Komplettanlage Maßstab und Vorbild

Dieses Thema im Forum "Anlagenbau" wurde erstellt von MP3105, 22. August 2015.

  1. MP3105

    MP3105 Mitglied

    Hallo liebe Kollegen



    In einem meiner Beiträge wird zur Zeit über Maßstabstreue und Vorbild gerechte Bauweise diskutiert.

    Da sich der Beitrag in einer unpassenden Sparte befindet möchte ich hier den Versuch starten die Diskussion auf dieser Sparte weiter zu führen.

    Es sind alle eingeladen sich daran zu beteiligen.



    Es wurde bisher folgendes diskutiert:

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    MP3105





    Hallo Ingo

    Von mir kann ich sagen dass es mir durchaus wichtig ist eine Vorbild gerechte Modellbahnanlage aufzubauen.

    Mir ergeht es nicht ganz so wie es dir noch vor Jahrzehnten ergangen ist.

    Ich möchte die Gleise nicht nur zum fahren nutzen. Meine Anlage soll durchaus dem Maßstab entsprechend real wirken.

    Aber mit dem Maßstab ist das so eine Sache.

    Die Hersteller versuchen immer wieder ein Mittelmaß zwischen zwei Maßstäben zu finden, um die Kosten für Produktion möglichst gering zu halten und die Produktpalette möglichst gering zu halten.

    So fährt da dann beispielsweise ein ICE mit dem Maßstab 1:100 über die Anlage.

    Bei den Herstellern von Modellbahnzubehör wie Häuser, Brücken etc. ist es noch extremer.




    Wo allerdings sich viele Modellbahner schwer tun ist der Einsatz von Gleisen.

    Dem Vorbild entsprechend, wäre ein Gleisbau von verschiedenen Gleisen. Hier mal ein Gleis mit Holzschwellen, dann da ein Gleisabschnitt mit Betonschwellen. Bei den Weichen ist es da identisch.




    Den meisten ergeht es dann aber wahrscheinlich eher wie mir. Die Anlage sieht einfach schöner aus wenn alles einheitlich ist.




    Aber wie jeder seine Anlage aufbaut sei auch jedem selbst überlassen.

    Wichtig für das Modellbahnhobby ist nicht unbedingt eine Vorbild gerechte Anlage.

    Sondern um es noch mal mit Stephans Worten zu sagen: “Hauptsache man hat Spaß an seinem Hobby.“

    Und den sollte man sich auch von Niemanden nehmen lassen, nur weil er anderer Meinung ist.




    Für mich persönlich am wichtigsten ist die Einhaltung des Maßstabs.

    Wobei einem die Einhaltung sehr schwer fällt, da man sich sehr viele Information der Originalgrößen aneignen muss.

    Das nächste Problem ist der Einsatz der verwendeten Baumaterialien, der durchaus eine Einhaltung des Maßstabs verfälscht.

    Bei vielen Tipps zum Eigenbau tue ich mich auch immer schwer. Ich stelle mir dann immer die Frage: Ist das auch Maßstabsgetreu.

    Wobei ich nicht sagen möchte dass diese Tipps schlecht sind.

    Für uns Modellbahner sind diese Tipps durchaus hilfreich.

    Und wahrscheinlich hat jeder mal das Problem dass man nicht genau weiß wie man ein gewissen Eigenbau angehen soll.

    Da sind dann diese Tipps wie Sie zahlreich im Internet kursieren sehr hilfreich.​
    Schöne Grüße
    Michael
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    Atlanta




    1. Moin Michael,

      in manchen Städten in den großen Bahnhöfen findest du sie noch, das "Münzgrab" für Kinder und dessen Eltern:​
    Vitrinenbahn in Frankfurt (Main) Hbf bei Gleis 1 am Südausgang

    Wer genau hinsieht wird feststellen, daß dort auch ein Stahlwerk verbaut wurde...naja eines von mehreren Gebäudekomplexen die von Walthers/Cornrstone wesentlich größer sind, bestimmt handelt es sich um ein TT Modell im Maßstab 1:120, der Rest der Anlage "angeblich" in der Baugröße H0.

