Hersteller Faller stellt Insolvenzantrag

Dieses Thema im Forum "Aktuelles und Neuigkeiten" wurde erstellt von lok527596, 28. August 2009.

  1. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

  2. Kute

    Kute Guest

    Und ich wollte auf meiner Krakow-die Vierte mich mal an Faller-Car ausprobieren, wird wohl nichts mehr, Oder ???
     
  3. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo Klaus

    ich sach mal abwarten. Es ist schon bei so einigen weitergegangen.

    Gruss Stephan
     
  4. Kute

    Kute Guest

    Hallo Stephan,

    ist mir ja klar, aber eins steht doch fest, Roco, Märklin, LGB usw. klar geht es irgendwie weiter aber besser als vorher auch nicht unbedingt.
    Irgendwas passiert immer, Sortimentsbereinigung, Produktionsauslagerungen, Standortschließungen jedenfalls macht die MOBA-Industrie da keine Ausnahme.
     
  5. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Stimmt, es wird auf alle Fälle nicht besser. Das Angebot, das wir bisher hatten, das können wir dann vergessen, leider.
    Das beschwört natürlich jetzt Panik herauf. Wißt Ihr was mein erster Gedanke war? Kaufen, was ich noch brauch.
     
  6. Quartermoose

    Quartermoose Mitglied

    Und immer sind es die selben ausreden "Mit dem nachlassenden Interesse der Kunden an Eisenbahnmodellanlagen wurde die Situation schwieriger. Die Modellbauer wurden älter, die Kinder bevorzugten Computerspiele."

    Vielleicht liegt es ja auch an den wahnsinnigen Preisen, die man für Rollmaterial und Zubehör bezahlen muss, das schreckt doch auch viele Leute ab.

    Gruß
    Chris :muskel:
     
  7. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo Chris

    sorry aber das ist eine Argumentation die so nicht ganz stimmt. Lt der Statistik der deutschen Behörden verdiende im Jahr 1965 in Deutschland jemand einen Bruttoduchschnittslohn von monatlich 450DM und eine einfache Lok kostete zB von Minitrix 29,95DM . Heute ist der Bruttodurchschnittsverdienst bei 3200Euro und eine vergleichbare Lok kostet 170€ .
    1965 also etwa 6,5 % Anteil am Lohn
    2009 also etwa bei 5,8% Anteil

    Gruss Stephan
     
  8. Max Fortune

    Max Fortune Neues Mitglied

    Hallo,

    @ lok527596

    wenn ich mich aber recht erinnere war der Anteil von z.B. Mieten incl. Nebenkosten nur ca. 15-20% des Einkommes. Sicher Lebensmittel wvtl. leicht teurer, aber ehrlich am Essen (Einkauf) kann man nicht wirklich sparen. Es sei denn man ist Hummer gewöhnt. Mir hat ein Moba Fan vor kurzem erzählt das man spasseshalber eine Vergleichsrechnugn mit den 60ern gemacht hat (inflationsbereinigt) und danach sind die Loks seitdem rund 5-6 fach im Preis gestiegen. Sicher auch wegen der Elektronik.
     
  9. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    @ max fortune

    das ist es ja niemand bedauert das die Mieten Nebenkosten ins Uferlose steigen. heute bist um zu wohnen fast bei 40% des Lohnanteils was früher in etwa 10% betragen hatte.

    Als weitere Beispiele wo nicht geheult wird ist des deutschen liebstes Kind das Auto oder warum haben Autowerkstätten stellenweise Stundenlöhne von fast 120€??Wieso kostet der Zahnriementausch beim A4 ca900€? Warum kostet Gas soviel Geld?? Obwohl immer mehr davon da ist??

    Es gibt zwischenzeitlich immer mehr eine Grätsche auch zwischen den ich sag mal Mittellosen und denne die das Geld massig haben.

    Aber das ist absolut jetzt nebenraus wieder zurück zum Thema :D

    Gruss Stephan
     
  10. Mobafreund

    Mobafreund Guest

    Hallo,

    ich habe vor ein paar Tagen noch für über 300 Euro Gebäude von Faller bei meinem Online Shop des Vertrauens bestellt. So habe ich nun alles an Gebäuden was ich für meine Anlage brauche.

