Gleisplanung Ich bin soooo phantasielos und brauche einfach Hilfe

Dieses Thema im Forum "Planung" wurde erstellt von baltic_bavaria, 18. Januar 2018.

  1. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    Hallo,

    ich habe völlig unstrukturiert mal ein paar Gleise zusammengesteckt (siehe Bild 1) und bin total frustriert,
    weil es mir überhaupt nicht gefällt. Mir fehlt die Phantasie für eine tolle Streckenführung/gestaltung.
    Vielleicht kann mir jemand unter die Arme greifen. Ich würde gerne einen Schattenbahnhof einbinden
    und vlt. über 2-3 Ebenen bauen. In Bild 2 findet Ihr die max. Maße der fiktiven Anlage :)
    SPUR N

    Könnt ihr mir helfen?

    VG, Olli
     

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  2. rene k

    rene k Mitglied

    Hallo Olli, da wäre Deine Wünsche schon wichtig. Was hättest Du gerne: grosser Bahnhof, Hauptbahn mit Nebenstrecke, Paradestrecke usw.
     
  3. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    Hallo Rene, das ging ja schnell :)
    Also eine Paradestrecke hätte ich gerne. Ein großer Bahnhof wäre wünschenswert.
    Nebenstrecke würde ich auch gerne einbauen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Januar 2018
  4. rene k

    rene k Mitglied

    Und mit lange Züge fahren oder doch eher mit kurze?
    Welche Gleise benutzt Du im Moment? Im ersten Bild hast Du eigentlich unten schon eine schöne Paradestrecke, nur würde ich sie mit Flexgleise verlegen damit sie schön geschwungen verlegt werden kann. So kann man auch den Bhf in eine grosse Kurve legen.
    Vielleicht kann Dir mal jemand helfen der noch ein Entwurfprogramm hat wie zB Wintrack oder Scramm. Selber habe ich nur noch ein Tablet und das schaft das nicht.
     
  5. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    Ich denke, dass max. 5-6 Waggons auf meiner Anlage möglich/realistisch sind. Ich möchte mich auf Epoche 3/4 spezialisieren.
    Also kein ICE mit "120" Waggons ;-)
    Da ich ja erst mit Spur N beginne, habe ich erstmal nur "Gebrauchtes" gekauft. Flexgleise habe ich auch ein paar,
    aber mit dem Verlegen muss ich noch ein bisschen üben ;)
    Ich würde mich total freuen, wenn mir jemand einen "Grundplan" erstellen würde.
    Auch die Ebene 2 kann ich mir noch überhaupt nicht vorstellen.
     
  6. rene k

    rene k Mitglied

    Verlegen von Flexgleise ist nicht schwer. Bin ja selber auch N-bahner und habe alles mit Flexgleise verlegt. Einfach das Gleis in aller ruhe in der gewünschte Kurve biegen oder als gerade Strecke neben ein Lineaal o.ä verlegen. Man kann dann, als Kurve, den Radius so gross machen wie man möchte:). Und wenn man das Gleis dan kurz mit einige Nägel fixiert, hat man auch die möglichkeit das ganze mal in ruhe zu betrachten.
    Lok527596 hat hier schon viele schöne Anlagen gezeichnet. Vielleicht das Du ihm mal um Hilfe fragen kannst.
     
  7. rene k

    rene k Mitglied

    Hier ein par Bilder meiner Riesenanlage (150x90cm) wo die Flexgleise verlegt sind oder gerade werden.

    Gruss aus Holland

    René
     

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  8. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin René,

    So schön das „Zupflastern" der Anlage mit Gleisen auch sein mag, Spur N verleitet je gerade bei Größen Anlagen dazu bei viel Platz auch viel darstellen zu wollen, wären mir parallel zur Anlagenkante verlegt Gleise ein absolutes No Go!

    Ich bevorzuge Selber eine
    Punkt zu Punkt Anlage einer eingleisigen Nebenbahnen, bei meinem kolonialen Bahnprojekt eine eingleisige Hauptbahn in der Schmalspur H0e also ebenfalls in 9 mm Spurbreite. Eine an der Wand entlang verlegte Bahn in geschwungener Gleisfführung ist doch möglich, aufgelockert mit diversersen Zwischenbahnhöfen.
    Man könnte ja die Endpunkte der Punkt zu Punkt Anlage im Hintergrund in den Untergrund oder sonst als Rückführung durch, den im Untergrund existierenden Schattenbahnhof planen, vor allem wie bei dir mit ausreichend vorhandenem Platz.

