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Farbauftrag auf Gebäudemodelle

Dieses Thema im Forum "Gebäudemodelle" wurde erstellt von Hikory, 29. August 2006.

  1. Hikory

    Hikory Mitglied

    Hallo,

    ich möchte die Aussenmauern meines neu erworbenen Bahnhofgebäudes ( Kibri- Freiberg ) abändern, weil der helle fast weiße Farbton unnatürlich ist.
    Auf der Verpackung sieht das alles viel ansprechender aus.

    Zusammenbau habe ich noch nicht begonnen!

    Wer kann mir Tips geben zur Farbe ( Lack, Dispersion ) und Auftragsverfahren. Die Anschaffung einer kleinen Luftdruck- Spritzanlage möchte ich möglichst vermeiden.

    Vielleicht ist jemand mit Erfahrung auf diesem Gebiet bereit, sich von mir anrufen zu lassen. Ist halt bequemer als eine Menge Text zu verfassen.

    Muß aber nicht sein. Wenn's hier geschrieben steht, haben alle was davon.

    Hikory

    e-mail: Udo Hickmann@t-online.de
     
  2. Edelbike

    Edelbike Guest

    Hallo Hikory,

    auch wenn Du es eigentlich vermeiden möchtest: Das beste Ergebniss bei großflächigen Lackierungen wirst Du mit der Airbrush erreichen, ich kenne keine bessere Art und habe nur gute Erfahrungen mit der Lackierung mittels Spritzpistole gemacht! In jedem Fall sollten die Teile vor dem lackieren entfettet werden, eine Grundierung (ich verwende mittelgrau matt) ist zu empfehlen! Je nach Modell (Fahrzeug oder Gebäude) entscheide ich, ob ich das Modell zuerst (teilweise) zusammenbaue und dann lackiere oder alle Teile am Spritzling lackiere und anschließend montiere. Details und Kleinteile werden alle separat mit dem Pinsel bearbeitet. Bei mir kommen nur handelsübliche Modellbaufarben zum Einsatz, manche Modellbauer bevorzugen Acrylfarben, andere Ölfarben...
    Die Verwendung von Sprühdosen ist ebenfalls möglich, aber auch hier ist etwas Übung erforderlich, damit ein gleichmäßig dünner Farbauftrag gelingt. Die Gefahr der "Nasenbildung" ist höher als bei der Airbrush, da die Farbmenge nicht so exakt dosiert werden kann, außerdem kannst Du die Konsistenz nicht ändern (verdünnen bzw. verdicken) und Farbtöne mischen entfällt logischerweise ebenfalls.
    Bei kleineren Flächen können gute Ergebnisse mittels Pinsel erzielt werden, vorausgesetzt die Konsistenz der verwendeten Farbe ist richtig gewählt (gemischt), so das die Farbe beim auftragen noch nass in nass in sich "verläuft". Dabei kann aber schnell ein zu dicker Farbauftrag entstehen, der feine Strukturen (Holz, Mauerwerk oder Putz) zusetzt und so die optische Wirkung deutlich verschlechtert. Da hilft nur testen und üben. Sofern Du öfters lackierst und Wert auf einen einheitlichen Farbauftrag legst, kann ich Dir die Anschaffung einer preiswerten Pistole nur empfehlen! Für die genannten Arbeiten muß es keine Profi-Pistole sein, ein einfaches Modell taugt allemal mehr als das "rummurksen"mit dem Pinsel! Wohlgemerkt sprechen wir hier von der Lackierung größerer Flächen! Wie gesagt gelingt das gleichmäßige lackieren kleinerer Flächen mittels Pinsel aber auch (mit der entsprechenden Übung) Probier es einfach mal aus, aber wer einmal mit der Airbrush gearbeitet hat wird diese Art der Lackierung erfahrungsgemäß immer wieder vorziehen. Die Ergebnisse sprechen für sich!




    Viel Erfolg bei Deinem Projekt und beim üben!

