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Figuren bemalen und Patinieren von Gebäuden

Dieses Thema im Forum "Tipps und Tricks" wurde erstellt von Markus Dippold, 2. Dezember 2008.

  1. Zwei Fragen:

    1. Welche Farben eignen sich am besten, um Figuren zu bemalen?
    Ich möchte ja meine D-Zug- und RegionalExpress-Wagen auch mit Passagieren ausstatten. Einige Großpackungen sitzender Leutchen - bereits bemalt - habe ich schon gekauft und teilweise auch verarbeitet, aber die Packungen sind ja vergleichsweise teuer.
    Ich weiß, daß es auch weiße Wüstlinge ... äh ... Rohlinge gibt, die man selbst bemalen kann. Aber welche Farben verwendet man dazu am besten?
    Die Revell-Öl-Farben, mit denen ich meine Brücke und schon ein paar andere Dinge verziert habe, sind meiner Meinung nach zu dickflüssig. Was gibt es sonst noch für Möglichkeiten?

    2. Ja, Gebäude patinieren ...
    Mit was für Farben und wie geht man dabei überhaupt vor?
    (Ich bin technisch begabt ... künstlerisch ist das so eine Sache ...)

    Danke und Gruß,
    Markus
     
  2. AndreasB

    AndreasB Aktives Mitglied

    Hallo Markus,

    zu Punkt 1 dürfte die Suchfunktion weiterhelfen. Es gab schon diverse Abhandlungen zu diesem Thema.

    Beim Altern von Gebäuden, usw. würde ich zu Wasser-löslichen Farben raten. Dann kannst Du "Fehlversuche" wieder bereinigen.
    Ich arbeite da gern mit Plaka-Farben, andere nehmen Pulver-Farben, ...
    Aber da gibt's auch schon einige Threads hier.
     
  3. Dürfte, ja. Was wirklich aussagekräftiges habe ich leider nicht gefunden.

    Muß ich mal sehen. Pulverfarben scheiden für mich aus, da die - soweit ich das verstanden habe - nicht fest am Objekt dran sind.
    Wasser-lösliche Farben ... hm, Kunststoff und Wasser ... das geht?
    Ich kann mich noch gut an unsere Vampirvilla erinnern, da mußten die geister auch noch angemalt werden. Das, was hier dabei war, sah mir sehr nach einfachen Wasserfarben-Malkasten-Farben aus. Und so richtig wollte das auch nicht an den Gespenster-Figuren (aus Kunststoff natürlich) halten.

    Plaka-Farben sind erstmal nicht wasserlöslich, oder?

    Gruß,
    Markus
     
  4. H0usefrau

    H0usefrau Mitglied

    Hallo Markus,

    Die Revell-Enamel-Farben sind an sich nicht schlecht. Wenn sie zu dick sind, musst du sie mit dem passenden Verdünner verdünnen. Das ist übrigens bei allen Farben so, egal ob Enamel oder Acryl.

    Ich benutze eigentlich nur noch Acrylfarben. Hier hat man den Vorteil, dass sie meist mit Wasser zu verdünnen sind und außerdem nicht stinken.

    Hier meine Topliste der Acrylfarben zum Figurenbemalen :

    - Andrea Color kann man super gebrauchen zum Pinseln und großes Farbsortiment
    - ModelMaster Acryl ich glaube mit Alkohol o. Spiritus zu verdünnen
    - Revell Aqua Color kleines Farbsortiment, wird aber bestimmt irgendwann die Enamelserie ablösen
    - Vallejo Model Color auch super Farben, gleiche Flasche wie Andrea-Farben


    Übrigens: wer jemals versucht hat, getrocknete Wassermalfarbe aus nem Stinkormalen Farbkasten abzuwaschen, weiss, wie stark die Farbe hält.


    Zum Altern nehme ich übrigens alles, was sich findet. Pulverfarbe natürlich auch sehr gerne.

    Bei den 1:87 Figuren dürfte das übrigens mit den Farben eigentlich relativ egal sein. Sowas wird erst interessant ab Tabletopmaßstab.
     
  5. Andreas S

    Andreas S Guest

    1. Was sind Revell-Enamel-Farben????

    Die nennen sich doch Kunstharz-Emaillefarben oder Kunstharz-Emaillelacke.

    Revell Emaillelacke

    Die Kunstharz-Emaillelacke kann ich wärmstens empfehlen wenn es um die Bemalung von Figuren und Gebäuden geht. Sie zeichnen sich durch eine hohe Haftung auf Kunststoff aus und sind kratzfest. Der einzige Nachteil ist das sie etwas riechen da sie Lösemittelhaltig sind. Zum verdünnen reicht normaler Verdünner welchen man auch für Kunstharzlacke nimmt. Zum reinigen der Pinsel ist Terpentin recht sinnvoll.

