Diskussion zu Mosquito Creek: US- Streetrunnig zwischen 1930 und 1960

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zur Anlagenvorstellung" wurde erstellt von rayman, 1. Mai 2011.

  1. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hier könnt Ihr Eure Anregungen und Kritiken zum Thema posten. Vielen Dank schon mal dafür.
     
  2. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Rayk,

    ich beglückwünsche dich sehr zu dieser Wahl der epochalen Ähra von 1930+ bis 1950, dir werden weitaus mehr Lokomotiven und Waggons zur Verfügung stehen als mir, da ich ja nur das Jahr 1932 und alles was es bis dahin noch gegeben hat darstellen werde.

    In der Tat das existierende Lokomotiv- und Waggonmaterial, aber auch das Material der Ausstattungsteile ist extrem begrenzt und auch du wirst viel improvisieren müssen.

    Die Entwicklung der Diesel- und Gasturbinenloks zwar in schon ab den 1920er Jahren begonnen, jedoch ab Mitter der 1930er Jahre gab es erst eine Vielzahl interessierter Bahngesellschaften, die Entwicklung wurde aber während der Kriegsproduktion von 1941 bis 1947 unterbrochen. Vorrang hatte die Kriegsproduktion.
    Die erneute Stahlknappheit führte auch im Eisenbahnwesen zu sehr schönen Kuriositäten führte aber auch zum Rückbau etlicher Streckenkilometer, um Stahl für die Kriegsproduktion der Liberty-Schiffe zu haben, welche ebenso fleißig, wie sie erbaut wurden, auch versenkt wurden.

    Wenn du dich auf nur eine Bahngesellschaft konzentrierst, wirst du schwierigkeiten haben geeignetes Rollmaterial zu beschaffen, das beflügelte mich dazu nach intensiever Recherche eine eigene fiktive Bahngesellschaft zu gründen, so ist nahezu alles Möglich was in der bevorzugten Zeit anzutreffen war.

    Wenn du Figuren einsetzt, achte auf deren Mode der Kleidung die sie tragen, nicht alles ist möglich. In Städten war man sehr fortschrittlich und modern, in Kleinstädten teilweise modern, jedoch eher rückständig, ärmere Leute trugen altbewährtes.

    Bei Fahrzeugen sieht es ähnlich aus, in ländlichen Gebieten, sind Automobile noch die Ausnahme oder epochal extrem veraltet.

    Ich bin mal gespannt wie du das für dich umsetzt und dir deine gewählte Zeit mit Leben erfüllst, bedenke aber die Appartheit war in den USA damals noch sehr ausgeprägt, besonders in den Städten der Ostküste, den Kleinstädten und in den ländlichen Gebieten, speziell im ehemaligen Gebiet der Konförderierten Sudstaaten, bedutend toleranter war man aber im mittleren Westen und Westen der USA, das wird besonders dann wichtig, wenn du dich auf eine bestimmte Region festgelegt haben solltest, wo du dein Eisenbahnimperium ansiedeln möchtest. In den Südstaaten war es gängige Praxis, von der Appartheit betroffene Volksgruppen nur im ersten Wagen hinter der Lok mitreisen zu lassen, streng getrennt von der übrigen Bevölkerung. Jobs durften die Volksgruppen auch nicht jeden machen, lediglich niedere Tätigkeiten. Erst 1972 wurde ein Gesetz erlassen was die Appartheit verbot.

    Ein durchaus schwieriges Thema, dessen Umsetzung aber nicht immer viel Freude bereitet, so daß es sehr gerne ausgeklammert wird.

    Bei der Gestaltung von Industrieanlagen brauchst du dir um Umweltpolitische Sichtweisen der heutigen Zeit keine Gedanken zu machen, damals wurde ein gnadenloser Raubbau an natürlichen Resourcen betrieben, einhergehend mit aktiver Umweltverschmutzung.

