Bäume im Selbstbau
Material:
Holzleim
Grüne PLAKA-Farbe (oder Abtönfarbe)
Braune PLAKA-Farbe (oder Abtönfarbe)
Malerkreppband
Belaubungsflocken in gewünschter Farbe und Körnung
2 Gefäße mit einem Durchmesser von ca. 20 cm (alter Topf, Sauerkraut- oder Kartoffelsalateimer)
Pappkarton (z.B. Umzugskarton)
Kochlöffel oder Holzleiste zum Umrühren
Kleiner Karton oder Styroporblock
Naturmaterial je nach gewünschter Baumart z.B.
Goldrute
Ginsengwurzeln
Johannisbeerzweige
Vogelbeerzweige
Fliederzweige
In diesem Beispiel wird Goldrute verwendet.
Im Bild zu sehen sind die kleineren Spitzenzweige der Goldrute, die vom Hauptstamm abgetrennt wurden. Je nach Spurweite kann man sich diese Zweige auf die richtige Größe zurechtschneiden. Selbst Spur1-Bahner können den Hauptast nehmen.
In den Styroporblock (umgestülpter Karton) bohren wir im Abstand von Ca. 10 cm kleine Löcher. In die Löcher stecken wir nachher unsere „ Bäume" Zum trocknen – ca. 24 Stunden.
Den Holzleim rühren wir mit Wasser in einem der Kunststoffgefäße an, bis er eine fast fließende Konsistenz hat. Hier ist die richtige Menge Wasser durch probieren herauszufinden. Der Leim sollte noch leicht abtropfen, um ein verkleben der Astfeinheiten zu verhindern. Es bleibt noch genug Leim am Material für die Belaubung.
Nach dem wir die richtige Mischung gefunden haben, geben wir grüne (für Herbstbäume braune oder rötlich-gelbe) Farbe hinzu. Hierbei ist der Geschmack der alleinige Faktor. Gut durchrühren nicht vergessen. Bäume mit leicht variierendem Farbton beleben den Wald und kommen so auch in der Natur vor.
In das zweite Gefäß geben wird die Belaubungsflocken (mehr Gefäße bei unterschiedlichen Farbtönen).
Nun tauchen wir einen der zurechtgestutzten Äste in den Leim ein, bis der Leim sich auch in den einzelnen Verästelungen festgesetzt hat. Dies geschieht am Besten durch leichtes hin und her bewegen. Wenn der Leim sich verteilt hat heben wir unseren Ast VORSICHTIG aus dem Leimtopf und schlagen ihn VORSICHTIG mit leichten Bewegungen an einer der Wände unseres großen Kartons aus. Der mit Leim versehene Ast hat ein hohes Gewicht und hierbei könnte der dünne Stamm brechen. Darum mit Gefühl etwa zwei bis drei Mal ausschlagen.
Anschließend halten wir den Ast mit einer Hand über dem Gefäß mit den Belaubungsflocken und pressen mit der anderen Hand etwas Beflockung auf den Leim. Durch drehen und wenden des Astes fallen die Verzweigungen in verschiedene Richtungen und offenbaren uns noch freie Stellen. Die meisten Flocken fallen wieder ab und es bleiben ein paar freie Stellen übrig, aber das macht nichts, da wir den Leim ja eingefärbt haben überzieht er die freien Stellen mit Farbe und es fällt später nicht auf. Dadurch formen sich auch die „ Blätter „.
Nun stecken wir die fertigen Bäume in unseren Styroporblock (Karton) und verkannten sie etwas, damit sie nicht ganz durchrutschen. Es tropft noch Leim runter, aber das macht nichts, es ist noch genug da zum festhalten der Flocken.
Nachdem die ?äume getrocknet sind nehmen wir 2, 3 oder auch 4 Stück und stellen sie zu einem Baum zusammen. Entspricht die daraus entstan- dene Komposition unseren Vorstellungen, umwickeln wir die Stiele fest mit dem Malerkrepp. Dazu wird der Malerkrepp sehr knapp unter dem untersten Ast schräge angesetzt und dann immer weiter nach unten gerollt. Die Überlap- pung sollte etwa eine halbe Bahnbreite betragen.
Die „Rinde“ ist nun fertig und wir brauchen sie nur noch mit dunkelbrauner Farbe anzumalen. Ich habe Modellbaufarbe für Plastikmodelle benutzt, die einen hohen Deckungsgrat hat. Abtönfarbe tut es aber auch.
Zum Schluß bringen wir den Baum durch trimmen mit der Schere in die Von uns gewünschte Form.
Text: Nozet