    Edelbike
     
  3. Tohu01

    Tohu01 Mitglied

    Den Ausführungen von Edelbike kann ich mich nur anschliessen. Ich glaube da ist schon alles gesagt. Ich benutze für meine Arbeiten die Humbrol Email-Farben und verdünne sie nach Bedarf (muss man ausprobieren). Besorg dir einfach eine preiswerte Airbrush-Pistole und eine Treibdose. Das reicht zum Anfang allemal und du sparst dir erstmal den teuren Kompressor. Dann ein paar Probestücke, verschiedene Farben von unterschiedlichen Herstellern und dann einen gemütlichen Spraytag. Da lernt man am meisten, und sieht, welches Arbeitsmaterial einem am besten liegt. Von der Anschaffung der ganz billigen Revellpistolen oder baugleicher Typen rate ich allerdings ab. Sicherlich ist der Airbrushbeginn zunächst einmal mit Kosten verbunden, die aber das Ergebnis mit Sicherheit rechtfertigt.
     
  4. Hikory

    Hikory Mitglied

    Hallo Edelbike und Tohu01,

    vielen Dank zuerst mal.

    Also doch mit Spritzpistole arbeiten.

    Ich habe noch einen Lackierkompressor mit einer normalen Pistole, mit der ich mal Heizkörper gespritzt habe. Ob ich den Kompressor mit einer Airbrushpistole verwenden kann, werde ich ausprobieren. Oder könnt Ihr mir gleich sagen, dass das nicht geht. Die Pistole muss ich natürlich noch kaufen.
    Ich war allerdings der Meinung, dass es mit dem Pinsel auch gehen muss, vor allem, weil die Mauerflächen ja gar nicht schön gleichmäßig aussehen sollen (Verwitterung usw.) Und wie man das mit der Airbrush hinbekommt, kann ich nur erahnen.
    Meine zweite Unsicherheit ist die optimale Farbe im Hinblick auf Haftung und Verträglichkeit mit dem Material der Modelle. Aber auch dazu habe ich von Euch Vorschläge erhalten. Im Modellbauladen sollte ich demnach das Geeignete finden.
    Jetzt gehe ich erst mal für eine gute Woche auf Motorrad- und Wandertour in die Alpen, und dann geht's zur Sache.

    Viele Grüße und nochmal Dankeschön.

    Hikory
     
  5. Edelbike

    Edelbike Guest

    Hallo Hikory,

    wenn Dein alter Kompressor über einen geeigneten Druckminderer und einen Ölabscheider verfügt kannst Du ihn natürlich auch für eine kleine Airbrushpistole benutzen. Der Druckminderer muß aber auch im Bereich unter 1 bar einwandfrei funktionieren. Wenn der Kompressor über einen Vorratsbehälter/Tank verfügt ist es noch besser, allein schon wegen der Lärmbelästigung gegenüber einem konstant laufenden Kompressor. Was das lackieren von Mauerwerk angeht hast Du nicht unrecht. Sicher ist bei Mauerwerk ein gleichmäßiger Farbauftrag nicht erforderlich. Bei verputzten Flächen sieht die Sache schon anders aus. Hier kann eine Alterung/Verschmutzung ebenfalls mit der Airbrush aufgetragen werden, bei Ziegelstrukturen ist es mit dem Pinsel genauer, einzelne Steine abzusetzen. Aber auch hier kann eine komplette abschließende Alterung mittels Airbrush erfolgen. Das auftragen einer Staub- oder Rußschicht gestaltet sich wesentlich einfacher und realistischer als die Lackierung mit dem Pinsel. Auch das auftragen von sehr(!) stark verdünnter dunkler Farbe zur Steigerung der Tiefenwirkung bei Fugen im Mauerwerk ist mit der Airbrush schnell und sauber erledigt. Wie Du siehst hat der Pinsel genauso seine Daseinsberechtigung wie die Airbrushpistole. Die Verwendung von Pinsel oder Airbrush richtet sich also nach dem Einsatzzweck (große/kleine Flächen ; Anzahl der zu lackierenden Teile etc.) und dem gewünschten Ergebniss (gleich- oder ungleichmäßiger Farbauftrag ; fließender Übergang der Farben ; Stärke des Farbauftrages ; deckend oder nur "aufgenebelt" etc.) Es kommt halt wirklich darauf an, WAS Du gerade lackierst und WIE das Ergebniss aussehen soll. Insofern ist es wie mit jedem anderen Werkzeug auch, dessen Verwendung sich nach dem Einsatzzweck richtet. Im professionelleren Modellbau kommst Du um eine Airbrush dann nicht mehr herum. Wenn Du aber den Umgang damit einmal erlernt hast und Du die Ergebnisse mit denen "von früher" vergleichst, wirst Du die Anschaffung absolut nicht bereuen und die Airbrush nicht mehr missen wollen!