    Dieses ist mehr eine "Spielbahn", wo die maßstabstreue eher zweitrangig ist, Hauptsache es fährt irgendetwas, ob es zum Maßstab oder zur zeitlichen Epoche oder dem Vorbild entsprechend paßt oder nicht, ist Nebensache.

    Solange die Modellbahnhersteller immer noch ihr eigenes "Süppchen" kochen wollen, indem es für jeden Hersteller ein ähnlich umfangreiches Sortiment gibt, inklusive eines auch "abgespeckten" Digitalsystems, was möglichst nicht kompatibel zu den Mitbewerbern ist oder Gleissysteme die eher an Feldbahngleise erinnern, anstatt an vorbildlichen Gleisen, solange wird sich da nicht viel ändern.
    Es werden ja noch diese berühmt berüchtigten Startpackungen und Erweiterungen angepriesen, womit man mit Hilfe von Planungsbüchern und diversen Erweiterungssets, dann umfangreiche "Spielbahnen" aufbauen kann. Der Kunde soll davon abgehalten werden, Produkte anderer Hersteller zu kaufen und man möchte möglichst eine enge Kundenbindung erreichen.

    Wagt man mal einen Blick in das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten", übern Atlantik, so wird man dort feststellen können, daß nicht jeder Modellbahnhersteller sein eigenes Gleismaterial anbietet, sondern sich auch Loks und Waggons spezialisiert hat, meistens moderne Fahrzeuge, jedoch gibt es auch spezialisierte Hersteller, die die Dampflok Ähra abdecken oder nur diese bedienen.

    Manch andere Kleinserienhersteller bieten nur Waggons, keine Lokomotiven an oder nur Zurüstteile, Motoren und Getriebe oder nur Gleise. da ist on günstig bis sehr teuer in allen Preisklassen etwas zu bekommen, von einfach detailiert bishin mit vielen vielen Zurüstteilen sehr fein detaiiert, was aber alle Hersteller dort gemeinsam haben, sie fertigen streng im Maßstab der jeweiligen Baugröße. Bei einigen US Herstellern werden nur Bausätze angeboten, das hält die Kosten niedrig oder es müssen noch Radsätze und Kupplungen selber beschafft werden, wofür es auch Hersteller gibt, die sich speziell darauf spezialisiert haben.

    Als Beispiel eines solchen Bausatzes:
    Ich hatte mir mal einen vierachsigen Straßenbahnwagen beschafft, bei dem war das Gehäuse unbehandelt aus Zinkguß, es mußte noch lackiert werden, dann Fenstermaterial eingefügt werden.
    Drehgestellblenden mußten nur noch angebracht werden und ein paar Zurüstteile angebaut werden.
    Wer wollte kann Beleuchtung einbauen oder einen Dekoder oder Sounddekoder und/oder Inneneinrichtung mit Fahrgästen. Dieser Bausatz war gegenüber dem Lackierten Fertigmodell um etwa US $ 50 billiger.

    Je nach Hersteller lohnt es sich bei Loks die analoge Version mit Digitalschnittstelle (DSS) zu besorgen und den Dekodereinbau selber vorzunehmen, die Kostenersparnis liegt je nach dem bei etwa 80 € bis 120 €. Günstige, reine Fahrdekoder gibt es schon für unter 20 €. Bei Sounddekodern liegt der Dekoderpreis bei etwa 80 € bis 140 € oder mehr zzgl. Lautsprecherequipment und eventuellen Lokumbau, hier könnte ein bereits vorhandener Sounddekeder in der Lok billiger sein als ein Selbsteinbau.

    Maßstabsgetreue Fahrzeuge lassen sich halt nicht durch die Extremradien von 36 cm "durchquetschen" und falls doch sieht das m.E. extrem "scheußlich" aus. Größere Gleisradien ab 600 mm (Vollkreis Durchmesser liegt bei 1,2 m) sehen da meistens wesentlich eleganter aus.

