Gleisbau Flexgleise

Dieses Thema im Forum "Anlagenbau" wurde erstellt von AndreasP, 22. Januar 2017.

  1. AndreasP

    AndreasP Mitglied

    Moin zusammen,

    ich habe jetzt mit dem ersten Bauabschnitt meiner H0-Anlage begonnen und - nachdem meine letzten Erfahrungen aus den 70er und 80er Jahren mit Märklin-M-Gleisen stammten - erstmals Flexgleise in der Hand gehabt. Tolle Erfindung!

    Ich hatte allerdings verstanden, dass die sog. Schwellenendstücke nur dort benötigt werden, wo man das Gleis abgesägt hat, um die Schienenverbinder anbringen zu können. Zu dem Zweck sollen dann noch die letzten drei Schwellen entfernt werden. Klingt logisch.

    Das bedeutet nach meinem Verständnis aber, dass dort, wo das Flexgleis an ein "normales" Gleis anschließt oder wo zwei Flexgleise zusammen gesteckt werden, dies ohne Einbindung der Schwellenendstücke funktionieren sollte - oder?

    Anbei mal zwei Fotos. Das erste zeigt Flexgleis an Weiche, das zweite zeigt Flex an Flex. Mir gefallen die Lücken nicht. Bevor ich jetzt übereilt Schwellen raustrenne, meine Frage, habe ich was falsch gemacht oder muss ich tatsächlich grundsätzlich und immer an jedem Ende die Schwellenendstücke anbringen?

    Den Anhang 33167 betrachten



    IMG_3554 (FILEminimizer).JPG

    Eine weitere Frage:

    Ich möchte weitestgehend auf die sog. Gleisnägel verzichten (Schallbrücke). Beim Flexgleis ist es allerdings so, dass dies ein gewisses Eigenleben führt und nicht freiwillig so liegen bleibt, wie ich es biege und hinlege. Doch selbst wenn ich mich für die Verwendung von Nägeln entscheiden sollte, ich vermisse kleine Löcher in den Schwellen, wo man die Nägel durchschlägt. Und die Nägel neben den Schienen/Schwellen anzubringen wie beim Probeverlegen, halte ich nicht für die richtige Lösung.

    Kleben möchte ich nicht, da man dann nicht mehr korrigieren kann und man sicher nicht gleich im ersten Versuch die gewünschte Kurvenform hinbekommt.

    Wie macht ihr das?

    Danke für Hilfe und Gruß aus dem Norden
    Andreas
     
  2. Kesselwagen

    Kesselwagen Renommiertes Mitglied

    Hallo Andreas,

    Ich habe auch Flexgleise verbaut. die mit der Merkur- Bettung verlegt wurden. Zum befestigen habe ich die kleinen Schrauben aus dem Hause Märklin benutzt. Halt dort, wo es mir als nützlich vor Durch ,,Lärm,, habe ich mich nie gestört gefühlt. Auch ist es zu keinen mir bekannten Demonstrationen von den Minimenschen gekommen. Ich weis nicht wie schnell manche ihre Züge fahren lassen, aber die Geschwindigeit stelle ich immer nach Gefühl ein. Zum verbinden der Gleisjoche gibt es von Märklin spezielle Verbindungsstücke die die Mittelleiter verbinden. Es sieht so aus, das die bei Dir fehlen. Normalerweise hat man die Lücken nicht. Es sei denn, man hat die Innenbögen nicht gekürzt.

    Gruß Winfried
     
  3. AndreasP

    AndreasP Mitglied

    Hallo Winfried,

    danke für deine Antwort.

    Vllt. hätte ich noch sagen sollen, dass ich RocoLine-Gleise ohne Bettung verwende. insofern fehlen natürlich die Mittellleiter. Und die Frage nach der Befestigung bleibt offen, da ich nicht weiß, wo und wie die Nägel angebracht werden sollen.

    In der Tat, ich habe die Gleise erstmal nur so aufgelegt. Kürzungen habe ich nicht vorgenommen. Das bedeutet, ich muss einen Teil des Gleises absägen, nämlich den Innenbogen? Okay, erscheint mir logisch. Gibt´s einen "Trick", wie man exakt feststellt, wieviel abgesägt werden muss?

    Danke und Gruß
    Andreas
     
  4. Kesselwagen

    Kesselwagen Renommiertes Mitglied

    Hallo Andreas,

    in guten Modellbahngeschäften sollte es für diesen Zweck dafür Schneidlehren geben. Ich meine das auch bei dem Rocogleis kleine Punkte gibt, wo man kleine Schräubchen versenkt werden können. Das sind keine Bohrungen, sondern nur angedeutete Vertiefungen. Es kann allerdings auch ein Gleis eines anderen Herstellers gewesen sein. Wenn Du auf Zweileitergleis fährst, ist das Geräusch des Schleifers ( wie bei Märklin, ) eh kein Problem.

