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H0 Faller Bitschtal-Brücke Artikel Nr. 120535

Dieses Thema im Forum "Gebäudemodelle" wurde erstellt von Joerg, 15. März 2007.

  1. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Artikel-Nr.: 120535 (alte:535)
    Baugröße: 1:87 H0
    Maße (HxBxT): 25x110x12cm

    Bauanleitung (max. 3 Punkte): 1
    Teilegenauigkeit (max. 3 Punkte): 2
    Farbgestaltung (max. 3 Punkte): 2
    Maßstäblichkeit (max. 3 Punkte): 1
    Extrapunkte für Ausstattung (max. 3 Punkte): 0
    Gesamtpunktzahl (max. 15 Punkte):

    Schwierigkeitsgrad: Mittel

    Gesamteindruck: Obwohl die Brücke nur 5 von 12 möglichen Punkten erreicht hat, bekommt sie die Note Gut.
    Die Brücke ist durch aus ihr Geld wert.
    Aber sie weißt leider auch ein paar qualitativer Mängel auf. Diese sind aber durchaus zu verzeihen. Dazu zählen Passungenauigkeit und verzogene Teile. Auch die Farbgebung ist nicht gerade gelungen. Wer hier dem Original etwas näher kommen möchte, dem bleibt eine Farbbehandlung nicht erspart.
    Ich würde diesen Bausatz nun keinem empfehlen, der noch neu im Modellbau ist. Eine gewisse Praxis ist schon empfehlenswert, was aber nicht heißen soll, das ein Einsteiger nicht klar kommen würde. Aber er müsste sich schon mit der Bauanleitung und dem Vergleichen der Teile etwas näher befassen, was heißen soll, einfach loslegen ist nicht drin.
    Wohl überlegt sollte auch die Dimension sein.

    Baubeschreibung:

    In den nächsten Zeilen möchte ich meine Erfahrungen beim Bau der Bietschtalbrücke aus dem Hause Faller.
    Das Vorbild steht in der Schweiz, das noch mehr solcher imposanter Bauwerke bereit hält.
    Die Brücke befindet sich an der Strecke Kandersteg-Zermatt, zwischen Goppensteig und Brig.
    Das soll’s zur Topographie gewesen sein.
    Das Modell ist ca. 110 cm lang, damit wesentlich kürzer als das Original. Das Modell ist auch gerade, wobei das Original eine gebogene Brücke ist.
    Das Modell weist eine Breite von ca. 12 cm und eine Höhe über Gelände von 25 cm auf. Die Durchfahrtshöhe unter dem Bogen beträgt 20 cm und ist für eine zweigleisige Belegung geeignet.
    Vorab auch noch ein kleiner Hinweis, was die Montage angeht; die Teile vor der Montage unbedingt anpassen und auch schon in Gedanken einige Bauschritte weiter durchspielen, wie, was mache ich als nächstes und wie werden die Teile montiert, welche Probleme könnte es geben, wie halte ich die Teile und wie füge ich Teile am besten innerhalb des Brückengerüstes ein und so weiter. Das hilft vor bösen Überraschungen, nachdem man vielleicht schon Teile geklebt hat und an andere Stellen nicht mehr ran kommt.
    Ich habe mich im großen und ganzen an der Reihenfolge der Anleitung gehalten, aber beim durchspielen in Gedanken hat sich herausgestellt, das es für das Handling besser ist, hier und da etwas davon abzuweichen.
    Was nun die Verwendung des Modells angeht, so sei darauf hingewiesen, das sie recht groß wirkt. Sie ist also meiner Meinung nach nur für größere Anlagen oder Dioramen geeignet, aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden.
    Aber kommen wir jetzt zum eigentlichen Bau der Brücke.

    [​IMG]

    Zunächst sollte man sich mal mit der Baubeschreibung.
    Die Baubeschreibung ist meines Erachtens nicht unbedingt eindeutig gekennzeichnet, aber mit der Zeit gewöhnt man sich an die Beschreibung der Teile. Verwechselungen sind möglich.
    Einige Teile werden beim Bau gebogen, andere Teile müssen geschnitten bzw. gekürzt werden.

