Komplettplan Anlage 2,7m x 1,3m/ 1,55m, Epoche IV/ DR, Neubau mit alten Teilen :)

Dieses Thema im Forum "Planung" wurde erstellt von Rotrunner, 20. Oktober 2011.

  1. Rotrunner

    Rotrunner Mitglied

    Hallo!

    Dieser Tage möchte ich anfangen, meine H0-Anlage zu planen. Bevor ich aber einfach drauf los plane, habe ich noch zwei für mich wichtige Fragen:

    1. Ich habe unter Anderen ein paar alte Piko-Dampfloks (DDR/ BRo1/ BR41/ BR50) und Doppelstockwagons. Hat da jemand einen Tipp, was ich da für einen Mindest-Radius nehmen muß, um Schwierigkeiten (z.B. Entgleisen/ Hängenbleiben) zu vermeiden?
    2. Da ich gern eine 2. Teilebene bauen möchte, was wäre eine angemessene Steigung, damit meine Züge normal hoch und wieder runter kommen?

    Lg. der Rotrunner
     
  2. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hallo Jens!
    Willkommen im Forum.
    Da ich auch mal eine [lexicon]BR[/lexicon] 41 und diverse Doppelstockwaggons aus DDR Zeiten hatte, kann ich Dir folgendes dazu sagen:
    Minimalradius (R1) verträgt die 41 nicht so gut. Sie schafft ihn zwar, neigt aber bei höheren Geschwindigkeiten zum entgleisen. Die Dostos haben hingegen keine Probleme. Das die Modelle bei diesen Radien jedoch :ill: aussehen, dürfte bekannt sein.
    Zur Steigung kann ich nur folgendes wieder und wieder herunterbeten: Nicht über 3%, dann klappts auch mit den Zügen. ;)
     
  3. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo Jens

    ein herzliches Willkommen in der Community.

    Eine Bitte im Vorfeld hier halten wir es so das die Beiträge mit dem Vorname unterzeichnet werden.
    EIne Vorstellung zur Person ist gerne im Mitglieder intern gerne gesehen .

    Nun Umso größer der Radius ist umso einfacher und schöner fahren Deine Fahrzeuge. Anfangen sollte man mindestens bei Radien ab 400mm. Steigungen sollten über 2% nicht hinausgehen
     
  4. prinzunix

    prinzunix Neues Mitglied

    Hallo Stephan,

    wie lang sind Deine Rampen bei einer 2. Ebene? 5 Meter? Oder gilt das nur für sichtbare Strecken?

    Viele Grüße.

    Andreas
     
  5. Kute

    Kute Guest

    Hallo Jens,
    erst einmal ein herzliches Willkommen im Forum.
    Zu den vorigen Einträgen gibt es nicht viel zu sagen, es deckt sich mit meinen Erfahrungen, mit R2 und unter 3% bist du auf der sicheren Seite. Eine Anmerkung noch zu den Weichen, Vorsicht ist bei den kleinen R2/R3 Bogenweichen im Strang mit dem kleinen Radius geboten, hier solltest du eine Langsamfahrstelle (LA) einrichten, bessser sind die Bogenweichen mit den größeren Radien. Ist eine Erfahrung von mir, gilt für die langen Schlepptenderlokomotiven.
     
  6. Stephan

    Stephan Guest

    Hallo Jens!

    Auch von mir ein

    [font='Comic Sans MS, sans-serif']Herzlich willkommen!
    [/font]
    Wie von den anderen Mitgliedern schon geschrieben, sollte man den R1 nicht unbedingt verwenden. Gerade bei großen Dampfloks kann es dann manchmal zu einer Entgleisung kommen.

    Gruß
    Stephan
     
  7. Rotrunner

    Rotrunner Mitglied

    Hallo!

    Vielen Dank für die schnellen Antworten!
    Das Vorstellen hole ich dann noch nach -. versprochen. Habe bisher nur eine kurze Beschreibung im Profil. :)
    Ich antworte gleich auf die weiteren Fragen. Muß nur schnell mal zu 'nem Termin...

    Gruß Jens
     
  8. Rotrunner

    Rotrunner Mitglied

    Das mit der Steigung muß ich mir glaub' ich nochmal überlegen. Dafür ist meine Platte dann doch zu klein. Da werd' ich mal schauen, ob ich dann nicht einen Kreis nur auf der 2. Ebene lasse, oder doch weg lasse. Trotzdem vielen Dank für Eure Tipps.

    Gruß Jens
     
  9. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Jens,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier.

    Die extrem engen Radien der Gleishersteller, sind eigentlich als Industrieradius gedacht, um Industrieanschlüsse zu realisieren. zweiachsige Waggongs ohne "Lenkachsen" bei großem Radstand, haben sogar beim Original, Probleme durch Industrieradien zu kommen.

    Je enger die Kurvenradien, desto größer der Überhang an den Wagenenden und das Durchhängen bei längeren Wagen.

    Vorbildlich wäre es die Kurvenradien möglichst groß zu wählen, das läßt sich aber in den seltensten Fällen auch im Modell realisieren.