    2. Pulverfarben

    Eignen sich sehr gut zum altern von Gebäuden und vielen mehr. Recht einfache Verarbeitung leider aber nicht griff- und abriebfest darum einfach mit Klartack matt oder mit einem Fixierspray für Pastellkreide einsprühen.

    3. Acryllacke und Abtönfarben

    Setze ich meist zum Landschaftsbau ein. Man kann sie super als Beigabe zu Gipsabformungen geben um diese durch und durch einzufärben. Auf gebäuden habe eher schlechte Erfahrungen gemacht da sich meist von Kunststoff nicht angenommen werden und zum Teil auch nicht abriebfest sind.

    Fazit:

    Zum Altern einfach mal mit Pulverfarben beginnen, diese können bei Fehlern wieder enfernt werden sofern sie noch nicht fixiert sind. Um Figuren zu bemalen einfach mal mit Kunstharz-Emaillelack von Revell versuchen, meine Frau schwört darauf da sie bei uns für Figuren bemalung zuständig ist.
    Noch ein Tip meiner Frau zu den Figuren: Einfach fertig bemalt kaufen spart Stress und Ärger. :)
     
  6. H0usefrau

    H0usefrau Mitglied

    @ Andreas:

    Enamel ist der englische Begriff für Emaille und ist eigentlich der Standard im Netz, genau wie Acrylics, statt Acrylfarbe. Steht aber auch auf den Farbtöpfen meist als Enamel drauf.


    Kleiner Tip am Rande: kauft euch für die Farbtöpfe Metallkugeln, irgendwas um die 7mm. Die dann rein in die Pötte, dann ist das Mischen anschließend leichter. Nach dem ordentlichen Schütteln nochmal gut mit nem Nagel umrühren.

    Das mit den Acrylfarben kann ich übrigens so nicht stehen lassen Andreas: Acrylfarbe hält genausogut auf Plastik. Der einzige Vorteil/Nachteil (je nachdem, wie man es nimmt): Acryl trocknet schneller. Abtönfarbe kann man, wie du schon sagtest, sehr gut für Geländebau benutzen.

    Pulverfarbe mache ich übrigens mit Schmincke Mattfirnis griffest.
     
  7. Quartermoose

    Quartermoose Mitglied

    Hallo,

    ich habe mal eine Frage zu der Aqua Color von Revell. Welches Mischverhältnis eignet sich am besten zum Altern von Waggons?
    Ich habe leider nur einen alten Waggon zum ausprobieren und kann mir nicht viele Fehlversuche leisten :doofy:

    Gruß
    Chris
     
  8. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Du mußt ja nicht gleich am Wagen üben. Vielleicht hast Du ja noch alte Teile aus Bausätzen über, an denen kannst Du ja auch schon mal üben.

    Was Du zum Thema Mischungsverhältnis wissen möchtest; Ich habe die Tage das erste mal mit Aqua Color gearbeitet, allerdings Airbrush. Vorteile für Aqua Color; die Geruchsbelästigung ist nicht so groß, wenn man überhaupt davon reden kann und die Pistole bzw. Pinsel lassen sich besser reinigen. Nachteil meiner Meinung nach ist die Haltbarkeit. Ich konnte von glatten Oberflächen den Lack mit dem Fingernagel abkratzen, Fett ist aber keiner drunter. Das liegt wohl an die lösungsfreie Substanz, die die Oberfläche des Kunststoffes nicht leicht anlöst. Für's patinieren würde ich sie nur bedingt empfehlen. Entweder sehr dünn oder mit einem harten Borstenpinsel und sehr wenig Farbe, aber Pulverfarben eignen sich da viel besser. Für Airbrush mit Aqua Color hat man mir ein Mischungsverhälnis von 1:3 empfohlen. Das ist dann aber so dünn, das es überhaupt nicht deckt und weiße Stellen oder Flecken zum Vorschein kamen, so als wenn sich das Wasser von der Farbe trennt, wie als wenn Fett drunter wäre. Bei einem Verhältnis von 1:1 ist das aber nicht der Fall, aber zum patinieren mit dem Pinsel sicher noch zu dick, würde also zu sehr decken. Mit dem Pinsel würde man also den Pinselstrich sehen. Vielleicht mit einem Tuch oder Schwamm abtupfen, aber dann kannst Du nicht so feinfühlig an die Sache ran gehen. In der Wischtechnik auf größeren Flächen durchaus zu bewerkstelligen. Hier mußt Du wohl etwas experimentieren.
     

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