Tipp Der Start ins Hobby - Fragen & Antworten

Dieses Thema im Forum "Anfänger, Umsteiger und Fragen" wurde erstellt von Markus, 9. Dezember 2004.

  1. Markus

    Markus Administrator Mitarbeiter

    In diesem Thread werden wir Fragen, Probleme und Infos zum Start mit dem Hobby Modellbahn sammeln.
    Dieses Thema soll Anfängern eine Grundlage bieten und eventuell schon einige Fragen beantworten.
     
  2. Benina

    Benina Mitglied

    Wie viel Platz habe ich?

    Platz für die Modellbahn zu schaffen, soll Sie stationär aufgebaut sein, ist oft gar nicht so einfach. Die Ehefrau sollte daher in die Planungen miteinbezogen werden, denn das erspart so manchen Ärger. Wenn natürlich ein eigener Raum dafür vorhanden ist, sieht die Sache schon freundlicher aus. Allerdings ist dabei die Raumfeuchte (Keller), starke Temperaturschwankungen und Staub (schlecht isolierter Speicher) zu bedenken. Wenn man auf diese Dinge achtet, erspart es uns später so manche unliebsame Überraschung. So, die Platzfrage ist geklärt dann gehen wir zum nächsten Punkt.

    Welcher Maßstab soll es sein?

    H0 (1:87) ist der wohl meistverbreitete Maßstab. Die Detailierung ist fast nicht mehr zu verbessern, ein fast unüberschaubares Angebot an Zubehör und viele technische Finessen. Allerdings gibt es zwei Lager bei den H0 Bahnen. Die Märklinisten, und die Gleichstrombahner. Der Hauptunterschied besteht im Stromsystem.
    Die Spur TT (1:120) liegt in der Größe zwischen H0 und N und hat den Maßstab 1:120. Sehr verbreitet ist Sie in den östlichen Bundesländern. Dort ist auch das Angebot weitaus größer als im übrigen Gebiet. Eigentlich schade, denn in dem Maßstab ist eine Detaillierung möglich wie Sie in Spur H0 üblich ist. Beim Platzbedarf ist aber TT im Vorteil. Sollten Sie in ihrer Nähe einen Händler haben der TT fährt, dann fassen Sie auch diese Spur ins Auge.
    Die Spur N(1:160) bietet auch noch gute Detailierung, bringt aber auf der selben Flä?che mehr Betrieb unter. Es gibt weniger Zubehör wie bei H0, es ist aber dennoch ausreichend. Die Fahrzeuge sämtlicher Spur N Hersteller können verwendet werden und Dank der Normkupplung gibt es auch bei den Wagen keine Probleme.
    Bei der Spur Z (1:220) gibt es nur Märklin als Großserienhersteller sowie einige Kleinserienhersteller, was natürlich die Auswahl stark einschränkt. Beim Zubehör hat man keine Probleme das Angebot zu überschauen. Auch ist größenbedingt die Anfälligkeit gegen Staub größer. Allerdings, wenn man vorbildgerecht lange Züge bevorzugt, sollte diese Spur auch in Betracht gezogen werden. Wenn Sie wirklich viel Platz haben, sollten Sie auch die Spurweiten 0 und 1 in Betracht ziehen. Die aber leider auch sehr kostenintensiv sind. So kann z.B. eine Lok in dieser Baugröße schnell den Wert eines Kleinwagens erreichen.
    Schließlich gibt es noch die Gartenbahn von Lehmann. Wetterfest und kindertauglich. Gehen Sie einmal zu einem Modellbahnhändler und sehen Sie sich die einzelnen Baugrößen an.

    Wollen wir Digital fahren oder analog?

    Die Spurweite steht jetzt fest. Nun fällt die Entscheidung Digital oder analog? Die Zukunft gehört dem Digitalsystem. Viele Extras, die den Spielwert unserer Modellbahn deutlich erhöhen sind nur in Verbindung mit Digital möglich. Einige Beispiele sind zuschaltbarer Rauchgenerator, Licht ist jederzeit an- und ausschaltbar, konstante Dauerzugbeleuchtung, Geräuschgenerator und vieles mehr. Demgegenüber stehen nicht ganz unerhebliche Kosten. Während eine gut ausgestattete analoge Anfangspackung je nach Spurweite schon für 150 - 300 € erhältlich ist, muß man beim Digitalstart fast das Doppelte rechnen. Auch beim späteren Kauf von Loks ist eine Digitallok je nach Ausstattung um ca. 100-150 € teurer.