    Gruß Winfried
     
  5. RS1

    RS1 Moderator Mitarbeiter

    Hallo Andreas

    Vielleicht wieder ein ganz anderer Lösungansatz. unter den verbundenen Schienen, also unter die Schienenverbinder einfach eine Schwelle "lose" darunter legen, sprich ohne Verbindung zum Gleis, sondern nur der Optik wegen. Alternativ könntest du auch die Kuppelschwellen an den Schienenstößen nachbilden und die Verbindung mit den Weinert Schienenlaschen herstellen. Das sollte trotz des höheren Profils des Roco Flexgleises (gegenüber dem Weinert "Mein Gleis") funktionieren. Ist zwar nicht die billigste Lösung aber ich denke die optisch am besten aussehensde.
    Zu deinen Gleisbefestigungsproblem. Das Roco Line Gleis hat von unten in bestimmten Schwellen "Bohrungen". Wenn du diese durchstichst kannst du das Gleis nageln oder schrauben. Das diese Löcher nicht durch die ganze Schwelle gehen, hängt mit dem damaligen (und wieder erscheinenden) Bettungsgleis zu tun. Dort waren keine durchgehenden Löcher in den Schwellen nötig, daher sind sie von unten her angebracht, gehen aber nicht durch die ganze Schwelle.

    Viele Grüße Matthias
     
  6. Kai Eichstädt

    Kai Eichstädt Aktives Mitglied

    Moin Andreas,

    schrauben! Ich nehme Holzschrauben (alias Spax) und schraube sie vorsichtig so zwischen zwei Schwellen, daß diese fest an den Korkunterbau gedrückt, aber auch nicht zerdrückt werden. Wenn dann das Gleis eingeschottert wurde, kommen die Schrauben wieder raus. Anschließende wird noch ein wenig Schotter dort verteilt, wo er noch fehlt.

    Gruß
    Kai
     
  7. AndreasP

    AndreasP Mitglied

    Moin zusammen,

    danke für die Hinweise.

    Ich habe inzwischen nachgeschaut; es gibt auf der Unterseite der Gleise tatsächlich angedeutete Bohrlöcher. Ich hoffe, man kann sie durchstechen/bohren, ohne dass die Schwelle zersplittert.

    Gruß aus dem Norden,
    Andreas
     
  8. Railstefan

    Railstefan Aktives Mitglied

    Hallo Andreas,

    pass nur beim Anziehen der Schrauben auf, denn die größte Gefahr bzgl gebrochener Schwellen besteht wenn der Schraubekopf auf die Schwelle kommt und du dann noch viel weiter drehst...

    Viel Erfolg
    Railstefan
     
  9. AndreasP

    AndreasP Mitglied

    Danke - Roco verwendet Nägel. Das war ja meine Sorge, dass beim Hämmern die Schwellen splittern.
    Aber offensichtlich hat wohl noch keiner sowas beschrieben und Roco wird ja sicher von einigen benutzt.

    Gruß aus dem Norden
    Andreas
     
  10. Railstefan

    Railstefan Aktives Mitglied

    Hallo Andreas,

    der Vorteil von Schrauben ist, dass man sie besser wieder raus bekommt, wenn man denn etwas ändern möchte.
    Suche einfach mal z.B. nach den Märklin-Schrauben für K-Gleise 7599. Allerdings benötigst du dafür unbedingt einen passenden Schraubendreher.

    Gruß
    Railstefan
     
  11. AndreasP

    AndreasP Mitglied

    Moin Stefan,

    danke für den Tipp.

    Ich hatte mich auch schon geärgert, dass Roco Nägel verwendet.

    Und die Märklin-Schrauben kann man tatsächlich durch die Roco-Gleisschwellen drehen?

    Danke und Gruß aus dem Norden
    Andreas
     
  12. Prius

    Prius Aktives Mitglied

    Ja, das funktioniert. Habe ich bei mir auch so gemacht. Ich halte ja nicht viel von märklin und deren Philosophien (ist ja auch nicht das Thema hier) aber die Gleisschrauben incl. dem Spezialschraubendreher sind wirklich sehr gut (das spezielle ist meiner Ansicht nach nur die ungewöhnliche Länge, damit man bei Oberleitungsbetrieb auch immer noch gut an die Schrauben kommen kann. Ansonsten ein vollkommen normaler Schraubendreher von Wera.
     
  13. AndreasP

    AndreasP Mitglied

    Moin,

    super - da nehme ja viel lieber Schrauben als Nägel. :)

    Danke und Gruß
    Andreas
     
  14. Railstefan

    Railstefan Aktives Mitglied

    Hallo Andreas,
    und es gibt von einem Zubehörhersteller (Peter Post Schraubfix => peter-post-werkzeuge.de) auch noch einen Schraubendreher, bei dem die Schraube während des Schraubens fixiert ist und nicht umkippen kann. Habe ich mir mal geleistet (gut 20 Euro), da ich ziemlich viele Schrauben verbauen wollte und es hat damit gut geklappt (gut 200 Schrauben).
    Die Firma findet man auch auf den großen Modellbaumessen wie Dortmund etc
    Gruß
    Railstefan
     
  15. AndreasP

    AndreasP Mitglied

    Hallo Stefan,

    ja, stimmt. ich war letztes Jahr in Dortmund. Da habe ich den gesehen. Ich wäre jetzt nur nicht auf den Namen gekommen. Der hatte einige interessante Werkzeuge, u.a. auch einen Korkschneider. Korkplatten aus dem Baumarkt sind natürlich um ein Vielfaches preisgünstiger als die Bettungen der Modellbahnhersteller.

    Damals wusste ich aber noch nicht, was ich wie würde machen wollen und habe erstmal nichts gekauft, sondern nur geschaut.

    Gruß aus dem Norden
    Andreas
     

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