Digital DCC Aus meinem Fuhrpark der G.W.&.A.R.R.

Dieses Thema im Forum "Betrieb" wurde erstellt von Atlanta, 23. November 2017.

  1. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    In meinem Fuhrpark der fiktiven G.W.&.A.R.R. = Great Western & Atlantik Railroad habe ich bereits zwei mit DCC digitalisierte Bachmann Lokomotiven.

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    Baldwin Lok # 4 der G.W.&.A.R.R. der Bauart 4-4-0 modern American von 1890

    Diese Dampflok hat keinen Sounddekoder sondern lediglich einen einfachen ESU Fahrdekodr mit 8 poliger genormter Schnittstelle.
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    ALCO Lok # 39 Jefferson Davis, der Bauart 2-6-0 Mogul von 1890

    Diese Dampflok hat einen Sountraxx Tsunami Wave 1000 DCC Sounddekoder mit 8 poliger genormter Schnittstelle. Es sind mehrere Töne von Glocken und Dampfpfeiffen vorprogrammiert, die bei der Progammierung in den CVs auch geändert werden können.
    Auch im Analogbetrieb wird die Pfeiffe bei der Richtungsänderung und die Glocke bei niedriger Geschwindigkeit ausgelöst. Jedoch lassen sich im Analogbetrieb der Sound oder das Licht nicht abschalten und es können auch keine Pfeiffsignale ausgelöst werden.

    Der beigelegte Holzstapel zur Abänderung der Feuerungsart bei beiden Loks macht keinen Sinn, weil bei Holzfeuerung, ein Schornstein mit Funkentöter benötigt wird, der den Modellen nicht beiliegt. Auch bei der Soundlok ist das von Zeit zu Zeit ausgelöste Kohleschaufeln auch durch die CVs nicht abschaltbar, so daß man gezwungen ist die Kohlefeuerung beizubehalten.

    Die in Deutschland verlangten Preise für beide Loks, sind teilweise schon hart an der Schmerzgrenze und unverschämt hoch, im benachbarten EU Ausland, bekommt man beide Lok, trotz höherer MWST und höherer Versandkosten oftmals wesentlich billiger.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Januar 2018
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  2. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

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    Rail & Tie Car hier als Pipeline Röhren Transportwagen

    Diese Wagenbausätze hatte es mal von IHC gegeben, sowie verschiedene andere Bauzugwagen.
    Bei der Verwendung als Rail & Tie Car wurden Schienenprofilen unten und Montagematerial oben transportiert. Für den Schwellentransport (Tie Transport) wurden Rungenwagen verwendet, auch wenn der Name des Wagens es anders vermuten läßt.
     
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  3. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

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    MDC Roundhouse Modell eines Livestock Cars nach Bauart der C.C.C.C. aus den 1880er Jahren

    Ich recherchiere derzeit in dem Buch der Ingenieurwissenschaften „Der Eisenbahnbau” von 1892 Band 5 wo Eisenbahnfahrzeuge im internationalen Vergleich behandelt werden.

    Von obigen Viehwagen der C.C.C.C. = Canda Cattle Car Company gibt es in dem Buch lediglich einen Kupferstich.

    Für meine G.W.&.A.R.R. = Great Western & Atlantic Railroad, einer kleinen Shortline im US Süd- und Pfirsichstaat Georgia im Jahr 1928 habe ich einige dieser Viehwagen im Einsatz. So kommt das Schlachtvieh auf dem Weg zum Schlachthof ausgeruht und nahezu Streßfrei mit sehr weich gefederten Viehwagen an, so daß bei den Tieren keine Streßhormone freigesetzt werden, wie bei den sehr hart gefederten, europäischen Viehtransportwagen. Auch das „relativ" lose Einkuppeln von Viewagen in europäischen Güterzügen verursacht beim Schlachtvieh erheblichen Streß. Streßhormone beim Vie vermindern die Qualität des Fleisches schon bei der Schlachtung und begünstigen einen beschleunigten Verdernisprozeß beim Fleisch. Meine Shortline ist bemüht das Schlachtvieh, nahezu Streßfrei beim Schlachthof abzuliefern, um so höhere Preise im Viehverkauf erzielen zu können. Anders als bei europäischen Staatsbahnen, gibt es für beim Transport verstorbenerTiere, kein Geld, nicht einmal die Transportkosten, können in Rechnung gestellt werden.
     