    [​IMG]

    Der Bausatz besteht aus 126 Teilen in 3 Farben, also eigentlich gar nicht so viele Teile.
    Die Prägepappe für die Fahrbahn kann man aber getrost vergessen.

    [​IMG]

    Auf der Rückseite der Verpackung werden 2 Perspektiven dargestellt, einmal ohne und einmal mit dieser Prägepappe. Man hat auch hier einen gute Darstellung des Bauwerkes, meiner Meinung nach besser als auf der Vorderseite.

    [​IMG]

    Zunächst wird der Bogen hergestellt. Der Bogen besteht aus zwei Teilen.
    Hier muss gut aufgepasst werden. Die Teile können sowohl rechts als auch links herum geklebt werden. Man muss sich die Teile recht genau anschauen, bevor man sie zusammen klebt. Nach falscher Montage hinterlässt so was beim wieder demontieren hässliche irreparable Spuren.

    [​IMG]

    Und so sehen die zwei Hälften nach der fertigen Montage aus.
    Bis hier hin waren die Teile recht passgenau.
    Nun werden die ersten Laufstege eingebaut. Da gab es aber die ersten Probleme.

    [​IMG]

    Nachdem die Laufstege eingeklebt sind, werden die Geländer montiert. Wenn man die Bauanleitung richtig interpretiert, dann werden die Geländer an der Seite der Stege angeklebt, was allerdings bedeutet, dass die Geländer an einige Stellen nicht an den Brückenträger vorbei passen. Das ist zum Beispiel so ein Punkt, auf dem ich schon im Vorwort hingewiesen habe, wenn ich sagte, das man einige Bauschritte im Voraus in Gedanken durchspielen sollte.
    Wer hier schon die Laufstege geklebt hat, der kann anschließend das Geländer nur noch auf die Laufstege kleben, was aber sehr instabil wird, da die Klebepunkte sehr klein sind.
    Aber bleiben wir noch mal kurz bei den Geländern. Wer hier nicht aufpasst und die Teile verwechselt, der könnte später ebenfalls ein Problem bekommen. Die Seitengeländer ähneln sich untereinander sehr und unterscheiden sich rein optisch nur auf den zweiten Blick, da sie an Stege befestigt werden, die sich nur im Gefälle um einige paar Grad unterscheiden. Sind sie erst mal gekürzt, so könnten sie wo anders fehlen und ein stückeln bleibt unausweichlich, oder man bestellt Ersatz.

    [​IMG]

    Anschließend werden die zwei Hälften zusammengeklebt und auf die Betonfundamente gestellt.

    Nun wird der Oberbau mit den zwei Seitenteilen montiert. Der Oberbau, sprich die Teile, auf dem später die Gleise liegen, ist leider nicht so passgenau, wie ich es mir wünschte. Auch sind einige Teile der Trägerkonstruktion der beiden Seitenteile verzogen. Nach dem Kleben zieht sich das aber hin und fällt nicht großartig auf.

    [​IMG]

    Anschließend werden die beiden gemauerten Bögen geklebt.
    Ich habe sie auch gleich noch farblich nachbehandelt. Als Farbe habe ich Produkte aus der Life Colors Serie verwendet. Im Nachhinein hat sich das allerdings als nicht so günstig herausgestellt, da die Farben seidenmatt sind und somit etwas glänzen, was man auf dem Bild deutlich sieht. Aber das wurde später mit Mattlack korrigiert.

    [​IMG]

    Danach werden die drei Komponenten Bogen, Oberbau und die gemauerten Seitenteile zusammengefügt und die restlichen Geländer geklebt.
    Voile La, und da steht sie, die fertige Brücke.

    [​IMG]

    Und hier nochmal ein Bild mit einem Zug drauf, damit man mal die Proportionen versteht.

    [[​IMG]
     
  2. Tohu01

    Tohu01 Mitglied

    Die Brücke ist ja ein wahres Platzmonster. Für kleine Anlagen wohl nicht zu empfehlen wenn ich daran denke, wie lang die Rampen sein müssen. Aber ein herrliches Modell wenns denn passt. Vielen Dank für den Bericht.
     
  3. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Ja, die Dimensionen sollten wirklich gut durchdacht sein.
    Allerdings weiß ichnicht, warum die Bilder nicht dargestellt werden, sondern nur der Link.