    Aber eines sei gewiss, bei den Preisen für so ein Häuschen muss man sich nicht wundern wenn die Branche den Bach runter geht. Welcher Jugendliche oder Schüler kann sich denn heute noch Modellbahnartikel leisten? Die Preise der Branche sind mittlerweile schon eine Frechheit! Wenn ich heute nochmal ein Hobby neu beginnen würde, wäre es garantiert nicht die Modellbahn!
     
  11. cargo

    cargo Guest

    Hi!
    Das sollte auch ohne einer Insolvenz hin und durchgeführt werden.

    Aber so langsam hat auch die Mobabranche verstanden, das man nicht ewig den Markt mit 40 Jahre alten Konstruktionen vollpumpem kann. :)
     
  12. Lilongwe

    Lilongwe Mitglied

    Erst alles teuer machen und dann wundern, dass keiner mehr was kauft. (bzw. dazu in der Lage ist.) Es hat Gründe, dass viele Leute, unter anderem ich vieles oder ausschließlich Gebrauchtware kaufen. Ehrlich gesagt interessiert es mich beim Gebote abgeben wenig, ob irgendwelche Hersteller durch Ibäh in den Bankrott getrieben werden, denn ich frage mich gleichzeitig, warum dieses Auktionshaus überhaupt so erfolgreich ist und Mobazeugs so gut läuft? Und auch bei denen noch teuer ist. An den billigen Ladenpreisen liegts jedenfalls nicht. :thumbdown:

    Das einzige was ich schlimm finde ist, dass da wohl wieder viele Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren, etwas das bei Insolvenzen kaum einmal nicht passiert. Und es ist nicht leicht, in diesen Zeiten an neue Jobs zu kommen, besonders nicht so gut bezahlt wie zuvor. (Dagegen spricht jedoch, dass die Arbeitslosenzahl inzwischen wieder sinkt.)

    Bis Dann,

    Michael
     
  13. friedrichskotten

    friedrichskotten Aktives Mitglied

    Hi,
    hatte was aufgeschrieben, aber was soll das blabla ? Das Volk sollte endlich was unternehmen, aber da sind wir deutschen anscheinend zu brav für (sagt meine Frau :D ). Trotzdem hier mal eine kleine Anregung wie es gefühlt im Moment in Deutschland läuft :
    Die fleißige Ameise
    Jeden Morgen kam die fleißige Ameise fröhlich zur Arbeit. Sie liebte ihre Arbeit. Hier verbrachte sie die meiste Zeit des Tages schwer arbeitend, immer ein Liedchen summend. Sie arbeitete fleißig vor sich hin.

    Der Generaldirektor, ein dicker fetter Käfer, stellte fest, dass es niemanden gab, der die Ameise beaufsichtigte. So konnte es nicht weitergehen! Er schuf einen Supervisor Posten und stellte einen Mistkäfer mit viel Erfahrung ein.

    Die erste Sorge des Mistkäfers war, die Arbeitszeit zu standardisieren. Er erstellte hierzu verschiedene Reports. Bald darauf benötigte der Mistkäfer eine Sekretärin, die diese Reports vorbereitete. Man stellte eine Spinne ein, die ein Archiv einrichtete und Telefonanrufe entgegennahm.

    Und in der ganzen Zeit, arbeitete die Ameise froh und munter weiter, denn ihre Arbeit gefiel ihr und von Zeit zu Zeit summte sie ein Liedchen.

    Der Generaldirektor war begeistert von der Arbeit des Mistkäfers, und fragte ihn nach grafischen Darstellungen und Zukunftsanalysen. So wurde es nötig, eine Fliege einzustellen als Helfer für den Supervisor. Sie kauften der Fliege ein Laptop, mit dem sie die Reports schön bunt gestalten konnte.

    Die fleißige Ameise summte schon bald kein Liedchen mehr, beschwerte sich, dass sie so viel Schreibkram auszufüllen hatte, anstatt zu arbeiten.