    Der Start!

    Nachdem wir uns für ein System entschieden haben und die Platzfrage ausreichend geklärt ist, fangen wir an, uns über den Gleisplan Gedanken zu machen. In unserem Fall haben wir uns für die Baugröße HO entschieden. Und zwar für das Roco Line Gleissystem. Der Vorteil besteht in dem gut gemachten Schotterbett das dem Vorbild am nächsten kommt. Vor einigen Jahren noch, als Computer in den Haushalten nicht vertreten waren, war die Erstellung des Gleisplans oft eine wochenlange Beschäftigung. Was sicher auch seinen Reiz hat, ist doch die Planungsphase mitunter die schönste Zeit. Da werden Gleispläne entworfen, Züge gedanklich über die Strecke geschickt, ganze Fabrikanlagen und Städte gegründet. Aber am Ende unserer Träumereien holt uns die Realität wieder ein. Für die Anlage die wir bauen haben wir uns für das Gleisplanprogramm WINTRACK entschieden. Auch aufgrund der Möglichkeit die geplante Anlage in 3D zu betrachten. Uns steht eine Größe von 190x90 cm zur Verfügung. Sicher nicht groß, aber für die ersten Schritte als Modellbahner ausreichend. Die Anlage ist schnell aufgebaut und ein Erfolgserlebnis stellt sich bald ein. Außerdem halten sich die Ausgaben in Grenzen. Hier nun der Gleisplanentwurf der Anlage:


    Der Gang zum Händler wird uns erleichtert da die Artikelnummern im Plan aufgezeichnet sind und bei Bedarf erstellt uns das Programm auch gleich eine Stückliste für den Einkauf. Bei den Gebäuden legen wir uns noch nicht fest, da wir uns erst einen Überblick über das Angebot verschaffen müssen

    So gefunden im modellbahn-portal.de
     
    Thorstens MOBA-Welt gefällt das.
  3. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Der Anlagenunterbau:

    Immer wieder wird gefragt: wie baue ich den Grundrahmen, Gestell oder Platte.
    Diese Frage sollte auch beantwortet werden, bevor das erste Gleis liegt.
    Die alte herkömmliche Platte schwebt sicher den Meisten als Gedanke vor.
    Von Möbelspannplatten ist abzuraten. Sind zu schwer, sehr feuchtigkeitsempfindlich, quellen im Extremfall auf oder schimmeln leicht und verwindungsarm sind sie auch nicht.
    Wenn dann sollte man Tischlerplatten oder Leimholz verwenden. Haben auch den Nachteil, das sie recht schwer sind, dafür aber nicht so feuchtigkeitsempfindlich und verwindungssteifer.
    Alle Aufbauten auf Platten haben noch weitere Nachteile. Zum Beispiel kommt man von unten nicht an verdecktes Gleismaterial ran, so zum Beispiel bei Schattenbahnhöfen, die weiter im Inneren liegen und bei Gleiswendeln.

    Rahmenbauweise ist eine weitere Möglichkeit.
    Dachlatten zum Rahmenbau sind aber zu dünn, etwas stärker sollten sie schon sein. Der Vorteil dieser Methode ist, das keine Resonanzkörper entstehen, also das rollende Material sich leiser über die Gleise bewegen. dennoch sollte man hier auch für eine zusätzliche Dämmung sorgen.
    Ein weiterer Vorteil ist, das sie recht leicht ist.
    Auch ist für die Geländegestaltung noch alles offen.
    Zum Beispiel können Spanten oder Abstützungen auf den Rahmen geklebt und/oder geschraubt werden.
    Auch kann man durch diese Bauweise noch an verdeckte Gleisanlagen herankommen.
    Nachteil ist jedoch, das auch sie nicht sehr verwindungssteif ist. Die Stabilität wird durch das Gelände geschaffen.