  4. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Kollegen,

    Weiter geht es mit zwei Express Refrigerator Cars - Expreß Kühlwagen der American Railway Express Company aus San Franzisko, eingestellt bei der Frisco Railway an der US Westküste.

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    Wagen dieser Bauart wurden ab 1890 mit Personenzug Drehgestellen versehen, um in schnellfahrenden Personenzügen mitlaufen zu können. Diese 50' Fuß langen Expreß Kühlwagen hatten Eisbehälter für Stangeneis, welche etwa alle 300 bis 500 Meilen an Eishäusern mit speziellen Eisverladerampen nachgedunkelt werden mußten. So konnten leichtverderbliche Lebensmittel über große Entfernungen transportiert werden.
     
  5. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Kollegen,

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    dieser ältere Fleischmann Wagen US Amerikanischer Bauart, wurde von mir re-amerikanisiert.

    Ursprünglich war es ein Modell der DRG, welches während des 2. WK in den Bestand der DRG geriet, als deutsche Truppen über die westrheinischen Gebiete hinaus, Frankreich und Belgien besetzten. Bei den dortigen Staatsbahnen verblieben seit 1917 von den Alliierten Truppen während des 1. WK importierte Güterwagen aus den USA.

    Ich habe die Puffer entfernt und an den Drehgestelldeichseln Kadee Nr. #5 Kuupler befestigt. Die Speichenräder sind von Piko (nach 1990).
     
  6. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Kollegen,

    Ein besonderes „Schmankerl" bietet dieser Schmiedewagen von IHC - international Hobby Cooperation.

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    Die Beschriftung ist mit der legendären Western & Atlantic Railroad ausgeführt, welche die Vorgänger Gesellschaft meiner fiktiven Great Western & Atlantic Railroad darstellt.

    Schienennägel und Werkzeugreperaturen wurden früher in mobilen Schmieden gefertigt und vorgenommen.
     
  7. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Kollegen,

    Früher brauchten US Amerikanische Güterzüge den typischen Dienstwagen als Schlußwagen oder auch als Fakultativwagen. Er bot mitreisenden Cowboys Schlafplätze aber diente auch dem Zugpersonal als Kantine.
    Im Caboose hielt sich meistens der Zugführer auf, auch diente der Dienstwagen auf kleineren Bahnstationen als mobiles Büro der Güterabfertigung.

    Der Dienstwagen hatte je nach Ausführung eine Cupola als Aussichtskanzel für den Chief der Bremser.
    Caboose Cars dienten auch als Schlußwagen und hatten Befestigungsmöglichkeiten für Schlußlaternen bei Dunkelheit und sicherten einen Zug oder eine einzeln fahrende Lokomotive nach hinten ab.

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    Modell eines MDC Roundhouse Blind End Caboose ohne Platformen meiner Great Western & Atlantic Railroad
     
  8. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Kollegen,

    Kommen wir jetzt zu ein paar Personenwagen meiner Great Western & Atlantic Railroad.

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    Im Jahr 1928 herrschte noch die Apartheit im US Süd- und Pfirsichstaat Georgia, damalige Gepflogenheiten müssen aber mit dargestellt werden. Solche Wagen wurden dicht hinter der Lokomotive angeordnet.
    Die Wagen weiter hinten im Zug waren der weißen Bevölkerung vorbehalten.
     
  9. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Kollegen,

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    Personenwagen meiner Bahngesellschaft in Pullman Grün......

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    ...und in Gelb Rot, in der „alten" Farbausführung für Personenwagen
     
  10. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Kollegen,

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    Diese AHM / RivaRossi Lokbauart wurde früher von Pocher oder auch als Lizenzbau von IHC und ConCor in den USA in einer Neuauflage gebaut, was bei allen diesen Loks gleich ist, unabhängig der Schornsteinformen oder Tenderausführungen verschiedener dargestellte Feuerungsarten Öl, Kohle oder Holz ist, daß sich im Tender ein überdimensionaler Gleichstrommotor befand, welcher über eine Kardanwelle den Antrieb in der Lok auf die vordere Antriebsachse übertrug, von dort wurde die Antriebskraft über die seitlichen Kuppelstangen auf die hintere Achse übertragen. Im Gegensatz, zu den in den USA produzierten Machinen, haben die europäisch gefertigten Maschinen Haftreifen zur Verstärkung der Antriebskraft. Selbst in der digitalisierten Verson dieser Maschinen, sofern man sie bekommt, wurde lediglich ein Schnittstellenstecker, 8 polig nach NEM 652 eingebaut und der übergroße Rundmotor gegen einen etwas kleineren im Tender ersetzt, um so im geschaffenen Platz im Tender, den Digitaldekoder unterbringen zu können.

