Bahnhof Bonn
Der Bahnhof Bonn von Kibri (Foto: Nozet)
Maße: ca. 99 x 43 x 17,5 cm Grundbahnhof ohne Hallen
Beschreibung:
Bahnhof Bonn mit zwei Bahnsteighallen. Das Hauptgebäude ist von der Optik identisch mit dem Faller-Bausatz, jedoch fast 30 cm länger. Der Bausatz besteht aus drei Einheiten, die getrennt gebaut und dann mittels zweier Zwischenteile zusammengefügt werden.
Die Grundplatten und Wände sind bemerkenswert stabil. Ich habe noch keine Bausatz erlebt, der diese Festigkeit der Einzelteile, wie auch der einzelnen Bauteile hatte.
Der Bausatz enthält große Bogenförmige Fenster in den Wandelhallen-Stirnseiten, dies läßt interessante Beleuchtungsvarianten zu. Außerdem macht es sich gut eine mit Figuren belebte Wandelhalle zu presentieren. Leider ist die Innenausstattung der Wandelhalle nicht so großzügig ausgestattet, wie der Bausatz von Faller.
Preis/Leistung:
Man bekommt hier einen Bausatz mit einer Fülle von Ausge- stalltungsmaterial, das kaum noch Wünsche übrigläßt, sieht man von der Wandelhalle ab. Die Bahnsteighallen ( je 43 cm lang überspannen 2 Gleise. Die verarbeitung der Stützen ist stabil und doch sehr filigran. Die Hallen können einseitig auf dem Hausbahnsteig aufgesetzt werden.
Die Verarbeitung ist hervorragend. Stabil und passgenau. Farblich ist der Bausatz etwas dezenter gehalten als der von Faller und gut abgestimmt (grüne Hallen).
Der Preis dürfte ca. bei 125 - 130 € liegen, was für den Bausatz angemessen erscheint.
Bautipps/Hinweise:
Die Hallen sind C-Gleis/ROCO-Line geeignet, sofern Dampfund Dieselloks verkehren. Oberleitung ist möglich, nimmt aber den Hallen viel von ihrem Flair, da die Bogenförmigen Frontscheiben dafür entweder entfernt werden müssen, oder eine Spezialkonstruktion angefertigt werden muß.
Da das Dach der Hallen eine wesentlich größere Glasfläche als der Faller-Bausatz aufweist, gibt es Probleme mit der Beleuchtung, die ich folgendermaßen gelößt hatte: Besorgt euch von einer Aufzugsfirma Rolltreppenbeleuchtung. Die besteht oft aus in Reihe geschalteter kleiner Birnen, die mit lackiertem Draht verbunden sind, der sich gut hinter Balken und Stützen verbergen läßt.
Das Hauptgebäude läßt sich mit Lichtleitern oder den KIBRI- Soffitten beleuchten. Bei meinem Bausatz 1999 lag keine Papiermaske bei, jedoch für die Fenster gab es Gardine. Die Papiermaske war auch nicht nötig, da die Wände kein Licht durchschimmern ließen.
Der Bahnhof läßt sich auch ideal als Sackbahnhof verwenden. Er kann dann ca. 9 Gleise beherben. Auch in dem Fall stehen die Hallen mit der ersten Stützreihe auf dem Hausbahnsteig. Die Hallenglasflächen sind beim kleben vorsichtig anzufassen, da man jeden Tropfen sieht. es empfiehlt sich nur die unter- sten Gläser zu kleben und die weiter oben liegenden nur lose einzulegen.
Durch die Bahnsteighallen (es giebt den BHF auch einzeln) ist eine genaue Bahnhofsplanung wichtig. Schon aus der Weichenzufahrt ergeben sich die Bahnsteigbreiten und man muß sich entscheiden, ob eine Reihe Hallen stehen sollen, oder ob mehrere nebeneinander stehen sollen. Beide Varianten sind mit dem Bausatz möglich. Stehen die Hallen einzeln, las- sen sich im allergünstigsten Fall 5 Gleise mit Bahnsteigen " versorgen "
1 Gleis Hausbahnsteig
1 Gleis rechts der Halle unter einem Überdach
2 Gleise durch die Halle
1 Gleis links der Halle unter einem Überdach
Wird der Bahnhof "normal" gebaut entfällt eine Reihe stützen und die Hallen liegen auf dem Vordach des Hauptgebäudes auf. Die Hallen sind ( hintereinander gebaut ) ca. 8 cm kürzer als das Hauptgebäude.
Fazit:
Durch seine Größe eher etwas für Großanlagen oder für Leute (wie mich), für die der Bahnhof die zentrale Stelle ihrer Anlage ist. Ein Bausatz, der sicher der Hingucker auf der Anlage ist, sofern er richtig beleuchtet in Szene gesetzt wird und mindestens 4 - besser 8 Gleise hat.
Text: Nozet