    Wichtig für deine gewählte Zeit ist die große Landflucht, wegen anhaltender Dürreperioden, die Nachwirkungen der Weltwirtschaftskrise von 1929 (Depression Ähra) und die Transition Ähra, wo viele Gelegenheitsarbeiter auch mit der Bahn fuhren, allerdings ohne Fahrkarte auf Güterzügen.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  3. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hallo Ingo!
    Mit der Zeitepoche habe ich mich befaßt. Bin also ziemlich auf dem laufenden. Meine "Stadt" soll irgendwo in einem Ballungsraum der großen Seen liegen.( Cleveland; Chicago oder etwas ähnliches) Genug Bahngesellschaften gab es ja auch dort. Ich habe außerdem so die Möglichkeit meine Bahn zu elektrifizieren. Und wenn sich mal eine ungewöhnliche Lok in meine Stadt verirrt... :wayne: ?
    Glaub ich ehr weniger.
    Ok, alles was mit der Elektrifizierung zu tun hat muß ich im Selbstbau herstellen. Die Lampen gehören logischerweise auch dazu. Aber sonst? ?(
    Die Häuser bzw. die Häuserfronten entstehen aus DPM, Downtown Deco und Walthers Cornerstone Bausätzen; Die Weichenhebel werden von Tomar Industries sein; Reklameschilder und Verkehrszeichen bekomme ich bei Blair Line und passende Signale bei NJ International.
    Also von der Seite sehe ich das nicht so eng.
    Bei der Wahl der Bahngesellschaft bin ich mir noch nicht sicher. Als Bahngesellschaften stehen grob die C,M,SP & P; die CNW; die C &SSRR, die IC, die PRR und die NYC. Ich muß mal sehen von welcher Gesellschaft ich zeitlich passende Rangierloks bekomme.
     
  4. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Rayk,

    die Gegend entlang der großen Seen um Chicago bieten dir jedenfalls eine recht gute Auswahlmöglichkeit in der Bahngesellschaftswahl, auch wenn du dort ein Rangier- oder Shortlinethema errichtest, kannst du von allen dort ansässigen Gesellschaften etwas nehmen.

    Von Atlas bieten sich die ALCO HH 600 und HH 660 geradezu an, die gibt es in diversen Gesellschaftslackierungen entlang der großen Seen um Chicago.

    Elektrifizierte Bahnen haben auch ihren besonderen Reiz, ich bin mal auf deine Umsetzung gespannt. Ein sehr schönes Themengebiet, welches ich mit sehr großem Interesse mitverfolgen werde.

    Beim Bau von Stromschienen kannst du die I-Profile mit den Isolatoren von Peco benutzen, die sind zwar eigentlich für die Verwendung zur Londoner U-Bahn gedacht, könnte man aber durchaus einsetzen. Ich hatte mir diese Stromschienen von Peco mal besorgt, weil ich mal ein Projekt plante, was in diese Richtung gehen sollte, es aber verworfen, weil ich keine passenden Loks bekam, die ich als Umbaugrundlage hätte nehmen können. Reizen würde mich das nach wie vor, jedoch paßt es nicht zu meinen gegenwärtigen Projekten.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  5. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Meine Steckenelektrifizierung wird sich oberhalb der Gleise abspielen. Der Mast hat schon seinen Sinn. ;) Zu einem, da ich einen Little Joe der Chicago & South Shore RR ( Bj. 48 ) besitze; und meine EP 2 Bi Polar braucht auch etwas Auslauf. Mit den Alcos als Switcher habe ich auch schon gedanklich gespielt...( Bj. ab 31-36)Wenn die nur nicht so[​IMG] aussehen würden. Ich tendiere da ehr in Richtung FM H10-44; Baldwin VO1000 oder EMD NW2.
     
  6. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Rayk,

    du hast Recht, die ALCos sehen esthetisch nicht gerade schön aus, selbst das Modell der HH 600 muß am Gehäuse des Führerstandes etwas nachgearbeitet werden, denn Atlas hatte sich das Formtechnisch etwas einfacher gestaltet, so daß Atlas beide Lokmodelle mit einer Form herstellen konnte :censored: .

    Bei der Verwendung von Pantographen und Trolleys müssen ja die Oberleitungen verschieden gespannt werden, bei Pantographen in leichtem Zick-Zack-Kurs und bei Trolleys schnurgerade, weil sonst die Nachlaufrolle ständig entgleist (Bei der Hamburger Straßenbahn war das bis zu deren Abschaffung 1978 nie auf Pantographen umgerüstet worden, entgleiste Rollen, des Trolleys, waren bei Weichendurchfahrten und in Kurven eine sehr häufige Begleiterscheinung).