    Bei Roco ware der Radius R 5 und R 6 recht angenehm, besser noch der R 9 und R 10 doch diese Radienmaße beanspruchen allesamt viel Platz, der in den meisten Fällen auf heimischen Modellbahnanlagen meistens nicht vorhanden ist.

    Was kann man einem Anfänger/Neuling raten?
    Versuche einen passenden Mittelweg und Kompromiß zu finden, on dem was du willst, oder bei der Einhaltung des Maßstabs gerade noch so realisierbar ist.

    Ein einfacher Gleiswechsel mit Roco 10° Weichen bei drei parallelen Gleisen mit dem "üblichen" Parallelgleisabstand beansprucht, mit einer Rechtsweiche, einer DKW und einer weiteren Rechtsweiche eine Länge von etwa 70 cm bis 90 cm auf der Modellbahnanlage, soll zwischen gleis 2 und 3 ein Bahnsteig liegen benötigt man im Weichenbereich etwa 1,2 m bis 1,5 m Länge, je nachdem wie breit der Inselbahnsteig sein soll. Eine Stationslänge von etwa 3 m bis 4,5 m sollte für das kürzeste Gleis dann mindestens eingeplant werden, sofern man realitische Nahverkehrszüge fahren lassen möchte. Ginge man jetzt nur von den Mindestgleislängen aus wäre meine Schätzung bei etwa 5 m bis 6 m Stationslänge eines dreigleisigen Bahnhofs.

    Traumhaft wer soviel Platz hätte...schon sind wir bei den Kompromissen.

    Ein Gleissystem wird benötigt, welches auch noch realistisch wirkende Weichen in verkürzter Bauform anbietet. Wenn es dann dummerweise britisches Vorbild ist, naja man kann es machen, modellbahnerische Laien sehen den Unterschied eh nicht, andere Kollegen in Eisenbahnforen schon, dementsprechend wird es dann auch entsprechende Kritiken geben und man selbst möchte seine eigenen Ansprüche recht hoch ansetzen?​
    Schönen Gruß, Ingo
    Ich schreibe auch hier: H0-Gleichstrom.de
    Deutsch Süd-West Afrika - O.M.E.G. Ep. I H0e u. DCC

    Wolfram​
    Da stellt sich dann die Frage: für wen bau ich das eigentlich: zu meinem Vergnügen - oder um Herrn Beckmesser im Forum zu gefallen?
    Und amerikanische Verhältnisse dürfen gern dort bleiben; hier haben wir nun mal, was wir haben.​


    Leider kann ich eingefügte Bilder aus den Beiträgen nicht mit einfügen.
     
  2. MP3105

    MP3105 Mitglied

    Atlanta​


    Moin Wolfram,

    die Frage für wen baue ich etwas, stelle ich mir immer wieder.
    Im Gegensatz zu Michael, baue ich mir Module, zusammen mit einem weiter entfernt wohnenden Modellbahnkollegen auf.

    Wir gründeten unsere eigene Modulgruppe und planen derzeit zwar nur eigene Modultreffen mit ein paar wenigen Freunden, bzw beabsichtigen uns auch irgendwann einmal in absehbarer Zukunft mal einem kritischen Fachpublikum einer Modellbahnveranstaltung zu stellen. die Frage ist, wie genau nehmen wir es mit dem Gleisbau?
    Wie vorbildorientiert wollen wir bauen?
    Was kann man vereinfachen?

    Sicher es steht außer Frage, daß eine möglichst exakte Wiedergabe des Originals im Modell die bessere Alternative ist, was aber sieht man vom doch so schönen und leider sehr teuren Stahlschwellengleis im Modell, wenn bei alten Fotos jener Epoche lediglich die Schienenköpfe aus dem Sand herausschauten und nur selten auch die Stahlschwellen zu sehen waren.