    Suche mal bei Youtube die Anlage in den Cascade Mountains also mit Suchbegriff „Railroad in Cascade Mountains" dann solltest du eine interessante Anlage finden, wo in der Raummitte ein langezogener Gebirgszug entstanden ist, wo sich eine Bahnstrecke in mehreren Ebenen nach oben schraubt, um über einen Gebirgspaß auf eine wandanlage zu gehen wo sich der Schattenbahnhof der oberen Ebene befindet. Auf der anderen Seite wird das obere Gleis über eine Brücke zurück zum Gebirgsmassiv geführt und über eine im Berg geführte Gleiswendel zur untersten Ebene geführt, wo dann unter dem obersten Schattenbahnhof ein weiterer Schattenbahnhof an der Wand ist.

    Nimm dir solch eine Anlage mal als Vorbild, gut dieser Modellbahner baute in H0 und hatte etwas mehr
    Platz als du, aber auch bei dir könnte in abgewandelter Form etwas schönes entstehen. Nur Mu und plane auch mal in einer etwas anderen Art und Weise.
     
  9. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    Eigentlich möchte ich auch nicht so "gleisüberladen" sein, aber es sollen natürlich auch ein paar Züge fahren.
    Ingo, ich glaube, dass ich deine beschriebene Anlage nicht gefunden habe.

    Ich habe meine Anlage, wie auf Foto 2, um 120x80 erweitert.
    Es wäre klasse, wenn sich einer die Zeit nehmen würde, um mal einen vernünftigen Anfang zu skizzieren.
    Wann macht eigentlich ein Schattenbahnhof Sinn? Mein Ziel ist es (derzeit), mit 8-9 Zügen zu fahren.
    Ich möchte auf jeden Fall einen schönen, mehrspurigen Durchgangsbahnhof installieren.
    Und es soll eine Ebene 2, über eine Wendel, erreichbar sein. Ob eine Nebenbahn auf einer Ebene 3 möglich ist,
    weiß ich nicht, wäre aber auch ein Wunsch. Ist sowas, auf meiner Anlagengröße, realisierbar?
     
  10. rene k

    rene k Mitglied

    Hallo Ingo,
    Ich werde versuchen ob ich noch die Wintrack Zeichnungen finden kann. Es sieht vielleicht überladen aus, ist es aber nicht. Der Bhf ist der zentrale Teil der Anlage und dann gibt es noch einen Abzweig nach einen kleinen Bhf. Der Rest geht im Untergrund.

    Olli, ich habe für die Kleine fast 2 Jahre gebraucht bis der entgültige Plan da war. Das was Du möchtest is sicher realisierbar, braucht nur Zeit zu entwickeln.
     
  11. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Olli und René,

    Um dir deine „Euphorie" nicht dämpfen zu wollen aber mache dir einmal Gedanken, wie lang dein längster Zug sein soll?
    Abhängig davon teilst du dirdeine Fahrstrecke in Blöcke ein. Im Gegensatz zur realen Bahn wird bei der Modellbahn meistens nur mit einem Sperrblock gefahren, also ein Streckenblock hinter dem letzten Zug der ein Halt zeigendes Signal nutzt. Der davorliegende Block zeigt „Halt erwarten" und davor ein freier Streckenblock. Auf den Block "Halt erwarten" wird auch meistens aus Platzgründen verzichtet.

    Die Länge eines Streckenblocks sollte zwar die doppelte Zuglänge haben aber auch die 1,5 fache Zuglänge ist ausreichend. Somit befinden sich zwischen zwei Zügen jeweils zwei Blocks, wovon einer gesperrt ist.

    Die sich hieraus sich ableitende Formel zur berechnenden Streckenlänge lautet:
    Für 2 Züge gilt: Block x 1,5 Fache Zuglänge + 2 Blöcke (2 x 1,5 Fache Zuglänge) + Block x 1,5 Fache Zuglänge
    Für jeden weiteren Zug müssen drei weitere Blöcke mit je 1,5 facher Zuglängen hinzugerechnet werden.
    Somit ergibt sich die vereinfachte Formel:
    Startblock + 3 Blöcke für jeden weiteren Zug also 1,5 + 3 x 1,5 = 1,5 + 4,5 = 6 Zuglängen fur 2 Züge
    Jeder weiterer Zug schlägt mit der 4,5 fachen Zuglänge zu Buche.
    Wird der Block noch weiter eingekürzt auf eine Zuglänge (nicht zu empfehlen) ergeben sich 4 Zuglängen für 2 Züge.

