Aller Anfang ist schwer - Ein Neuling startet durch

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zur Anlagenvorstellung" wurde erstellt von danik86, 13. Dezember 2011.

  1. danik86

    danik86 Mitglied

    Hier der Thread, um sich über meine geplante Anlage auszutauschen und um Feedback zu geben.

    Was mich jetzt vor allem interessiert ist, wie ich auf den Rahmen aufbauen soll. Die Anlage ist relativ flach, außer im Bereich des Tunnels, wo ein Berg entstehen soll. Lohnt sich eine komplette Spantenkonstruktion bei meiner Anlage, oder sollte ich eher auf größerflächige Platten zurückgreifen und von dort aus aufbauen?

    Meine Überlegungen gehen dahin, dass ich die Gleise erstmal grob mit Platten auf Nullniveau abdecke und dann von dort aus die Steigungen mit Hilfe von 6mm Sperrholz modelliere.

    Über eure Ratschläge und Tipps freue ich mich sehr!
     
  2. Jochen B.

    Jochen B. Guest

    [font='Georgia, Times New Roman, Times, serif']Hallo Daniel,

    ich habe mir eben Deinen [lexicon]Gleisplan[/lexicon] angeschaut.

    Es gibt bei der Planung vollgendes zu Beachten. Du baust über Eck, das bedeutet in den meisten Fällen, dass die Anlage nur von zwei Seiten zugänglich ist. Nun ist die Frage, wie kommst du später in den Bereich des Tunnels! Wenn mal eine Lok Kontaktprobleme hat oder ein Wagen entgleist ist mußt Du da irgendwie ran kommen.

    Man sagt maximale Eingrifftiefe sind 80 cm.

    Entweder Deine Anlage bekommt Rollen sodaß du sie mühelos aus der Ecke herausziehen kannst oder Du mußt in der Mitte ein herausnehmbares Teil einplanen, sodass Du Servicearbeiten wie z.B. evtl. reinigen der Schienen gut und sicher erledigen kannst. Ist ein herausnehmbares Teil geplant, müssen die Spanten und der Rahmen dementsprechend konzipiert sein.

    Ich hoffe geholfen zu haben.

    Gruß Jochen

    [/font]
     
  3. danik86

    danik86 Mitglied

    Danke für den Hinweis! Die Anlage kommt nicht ganz in das Eck, sodass man an jede Stelle kommen sollte.

    Ich "hänge" gerade eher bei der Frage, wie die Grundplatte aussehen soll, oder ob ich quasi nur die Fahrtrassen baue und den Rest offen lasse. Habe 6 Platten mit 120x60 cm da und weiß nicht, wie ich es denn besser mache. Kann mir dabei jemand Tipps geben?
     
  4. Jochen B.

    Jochen B. Guest

    [font='Georgia, Times New Roman, Times, serif']Hallo Daniel,

    nun da Du eine relativ ebene Fläche bauen willst, und das Problem der Zugänglichkeit geklärt ist, würde ich eine Platte auf den Rahmen legen. Dabei solltest Du darauf achten, dass sich die Platten nicht durchbiegen, wenn auf den Gleisen eine Lok fährt.

    Also ausreichende Plattenstärke oder im Rahmen weitere Verstrebungen. Biegt sich die Platte durch gekommst Du irgendwann Kontaktprobleme an den Schienenverbindern. Dies hängt natürlich davon ab wie schwer Deine Loks sind und wie oft die Strecke befahren wird.

    Gruß Jochen
    [/font]
     
  5. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Die Fahr-oder Gleistrassen kannst Du ja nicht in die Luft hängen. Also einen Unterbau benötigst Du.
    Hier zeige ich Dir mal, wie es an meiner derzeitigen Bausstelle ausschaut.

    Den Anhang 726 betrachten

    Du brauchst also auch sowas wie ein "Ständerwerk".
    Nun ob Spantenbauweise oder Platte, da streiten sich die Götter. Ich kenne die Platte noch von meinem Vater. Damals war Spantenbauweise noch nicht so weit verbreitet. Dafür war es durch die Tunnelanlage doch recht laut. Als Kind habe ich das nicht als störend empfunden.
    Heute baue ich in Spanten. Falls Du eine "Serviceluke" benötigst, dann ist diese Bauweise recht praktisch. Da meine Anlage auch transportabel ist, kommt noch die Stabilität bei möglichst wenig Gewicht dazu. Man muß natürlich schon sagen, das es auch etwas schwieriger zu bauen ist. Das Holz kann man sich aber im Bauhaus oder Tischler zuschneiden lassen. Du kannst Dir mal meinen Baubericht Teil 2 anschauen, da ist es recht gut beschrieben, wie ich es angestellt habe. > klick mich <
    Ich habe mir das Holz auch auf den Millimeter im Bauhaus zuschneiden lassen.
    Natürlich kann man das auch anders machen.
     

