und zu orange. Außerdem muss er an ein paar Stellen noch begradigt werden. Aber dafür habe ich ihn auch freihändig angebracht. Er muß auch noch etwas ausbleichen, vor allem im oberen Bereich, im unteren war er ja durch Bremsstaub und anderen Dreck geschützt.

    DSCI5257b.jpg

    DSCI5258b.jpg

    Außerdem hatte ich ja vor kurzen die erste Zeichnung für die Fenstergitter im Erdgeschoss gezeigt. Im Maßstab 1:1 war es dann meinen Vereinskollegen der mir diese Gitter ätzt zu klein und zu handgezeichnet. Daher hatte ich am Wochenende die "Ehre" mich mit einen CAD Programm vertraut zu machen. Die CAD Zeichnungen als Datensatz sind im Maßstab 100:1 und werden von meinen Vereinskameraden nochmals nachgearbeitet, hier gibt´s aber im Anhang noch die 10:1 Zeichnungen, als Ausdruck und von Hand bemaßt (und man sieht den einen oder anderen Fehler bei der Zeichnung).

    Stellwerk ES Untergeschoss Frontfenster.jpg

    Stellwerk ES Untergeschoss Seitenfenster Rechts und links.jpg

    So das war es schon wieder.

    Feedback, Anregungen oder Kritik wie immer bitte unter folgenden Link.
    Diskussion zu: Ein kleines Stück Heimat entsteht oder die Nachbildung des Stellwerk ES ... | Modellbahn-Community Forum

    Viele Grüße Matthias
  7. RS1 Moderator

    Wie´en liebe Modellbahnfreunde?

    Nun wieder ein paar Bilder zum aktuellen Bauzustand des Stellwerk ES.

    Die fertig gealterten Fenster des Erdgeschoss sind nun verglast worden. Wenn der Kleber durchgetrocknet ist, werden sie dann ausgeschnitten und in die Fensteröffnungen des Erdgeschoss eingesetzt.

    20170125_152443b.jpg

    Ursprünglich waren die Fensterrahmen des Stellwerk ES mal braun gestrichen. Irgendwann wurden sie dann mal weiß überpinselt, aber vor allem in den unteren Geschossen hielt die Farbe nicht wirklich lange bis sie wieder abblätterte. Ich denke das kommt bei diesen Fensterrahmen recht gut rüber.

    Das Untergeschoss, in dem die Technik sich versteckt hatte, wurde nun auch fertig gealtert. Die Gefahrenanstriche sind vorher noch etwas erweißt, damit sie nicht wie frisch angebracht wirken. Der Dreck selber ist eine Mischung aus verschiedenen Grau- und Brauntönen, die im Dry-Brush Verfahren aufgebracht wurde.

    20170125_152504b.jpg

    20170125_152508b.jpg

    Das Obergeschoss hat nun auch seine Außenwände erhalten. Da der Stellwerksraum ja vorwiegend aus Fenstern bestand, sind dort nicht viele Wände vorhanden. Auf den Bildern sieht man aber schön die verschiedenen Alterungszustände. Das Untergeschoss ist fertig gealtert, das 1. Stockwerk bislang nur verfugt, das Obergeschoss "strahlt" noch im Plastikglanz.

    20170125_154015b.jpg

    20170125_154026b.jpg

    Zum Schluss, damit man sich mal eine Vorstellung über die Größenverhältnisse machen kann, ein Vergleich mit einer 106 (die irgendwann zur Rispe 14 wird, auf der Bahnhofsrangierlok war mein Vater als frisch fertiger Lokführer zu DR Zeiten). Stellwerksmeister Manfred B. holt sich schonmal einen ersten Eindruck vom Stellwerk ES. ;-)

    20170125_154243b.jpg

    So das soll es für heute gewesen sein.

    Für Diskussionen stehe ich hier wieder gern bereit:
    Diskussion zu: Ein kleines Stück Heimat entsteht oder die Nachbildung des Stellwerk ES ... | Modellbahn-Community Forum

    Viele Grüße Matthias
    Eisenbahner01 gefällt dies.
  8. RS1 Moderator

    Wie´en?