    Ein Zug benötigt Fahrstrecke zum Anfahren und Abbremsen, normalerweise wird das in die Blocklänge mit eingerechnet.
    Bei der Modellbahn ist das nicht realisierbar und für das Anfahren- und Abbremsen muß die 1,5 Fache Zuglänge ausreichen, was aber schon extrem knapp bemessen ist.

    Bei 8 Zügen benötigt man nach dieser Formel:
    1,5 + 7 x 4,5 = 1,5 + 31,5 = 33 Zuglängen

    Von der Fahrstrecke werden die Schattenbahnhofsgleise des Zugspeichers wieder abgezogen.
    Also ausgehend von je 5 parallelen Gleisen je Fahrtrichtung im Schattenbahnhof und einer Gleislänge von 1,5 Fächer Zuglänge. Somit ergeben sich 8 x 1,5 = 12 Zuglängen.

    33 Zuglängen - 12 Zuglängen = 21 Zuglängen der Gesamtfahrstrecke.

    Knüpfe dir eine Schnur oder ein Seil mit dieser Gesamtstreckenlänge indem du beide Enden aneinanderknotest und lege sie doppelt auf deiner Anlagenfläche aus. Diese Art der Anlagengestaltung nennt sich „verschlungener Hundeknochen"
    An zwei Enden befinden sich Kehrschleifen, die aber ins Gegegengleis einmünden und den Zug über das Gegengleis zurückführen. So kann man sich mit ganz einfachen Mitteln die ersten Gleisplanungen aneignen.
    In der späteren Gleisplanung wird das als Zeichnung umgesetzt oder auch gleich in die Praxis.

    Die Betriebsstellen und Bahnhofshauptgleise, gelten als jeweils ein Block je Fahrtrichtung.
    Wird an Stelle der Kehrschleifen am Ende ein Kehrgleis, wie bei einer Spitzkehre oder ein Kopfbahnhof geplant, gilt diese Betriebsstelle als ein Streckenblock.
     
  12. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Bei eingleisigen Strecken, sind die Anzahl der Bahnhöfe entscheidend, wo sich Züge begegnen können, das können auch Ausweichstellen auf der freien Strecke sein, wenn der Abstand der Ortschaften größer ist, als es die Betriebssituation benötigt.

    Bei 8 Zügen sind 7 Bahnhöfe oder Ausweichstellen notwendig.
     
  13. rene k

    rene k Mitglied

    Hallo Olli und Ingo,
    Hier die Wintrack Pläne meiner Kleine.
     

    Anhänge:

  14. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Olli,

    Ein Schattenbahnhof macht eigentlich immer Sinn, wenn du im sichtbaren Teil der Anlage nicht alle Fahrzeuge abstellen willst oder kannst.

    Auch können Schattenbahnhöfe als nicht dargestelle Rangierbahnhöfe oder Ünergabepunkte benutzt werden, für die auf der Anlage der nötige Platz fehlt.

    Beim Zugspeicher sollte das durchführende Hauptgleis immer frei bleiben, je Fahrtrichtung sollten sich aber mindestens zwei parallele Gleise befinden.

    Je mehr Zugspeichergleise man hat, desto mehr abwechslungsreichen Betrieb kann man machen.

    Die Kunst mancher Modellbahnprofis ist es, ihr umfangreiches Lokomotiv und Wagenmaterial geschickt auf der Anlage im sichtbaren Bereich zu „verstecken" so daß die Anlage trotzdem nicht „überfrachtet" wirkt.

    Bei Youtube die „Wheeling & Lake Erie RR" ist so ein Paradebeispiel.
     
    lok527596 gefällt das.
  15. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    Ingo, ich bin echt begeistert! Du schreibst immer so detailliert! Wahnsinn!!!!! Vielen lieben Dank für diese ganz Informationen.
    Ich finde es echt toll, dass du/ihr dir/euch immer so viel Zeit nehmt, um uns "Unwissenden" Dinge zu erklären.
    Aber es gibt leider so viele Begriffe, die ich (noch) nicht zuordnen kann.:confused:
     
  16. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Olli,

    Danke für die „Blumen." Na ja, auch ich war Mal vor etlichen Jahren, „blutiger" und unwissender Anfänger in der Modellbahnerei.