    PS. ich glaub ich weiß warum. Imagehacks klein geschrieben mag er doch nicht. Und ein Bild zeigt er nicht, weil da die gleiche Zeichenfolge wie ein Smilie enthalten ist.
     
  4. nozet

    nozet Renommiertes Mitglied

    Oder hast du versehentlich "Thumbnail für Forum 2" kopiert ?
     
  5. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Nein Thumbnail definitiv nicht. Aber das ist jetzt auch egeal, habe ja alles betreffende ausgetauscht.
     
  6. Buskutscher

    Buskutscher Mitglied

    [font='Comic Sans MS, sans-serif']Joerg,haste ja toll hinbekommen,respekt !
    Aber weshalb hast Du nicht den Schritt gewagt,das Gleisbett polygonal zu bauen? Im original zeigt die Brücke
    im Gleisverlauf einen Bogen........
    Ich habe dieses Modell in Spur N ( 222580 ).
    Genau genommen liegt die Brücke im Streckenabschnitt Hohtenn/Ausserberg ( Lötschberg-Südrampe ).

    Hier einige Links zu diesem Bauwerk:

    http://de.structurae.de/photos/index.cfm?JS=25383

    http://www.hikr.org/gallery/photo204973.html

    http://www.bahngalerie.de/bahn/projekte/bietschtal/bietschtal.htm

    Da kannst Du den Bogen der Brücke erkennen....



    [/font]
     
  7. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Du meinst also, warum ich die Brücke nicht "geknickt" habe, um sie im Bogen zu bauen?
    Weil ich die Brücke zweigleisig verwenden möchte.
    Zudem ist der Bausatz nicht dazu ausgelegt, das heißt, es müßte alles angepaßt werden und das würde nicht so einfach gehen. Die Geometrie des Bausatzes müßte völlig über arbeitet werden.
     
  8. Buskutscher

    Buskutscher Mitglied

    [font='Comic Sans MS, sans-serif']Klar Joerg,dafür ist er nicht ausgelegt,aber ich frage mich,weshalb Faller das
    nicht berücksichtigt hat?
    Und wenn man diesen Schnitt machen würde,gehts trotzdem zweigleisig.

    [/font]
     
  9. nozet

    nozet Renommiertes Mitglied

    ...... weil die Mehrzahl diese Brücke in gerader Form benutzt.
    In gebogener Form wären zu viele Radien zu berücksichtigen
    und damit der Kundenkreis eingeschrenkt.

    Gruß
    nozet
     
  10. Oktupus

    Oktupus Mitglied

    Ein Hallo an die Verwender der Bitschtalbrücke!

    Diese Brücke habe ich mir auch geleistet. In finde sie imposant; einfach toll.
    Wer kann mir sagen, was im Original auf der Brücke unter den Schienen liegt? Faller legt eine strukturierte Pappe bei, die wohl so eine Art Wabenblechmuster darstellen soll. Von anderen - kleineren -Stahlbrücken kenne ich das, dass die Schienen direkt auf der Konstruktion befestigt werden.
    Auch habe ich das Problem gehabt, dass sich die Pappe nicht vernüftigt verkelben läßt. Sie ist nun wieder runter. Gibt es, wenn es ein Blechplatten im Original sind, andere Alternativen? Oder wie habt ihr das gelöst?

    Gruß aus der Osteifel

    Manfred
     
  11. Buskutscher

    Buskutscher Mitglied

  12. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Dazu hatten wir >hier< einen Beitrag.
    Leider funktinoieren nicht mehr alle Links.
     
  13. Oktupus

    Oktupus Mitglied

    Hallo,

    ja, danke. Aus den Orignalbilder meine ich zu erkennen, dass Blechplatten unter den Schwellen liegen. Die Schwellen erscheinen mir überdimensional hoch zu sein und sie liegen enger beieinander. Das kann aber auch an der Aufnahme liegen. Wie habt ihr denn die Oberfläche gestaltet?

    Gruß Manfred
     
  14. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Also die Pappe lasse ich weg. Kopfsteine, oder was das für Dinger auf der Pappe arstellen sollen. Die Schwellen liegen dann direkt auf der Brücke.
     

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