    Es gibt auch eine viel elegantere Lösung, bei der ich Mangels von Spezialwerkzeugen, wie Abzieh- und Aufpreßvorrichtungen für Schneckenräder, eine derzeitige Einstellung der Umbauten, hinnehmen mußte.
    Ein im Durchmesser von ca. 10 mm Miniaturmotor kan im Rahmen der Lok an Stelle des Kardanantriebs eingebaut werden.
    Hierfür muß bloß das Schneckenräder von der Kardanwelle abgezogen und auf die Motorwelle aufgreßt werden. Japanische, 5 polige Sagami Motoren, sind hierfür gut geeignet, sie bieten eine sehr zuverlässig Qualität auch bei sehr geringen Geschwindigkeiten.

    Das Kesselgewicht der Lok muß etwa um die Hälfte verkürzt werden, um aber das Gewicht wieder zu erhöhen kann man dünnes Bleiblech aus dem Dachdeckerzubehör verwenden, Abfallstücke geben die Dachdeckereien kostenlos ab.

    Wichtig beim Arbeiten mit Blei, ACHTUNG GIFTIG, ist die Verwendung von Einweghandschuhen aus dem medizinischen Bereich oder man wäscht sich anschließend nach den Arbeiten die Hände sehr gründlich mit Wasser und Seife und führt eine ausgiebige Handesinfektion durch.

    Im Tender ist nun reichlich Platz vorhanden, wo man sich einen 8 popligen Schnittstellenstecker nach NEM 652 einbauen kann, sowie einen 8 Ohm Lautsprecher, der nach unten gerichtet die Geräusche des Sounddekoder abgeben kann.
    Die Holzatrappe aus Plastik kann nun durch einen Echtholzstapel ersetzt werden. Hierzu kann man Schaschlikspieße auf ca. 8 mm ablängen und halbieren. Auch dünne aufgespaltene Zweige diverser Gehölze aus dem Garzen Ode von Hecken sind brauchbar, wegen der natürlich vorhandnen dunkleren Rinde, die man trotz aller Bemalungsversuche, nie so richtig hinbekommt.

    Wer sich natürliche Materialien „keimfrei" machen möchte, kann diese ja vorher im Backofen „pasteurisieren", dazu genügt es diese Materialien mindesten einige Minuten einer Hitze von mindestens 70° C. auszusetzen. Wer es lieber „homogenisieren" möchte, kann dieses bei einer Temperatur von mindestens 98° Celsius erreichen.

    Der Tenderabstand kann nun verkürzt werden, dazu kann man nun die Lok auf die engste Kurve setzen, die auf der Anlage vorkommt, und den Abstand messen, den man einkürzen möchte, nun fertigt man sich eine neue Atstandsstange aus Metall oder Kunststoff an und verbindet die Lok mit dem Tender.

    Der nun entstandene Platz im Führerhaus der Lok kann nun sinnvoll mit Zugpersonal ausgefüllt werden.
    Ein auf dem Tender platzierter, holzhackender Heizer belebt die Szenerie und macht die Lok zu einem Unikat.

    Es gibt leider keine Sounddekoder, welche mit Holz befeuerte Maschinen US Amerikanischer Bauart darstellen, bei allen erhältlichen Sounddekodern, auch die für kleinere US Dampfloks, sind Geräusche wie das Nachschaufeln von Kohlen enthalten, die zufällig ausgelöst werden.

    Bei den meisten Sounddekodern für US Amerikanischen Dampfloks, lassen sich die Arten de Lokpfeife und Glocken in ihrer Tonhöhe oder der hinterlegten Pfeifenart verändern.

    Es gibt verschiedene Arten US Amerikanischer Lokpfeifen:

    Single Chime Whistle = 1 tönige Pfeife
    3 Chime Whistle = Bauart Lunkenheimer, 3 tönige Pfeife
    4 bis 6 Chime Whistle = 4 bis 6 tönige Pfeife
    7 und 8 Chime Whistles = 7 und 8 tönige Pfeifen soll es auch gegeben haben.
    Letztere sind vom Klang her aber eher als „schrecklich" zu bezeichnen.