    Fortgeschrittene empfehlen die Spanntenbauweise.
    Die Anlage wird relativ leicht und ist sehr Verwindungssteif.
    Mann muss sich schon im voraus über das Gelände und deren Gestaltung zum gut im klaren sein.
    Und darin liegt auch ein Nachteil. Die Geländegestaltung sollte schon um Großen und Ganzen fertig sein. Größere Korrekturen sind, wenn überhaupt, nur unter großen Mühen möglich. Hier muss also etwas genauer geplant werden, welche Häuser wohin kommen, wo die Gleistrassen liegen werden und so weiter. Das kommt daher, weil das zukünftige Gelände bereits in den Spannten eingearbeitet ist. Hier wird sozusagen nur noch eine Haut drüber gespannt.
    Aber auch hier kommt man sehr gut an verdeckte Gleistraßen und Schattenbahnhöfe ran. Auch zum Beispiel an Beleuchtungen für Häuser und Ähnliches.

    Die Modulbauweise ist ebenfalls eine Möglichkeit. Module können ebenfalls in den drei oben genannten Bauweisen erstellt werden.
    Module haben den Vorteil, das jedes Modul ein eigenes Thema haben kann, das sie auch unter Umständen untereinander getauscht werden können, was aber wieder bedeutet, das man sich in diesem Fall an bestimmte Richtlinien halten muss, damit das Gelände zu einander passt, was die Übergänge betrifft und besonders erst bei den Gleisübergänge.
    Ein weiterer Vorteil ist die Transportabilität. Module sind in der Regel kleinere Anlagenteile.
    Ein Nachteil sind natürlich die Übergänge von einem Modul zu nächsten. Zum einen wird man immer eine Naht, einen Übergang oder Stoß sehen. Auch müssen zusätzliche elektrische Verbindungen von einem zum anderen Modul geschaffen werden.
    Besonders geeignet für Modelleisenbahner, die mit ihren Anlagen oft die Räumlichkeiten wechseln (zum Beispiel bei Ausstellungen).

    Eine weitere Methode des Anlagenbaues sind Segmente. Sie werden, ähnlich wie bei den Modulen auch, in allen drei Grundaufbauvarianten erstellt, mit einigen Unterschieden. Diese Teile sind meist größer und können auch nicht untereinander getauscht werden. Stellen so was wie eine Modellbahnanlage im Standformat dar, die aber in entsprechende Teile "zersägt" wurden.
    Auch hier sind natürlich die selben Nachteile wie bei den Modulen zu verzeichnen, ein Schnitt durchs Gelände.
    Geeignet ist diese Bauweise für diejenigen unter uns, die Ihre Anlage nicht ständig aufgebaut lassen können.

    Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man eine Standanlage mit festem Unterbau in Spanntenbauweise errichten, auch wenn dies ein sehr genaues Arbeiten und eine konkrete Vorstellung von der Anlage bedeutet und somit eine unter Umständen sehr lange Planungsphase verlangt. Aber die Ergebnisse werden einem es danken.

    Am Schluss sein noch kurz der Exot unter den Modelleisenbahner erwähnt. Die Gartenbahn.
    Bei der Gartenbahn ist der Untergrund sehr wichtig. Sand als Untergrund ist denkbar ungünstig. Der Untergrund kann durch Niederschläge aufschwemmen und den Bahnkörper verwerfen. Entweder wird wie beim Vorbild auch geschottert und verdichtet oder ein Betonfundament sorgt für den nötigen halt. Einige schrauben die Gleise auch auf Holzbretter und verlegen diese im Garten. Imprägnierung ist hier oberstes Gebot um der Verwitterung vorzubeugen.

    Eine Holzbearbeitung mit Holzschutzmitteln gegen Schädlinge sollte auch bei allen anderen Varianten vorgenommen werden.
     
    homue und Goldilok gefällt das.
  4. homue

    homue Neues Mitglied

    Hallo zusammen,
    ich bin blutiger Anfänger und habe keine Ahnung, wie ich eine Schranke so steuern kann, das genug Zeit zum öffnen oder schließen bei der Durchfahrt bleibt.

    Viele Grüße
    Homue
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. November 2017

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