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Lexikon- Elektrolokomotiven (GG1)

Dieses Thema im Forum "Lexikon" wurde erstellt von rayman, 28. Oktober 2007.

  1. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Baureihe GG1


    Im Jahr 1928 begann die Pennsylvania Railroad (PRR)ein Programm zu verwirklichen, was eine Elektrifizierung eines Großteils ihres Streckennetzes zum Ziel haben sollte. Dabei plante die Gesellschaft insgesamt 1287 Streckenkilometer (4505 Gleiskilometer) mit einer Oberleitung zu
    überspannen.
    Als Stromsystem entschied man sich für ein Einphasen- Wechselstromsystem mit einer Spannung von 15kV und einer Frequenz von 25 Hz. Mit der Fertigstellung des Elektifizierungsprogramms der Strecke[align=justify]Strecke New York –Washington 1934, suchte die PRR nach einer Lokomotive, die den Personenschnellverkehr zwischen diesen Städten abwickeln konnte.
    Die Eisenbahngesellschaft prüfte zwei Prototypen:
    Erstens die R1, Achsfolge 2´Do2´,die aus einer P5a der PRR (Achsfolge 2´Co2´) entwickelt wurde. Zum zweiten wurde eine Lokomotive des Typ EP3 (Achsfolge (2´Co)(Co 2´) NY,NH & Hartford Railroad ausgeliehen,die die Bezeichnung GG1 erhielt.
    Bei diesen Tests zeigte sich, daß die GG1 die überlegene Lok war.
    Für die weitere Entwicklung wurde ein zweiter Prototyp gebaut. Der Industriedesigner Raymond Loewy wurde für das äußere Erscheinungsbild der Lokomotive verpflichtet. Er designte der Lok einen stromlinienförmigen genieteten, bei allen weiteren geschweißten, Lokomotivkasten mit entsprechender Lackierung, der bis heute als eines der Elemente des Art-Deco Stils der 1930 bis 1940 Jahre gilt. Diese Lokomotive erhielt die Nummer 4899 . Später wurde sie umnummeriert in 4800.
    Gebaut wurde diese erste „echte GG1“ von Baldwin. Die elektrische Ausrüstung stellte die Firma Westinghouse.
    Im Verlauf der Serienfertigung der GG1 wurde die Produktion von den PRR eigenen Werkstätten in Altoona übernommen. Die elektrische Ausrüstung wurde dann von General Electric geliefert. Die Serienfertigung der Lokomotive von 1934 bis 1943 umfasste inklusive des Prototypen #4800 139 Stück. Dabei wurden neben der Schnellzug-Version auch eine Frachtversion gebaut.
    Sie unterschied sich von der Schnellzug- Version darin, das sie eine andere Getriebeübersetzung hatte. Die GG1 wurde im Northeast Corridor zwischen New York und Washington sowie auf der Strecke nach Harrisburg eingesetzt. Nach der Übernahme der NY,NH & Hartford Railroad durch die Penn Central RR 1969 fuhren sie auch auf deren elektrifizierten Streckennetz, das sich bis in den Großraum von New Haven/Connecticut erstreckte.
    Der größte finanzielle Zusammenbruch im Bereich des Eisenbahnwesens der USA; der Bankrott der Penn Central RR 1970 führte auch zum langsamen Ende der GG1. Die Nachfolgegesellschaften Conrail und Amtrak sowie die NJ DoT (später New Jersey Transit) übernahmen die Lokomotiven. Die Güterverkehrsgesellschaft Conrail ,die die Frachtversionen der GG1 übernahm, wurden im Laufe der Jahre immer mehr die Strecken deelektrifizert. Das bedeutete Ende der aller Elektrolokomotiven bei dieser Gesellschaft.
    Bei Amtrak verhielt sich das anders. Nach und nach sollte die GG1 durch die GE E60 ersetzt werden. Jedoch hatte man eins nicht vorhergesehen: Diese Lokomotive, die die GG1 im Schnellzugverkehr ablösen sollte, neigte dazu bei hohen Geschwindigkeiten den Unterbau so übermäßig zu belasten, daß es zu Schäden im Gleisbereich kam. Deshalb wurde die maximal erlaubte Geschwindigkeit dieser Lok von 120mph auf 90mph reduziert, und die GG1 durfte noch ein paar Jahre die Schnellzüge führen. Nach dieser "Pleite" sah sich Amtrak 1977 nach einem Ersatz in Europa um. Es wurden zwei Lokomotiven zu Testzwecken in die USA verschifft. Dabei handelte es sich um eine französische Lok der Baureihe CC 21000 und eine schwedische Rc4. Bei den Tests überzeugte die Rc4. Von dieser Lok
    wurden im gleichen Jahr 30 Stück geordert. Ein Jahr später begann die Elektro Motive Division mit der Lizenzfertigung unter der Typenbezeichnung AEM7. Somit hatte nun auch die GG1 ihren Nachfolger
    gefunden.
    Die letzte Lok dieses Typs wurde 1983 nach 48 Jahren im Dienst ausgemustert.
    Von den 139 gebauten Lokomotiven sind noch 17 in mehr oder weniger guten Zustand in diversen Museen erhalten. Eine Lokomotive soll mit Hilfe von Dieselmotoren((!)in Ermangelung eines geeigneten Stromsystems) wieder fahrtüchtig gemacht werden.

    Verbleib der erhaltenden GG1
    Lackierungsvarianten
    weitere Fotos dieser Lokomotive

    Technische Daten:

    Elektrische Schnellzuglokomotive GG1

    Betriebsnummern: #4800 bis #4938 (PRR)

    Baujahr: 1934 bis 1943

    erste Indienststellung: August 1935 (#4840)

    letzte Fahrt: 29. Oktober 1983

    Länge: 24,23m

    Gewicht: 137t

    Maximale Achslast: 22,9t

    Antrieb: 12 Fahrmotoren mit je 306kW

    Stromversorgung: 11kV bzw. 15kV 25Hz über Oberleitung

    Höchstgeschwindigkeit: 100mph Passagier; 90mph Fracht; 128mph bei Geschwindigkeitstest

    Preis der 1. Serie: 250000 $



    Hersteller von Modellen dieser Lok
    (in H0)
    Broadway Ltd.
    IHC
    Mehano
    Märklin/Trix

    (in N)
    Kato

    (in G)
    US-Trains
    MTH Railking[/align]
     

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