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Modellbahn-Community.net - Baubeschreibungen
Achterbahn

Für Interessenten des Bausatze Achterbahn von Faller B 140451 ( Standardausführung, da das Jahresmodell nicht mehr lieferbar)
Maße: ca. 71,5 x 43,0 x 41,0 cm
Fahrstrecke ca. 550 cm

Beschreibung:

Voll funktionsfähige Achterbahn nach Vorbild.
Ein Wagenzug wird von einer Spiralfeder hochgezogen und erreicht durch die Schwerkraft wieder den Ausgangspunkt. Antrieb der Feder durch beiliegendem Motor.
Steuerungselektonik (Aufenthaltsschalter) liegt ebenfalls bei.

Preis/Leistung:

Hierbei wird ganz klar die Idee bezahlt und nicht das Material. Dafür bekommt man auch einen Riesenkarton, der schon einiges hermacht. Wer etwas exclusives möchte, wird den Preis von ca. 136,50 € als angemessen sehen. Ich habe vor 4 Jahren 199 DM bezahlt und war mit dem Preis/Leistungsverhältnis zufrieden.

Bautipps/Hilfestellung:

Gleich vorneweg; Der Bausatz ist absolut nichts für Anfänger ! Um den geplanten Rundlauf zu erzielen, bedarf es einiger Vorausplanung. Der Aufbau erfolgt auf einer ziemlich dünnen und biegsamen Grundplatte, die schon die Bohrungen für die Stützen enthällt.
Anfangen tut man mit der Start- und Zielgeraden und dort lauert die erste Gefahr. Die Fotoanleitung ist so schlecht, dass man nicht erkennen kann wie herum die Bremsbacken eingebaut werden müßen. Allgemein gesagt: Das sich der größte mögliche Abstand zur Fahrbahn ergiebt.
Die Stützen sind im Großen und Ganzen bereits vorgefertigt, da hier unbedingt Passgenauigkeit gefragt ist.
Nur die Lager der Fahrbahn müssen aufgesetzt werden. Und das ist das Problem ! Es gibt Lager mit Stiften, die einfach eingesetzt werden und Lager, die eine Art Überwurf bilden, das heißt sie greifen um eine Querstrebe der Stütze herum. Diese UND die umliegenden Lager dürfen erst am endgültigen Standort und nach ausgiebigen Testfahrten festgeklebt werden. Klebt man die umliegenden Lager fest, so läßt sich dieses eine Lager nicht einstellen, da die Fahrbahn nicht genug nachgiebt. Es genügt eine kleine Neigung des Tisches, auf dem man zusammengebaut hat, um einen Rundlauf zu verhindern.
Darum nocheinmal : Die speziellen Lager UND die umliegenden Lager erst am endgültigen Standort festkleben !
Die Fahrban selbst besteht aus einem Kunstoffband, das ähnlich wie ein Flexgleis aufgebaut ist. Dies dient nur als Grundträger. Links und Rechts befindet sich ein Keder, über den ein gummiartiges Profil gezogen wird. Das ist die langwierigste Arbeit am ganzen Bausatz. Hierbei ergeben sich gerne "Dellen", die unbedingt sachte glattgezogen werden müssen, da die Wagen trotz ihrer massiven Rollen sehr leicht sind und empfindlich auf Unebenheiten reagieren. Krass gesagt: " Sie fliegen raus ".
Bei den Probeläufen ist Fingerspitzengefühl gefragt. Die Ausrichtung der Lager dürfen nur um Milimeter verändert werden. 1. Kritischer Punkt ist die erste Kurve. Hier erreicht der Wagen seine höchste Geschwindigkeit und hebt gerne ab. Dies wird duch eine sanfte Erhöhung der Kurvenneigung verhindert. Aber auch nicht zuviel, sonst schafft er den nächsten kleinen Hügel nicht und rollt zurück.
2. kritischer Punkt ist die zweite Kurve, die ebenfalls viel Fingerspitzengefühl verlangt, da der Wagen dort nicht mehr sehr viel Fahrt hat, darf sie nicht zu steil sein. Danach gibt es eigentlich keine Probleme mehr, da die Fahrt dort ziemlich gemäßigt verläuft.

Fazit:

Ein interessanter Bausatz, der nichts für Anfänger und Ungeduldige ist. Trotz seiner Funktion ist es eher ein Schaustück als ein Betriebsteil. Der einzukalkulierende Platz sollte nicht unterschätz werden, da zu den Grundmaßen auch eine entsprechende Umgebung vorhanden sein sollte. Eher etwas für Großanlagen oder reine Kirmesanlagen.
Text: Nozet