    Mit dieser Erfutschen Begrüßung läute ich mal den nächsten kleinen Bericht vom Stellwerk ES ein. Leider haben die letzten Tage nicht so viel Zeit zum basteln gelassen wie ich es gern hätte, darum kommen nicht viele neue Schritte.
    Zunächst mal sind am vergangen Sonnabend ALLE Fenstergitter für die Ätzvorlage bei meinen Freund, der mir die Fenstergitter ätzen lässt, entstanden. Ich kann mir also weitere Zeichnungen sparen und es ging auch bedeutend schneller, da ich im CAD Programm jeweils etwa eine Stunde pro Fenstergitter saß, bei Udo sind alle sieben benötigten Bauformen in einer Nettoarbeitszeit von etwa 2,5 Stunden entstanden.
    Außerdem haben wir den fehlenden Stein an der Südseite des Stellwerks mit Hilfe entsprechender Stichel herausgearbeitet. Dies ist das Ergebnis.

    20170205_154754b.jpg

    Und hier nochmal aus der Nähe.

    20170205_154754c.jpg

    Natürlich fehlt hier noch eine entsprechende farbliche Nachbehandlung, der Ausbruch ist aber hier schon sehr gut erkennbar.
    Weitere Ausbrüche im Bereich des Treppenhauses habe ich dann heute mit Hife eines Skalpells herausgearbeitet. Diese wurden aber später einmal zugemörtelt, aber nicht bündig, so das es im Mörtel kleinere Dellen gab. Ich habe diese Ausbrüche nicht sehr tief, aber an den passenden Stellen herausgearbeitet. Aufgefüllt wurden sie dann mit weißer Farbe. Ein zweiter Anstrich ist dort aber noch nötig. Ebenso wurden die Stellen, an denen die Fallrohre ins Gebäude führen, mit weißer Farbe überarbeitet, da auch dort Ausbröcklungen im Mauerwerk später repariert wurden.

    20170205_154749b.jpg

    Das Bedienpult hat mich schon ordentlich Nerven gekostet. Die Idee mit der Pappe die mit Sekundenkleber getränkt wurde war auch nicht der "Weißheit letzter Schluss". Zum einen verzog sich die Pappe durch die Feuchtigkeit des Sekundenklebers doch recht stark, zum anderen wurde die Pappe damit spröde wie Glas, was ein Nachbearbieten fast unmöglich machte. Da ich aber nun weiß das, dass Stellpult aber an den Bedieneinrichtungen, auf jeder Ebene einen kleinen Vorsprung hatte, bin ich nun einen Kompromiss eingegangen. Der Bereich in dem sich die Wartungsöffnungen befinden, wurden nun nur noch aufgemalt, was zwar etwas Plastizität kostet, aber der Bereich der Stelleinrichtungten wurde nun doch mit Plastiksheed hergestellt. Allerdings nicht mehr aus Vollmaterial, sondern aus U-Profilen. Nach dem bohren der Löcher für die Stelleinrichtungen, wurden die U-Schenkel einfach abgeschnitten und auf feinen Schleifpapier verschliffen. Nun müssen die Verkleidungen nur noch grau lackiert werden und es können die Hebel angebracht werden.

    20170205_154735b.jpg

    Noch ein kurzer Hinweis am Rande, die zusätzlich benötigten Teile von Auhagen sind inzwischen auch bei mir eingetroffen. Das schöne bei Auhagen ist, man bestellt ein Teil das man auch bezahlt, aber man bekommt den gesamten restlichen Spritzling dazu, also viel Material für die Bastelkiste.

    Diskutiert werden darf wie immer hier.
    Diskussion zu: Ein kleines Stück Heimat entsteht oder die Nachbildung des Stellwerk ES ... | Modellbahn-Community Forum

    Viele Grüße Matthias
    Eisenbahner01 gefällt dies.
  9. RS1 Moderator

    Wie´en?

    Mal wieder ein kleines UpDate vom Stellwerk ES. Bedingt durch einen hohen Krankenstand in der Einsatzstelle weshalb ich aktuell ständig unterwegs bin, geht es aber derzeit nur schleppend voran.