    Erst seitdem ich mich mit den Möglichkeiten der US Bahnen und der damit verbundenen NMRA Normen näher beschäftigt habe ich tiefergehende Einblicke und Basiswissen erworben.

    Auch die Recherchen in Büchern der Ingenierwissenschaften sind sehr aufschlußreich bezüglich der Fahrphysik und optimalen Beschaffenheiten von Rädern und Schienenprofilen.

    Es gibt zwei wichtige Normen in der Modellbahnerei:
    Die US Norm der NMRA = National Model Railroad Assosiation.
    Die EU Norm der NEM = Norm Europäischer Modellbahnhersteller.
    Für Modellbahnen nach europäischem Vorbild und Produkten des „heimischen" Marktes langen die NEM aus.
    Wer sich mit US Bahnen oder mit H0 Fine beschäftigt, für den ist die NMRA Norm auch von Bedeutung.

    Bei Spur N gelten beide Normen auch entsprechend.
     
  17. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    Hat vielleicht einer Lust (und Zeit) mir bei meiner Phantasielosigkeit zu helfen und mal ein paar Gleise auf meine anliegende Grundplatte zu "zaubern" :rolleyes: ... ich drehe mich gerade im Kreis :eek:
     

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  18. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    Ich habe mal angefangen :D ... oh man, das ist sooo schwer :eek: .... links oben soll ein Wendel hin! ... habe ich mit dem mittig gebauten (Haupt)Bahnhof überhaupt genügend Fläche für eine 2. Ebene? .... im rechten unteren Bereich soll etwas mit Rangieren hin .... vlt. Stadt und ähnliches ... Ich sehe leider noch nichts vor meinem geistigen Augen :confused:
     

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  19. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    ... das ist der derzeitige (Planlos)Stand ... es gab schon einige Umbauten/Veränderungen!
    Links unten soll ein Gleiswendel eingebaut werden, um auf die Ebene 2 fahren zu können (natürlich auch noch ohne Plan:confused:)
    In der Mitte soll der Hauptbahnhof installiert werden.
     

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  20. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Olli,

    Wie kommst du an die Bereiche unterhalb deines Bonner Hbf heran, wenn dort mal ein Zug entgleist?

    Ich frage nur deshalb, weil es die Praxis zeigt, daß nach vielen unfallfreien Fahrten mindestens eine kommt, wo man extrem schlecht an den verunglückten Bereich herankommt, besonders dann wenn alles so verbaut wurde, daß kaum Eingreifmöglichkeiten da sind.

    Mir wäre jetztige Gleisplan zu „langweilig" weil viele zu gerade Gleise parallel zu den Anlagenkannten verbaut wurden, das sieht auch trotz Landschaftsgestaltung dann eher unnatürlich aus, die dreigleisige Zufahrt zu deinem Hbf, läßt an den Key West Bahnhof in Florida erinnern. Selbst wenn du auch drei nebeneinanderliegende Bogenbrücken verbauen solltest, ähnlich der Hohenzollernbrücke in Köln Hbf wertet das den Hbf nur minimal auf.

    Ich habe derzeit leider keinen PCzur Verfügung, so daß ich auf Gleisplanungen nur auf Papier zurückgreifen kann um eventuell Skizzen zu machen aber auch mit dem Einscannen hätte ich dann die nächsten Probleme.

    Deswegen kann ich mich nicht so sehr an diesem Planungsbeitrag beteiligen, wie ich es gerne tun würde.

    Warum hast du die beiden Schiefen Ebenen mittig platziert? Ich hätte diese in den jeweiligen Kurven beginnend verlegt und auf der unteren Ebene mit einem mehrgleisigen Schattenbahnhof so verbunden, daß dieser eine Zugspeicher bereithält, der dieser Bezeichnung gut entspricht, Platz hast du ja ausreichend in Spu N.

    Gleiswendeln wären dann nicht nur überflüssig sondern auch störend.

    Eine in Hanglage hineingebaute Landschaft mit Flußhafen und und reichlich Rangiermöglichkeiten böten disogar noch Raum für eine Paradestrecke und lange Tunnel und auch eine Nebenbahnen mit Anbindung an mehrere kleinere Ortschaften oder Vorortbahnhöfen, ähnlich der Bahnstrecken am Rhein. St. Goar Hbf als Beispiel böte dir ein klassisches Beispiel eine abzweigenden Nebenbahn, die Steilstrecke könnte man ja weglassen?
     
    lok527596 gefällt das.

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