Vorbild Zugbildung Fahrpläne für den Betriebsablauf

Dieses Thema im Forum "Betrieb" wurde erstellt von wolfram_syre, 28. September 2018.

  1. wolfram_syre

    wolfram_syre Neues Mitglied

    Hallo, gibt es hier Mitglider, die Lust haben, Fahrpläne für den Betriebsablauf (Personenverkehr & Güterverkehr) zu entwerfen und zu diskutieren?
     
    lok527596 gefällt das.
  2. lok527596

    lok527596 Administrator Mitarbeiter

    Hallo Wolfram ,

    warum nicht ? ;)
     
  3. wolfram_syre

    wolfram_syre Neues Mitglied

    Danke,

    ich überlege eben, wie ich auf meiner Anlage einen vernünftigen Umlauf der Züge planen kann.
    Ganz kurz das Anlagenkonzept:
    U-Form an der Wand entlang.
    Ein Kopfbahnhof, der etwa Eilzuggröße hat mit allem, was zum Betrieb und zur Zugbildung gehört: 3 Bahnsteiggleise, 2gl. BW, 3gl. Ortsgüteranlage, Postamt mit Postwagengleis, drei Abstell- oder Richtungsgleise.
    Unterwegs Streckenteilung Richtung Schattenbahnhhof und in Richtung 2gl. Durchgangsbahnhof mit mehreren gewerbl. Anschlüssen.
    Vom Durchgangsbahnhof Verbindung mittels Kehrschleife zum anderen Ende des Schattenbahnhofs.
    Züge: 1 Eilzug, zwei Personenzüge, Ferngüterzug.
    Der Ferngüterzug entsteht per Wagenkarten im Schattenbahnhof, wird im Kopfbahnhof zerlegt und geht teilweise als Nahgüterzug zum Durchgangsbahnhof.
    Ferngüterzug retour entsteht durch die fälligen Abholungen in den beiden Bahnhöfen.
    Epoche: ca. das Jahr 1947.
    Loks: BRs 50, 70, 73, 74, 75, 76, 94, 98.
    Zusätzlich autonome Kreisbahn.

    Soviel erst einmal.

    Herzliche grüße
    Wolfram
     
  4. RS1

    RS1 Moderator Mitarbeiter

    Hallo Wolfram,

    das klingt nach einer ziemlich großen Anlage. Ich nehme an, das du so etwas ähnliches wie beim Fremo machen willst? Das wird dann schon ein ganzes Stück Arbeit das auszuarbeiten. Macht dann aber auch Spaß danach zu fahren ( und der Uhr hinterher zu fahren ;)).
    Allerdings wäre ein schematischer Gleisplan sowie Streckenlängen, Zeitverhältnis usw. gut zu wissen. Damit man in der Art etwas erarbeiten könnte.

    Ich habe es zum vergangenen Monatswechsel beim Fremo:87 Treffen erlebt wie interessant das auf der Modellbahn sein kann, kannte es bis dato ja auch nur von der richtigen Eisenbahn. Für die Güterzüge liese sich noch ein entsprechender Bedarfsverkehr einrichten.

    Es wäre nett wenn du die genannten Daten liefern würdest, dann könnte man nebenbei mal ein wenig was entwickeln.

    Viele Grüße Matthias
     
  5. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Wolfram,

    Einmal ungeachtet dessen was du dir für die Anschließer deiner Anlage so vorstellst, wäre es besonders beim Güterverkehr sehr hilfreich, mit was deine Bahngesellschaft so ihr Geld verdient?

    Was für Betriebe sollen die Strecke säumen?
    An was für Warenanlieferungen und Abholungen hast du so gedacht?
    Aus was für Rohstoffe und Halbfertigwaren werden Halbfertig- oder Fertigwaren produziert?
    Was für Gütermengen sollen bewegt werden?
    Einzel- oder Stückgüter?
    Sammelgüter?
    Massengüter?
    Flüssiggüter?
    Für alle unterschiedlichen Güter gibt es unterschiedliche Anforderungen in der Versandart und Menge, die per Bahn transportiert werden sollen.
    Eiligige Stückgüter sind noch bis in die 1980er Jahre auch in PmG auf Hauptstrecken im Nahverkehr transportiert worden.
    PmG --> Personenzug mit Güterbeförderung per angehängten Güterwagen am Schluß des Zuges.
    Auf Nebenstrecken wo der Güterverkehr Möglichkeiten dominierte gab es aber auch GmP = Güterzüge mit Personenbeförderung. In diesen Zügen mußten Reisende Geduld aufbringen, es ging erst weiter, wenn die Güterwagen von der Lokomotive entsprechend zugestellt oder abgeholt wurden.
    Für einige Regionen in Deutschland bis in die 1980er Jahre oftmals die einzige Möglichkeit, um Besorgungen in größeren Städten zu machen oder um zu häufiger befahrenen Bahnlinien zu kommen.
    In meiner oberhessischen Heimat hatten wird bis 1984 solch einen Fall.
    Zweimal am Tag fuhr ein regulärer Personenzug, dazwischen nur zwei Pendlertriebwagen für den Schülerverkehr aber auch nicht über die gesamte Strecke und zweimal am Tag ein Nahgüterzug mit Personenbeförderung. Bei stärker Auslastung des Nachmittaggüterzuges wurde ein Personenwagen mit angehängt, ansonsten fuhr man im Fakultativwagen mit, Stehplatz inklusive. Die Fahrkarte kaufte man im Güterzugbegleitwagen, denn nicht alle Bahnstationen waren auch personell besetzt. Im Fahrplan waren die GmP mit ungefähren Richtzeiten angegeben. Ab 1982 wurde schrittweise auf Busverkehr umgestellt.

    Deine Epoche II c also 1945 bis 1949 vor der Gründung beider deutscher Staaten ist ja noch geprägt von der militärischen Besatzungszeit der vier Allierten Streitkräfte, der Russen im Osten, der Briten im Norden, der US Amerikaner in Süden und im grenznahen Bereich entlang des Rheins von den Franzosen.
    Das Wagenmaterial der 1937 gegründeten Deutschen Reichsbahn bestand aus teilweise noch nicht umgezeichneten DRG Wagen, die das alte Hohheitszeichen bis 1937 noch trugen. Ab 1937 wurde die Bezeichnung in DR umgewandelt, das Staatswappen mit dem Kreuz im Lorbärkranz unterhalb des Adler führten nur Regierungsfahrzeuge der Epoche II b.
    Im Einflußgebiet der US Streitkräfte führten auch zivile Güterzüge in Deutschland gebaute oder umgerüstete Güterzugbegleitwagen am Schluß des Zuges nach US Amerikanischem Vorbild der Caboose Cars.
    Militärzüge der Besatzungsmächte hatten immer Vorrang zum Zivilverkehr, das muß zu jener Epoche mit bedacht werden.

    Die BR 50er sofern einsatzbereit waren während Besatzungszeit den Allierten Streitkräften vorbehalten, ebenso alle ab den 1940er gebauten Maschinen, lediglich ältere Dampfloks von vor dem 1. WK hielten das Westdeutsche zivile Verkehrswesen der Eisenbahn aufrecht, viele von den neueren Dampfloks wanderten zu Reperationszwecken außer Landes.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Oktober 2018

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