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Lexikon - Bahnhöfe

Dieses Thema im Forum "Lexikon" wurde erstellt von Joerg, 26. Juli 2005.

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  1. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Bahnhöfe

    Alles über Bahnhöfe und deren Anlagen.

    Bahnhöfe sind ein Kapitel für sich, nicht leicht zu definieren und sehr umfangreich. Bahnhöfe sind Eisenbahndienststellen. Die Bahnanlage besteht aus mindestens einer Weiche, wo Züge beginnen, enden, kreuzen, überholen oder mit Gleiswechsel auch wenden dürfen. Die Grenze zwischen Bahnhof und freier Strecke bilden Einfahrsignale oder Weichen. Sie erfüllen neben Betreibsaufgaben auch Aufgaben im Reise und Güterverkehr.
    Was für Bahnhöfe gibt es?
    Sie werden nach verschiedenen Gesichtspunkten eingeteilt.
    a: nach Aufgaben
    - Abstellbahnhof
    - Bergwerksbahnhof
    - Betriebswechselbahnhof
    - Containerbahnhof
    - Gemeinschaftsbahnhof
    - Grenzübergangsbahnhof
    - Güterbahnhof
    - Hafenbahnhof
    - Hilfsrangierbahnhof
    - Industriebahnhof
    - Personenbahnhof
    - Rangierbahnhof
    - Transitbahnhof
    b: nach Lage im Netz
    - Anschlussbahnhof
    - Berührungsbahnhof
    - Endbahnhof
    - Knotenbahnhof
    - Kreuzungsbahnhof
    - Spurwechselbahnhof (Anschlussstrecke weist eine andere Spurweite als die Stammbahn auf)
    - Trennungsbahnhof
    - Turmbahnhof
    - Vorbahnhof (wenn in ihm einmündende Strecken gemeinsam bis zu einem Haupt- oder Rangierbahnhof weiterlaufen)
    - Zwischenbahnhof
    c: nach Grundrissform
    - Durchgangsbahnhof
    - Kopfbahnhof
    d: nach bautechnischer Gestaltung
    - Flachbahnhof
    - Gefällebahnhof
    e: nach Lage des Empfangsgebäudes
    - Dreiecksbahnhof
    - Inselbahnhof
    - Keilbahnhof
    f: nach verkehrlicher Bedeutung
    - Richtbahnhof
    - Richtpunktbahnhof
    - Tarifbahnhof
    - Umladebahnhof
    - Unterwegsbahnhof
    - Zweistromsystembahnhof
    - Systemwechselbahnhof

    Bahnhöfe sind Nahtstellen Eisenbahnpersonenverkehr und Stadtverkehr und befinden sich in der Regel in der Nähe zu Städten und Gemeinden.
    Im Bahnhof sind unter anderem Abfertigungsstellen für Reise- und Güterverkehr, Einrichtungen zur Betreuung der Reisende, Arbeits-, Verwaltungs- und Aufenthaltsräume untergebracht

    Im Anschluss sollen einmal kurz einige Anlagen zum und am Bahnhof gehörend erklärt werden.

    Ablaufberg

    Ein beliebtes Thema scheint das Rangieren zu sein. Der so genannte "Ablaufberg" ist eine interessante Sache. Im Ablauf ist dies aber doch schon eher etwas aufwendig.
    Der Ablaufberg ist nur ein Teil der Ablaufanlage, oder auch Zugzerlegungsanlage genannt.
    Die Ablaufanlage besteht aus Zuführungsgleis, Ablauframpe und Verteilerzone (Weichenzone).
    Die Ablaufanlage ist unterschiedlich für Flachbahnhof und Gefällebahnhof aufgebaut.
    Das Zuführungsgleis führt den Zug, der zerlegt und neu geordnet werden soll, zum Ablaufberg. Es befindet sich zwischen Einfahrgruppe und Ablaufpunkt. In der Regel hat es eine Steigung von 7 bis 20 Promille zum Stauchen des Wagenzuges zwecks besseren Abkuppelns von einzelnen Wagen oder Wagengruppen.
    Dem schließt sich der Ablaufberg, auch "Eselsrücken" genannt an. Er ist im Flachbahnhof wesentlich größer ausgeprägt, als im Gefällebahnhof. Auf den Ablaufberg befindet sich der Ablaufpunkt. Damit wird der Punkt definiert, an dem sich der Wagen oder die Wagengruppe vom Rest des Zuges löst. Er ist abhängig von Laufwiderstand, Länge und Zusammensetzung des Ablaufes.
    Dem Ablaufberg schließt sich die Ablauframpe, bestehend aus Steilrampe (40 bis 70 Promille Gefälle) und der Zwischenrampe (12 bis 17 Promille Gefälle) an.
    So, jetzt hat die Wagengruppe, oder auch nur der einzelne Wagen, genug Schwung. Um jetzt neue Züge zusammenstellen zu können, sind aber mehr als nur ein Gleis notwendig. Deshalb schließt sich der Ablauframpe eine Weichenzone an. Im Flachbahnhof liegt es auf einem Niveau von 0 Promille. Im Gefällebahnhof ist dies nicht möglich. Dafür muss man sich hier etwas einfallen lassen, dass die Wagen nicht zu schnell werden. Deshalb ist hier wieder eine Steigung von ca. 2,5 Promille angesagt. Dieser Weichenzone schließt eine Richtungsgruppe, mit einem Gefälle von 1 bis 1,5 Promille an.
    Und wie funktioniert das Ganze?
    Auf dem Zuführungsgleis befindet sich der Zug, der zerlegt werden soll. Jetzt wird der Zug auf die Gegensteigung geschoben und wird so zusammen gedrückt. Die Kupplungen hängen jetzt schlaff. Der Rangierer kann jetzt die Wagen entsprechend dem Rangierzettel den Zug zerlegen. Die Daten vom Rangierzettel stimmen mit dem auf dem ABC-Raster überein. Derweil werden Ablaufstellwerk die ersten Weichen für den ersten Wagen oder Wagengruppe gestellt. Entsprechend dem Abdrücksignal schiebt der Lokführer den Zug über den Ablaufpunkt. Das Abdrücksignal kann die Bedeutungen "Halt" (Ra 6) , "Langsam abdrücken" (Ra 7) "Mäßig schnell abdrücken" (Ra 8 ) und "Zurückziehen" (Ra 9) wiedergeben. Der erste Wagen bewegt sich jetzt selbstständig in Richtung Weichenzone über die Ablauframpe in Bewegung. An bestimmten Punkten befinden sich Gleisbremsen. Sie gibt es in verschiedenen Aufführungen. Entsprechend Geschwindigkeit, Wagenfolge, Masse- und Laufeigenschaften der Wagen sowie Füllungsgrad der Richtungsgleise, werden die Wagen gegebenenfalls abgebremst. Befindet sich ein Wagen auf dem Richtungsgleis und hat noch immer zu viel Speed, wird er nochmals mittels Gleisbremse oder Hemmschuh abgebremst. Nach erfüllen der Pflicht wird der Hemmschuh in der so genannten Hemmschuhauswurfvorrichtung aufgefangen. Sollte sich der Zug zum Kuppeln der einzelnen Wagen nicht Puffer an Puffer befinden, wird er entweder mit der Rangierlok oder der Beidrückeinrichtung, einem Schlitten zwischen den Schienen im Gleis, Kuppelreif zusammengerückt. Jetzt noch kuppeln, Lok davor, fertig.
     
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