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  7. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    [​IMG] Ja... Schei... Stimmt. Ok, dann fällt der Trolley Diesel durchs Auswahlraster. Macht zwar für mich die Konstruktion etwas komplizierter. Aber was solls. :)
     
  8. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Rayk,
    was hälst du davon, den Trolleydiesel mit Lyrabügeln oder Einholmpantographen, wie diese in 1963 gebaute GMD Lok einer kanadischen Erzbahngesellschaft nachzurüsten?, so müßtest du nicht auf das an sonsten sehr schöne Modell verzichten?

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  9. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hallo Ingo!
    Ein Umbau kommt für mich nicht in Frage. Zumal es die VO 1000 nie mit solchen Stromabnehmern gab. Ich verzichte dann lieber auf dieses Detail. Freelance ist toll. Aber nur bis zu einen gewissen Grad. Der hört bei mir mit Fantasieumbauten auf.
    Ein oder zwei Rangierdiesel wird es definitiv noch für die neue Anlage geben. Was es wird, entscheide ich aber erst wenn sie einen gewissen Fertigstellungsgrad erreicht hat.
     
  10. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Rayk,
    geht mir genauso, auch wenn ich eine Freelanced Bahngesellschaft aufbaue, möchte ich mich bei meinem Rollmaterial so eng wie möglich an Vorbilder jener Zeit halten, sofern es geht, Phantasieumbauten wird es auch bei mir nicht geben. Wenn etwas nicht realisierbar ist, wird es eben weggelassen.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  11. ductore

    ductore Aktives Mitglied

    Hallo Rayk,

    interessante Geschichte.

    wie willst du eigentlich die Zwischenräume der Gleise gestalten? Wäre es da nicht eine Überlegung wert, Straßenbahngleise zu verwenden? Oder hast du schon konkrete Ideen? Das mit dem zwischen den Gleisen Gipsen ist eine sehr beschwerliche Arbeit.

    Viele Grüsse
    Holger
     
  12. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hallo Holger!
    Ich möchte mir das mit dem Gips zwischen den Gleisen eigendlich auch nicht antun. Aber nun habe ich mir dieses Thema gewählt und werde es nur machen müssen. Das habe ich nun davon. ;( :D
    Beim rumprobieren bin ich allerdings auf eine Methode gestoßen, wie ich den Gips von meinen Gleisprofilen fernhalte. In den Gleisen fixiere ich halbierte Streichhölzer. Die haben in etwa die richtige Rillenbreite für die Spurkränze. Außen wird nur ein fester Streifen Papier als Gipsabhalter eingesteckt. Die Gleisprofile selbst bekommen eine Abdeckung aus Kreppband. Den Bereich der Weichen und Bahnübergänge werde ich mit solchen Holzbohlen auslegen.
    Straßenbahngleise::hmm: sehen super aus; haben nur ein Problem: Sie sind nicht flexibel. Gerade das ist bei mir zwingend notwendig.
     
  13. ductore

    ductore Aktives Mitglied

    Hallo Rayk,

    ich hatte ja selber mal das Problem, einen Fahrbahnbelag zwischen den Gleisen aufzubringen. Folgender Tipp wurde mir genannt:

    Ein Gleisprofil um 90 Grad drehen, mit dem Schienenfuss an die Kleineisenimitationen anlegen und fixieren. Man kann/sollte vorher in die Schienenflanke 0,6 mm Löcher borhen, um diese dann am Untergrund zu befestigen, z.B. mit Nägelchen. Wenn das Konstrukt fest ist, kann man das Innere dann schön ausspachteln oder ausgiessen.

    Viele Grüsse
    Holger
     
  14. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Super Idee. :thumbsup: Werde ich mal probieren. Danke dafür.
     
  15. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Rayk,

    einen Bahnübergang hatte ich zunächst so gelöst,

    Code 55 Feldbahnschienenprofile wurden als Zwangsschienen geformt (mit Zange gebogen) und pallel zu den Kleineisen auf den Schwellenrost geklebt, dann mit Gips verfüllt.

    Leider mußte der Bahnübergang nachträglich erneuert werden, wegen eines herausgebrochenen Schienenprofils, bei unsachgemäßen Segmenttransport.

