Betriebsabläufe Bekohlungsanlagen

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zur Eisenbahn" wurde erstellt von Atlanta, 23. Juli 2020.

  1. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Kollegen,

    zum Thema Bekohlungsanlagen fand ich im Polytechnischen Journal einen Beitrag aus einem Buch von 1908, eingescannt von der HU Berlin.

    Lokomotivbekohlung
    Regierungs - Baumeister Lutz, Kiel


    Hier ist dieser Artikel zu sehen.

    In dem Artikel wird darauf hingewiesen, daß es für die Kohlen schädlich sei, die aus größeren Höhen stürzen zu lassen, warum das aber so ist, geht aus dem Beitrag nicht hervor.

    Aus einem anderen Buch zum Thema Transport von Massengütern zur Lagerung in Frachträumen oder Kohlebunkern auf Schiffen oder an Land, fand ich aber eben diesen Hinweis, warum Kohlen nicht aus größeren Höhen gestürzt werden sollen, das hat mehrere Gründe:
    • Entstehung von Kohlenstaub
    • mögliche Explosionsgefahr
    • mögliche Selbstentzündung durch Funkenschlag
    • mögliche Bunkerbrände
    Zur Gefahrenabwehr sollten Kohlen nie über größere Höhen geschüttet oder gestürzt werden.

    Nicht immer führt der einfache Weg zum Erfolg.

    Die Bunkeranlage Köln Figur 20 des Beitrages, wurde von der Fa. Märklin als Modell aufgelegt.

    Schönen Gruß

    Ingo
     
  2. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Kollegen,

    im vorangehenden Beitrag wurde vom Regierungs-Baumeister Lutz, Kiel im Politechnischen Journal von 1908 erwähnt, daß sich mechanische Förderanlagen mit Hunten oder Eimerketten immer, größerer Beliebtheit erfreuen aber bei welchen Einrichtungen leider nicht.

    Hochbunkeranlagen, Kornspeicher, Mühlenbetriebe, Schöpfwerke, Eimerkettenbagger sind nur wenige der vielen Anwendungsmöglichkeiten.

    Hunt'sche Förderanlagen arbeiten mit einem gegenläufigen Transportgefäßesystem, die am tiefsten Punkt selbstätik über eine Mechanik das Transportgut aufnehmen und am höchsten Punkt entleeren und ausschütten.

    [​IMG]
    Geimeinfreie Planzeichnung eines Kohlebunkerturms mit zwei Kammern und Hunt'scher Förderanlage

    Eimerkettenförderanlagen bestehen aus einem langen Förderband, Förderseil oder Förderketten mit daran befestigten, teilweise auch beweglichen, etlichen, eimerartigen Gefäßen, die am tiefsten Punkt das Transpurtgut schöpfen und über eine Mechanik am höchsten Punkt entleeren und ausschütten.

    [​IMG]
    Gemeinfreie Planzeichnung eines Kohlebunkerturms mit Eimerketten Förderanlage

    Die bessere Effizienz erziehlt aber die Eimerkettenförderanlage mit ihren, vom Volumen eher kleineren Behältern. Zur kontinuierlichen Förderung langt ein verhältnimäßig schwacher Motor, mit geringer Leistung aus, der im Dauerbetrieb, mehr Material befördert, als die Hunt'sche Förderanlage.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     

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