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Modellbahn-Community.net - Baubeschreibungen
Bahnhof Schwarzburg

Für alle Interessenten, die vielleicht einmal den BHF. Schwarzburg von Faller kaufen und bauen wollen, gebe ich hier ein paar Tipps und eine Einschätzung des Bausatzes. Faller B 110116
Maße: ca. 55,0 x 18,5 x 23,0 cm

Preis/Leistung:

Kann man als angemessen einstufen. Der Käufer bekommt einen bereits 10-farbigen Bausatz, sowie 2 Eddingstifte zum bemalen des Daches. Der Bausatz besteht laut Angabe von Faller aus 406 Einzelteilen.
Einziges Manko; Die Fenster bestehen aus Folie, die der Bastler ausschneiden muß.
Beleuchtung 3 mal möglich, liegt nicht bei.
Ausstattungsteile, wie Ladegut und Bahnhofstypische Ausschmückung liegen bei.
Echtzeituhr kann eingebaut werden.

Passgenauigkeit/Verarbeitung:

Hervorragend. Bis auf ein leicht durchgebogenes Grundmodul passten alle Teile perfekt.
Leider sitzen die Teile am Spritzgussrahmen oft an der Sichtseite aufgehängt, sodaß es äußerster Sorgfalt bedarf diese sauber aus dem Rahmen zu trennen und zu säubern.
Feine Teile haben teilweise " Schwimmhäute " Alle Kleinteile, und was besonders erwähnenswert ist, auch die Regenrinnen haben Angüsse, die ein exactes Aufsetzen ermöglichen. Kein verutschen oder schiefes anbringen möglich. Kleine Teile und Funktionsteile haben Bohrungen mit Zapfen, damit sie genau passen.

Bauanleitung/Zusammenbau:

Die Bauanleitung besteht, wie bei Faller leider üblich, aus einer Fotoserie, die in Grautönen gehalten ist. Oft ist es sehr schlecht zu erkennen, wie herum ein Teil angebracht werden muß. Zwei Teile fehlen in der Bauanleitung, ergeben sich aber logischer Weise. Die Kulisse M3 ist nicht bezeichtnet ( das ist die Pappkulisse auf der der Fahrkartenschalter abgebildet ist) und das Teil 7/42 ( hierbei handelt es sich um eine umlaufende Steinumrandung, sodaß das Teil zwischen 7/41 und 7/43 kommt) Der Bausatz wird in 3 Teilen aufgebaut, die ihn dadurch auch für Segmentanlagen, sowie Module interessant machen.
Patinieren (altern) denke ich ist unbedingt erforderlich, um die Trennstellen zu kaschieren.
Das Dach wird mit den beiliegenden Stiften (schwarz/gelb) verziert. Dazu sind ein Teil der Schindel glatt gepresst worden, sodaß man diese im Licht erkennt. Sodann wird das Muster mit den Farbstiften, Schindel für Schindel aufgetragen.
Das Muster des Bausatzes weich vom Muster des Katalogfotos ab ! Wahrscheinlich handelte es sich dort um ein Handmuster.
ACHTUNG ! Hierbei handelt es sich um absolut wasserfeste Farben. Ein vermalen ist nicht korrigierbar und passiert sehr leicht, da die Schindeln halbrund sind und die Stifte äußerst glatt sind. Die Beschreibung sagt dazu: " Oft genügt ein kleiner Strich " Stimmt definitiv nicht, da die Schindeln glatt sind und der Stift wenig Reibung erfährt. Ein häufige hin- und hermalen läßt aber Farbe in den Zwischenraum der Schindeln laufen (besonders bei dem gelben Stift). Ruhe und Vorsicht ist geboten, es sind viele Schindeln und ein großes Dach.
Die Maske, die verhindern soll, daß Licht durch die Wände scheint, ist etwas groß geraten und läßt sich durch die Erker und Anbauten schwer einziehen, sitzt dafür umso besser.

Fazit:

Ein preislich angemessener Bausatz, der nicht unbedingt für Anfänger geignet ist, der schnelle Bauerfolge zeigt durch die 3-Teilung.
Geignet für mittelgroße und kleinere Bahnhöfe. Meiner Ein- schätzung nach 3 - 7 Gleise.
Text: Nozet