Gleisplanung Einfache „Streetrunning" Szenerie

Dieses Thema im Forum "Planung" wurde erstellt von Atlanta, 6. Dezember 2017.

  1. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Kollegen,

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    für meine US Shortline habe ich mal vor einiger Zeit schon, eine „Streetrunning" Szenerie ausgedacht, wie sie sonstwo in den USA wiederzufinden wäre.

    Streetrunning heißt, das Eisenbahnschienen in der Straße verlegt sind und reguläre Züge, sich die Straße durch den Ort gemeinsam mit anderen Verkehrsteilnehmern teilen.

    Diese Art der gemeinsamen Nutzung einer Ortsdurchfahrt gibt es auch in Deutschland, bestes Beispiel hierfür die Bäderbahn des „Molli"s von Bad Doberan nach Kühlungsborn.

    Die Bahnstrecke von St. Moritz nach Tirano, aus der Schweiz nach Nord Italien, bietet auch solch eine Szenerie.

    Auch in Japan, Indien und den Philippinen, gibt es Streetrunning, jedoch viel extremer als eben in den USA oder In Europa.

    In der Vergangenheit, vor dem Bau des Hamburger Hauptbahnhofs, verkehrten Reisezüge zwischen den Bahnhöfen der in Hamburg endenden Eisenbahnen, über in der Straße eingelassene Gleise, ähnlich der Trambahn.

    Obiger Gleisplanungsprogramm wurde mit Piko A-Gleis und dem Trackplanner erstellt, grafisch mit Windows Paint überarbeitet.

    Die symetrische 3-Wege Weiche könnte man durch eine asymmetrische Doppelweiche ersetzen. Will man aber die USA bis etwa 1930 darstellen hat die symetrische 3-Wege Weiche als Schleppweiche durchaus ihre Berechtigung, auch die einfache Weiche müßte dann als Schleppweiche ausgeführt werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Dezember 2017
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  2. RS1

    RS1 Moderator Mitarbeiter

    Hallo Ingo

    Ein durchaus interessantes Thema.
    Eine Frage hätte ich dennoch mal an dich, ich wüsste in Japan nur zwei Stellen wo die Eisenbahn sich mit dem übrigen Verkehr die Straße teilen muss (einmal auf Honschu, einmal auf Shikoku), du schreibst aber das es in Fernost (deine Bsp. Japan, Indien, Phillippinen) häufiger gibt als in den USA. Aus verschiedenen Videos wüsste ich jetzt aus dem Stehgreif mehr Bsp. in den USA als in Japan. Also wenn du da noch weitere weißt (außer Kuji bei der Santetsu und das Bsp. auf Shiukoku wobei ich da erst mal schauen müsste wo das da genau war), dann immer her damit. ;)

    Viele Grüße Matthias
     
  3. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Matthias,

    Nein, ich schrieb nicht, daß es mehr Streetrunning Szenerien in Japan gibt, sondern extremere Situationen in Asien.
    Gemeint sind damit weitaus belebtere Straßen als in den USA.

    Der berühmte Klappmarkt auf den Philippinen in der Metropolregion Manila ist so ein Extrembeispiel, dort werden die Marktstände erst kurz vor der Durchfahrt eines Zuges eingeklappt und nach der Zugfahrt findet dort der „normale" Straßenhandel wieder statt.

    Streetrunning kann aber auch in einer anderen Extremsituation stattfinden, so daß die Bahnlinie die Start- und Landebahn und das Rollfeld eines Flughafens kreuzt. In welchem Land dieses Extrembeispiel zu finden ist, weiß ich gerade nicht, es gibt aber Luftbildaufnahmen bei einer bekannten Suchmaschine.
     
  4. RS1

    RS1 Moderator Mitarbeiter

    Moin Ingo

    Ich bezog mich damit auf diesen Satz von dir. Die beiden Bsp. die mir da einfallen sind auf jeden Fall nicht so extrem wie in den USA. ;)

    Der Klappmarkt ist wohl Weltbekannt, nicht nur bei Eisenbahnfreunden. Auch von dem Rollfeld sind mir Aufnahmen bekannt, aber frag mich bitte nicht wo das ist, ich meine aber das es irgendwo in Südamerika war.

    Viele Grüße Matthias
     
  5. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Ich helf Euch beiden mal...
    Gisborne Airport in Neuseeland ( Nordinsel)
    Herron Airport in nördlichen West Virginia(USA)
    Wynyard Airport, auf der Insel Tasmanien ( AUS)
    Manakara Airport auf Madagaskar
     
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  6. RS1

    RS1 Moderator Mitarbeiter

    Hallo Rayk

    Dankeschön, ich hätte das jetzt aus dem Stehgreif nicht gewusst.

    Viele Grüße Matthias
     
  7. Thorstens MOBA-Welt

    Thorstens MOBA-Welt Neues Mitglied

    Moin,

    Bahnlinien im Straßenplanum zählen zu meinen Lieblingsthemen! :) Aus heutiger Sicht sind solche Gegebenheiten wirklich ungewöhnlich. Aber bis etwa in die erste Hälfte der 1970er war es fast schon normal zu nennen,, dass sich schmalspurige und/oder normalspurige Schienenwege einen Verkehrsraum mit dem Straßenverkehr teilten. Die Ortsdurchfahrt von Olef oder die Industriebahn Stuttgart-Feuerbach sind ja eher bekannt. Aber schon die Situation in Sieglar oder die Industriebahn Ludwigsburg sind eher unbekannt. Weitere Ortsdurchquerungen im Straßenplanum sind mir bekannt auch Rückingen und Langendiebach (heute Erlensee). Diese Orte wurden bis 1931 von der Hanauer Kleinbahn durchquert. Ca. 20 km weiter nördlich durchquerte die Bahnstrecke Beienheim – Schotten die Orte Khoden, Ober-Schmitten und Eichelsdorf im Straßenplanum. Da gibt es aber noch so einige andere Orte, wo das auch so war.

    Bei meinen Modellbahnplanungen ist das übrigens auch ein sehr häufiges Motiv. In diesem Film stelle ich ab Minute 1:54 die Planung "Hotte am Wald" in Spur 0 vor (man kann in der Videobeschreibung direkt da hin springen). Die freie Strecke läuft fast ausschließlich durch ein Dorf. Aber auch sonst hatte ich schon recht oft bei Spur-0-Planungen dieses Motiv eingebaut, weil die Züge so langsam fahren müssen. In größeren Nenngrößen empfinde ich das spannend und gleichzeitig entspannend! ;) In kleineren Nenngrößen finde ich das zuweilen etwas nervig (aber das ist natürlich Ansichtssache! :cool:

    Bis dann,
    Thorsten
     

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