    Daraufhin beschloss der Generaldirektor, dass ein Administrator für die Abteilung, in der die Ameise arbeitete, her musste. Diese verantwortungsvolle Aufgabe wurde der Heuschrecke übertragen, die als erstes verlangte, dass man ihr einen speziellen Sessel kaufen solle. Natürlich brauchte sie auch ein Auto, einen Laptop und einen Zugang zum Intranet. Und selbstverständlich brauchte sie auch einen persönlichen Assistenten, die Kröte, die schon an ihrem alten Arbeitsplatz als Sekretärin für die Heuschrecke gearbeitet hatte.

    Die Ameise sang nicht mehr. Sie wurde immer unruhiger und nervöser.

    „Wir müssen ein Gremium beauftragen, Daten für eine Studie über die arbeitende Gesellschaftsschicht zusammenzutragen und einen Bericht zu verfassen.“ Gesagt, getan. Die ausgesuchten Spezialisten machten sich gegen ein beträchtliches Entgelt sogleich monatelang an die Arbeit.

    In der Zwischenzeit, stellte der Generaldirektor fest, dass die Abteilung, in der die fleißige Ameise munter vor sich hin arbeitete, nicht mehr den gleichen Profit wie früher erwirtschaftete. Er wandte sich an die Eule, eine Expertin in Sachen Betriebswirtschaft, die Tausende von Euro bekam. Sie sollte analysieren und diagnostizieren, was zu tun sei. Die Eule wirbelte drei Monate in allen Büros der Firma herum. Dann legte sie einen Abschlussbericht vor, der besagte: „Sie haben zu viel Personal, es sollten Stellen abgebaut werden.“

    Dem Expertenbericht der Eule folgend, entließ der Generaldirektor die Ameise, die immer so fleißig arbeitete und ihre Arbeit liebte.

    Die Moral:
    Es sollte dir nicht im Traum einfallen, eine fleißig arbeitende, fröhliche Ameise zu sein. Es ist viel besser eine Heuschrecke oder ein Mistkäfer zu sein, wenn auch unnütz und unfähig. Diese brauchen keinen Supervisor, es stresst sie niemand.

    Wenn du nicht anders kannst, als fleißig und arbeitsam zu sein, dann zeige niemandem, dass du fröhlich bist und dass dir deine Arbeit Freude macht! Erfinde von Zeit zu Zeit ein Unglück, jammere und beschwere dich, damit es niemandem in den Sinn kommt, dich zu beneiden, nur weil du Spaß an deiner Arbeit hast.

    Wenn du das auch nicht kannst, dann mach dich selbständig. So können sich wenigstens all die Mistkäfer, Spinnen, Heuschrecken, Fliegen, Kröten und Eulen nicht auf deinem Rücken ausruhen.


    Gruß Matthias
     
  14. Grimmnir

    Grimmnir Mitglied

    Hallo Lok 527596,

    wie kommst du darauf, daß das Durchschnittseinkommen bei 3200€ heute liegt? Das Einkommen liegt nach meinen Zahlen bei ca 1900,--€.
    Bei Rentner ca 1100€. Die Preise für Modellbahnartikel sind leider überdurchschnittlich gestiegen. Das hat m.M. nach folgende Gründe, höhere Lohnkosten, ein größerer Anspruch auf Maßstabstreue und eine bessere Ausführung der Produkte. Bei Faller kommt noch eine Verzettelung dazu. Die sollen sich auf N und HO beschränken, keine Produkte wie Figuren und Autos in ihr Kerngeschäft aufnehmen und die übergroße Produktpalette zusammen streichen.
    Dann dürfte es denen auch wieder besser gehen.
     
  15. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    3200 Euro, also davon dürften doch viele nur träumen. Die Kluft zwischen der Mittel und Unterschicht driftet doch immer weiter auseinander. Haben wir selber in der Firma erlebt.
    Nicht umsonst hört man immer wieder, das Leute ihr Hobby aufgeben müssen, egal was. Selbst in Auktionshäusern liest man immer wieder was von Hobbyaufgabe. Es stimmt schon, das es immer weniger junge Leute gibt, die sich für das Hobby interessieren, was sicher auch noch andere Gründe hat, aber Fakt ist, das man immer weniger in der Tasche hat, das kann ich persönlich bestätigen, obwohl ich immer noch den gleichen Job habe, die gleiche Arbeit mache und immer noch in der gleichen Firma arbeite. Da fehlen mir monatlich in den letzten 7 Jahre schon ein paar große Lappen.
     