    [​IMG]

    Die Erneuerung des Bahnübergangs sieht dann so aus, zwischen die Code 55 Zwangschienen wurden Holzplanken und seitlich außen an den Fahrschienen ebenfalls Holzplanken verlegt.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  16. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hallo Ingo!
    Danke für die Anregung. Aber wie schon gesagt: Im Bahnübergangsbereich werden Holzbohlen verwendet. Der Übergang ist bei mir eine Abgrenzung zwischen Stadtgebiet und freier Landschaft. Das stellt sich so dar, daß die ersten 40cm im linken Bereich noch offene Landschaft ist. Hier entsteht in etwa mittig eine Schotterstraße, die den Gleiskörper quert. Vor und hinter dem Übergang zweigen zwei kleine Straßen nach rechts ab, die sich dann zur Mainstreet vereinigen. Ab der eigendlichen Stadtgrenze wechselt dann auch der Fahrbahnbelag von Schotter auf Asphalt. So kann dann auch das Gleis in die Straße integriert werden.
     
  17. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Reklametafeln - Billboards

    Hallo Rayk,

    die Verwendung von Leuchtstoffröhren ab den 1920er Jahren ist mit Vorsicht zu genießen, bedenke bitte, daß diese früher noch nicht in großen Größen hergestellt werden konnten. In den 1930er Jahren waren sie auch noch eher die Ausnahme, in den 1940er und 1950er Jahren kamen sie aber zunehmend in Mode.

    Beleuchtete Billboards, ob nun von einfachen Lampen angestrahlt oder von Hinten beleuchtet gab es aber schon.

    Gestelle wo einzelne Lettern einen Schriftzug bilden gesäumt von diversen Glühbirnen an deren Letterrändern gab es aber auch, farbige Lampen wurden aber erst in den späten 1930er Jahren eingesetzt, auch dabei in den Großstädten eher als in den ländlichen Regionen.

    Möglichkeiten hast du viele, deine Ideen umzusetzen. Recherchiere doch mal im Fundus von Shorpy's historischen Archiven.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  18. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hallo Ingo!
    Nach grober Recherche Deines Links ( der übrigens 1.Sahne ist) :hail: :thumbsup: bin ich auch der Überzeugung, daß eine Leuchreklame dieser Art zeitlich nicht passt. Ein passendes Schild habe ich gefunden. Es ist auf Fotos von 1943 zu sehen. Das ist mir aber zu extrem.
     
  19. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Rayk,

    du könntest auch unbeleuchtete Schilder von schräg unten beleuchten, so z.B. auch Schriftzüge auf Gestellen (bei mir "Jesus Saves" vor der Kirche) was mit Flutlichtstrahlern oder Laternen angestrahlt wird.

    Auf einen Gebäude installiert, könntest du die Flutlichtstrahler hinter dem Dachsims (der Cornice) verstecken.

    FLAK Strahler wurden auch verwendet, Lichteffekte in den Nachthimmel zu zaubern.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  20. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Rayk,

    vieleicht hättest du wirklich mal probieren sollen, so wie ich es mit dem [lexicon]Bahnübergang[/lexicon] im ersten Anlauf gemacht habe (siehe Beitrag 15 erstes Bild), das könnte womöglich bessere Ergebnisse bringen.

    Um große Flächen mit Gips zu belegen solltest du eine Art Armierung einfügen, dazu kannst du zshnstocker setzen und mit Blumendraht ein Drahtgeflecht erstellen oder Karnickeldraht (Zaun) nehmen, das gibt der Gips mehr Stabilität und bei kleinen Beschädigungen brechen nicht große Felder heraus, selbst beim Aushärten zieht der Gips sich zusammen und es entstehen kleine Risse bishin zu großen Abbrüchen.

    Moltofill ist Spactelmasse, sie gibt es im Baumarkt auch in größeren Mengen und ist etwas besser als einfacher Gips, damit arbeite ich sehr gern. Sie läßt sich verarbeiten wie Gips, weil auf Gipsbasis.
    Einige Modellbauer schwören auch auf die Verwendung von Gipsbinden, was auch eine recht stabile aber leicht nachzubearbeitende Grundlage darstellt.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     

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