    Steigungs- bzw. Gefällestrecken sollten die 2 % nicht überschreiten, Loks ohne Haftreifen bekommen selbst bei Steigungen von 2 % teilweise Probleme, dann hilft nur die Anhängelast zu verringern oder Helfermaschinen einzusetzen, wie beim Original auch, um über Steigungen zu kommen (Mehrfachtraktionen).

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  10. prinzunix

    prinzunix Neues Mitglied

    Hallo Ingo,

    gibt es echt Modelle ohne Haftreifen? Bei Trix Express damals, 70er-80er, waren außer beim Schienenbus mindestens 4 Haftreifen pro Lok vorhanden und die V100 aus Druckguss hatte beide Drehgestelle durch Kardanwelle verbunden und satte 8 Haftreifen. Die hatte, wenn ein Güterzug in der Kurve umgekippt war und sich in den Masten der Oberleitung verhakt hatte, diese glatt umgerissen. Im Tunnel hatten die Steigungen reichlich an die 5% und keine Lok hatte da Schwierigkeiten. Der Hammer der Zugkraft war die E50 auch mit 8 Haftreifen und 2 Motoren.

    Viele Grüße.

    Andreas
     
  11. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hallo Andreas!
    Ich bin zwar nicht Ingo, aber ich antworte Dir mal darauf:

    Modelle mit Haftreifen sind in der heutigen Modellbahnzeit in der Minderheit. Die Tatsache, das die meisten Modelle Allachsantrieb (auf bis zu 8 Achsen) besitzen, mit ihren Zusatzgewichten eine entsprechende Masse haben, und besser ausbalanciert sind, machen Haftreifen überflüssig. Meine komplette Fahrzeugflotte ist haftreifenlos. Wer trotzdem bei haftreifenlosen Modellen eine erhöhte Zugkraft haben möchte kann auch auf "Instand Haftreifen" ( Bullfrog Snot) zurückgreifen.
     
  12. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Andreas und Jens,

    Rayk hat es ganz treffend erklärt, doch sei hier noch ein ergänzender Hinweis erlaubt.

    Bei meinen US Loks, haben die wenigsten Modelle Haftreifen, die amerikanischer Produktion von Haus aus nicht oder nur ganz selten. Das hat aber historisch bedingte Gründe, nämlich bei US Lokomotiven Die Cast Material (Weißmetallguß) ist das Lokgewicht relativ hoch, so daß das Adhäsionsgewicht ausreichend ist, gute Werte bei Traktionen zu erzielen. Bei europäischen Modellen ist das Gewicht bekanntlich etwas niederiger und um den so fehlenden Anpreßdruck zu kompensieren, wird auf Haftreifen gesetzt um die Zugkraft zu erhöhen, damit auch leichte und/oder kleine Maschinen immer noch sehr gute Werte bekommen.

    Toytrains oder Spielzeugeisenbahnen, sollen massenhaft Waggons ziehen können, zum Spaß und zur Freude der Kinder die die Modellbahn eher als Spielzeug begreifen.

    Der "ernsthafte" Modellbahner oder Sammler hingegen möchte mehr Wert auf Treue zum Original setzen, so daß Haftreifen auch als störend empfunden werden.

    In den USA wurde von einigen Herstellen diese Treue zum Original versucht so anzugleichen, daß das Fahrverhalten der Modelle etwa dem Original entspricht, so muß man sich dann auch Gedanken um die Anhängelasten machen, was eine Lok schafft oder nicht. Steigungen sind dann eben mit Helfermaschinen zu bewältigen oder man reduziert die Zuglängen.

    Ich habe einige Oldtimer Lokomotiven der ehemalig, eigenständigen Firma MDC Roundhouse als Lokbausätze, diese Loks verfügen grundsätzlich nicht über Haftreifen, was sich auch auf die Zuglängen auswirkt. Möchte ich längere Züge fahren sind auch mehr Lokomotiven nötig.

    Bei den Loks aus europäischer Fertigung oder den neueren US Loks aus chinesischer Fertigung sind aber Haftreifen vorhanden, diese Loks sind vom Gewicht relativ leicht. Sie sind daher für ihre Bauart mit einer überdimensionalen Zugkraft versehen, die kaum etwas mit dem Original gemeinsam hat. Für origalgetreue Zugbildungen muß ich dann eben die Zuglängen kürzen.

    Bezüglich der Kurvenläufigkeit sind die Loks in meinem Fuhrpark nicht für sehr enge Kurvenradien ausgelegt, obwohl einige Mehrkuppler schon über Radsätze mit Spurkranzschwächung oder ohne Spurkränze verfügen. Maschinen ohne Haftreifen bleiben aber auch in zu engen Kurven in den engen Kurven stecken und die Zugkraft verringert sich noch mehr.
    Bei den Bausätzen sollen nur Gleisradien von mindesten 48 cm genutzt werden, besser ist es aber größere Gleisradien zu verwenden.

    Einige Personenwagen von MDC Roundhouse haben aber Probleme mit engeren Kurvenradien als 75 cm, weil diese dann Bauartbeding zu Entgleisungen neigen, gleiche Wagen der Neuproduktion von Roundhouse, vertrieben von Athearn und gefertigt in China, hingegen sind schon ab Gleisradien von 48 cm einsetzbar.