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  11. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Kollegen,

    Ich stelle euch eine weitere Maschine meines Fuhrparks vor, eine 2-8-0 Consolidation von MDC Roundhouse.
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    Model Die Casting Roundhouse aus Carson City, Nevada - 2-8-0 Oldtimer Consolidation Lokbausatz analog DC

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    Linke Seite der Lokräder ist isoliert, beim Tender sind die Radsätze der rechten Seite isoliert.

    Mein erster Lokbausatz, kleinere Zurüstteile ließ ich zunächst weg, um sie zu einem späteren Zeitpunkt nachrüsten zu können. Damals dachte ich noch nicht eine Digitalisierung, geschweige denn an eine Ausstattung mit Sounddekoder.

    Um diese Lok zudigitalisieren bzw. mit einem Sounddekoder auszustatten, muß ich mir überlegen, wo ich den Lautsprecher unterbringe und ebenso den Digitaldekoder. Vorne beim Motor ist kein Platz, hinten im Tender noch weniger.
    Das vorhandene Tendergewicht könnte weichen und so Platz für den Dekoder und den Lautsprecher machen der nach unten den Schall abgeben sollte, dazu müssen noch Schallaustrittslöcher in den Wagenbodens des Tenders gebohrt werden und das Tendergewicht abgeschliffen werden. Ein zu großer Aufwand, so daß ich mir inen neuen Tender zulegen werde, der über mehr Platz verfügt. Der Tender darf ruhig auch etwas länger sein, um so noch mehr Brennstoffvorräte mitnehmen zu können.
    Die gewählte Schornsteinart mit Funkentöter ist für minderwertige Brennstoffe wie Holz oder Torf gedacht.
    Torfbriketts wie in Deutschland wurden aber in den USA damals nicht verwendet und man griff auf Holz zurück, eine scheinbar im Überfluß vorhandene und nachwachsende Resource.
    Noch habe ich keinen geeigneten Sound einer mit Holz beheizten Lok gefunden, das Feuerschüren und Kohleschaufeln ist unangebracht, also muß wohl ein eigenes Soundprojekt erstellt werden.

    Für Baldwin Loks dieser Bauart waren eintönige, dreitönige und fünftönige Dampfpfeifen üblich.
    Eine sehr hell klingende Glocke war notwendig, um beim Anfahren und Anhalten bei niedrigen Geschwindigkeiten auf die Gefahren der Lok hinzuweisen, ebenso auch beim Rangieren und bei Bahnhofsdurchfahrten, wurde die Glocke geläutet.

    Um auch engere Kurven zu durchfahren, hat die Lok zwei Radsätze ohne Spurkranz, jedoch nur im Modell.

    Die Lok im Modell nimmt über die Radsätze und den Rahmen den (+) Pol von der rechten Fahrschiene ab und greift den (-) Pol über die linken nicht isolierten Radsätze des Tenders von der linken Fahrschiene ab, wenn die Lok mit dem Schornstein nach rechts vor einem auf dem Gleis steht. Für die Rückwärtsfahrt werden die Polaritäten am Modellbahnsteuergerät umgepolt, in dem der Fahrregler über den Nullpunkt nach links gedreht wird.

    Die Loklaterne ist im Modell nicht beleuchtet, diese zu beleuchten wird noch etwas kniffelig werden, da die Stromkabel auch versteckt werden müssen.

    Einen Fehler, den ich zukünftig nie wieder machen werde, ist es, metallene Kupplungen der Fa. Kadee bei diesen Lokbausätzen zu verbauen, vier weitere mit anderen Lokomotivgattungen habe ich noch. Werden nähmlich an allen Maschinen und Tendern metallene Kupplungen verbaut und die nicht isoliert eingebaut, kommt es unweigerlich zum Kurzschluß, sobald eine weitere Lok den Tender ankuppelt. Im analogen Bahnverkehr ist das Auslösen eines Kurzschlußes nicht ganz so dramatisch, beim Digitalbetrieb, kann es die Dekoder zerstören oder die Zentrale schädigen und das muß somit nicht unbedingt sein.
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