? Umbauten Getriebeumbau - Zahnräder mit Kugellagerung

Dieses Thema im Forum 'Technik' wurde von BR365 gestartet, 20. März 2017.

  1. Da 3 Zahnräder des Getriebes meiner alten Primex 141 ausgenudelt waren, musste ich Ersatz beschaffen. Die Gelegenheit, etwas zu basteln. Das Getriebe der Primex 141 besteht aus dem Anker mit Ritzel, einem großen Zahnrad mit kleinem Ritzel (Z1), zwei Zahnräder (Z2+Z3), die die Kraft auf die Vordere und hintere Welle des Fahrgestells übertragen.

    Das Zahnrad Z1 habe ich gegen ein neues ausgetauscht, welches ich vor dem Einbau aber entgratet habe, damit die Zahnradkanten nicht an den Seitenflächen von Z2 und Z3 schleifen. , Ebenso wurde der Bolzen von Z1 ersetzt. Z2 und Z3 habe ich vorerst nicht ausgetauscht. Sie bekamen dafür jeweils ein 4mm-Kugellager, wie ich es auch für den Anker verwende. Das Kugellager habe ich jeweils mit Sekundenkleber festgeklebt, damit das Zahnrad nicht lose auf dem Kugellager wackelt.

    Hier ein Bild vom Getriebeblock, dem verwendeten Miniaturkugellager und den beiden Zahnrädern, bevor sie auf 4mm Innendurchmesser aufgebohrt wurden:

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    Hier ist das erste Zahnrad gebohrt und eingesetzt, sieht schon recht gut aus und läuft auch rund:

    [IMG]

    [IMG]

    Eine Messung von Bolzen und Zahnrad rechts ergab:
    Bolzen: 1,47mm
    Zahnrad: 1,59mm
    Also 0,12mm Spiel. Kein Wunder, dass die Zahnräder auf den Bolzen wackelten und entsprechend zu singen anfingen.

    Und hier kommt nun das Video.
    Die Motorsteuerung übernimmt der fx-Decoder aus der 37652. Die Lok kommt mit dem 5-Pol HLA-Motor mit insgesamt 4 Kugellagern (2 x Ankerwelle + 2 x Zahnrad) zu folgender Minimalgeschwindigkeit in der 1. Fahrstufe: 1,89mm/s bzw. 0,59km/h! Die Stromaufnahme liegt über den gesamten Drehzahlbereich bei knapp unter 100mA (mit MS2 Stromanzeige).

    Video:



    Ich bin von dem Ergebnis ausgesprochen begeistert, zeigt es doch, wie viel aus dem HLA-Motor mit Stirnradgetriebe rauszuholen ist, wenn man etwas Präzision walten lässt. Und dazu muss ich sagen, dass ich mit einfachem Werkzeug gearbeitet habe. Die beiden Zahnräder sind nicht 100% zentriert sondern haben einen leichten Höhenschlag. Mit Präzisionswerkzeugen wie z.B. einer Feinmechaniker-Bohrmaschine sind noch letzte Quentchen Präzision mehr rauszuholen.

    Ein Demovideo vom Hochfahren mit eingestellter ABV werde ich noch nachreichen. Hört sich aber schon gut an, ich freu mich schon auf den ersten Anlagentest.
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  2. Hallo Moritz,

    Präzision - und ein guter Decoder. Wobei ich so extreme Langsamfahrt vom 60902 eigentlich nicht kenne, wie hast du den denn eingestellt?
    Aber meine V160 mit dem esu-oem-mfx-Decoder, die schafft diese Geschwindigkeit (augenmaßgemessen) auch. Nur quietscht sie nicht, sie knurrt. :D
    Was wäre da mit einer kugelgelagerten Kraftübertragung wohl noch drin?
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  3. Hallo Wolfram,
    Durch den geringen Widerstand von Anker und Zahnrädern fährt die Lok eben schon bei FS1 los, das ist sonst bei dem Decoder eher nicht der Fall.
    Mit dem Esu LokPilot ist das natürlich was anderes, der ist viel besser zu optimieren, und mit CV53 kann man den auch echt zu absoluter Kriechfahrt zwingen.
    Gruß
    Moritz
  4. Hallo Moritz,

    ich kenne den c91-Decoder von der 261 001 (und der P8, aber die hat den 60905 und Faulhaber). Die 261 fährt bei mir aber in FS1 an, außer einem Tropfen Öl ist da noch alles in Serienausstattung.
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  5. Sicher kann man das nicht verallgemeinern, es kommt auch immer auf die Getriebeübersetzung an. Daher habe ich auch "eher nicht" geschrieben, es gibt durchaus Modelle, die auch bei FS1 anfahren. Manch mit. Sehr anders mit weniger stark ausgeprägtem Anfahrruck.

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