    20170212_161207b.jpg

    20170212_161213b.jpg

    Der Stellwerkssockel hatte mir in seiner bisherigen Färbung nicht wirklich gefallen, er wahr zu grau. das Vorbild hatte aber im Laufe der Zeit einen immer ausgewascheneren Sockel, in dem sich zusehens Flugrost von den Bremssohlen sammelte. Die Seite zum Gleis 6 hin muss aber wieder mit etwas hellen braun aufgehellt werden, momentan wirkt die Seite zu "braun".

    20170212_161231b.jpg

    Im Untergeschoss hat sich inzwischen auch etwas verwaschener Russ an den Wänden niedergeschlagen. Die Seite zu Gleis 6 fehlt aber noch.

    20170212_161252b.jpg

    Auch zwei fehlende Ausbesserungsflicken an der mittleren Etage habe ich noch nachgearbeitet. Die Verfahrensweise habe ich ja schon im vorhergehenden Beitrag beschrieben.

    20170212_161311b.jpg

    Um das Obergeschoss zu verfugen, wurden die Wände flächig mit dünnflüssigen Hellgrau gestrichen. Nach dem trocknen der Farbe, werden die Steine wieder frei gekratzt.

    20170212_161326b.jpg

    Auch das dach wurde angefangen. Auhagen sieht hier ja am vorderen Ende einen Schornstein vor, der beim Original aber etwas weiter hinten saß. Also wurden die Öffnungen mit Hilfe einer Lage Papiertaschentuch verschlossen die flächig mit Kunststoffkleber getränkt wurden verschlossen. Nach dem trocknen des Klebers, wird das dach dann neu gestrichen.

    20170212_161404b.jpg

    Und nochmal ein kurzer Gesamtüberblick über den aktuellen Bauzustand des Stellwerk´s. Das dach fehlt hier logischerweise, da ja noch keine Fenster montiert sind.

    So das war es schon wieder.
    Diskutiert werden darf wie immer hier:
    Diskussion zu: Ein kleines Stück Heimat entsteht oder die Nachbildung des Stellwerk ES ... | Modellbahn-Community Forum

    Viele Grüße Matthias
    BIG Rolando gefällt dies.
  10. RS1 Moderator

    Wie´en? und Hallo liebe Erfurter Puffbohnen und auch alle anderen. ;)

    Heute gibt es mal wieder ein kleines UpDate vom Stellwerk ES.

    20170223_195618b.jpg

    20170223_195623b.jpg

    Der Sockel des Stellwerks hat nun endlich seine abschließende Colorierung erhalten. Leider kommen durch den Lichteinfall die hellbraunen Stellen, an denen der Regen die Verschmutzungen durch Bremsstaub abgewaschen hat, durch den falschen Lichteinfall hier nur am hinteren Ende zur Geltung. Die Verwaschenheit wurde hier übrigens dadurch erreicht, indem die recht dünnflüssige Farbe einfach per Pinselstrich an die entsprechenden Stellen aufgebracht wurde und diese Farbe dann mit einen sehr hartborstigen Pinsel "heruntergerieben" wurde. Dabei kamen diese Schattierungen heraus.

    20170223_195632b.jpg

    Auf dieselbe Art und Weise wurden auch die Wände des Unterbaus noch einmal überarbeitet. Allerdings kamen hier mehrere Farben die erst nass-in-nass aufgetragen wurden zum Einsatz. Hier wurde eine Mischung aus Panzergrau, Rostrot, Ziegelrot (nur wenig) und relativ viel Lederbraun verwendet.

    20170223_195637b.jpg

    Im unteren Bereich wurde auf der Seite zum Gleis 8 hin auch nochmal mit Lederbraun, Rostrot und etwas Panzergrau nachgearbeitet, im oberen Bereich kam nochmal etwas russschwarz zum Einsatz, zusätzlich zu den Pulverfarben.