    Anhänge:

  6. danik86

    danik86 Mitglied

    Morgen will ich mich an die Fahrtrassen machen. Das Problem welches ich habe ist, dass doch Kurven mit einer Steigung kippen. Ich werde meine Trassen aus 6mm Sperrholz bauen und würde gerne Holzklötzchen zum Modellieren der Steigung benutzen.
     
  7. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Daniel,

    das mit den Klötzchen sollte klappen, um die Steigungen deiner Gleistrasse in den Kurven zu gestalten.

    Bitte denke daran, daß Steigungen größer wie 3 % auf der Modellbahn scheußlich aussehen (3 cm Höhe bei 1 m Gleislänge), auch wenn deine Schienenfahrzeuge theoretisch steilere Anstiege verkraften könnten, wird der Modellbahnprofi die 3 % Marke für Steigungen eher nicht überschreiten wollen.
    Zum Einen schont es die Modellbahnmotoren der Triebfahrzeuge, zum Anderen sind nicht immer alle Modelle auch mit Haftreifen versehen und arbeiten wie im Original nach dem Adhäsionsprinzip, also dem Anpreßdruck von Rad auf Schiene. Das Lokgewicht ist dann entscheidend ob und wie lange Züge in Steigungen eingesetzt werden können, gegebenenfalls müssen die zuglängen des angehängten Zuggewichts verringert werden.

    Bei mir gibt es einige Mschinen, die ohne Haftreifen (Traction Tieres) laufen, dann sind Steigungen von 2 % das äußerste Maximum, Doppel- oder Mehrfachtraktionen erlauben aber dann mehr Zuggewicht, also längere Züge.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  8. danik86

    danik86 Mitglied

    Danke Ingo für den Hinweis mit der 3 % Steigung. Diese habe ich berücksichtigt und mit WinTrack auch überprüft.
    Gibt es vielleicht Tipps / Anleitungen zum Bau von Steigungen? Welche Abstände sind sinnvoll? Wie bekommen die Klötzchen die Steigung? Vielleicht mit einer Feile, weil 3% sind schwer zu sägen...
     
  9. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Daniel,

    mache es so wie ich,

    setze die trassenbretter so an, daß du die gewünschte Höhe erhälst, unterfüttere erst mal provisorisch mit Leisten oder Klötzen unterschiedlicher Höhe. Verwende Heißkleber zum Festleimen der Holzklötze auf die Grundplatte oder säge dir vorher vor dem Zusammenbau der Module/Segmente die entsprechenden Gleistrassenhöhen in die Spanten rein.

    Steigungen sollten in Kurven beginnen und enden, wegen der Brechungspunkte in den Gleisen, weil sonst die Brechungspunkte der Steigungen zu deren Ende oder Anfang abgeflacht werden müssen, also geringere Steigungen mit eingeplant werden müssen, idealerweise etwa in 1/2 % Schritten. Die so zu erreichende Steigungshöhe wird dann mit mehr Gleislänge erkauft, damit die Brechungspunkte der Steigungen bei gerader Gleisführung, so schwach wie möglich ausfallen.

    Starke Brechungspunkte bewirken ein Entgleisen von Schienenfahrzeugen und gegebenefalls ein selbsttätiges Abkuppeln von Waggons, die dann durch ihre Schwerkraft talseitig ablaufen.

    Natürlich kannst du gerade Gleisführungen in Steigungsstrecken einbauen, wenn zu Beginn oder zum Ende eine Kurve verwendet wird. Denke auch daran, in regelmäßigen Abständen ein ebenes Gleisstück einzuplanen, um deinen Fahrzeugen Zeit zum Verschnaufen bei bergseitiger Fahrt geben zu können, das wird beim Original auch so gemacht.

    Gutes Paradebeispiel: Bahnstrecke St.Moritz - Tirano der SBB mit maximaler Steigung von 7 % ( 70 0/00) und einer ungefähren Höhendifferenz beider Stationen von etwas über 1100 m (Höhenunterschied zwischen Start und Ziel) im Adhäsionsbetrieb ohne Zahnstangenunterstützung.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  10. jjk_61

    jjk_61 Mitglied

    Hallo Ingo,

    das verstehe ich nun gar nicht:

    Steigungen müssen immer abgeflacht werden, egal ob im Bogen oder in der Geraden.