    Schönen Gruß,

    Ingo

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  13. prinzunix

    prinzunix Neues Mitglied

    Hallo Ingo,

    danke für die ausführliche Erläuterung, jetzt sind alle Klarheiten beseitigt. :thumbup:

    Viele Grüße.

    Andreas
     
  14. acecat

    acecat Guest

    Hallo,

    ich würde trotz guter Erfahrungen mit haftreifenlosen Loks (Weinert V20/V36, Bemo V22 und anderen H0e Maschinen) dazu raten, keinen Radius unter 60cm in [lexicon]H0[/lexicon] und 30cm in H0e zu unterschreiten. Das sind aber nur die Maße für verdeckte Strecken! Im einsehbaren Bereichen sollten die Radien eher um einiges größer sein. Das gilt im Besonderen, wenn maßstäbliche 26,4m-Wagen eingesetzt werden. Bei denen wirken selbst Radien bis 1,50m noch zu winzig. Besser wären hier Radien >2,20m (190m in 1:1), selbst wenn das nur der kleinste Radius beim Vorbild ist. Nur in reinen Rangiergleisen lagen bis in die 80er noch kleinere Bögen verbaut.

    Weichen werden mittlerweile von einigen Herstellern der Modellbahnindustrie nach einer bestimmten Norm hergestellt. Roco und Tillig diese "Modellbahn-Normweiche", bei der die Geometrie genormt ist. Es handelt sich dabei um die EW83-866-1:3,73 oder ausgeschrieben als einfache Weiche aus C83 Schienenprofil mit 866mm Abzweigradius und einer Endneigung von 15°. Diese hat ihr Vorbild in der kleinsten Regelweiche der DB (EW49-190-1:9), welches allerdings in der Länge um den Faktor 200 und in der Breite nur um den Faktor 83 verkleinert wurde. Auf diesem Weg wurde die Weiche also zu einem modellbahntauglichen Kompromiss zurechtgeschoben und das Gleiselement "Weiche" passte in das 15°-Raster, welchem vorher schon die Kreisbögen und geraden Gleisstücke unterlagen. Aber es sieht schon ein wenig gruselig aus, wenn über eine einfache Gleisverbindung aus solchen Weichen im abzweigenden Strang ein Schnellzug aus maßstäblichen Wagen fährt...

    Viele Grüße

    acecat
     
  15. Rotrunner

    Rotrunner Mitglied

    Hallo!

    Ich habe mich am Wochenende mal über einen [lexicon]Gleisplan[/lexicon] gemacht. Wenn alles so klappt, oder wenigstens zum größten Teil, dann bin total happy.

    Lg. Jens
     

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  16. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    HAllo Jens

    sorry wenn ich es so sage aber der Plan schaut nach einer großen Rennbahn aus ;) Bist Du dir da sicher das es Dir nach ein paar Monaten noch Spass macht die Züge nur im Kreis fahren zu sehen ? Wenn Du es für Dich mit JA beantworten kannst ist es ok dann viel Spass beim bauen . Ansonsten mal die Konzepte durchdenken für was die BAhn da ist :D
     
  17. BR44s Diener

    BR44s Diener Mitglied

    Gruezi!

    Ich persöhnlich fahre fast vollständig mit R1, teilweise R2. Mit langen Waggons hat man da teilweise Probleme, aber meine [lexicon]BR[/lexicon] 44 vom Märklin (hat aber artikulierte Achsen) tut sich sehr gut. Noch nie entgleist seit über 3 Jahren.

    MFG Moritz :)
     
  18. Rotrunner

    Rotrunner Mitglied

    Kein Problem. :) Ich würde sie anders fahren lassen, wenn ich mehr Platz hätte. Aber ich bin schon froh, daß meine Radien alle ausreichend groß geworden sind. Und eine Hochgebirgsbahn will ich ja auch nicht. Bin recht zufrieden, daß ich meine 3 Kreise + Lokschuppen + Bw drauf bekomme. Ich hab' meinen Spaß am Basteln und Verbessern.

    Lg. Jens
     
  19. Rotrunner

    Rotrunner Mitglied

    Hallo!

    Von meinen geplanten 19 Weichen brauche ich jetzt doch nur 17, da ich mir bei ebay zwei elektr. Kreuzungen (kannte ich bisher nicht... ^^ ) ersteigert habe. Dadurch spare ich die zwei Weichen unter der Kreuzung ein. Habe jetzt an Gleismaterial bis auf 3 rechte Weichen alles zusammen. :thumbsup:

    Lg. Jens
     
  20. Rotrunner

    Rotrunner Mitglied

    Hallo!

    Jetzt am Wochende habe ich mal meine Platte zugeschnitten und mit Latten verstärkt. Den Unterbau werde ich auf Rollen bauen, um die Anlage vor und zurück ziehen zu können. Dadurch komme ich dann auch in die Ecken, an die ich von vorn nicht ran komme. :vain:

    Lg. Jens
     

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