    Eine unfallfreie, kurvenreiche Alpentour wünscht Dir

    Edelbike
     
  6. Hallo,
    ich hab schon ein klein wenig mit
    Airbrush gearbeitet und muss dazu
    sagen das man schon recht lange üben
    muss bis man die Grundsachen
    beherrscht.

    Doch es stimmt wenn es einmal kann
    hat man super Ergebnisse;)

    Aja, ich wollte noch sagen, das du am besten
    keine Airbrushpistole von Revell nehmen
    solltest, den die kosten über das doppelte
    einer normalen.

    Grüße
    Sebastian
     
  7. Tohu01

    Tohu01 Mitglied

    Noch ein kleiner Tip: solange Du keine Bilder Lackieren willst sondern auf Fläche arbeitest oder Alterungen durführst reicht eine normale Spritzpistole. Du brauchst keine teure Profi-Airbrush um gute Arbeiten durchzuführen. Allerdings solltest du auch nicht die ganz einfachen mit Aussenmischung (Luft und Farbe mischen sich ausserhalb des Pistolengehäuses) kaufen. Hier kann es dann doch schneller zum kleckern kommen. Eine gute Beratung hilft hier Lehrgeld sparen.

    Als Kompressor kannst Du jeden mit Luftbehälter nehmen. Aber auf einen vernünftigen Druckminderer achten! Als schön leise und völlig ausreichend haben sich Kühlschrankkompressoren erwiesen. Allerdings sollte auch hier ein kleiner Luftbehälter angeschlossen werden um Druckschwankungen zu vermeiden. Ich hab mal auf einer Ausstellung einen Autoschlauch genommen, weil mein Kompressor defekt war. Aber wenn Du erst mal ausprobieren willst, reicht auch eine Treibdose fürs erste. Vielleicht schaust Du mal, ob in eurer FHS Kurse für Airbrush angeboten werden. Da lernt man dann natürlich von der Pike auf.
     
  8. micha70

    micha70 Mitglied

    kaufe die billigste airbrushpistole von revell und du wirst bald gute ergebnisse sehen. bei der kleinen pistole liegt so bei 20€ und du kannst sehr gute erfolge mit erzielen. zwei tips aber der druck sollte bei ca 1,5 bis 3,5bar liegen musste aber selber testen. den zweiten übe ein wenig auf karton oder auf einen zeichenblock.
     
  9. Tohu01

    Tohu01 Mitglied

    Hallo micha,
    mit den Revell Pistolen hab ich nicht so gute Erfahrungen gemacht. Verarbeitung und Spritzergebnis sind nicht so dolle, zum anderen gibt es die Revell Pistolen baugleich mit anderen Namen schon bis zur Hälfte billiger. Legst Du auf die 20€ nochmal 20€ drauf bekommst Du schon gute (für den Zweck) Pistolen mit Innenmischung und single action. Die billigen Revell Pistolen eignen sich für feinere Arbeiten ohne Maskierfolie und Abdeckung meiner Meinung nach überhaupt nicht und reagieren sehr Empfindlich auf Farbe und Farbmischung. Zudem musst du bei Aussenmischung mit recht hohen Drücken Arbeiten. Das geht zwar für Flächenlackierungen mit hohem Farbauftrag, aber wenns dann mal ans Altern oder Lackieren von Details geht, ist da eben Schluss.