    Eine Steigung im Bogen ist auch schon deshalb nachteilig, weil mehr Zugkraft benötigt wird als in der Geraden und somit nicht die gleiche Steigung erreicht werden kann, wie in der Geraden.

    Auch das halte ich bei unseren Dimensionen für unnötig. Was soll denn "verschnaufen" ? Die E-Motoren werden eben etwas wärmer, wenn sie in die Steigung gehen, aber das macht nicht so viel aus und ein Stück gerader Strecke lässt sie nicht so schnell abkühlen.

    Oder verstehe ich da etwas falsch ?

    Grüße
    Jürgen


    Grüße
    Jürgen
     
  11. jowiad

    jowiad Mitglied

    Grüßt' Euch zusammen!

    Sorry, Ingo, aber ich habe mit den von Jürgen zitierten Aussagen die gleichen Probleme wie er. ;( Dabei hast Du den wichtigen Punkt eigentlich genannt: die sanfte Ausrundung im Übergang von der Ebene in die Steigungsstrecke. :thumbup: Ob das nun in einer Geraden oder in einer Kurve erfolgt, war mir immer herzlich gleichgültig und hat nie zu irgendwelchen Problemen geführt. Für die Ausrundung selbst ergibt sich für mich immer das Maß aus meinen längsten eingesetzten Loks, also z.B. durch E-Kuppler wie etwa [lexicon]BR[/lexicon] 44, [lexicon]BR[/lexicon] 50 oder [lexicon]BR[/lexicon] 52. Diese dürfen an keiner Stelle mit ihren Rädern den Kontakt zum Gleis verlieren.
    Was das Dazwischenschalten von ebenen Gleisstücken betrifft, stehe ich dem für die Modellbahn recht skeptisch gegenüber, auch wenn das beim Vorbild in bestimmten Fällen so gehandhabt wird: damit wird die Steigunsstrecke in meinen Augen nur unnötig verlängert, ohne der Lok wirklich ausreichende 'Verschnaufpausen' zu verschaffen. Ich bemühe mich im Gegenteil, Steigungsstrecken möglichst gleichmäßig zu bauen und verwende dafür (nicht nur in Gleiswendeln) bevorzugt Gewindestangen, da mir das die Möglichkeit bietet, die Trassenbretter wirklich exakt in der Steigung auszurichten. Ich habe dabei bislang noch nie Probleme mit überhitzenden Lokmotoren bekommen.

    Servus und einen schönen Tag :)

    Joachim
     
  12. danik86

    danik86 Mitglied

    So, es gibt ein Update. Die Steigungen sind schon an vielen Stellen modelliert. So langsam kann es an die ersten Fahversuche gehen. Ich habe 9 Anschlussgleise auf der Anlage. Dazu habe ich eine Frage. Wie verbinde ich die 9 , bzw. 18 Kabel, damit ich nur ein Kabel für alle Gleise am Trafo habe?

    Gibts da etwas günstiges vom Elektrofachmarkt, ohne auf teuere Märklinteile zurückzugreifen?
     
  13. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Du kannst einfache Reihenklemmen mit Festbrücken benutzen. Hersteller hierfür wären Wago, Phoenix, Wieland, Weidmüller. Wird im Schaltanlagenbau verwendet und sieht am professionellsten aus. Conrad liefert derartige Systeme. Billiger funktioniert das natürlich mit Lysterklemmen. Die Leitungen kannst Du dann mittels Drahtbrücken verbinden. Eine dritte Möglichkeit wäre eine handelsübliche Verteilerdose.
     
  14. danik86

    danik86 Mitglied

    So, es gibt Neuigkeiten (siehe Bericht). Meine Frage wäre, ob ihr die Gipslandschaft einebnet (mit Schleifpapier), um eine möglichst gleichmäßige Fläche zu erhalten, oder ob es kleine Erhebungen (vom Spachteln) geben darf, bevor man begrünt?

    Des Weiteren wäre ich interessiert an eurer Meinung zum Einschottern. Ist es empfehlenswerter mit Schotterdamm zu planen, oder in der "Normalform"? Ich habe eine nette Schotterhilfe im Netz gefunden:

    Meine beiden Fragen sind für einen viel späteren Zeitpunkt beim Bauen wichtig, aber das interessiert mich schon ;)
     

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