    20170223_195653b.jpg

    Auch die Zwischenetage hat inzwischen eine erste Alterung erhalten. Die Verfahrensweise ist wie oben beschrieben. Im Fenster rechts, das zum Treppenhaus gehört, erkennt man auch das die Wände des Treppenhauses geweist wurden, da hier später dann mal die Wendeltreppe (im Original aus Beton gefertigt, ich brauch also keine Ätzteile :D) eingebaut wird.

    20170223_195706b.jpg

    Der Block (also das Stellpult) hat inzwischen seine Platten für die Bedieneinrichtungen erhalten. Diese muss ich aber zum Teil noch einmal nacharbeiten. Hier sieht man dann auch, das ich mit meinen Kompromiss, die Wartungsöffnungen betreffend noch nicht zufrieden bin. Sie sind windschief und ungleichmäßig. Aber ich habe schon wieder eine neue Idee. Auch hat der Fußboden inzwischen einen Belag aus rotbraunen Linoleum erhalten, so wie ihn das Vorbild auch hatte.

    20170223_195749b.jpg

    Die unnötigen Dachöffnungen sind ja, wie schon erwähnt, verschlossen worden. Inzwischen haben die Dachflächen auch einen Grundanstrich erhalten. Aber auch hier fehlt noch die Farbe für die Alterung, aber alles zu seiner Zeit. Immerhin hatte Auhagen ja fast die richtige Stelle getroffen, an der beim Original wirklich ein Schornstein war. Aber leider sitzt er bei Auhagen zu weit vorn.

    20170223_195551b.jpg

    Zum Schluss noch ein kurzes Übersichtsbild vom Stellwerk.

    So das war es schon wieder für heute.

    Wie immer darf hier diskutiert werden: Dioramen - Ein kleines Stück Heimat entsteht oder die Nachbildung des Stellwerk ES auf dem Erfurter Hbf. | Modellbahn-Community Forum

    Viele Grüße Matthias
    BIG Rolando und Wolfram gefällt dies.
  11. RS1 Moderator

    Wie´en? liebe Modellbahnfreundinnnen und Modellbahnfreunde

    Da in letzter Zeit Freizeit und damit Zeit fürs Hobby extrem rar gesäht war, hat es leider gedauert bis ich nun hier ein UpDate posten kann, wenn auch nur ein kleines.
    Zunächst hat der Stellblock nun seine Hebel (ja so heißen diese kleinen Betätigungen offiziell) erhalten. Diese sind aus 1mm starken runden Kunststoffprofilen entstanden die in den entsprechenden Farben (blau, grün und rot) lackiert wurden. Blau dient dabei für die Weichenhabel, Grün für die Befehlsabgabe (wobei ich gar nicht sicher bin ob ES diese hatte, es war ja ein Wärterstellwerk) und Rot dient den Fahrstraßensignalhebeln.
    Genauere Informationen finden sich hier:
    www.stellwerke.de - Elektromechanische Stellwerksbauformen (Siemens&Halske)

    Nun noch ein Blick auf den Block.

    20170420_164808b.jpg

    Im übrigen hat sich das Problem mit den Wartungsöffnungen nun entgültig erledigt. Ich wollte ja hier angepasste Fotos verwenden die entsprechend zugeschnitten werden sollten. Nach neusten Erkenntnissen waren diese Öffnungen aber, wie übrigens auf den meisten Stellwerken dieser Bauform, verblecht.

    Außerdem ist das erste Fenster des Obergeschosses nun in Nacharbeit. Das sowohl der einfassende Holzrahmen, als auch der Fensterrahmen nachlackiert wurden, versteht sich von selber. Die vollkommen falschen Fensterstreben, des ursprünglichen Fensters sind inzwischen herausgetrennt, nun kann der Neuaufbau der Fenster beginnen.

    20170420_164936b.jpg

    So das war es leider auch schon wieder.

    Wie immer darf hier diskutiert werden: Diskussion zu: Ein kleines Stück Heimat entsteht oder die Nachbildung des Stellwerk ES ... | Modellbahn-Community Forum

    Viele Grüße Matthias
    lok527596 und BIG Rolando gefällt dies.

Die Seite empfehlen