    Das ist meine Erfahrung mit den Revell Pistolen. Fürs gleiche oder eben nur wenig mehr Geld, gibt es für unsere Ansprüche eben bessere Pistolen. (Da gibts auch Tests in Fachzeitschriften). Ich Arbeite gern mit einer Aztek A 470 Pistole. Kostet jetzt mit Zubehör an die 100€.
     
  10. micha70

    micha70 Mitglied

    die revell benutze ich auch nur für grosse flächen ist halt einfacher. für die kleinen sachen habe ich auch eine andere. bei revell zahlst nur den namen mit.

    gruss micha
     
  11. Tohu01

    Tohu01 Mitglied

    Ja, jeder hat da so seine Lieblinge, aber es gibt eben Grundsätzlichkeiten nach denen man eine Airbrushpistole bewerten kann. Allerdings sollte man sich vor dem Kauf auch Fachkundig beraten lassen. Mit den Farben muss man ein wenig Experementieren, aber das gehört eben dazu.
     
  12. Tohu01

    Tohu01 Mitglied

    Klasse Sebastian. Ich glaub das ist genau die richtige Pistole für den Anfang. Hast Du schon Erfahrungen mit diesem Händler?
     
  13. Hallo,
    ja ich hab schongute Erfahrungen mit
    diesem Händler.
    Er hat auch sehr günstige Airbrushfarben;)

    Grüße
    Sebastian
     
  14. Tohu01

    Tohu01 Mitglied

    Dann will ich mal schauen ob der nach Deutschland liefert. Er hat ja teilweise recht gute Angebote.
     
  15. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Meine Airbrushpistole ist nicht die billigste, aber warum ich gerade diese gekauft habe? Ich weis es nicht. Sie liegt sehr gut in der Hand, eine Colany. Sie liegt dem Grobmotoriker mit Fleischerhänden genauso gut in der Hand wie in der meiner Frau. Das Geheimnis ist der einstellbare Griff.
    Mit der Pistole von Revell habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht. Mit der Zeit tat mir da der Finger vom Drücken des "Auslösers" weh.
    Was viel wichtiger ist, ist der Kompressor. Zumindest, wenn Du in der Wohnung damit arbeiten möchtest, ich habe es auch nicht war haben wollen. Heute hat es sich bitterböse gerecht. Der kleine Kompressor ist für seine Größe sehr laut, dafür aber recht billig.
    Also, wenn man in der Wohnung damit arbeiten möchte und nicht Ärger mit dem Rest der Haus- bzw. Wohnungsbesitzer haben möchte, dann sollte man doch lieber 100€ mehr ausgeben, aber dafür einen flüsterleisen Kompressor haben.
     
  16. Tohu01

    Tohu01 Mitglied

  17. micha70

    micha70 Mitglied

  18. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Hi Tohu

    Danke für den Link. Er ist doch sicher für den einen oder anderen Hilfreich.
    Ich hab ja nun einen schönen lauten Kompressor. Aber wer weiß, vielleicht verabschiede ich mich ja von ihm. :))
     
  19. Hikory:
    Es ist dann wohl dieses Kibri-Modell?:
    http://www.adrich-spielwaren.de/images/big_img/Waren/Neuwaren/Kibri/59360.jpg

    Wie sehen denn die unbehandelten Baukastenteile aus? Farblich anders oder glänzen sie stark? Vielleicht Foto? Gibt´s schon eine Vorstellung welche Grundfarbnuancen das Modell erhalten soll?

    Ich bin ja ein "Pinselfan" (habe keine Lust auf Airbrush) was vielleicht auf Grund der zu lackierenden Flächen(größen) und Details bei N näher liegt als bei H0. Hatte mal so einige Anstrichergebnisse bei Erfahrungsberichte/Reviews gebracht ... ggf. können wir uns bei Bedarf dann ja noch weiter austauschen.
     

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