  16. AndreasB

    AndreasB Aktives Mitglied

    Na Leute,

    ich denke, da sind die Statistiken erheblich abweichend, entsprechend wer der Auftraggeber ist.

    Also keinen Streit darüber, bitte.

    Vergleicht doch lieber statt dessen, wieviel andere Waren Ihr für den Preis einer bestimmten Modellok heute und vor 40 Jahren bekommen habt.
    Also: Was haben die Brötchen oder Milchtüten damals, bzw. heute im Vergleich zu den Preisen von MoBa-Artikeln gekostet.
    Das halte ich für wesentlich realistischer.

    Mir ist es jedenfalls so in Erinnerung, daß es meinem Vater damals wesentlich mehr im Geldbeutel weh tat, mir eine Lok zu kaufen, als es für uns heute der Fall ist.

    Allerdings mußte man damals auch einen Kühlschrank auf Raten kaufen.
    Zeiten und Preise für technische Dinge ändern sich eben.
     
  17. DELTA

    DELTA Mitglied

    Haben einige keine Ahnung / eine eigene Meinung ? "Statistiker" zu viel Einfluss ... ???

    Hallo Andreas,

    sicher hast auch du recht.
    Zu,
    , denke ich mal haben die "Statistiker" (wer braucht die eigentlich wirklich um eine Meinnug bilden [zu lassen?? 8) :thumbdown: ]??) mit ihrem den jeweiligen Auftraggebern "demütigen / angepasssten" Statistiken zu viel Einfluss. Zudem haben diese Herren allen Anschein nach nicht einmal genügend Hintergrundwissen um die verfälschende Wirkungen auf deren "Auslassungen" zu berücksichtigen .

    Sie tragen damit jedenfalls auch nicht unwesentlich Ihren Teil zu vielen Problemen bei!

    (Aber... wir alle werden / sollen ja schließlich beeinflusst werden.) ;)

    Einen schönen Tag noch Gruß Thomas / Delta :)
     
  18. Quartermoose

    Quartermoose Mitglied

    Moin,

    die Firma Faller hat jetzt auch eine offizielle Pressemitteilung veröffentlicht:
    Faller - Pressebereich

    Einfach auf das PDF-Dokument "Presseinformation 2. September 2009" klicken!

    Gruß
    Chris :muskel:
     
  19. Kreisverkehr

    Kreisverkehr Mitglied

    Sch...ade... Ich hoffe Faller kommt bald wieder auf die Beine.
    Könnte gut am Sortiment gelegen haben. Bei den Neuheiten habe ich kaum noch was entdeckt, was mir gefällt. Kann mir z.B. nicht vorstellen, daß ein häßlicher Aldimarkt sich so gut verkauft...

    Gruß Philipp
     
  20. AndreasB

    AndreasB Aktives Mitglied

    Hallo,
    keine Ahnung, ob es für Zubehör / Häuschen auch Kundenbefragungen gibt.
    Bei den Fahrzeugen der Modellbahn hieß es ja, daß die Fahrzeuge der aktuellen Epoche stark gefragt seien, da es ja das ist, was man täglich sieht und daher bevorzugt nachgestaltet.
    Wenn dem so wäre, muß solch ein ModernBahner natürlich auch Bauten der aktuellen Zeit in seinem Ort aufstellen; das wären dann konsequent auch diese modernen Discount-Märkte.

    Aber wie gesagt: welche Zeitepoche ist denn die bevorzugte der Klientel?
     

Diese Seite empfehlen

Wir benutzen Cookies für die statistische Auswertung deines Besuchs. Mehr dazu erfährst du in unserer Cookie-Richtlinie und kannst deine Entscheidung dort auch widerrufen: Cookie-Richtlinie. Du kannst auch nur notwendige Cookies laden.

Akzeptieren