    Man könnte doch dann für die Abschnitte der Sandanschüttungen das günstigere Gleis mit Holzschwellen nehmen? ...Doch wenn man es sich genau überlegt,...eigentlich nein, denn trotz der Sandanschüttungen, lassen sich Stahlschwellen unterhalb des Sandes erahnen, weil die in einem anderen Abstand und in anderer Form als Holzschwellen verlegt wurden, böse Falle.

    Es wird noch besser oder schlechter? Es scheint sich der anfängliche Verdacht zu bestätigen, das alles auf einen Weichenselbstbau mit Stahlschwellenweichen hinausläuft, da von der Modellbahnindustrie nichts derartiges angeboten wird, zudem kann man das störend wirkende Gelenk in der Weichenzunge weglassen.

    Mag sein, daß man sich die Anprüche selbst sehr hoch gehängt hat, weil man sich igendwann mal der Öffentlichkeit stellen möchte aber wären nicht dann, zu niedrig gesetzte Ansprüche, "diletantisch" anmutend?​
    Schönen Gruß, Ingo
    Ich schreibe auch hier: H0-Gleichstrom.de
    Deutsch Süd-West Afrika - O.M.E.G. Ep. I H0e u. DCC

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------​

    Wolfram


    Hallo Ingo,

    das läuft, überspitzt gesagt, darauf hinaus, daß die Kette an der Wasserspülung beweglich sein muß, weil ich ja weiß, sie ist da - auch wenn kein Mensch sonst sie sieht. Ich bilde mir ein, einiges vom Eisenbahnwesen zu wissen; aber am angedeuteten Schwellenabstand einer Kolonialbahn zu erkennen, ob das Stahl- oder Holzschwellen sind, traue ich mir nicht zu. (Von Y-Schwellen vielleicht abgesehen.) Ich hätte ja nicht mal gewußt, daß da Stahlschwellen verbaut wurden!
    Daher gehe ich davon aus, daß die meisten Betrachter einer ausgestellten Anlage solche Feinheiten, zumal weitab ihrer eigenen Horizonte, nicht würdigen können.
    Das gilt um so mehr für den Heim-Eisenbahner. Die meisten Besucher sehen fahrende Züge, eine hoffentlich hübsche Umgebung - aber können nicht sagen, ob der Zug jetzt nicht doch zu schnell über die 1:9-Weiche gefahren ist. Da gelten mir dann nur meine Augen als Maßstab, und alle Beckmesser und Kritikaster dürfen gepflegt ein Glas Wasser im Garten trinken. [​IMG]



    Atlanta​


    Moin Wolfram,

    ich bin bisweilen davon ausgegangen, daß Stahlschwellen, nur dort verlegt wurden wo ein natürlicher Holzmangel herrschte. Selbst im holzreichen Gegenden wurden Stahlschwellen verbaut, weil die Tropenhölzer ja für den Export bestimmt waren, wie es Fotos von den Staatsbahn Gleisanlagen beweisen, bei der privaten Sägewerksbahn hingegen wurden aber Holzschwellen verwendet.

    Ich finde es sehr schön, was Puristen so für Projekte bearbeiten, die für ein Gleisstück von 1 m Länge einen riesigen Aufwand betreiben ein perfektes Abbild einer momentanen Vergleichsaufnahme im Modell darstellen zu wollen und das mit einer detailreichen Perfektion, die mir persönlich zu weit geht.

    Ob man jetzt Epoche I oder Epoche VI baut, wie detailreich darf es sein oder muß es sein, seinen eigenen Ansprüchen zu genügen? Daß dieses im wesentlichen mehr ist, als beim Hobbyfremden Laien oder manch anderem Modellbahnkollegen steht außer Frage.​
    Schönen Gruß, Ingo
    Ich schreibe auch hier: H0-Gleichstrom.de
    Deutsch Süd-West Afrika - O.M.E.G. Ep. I H0e u. DCC


     
  3. MP3105

    MP3105 Mitglied

    Wolfram
    Moin Ingo,

    volle Zustimmung! Ich habe aber leider ein paar Leute zu viel gesehen, die irgendwann aufgegeben haben, weil sie den Ansprüchen anderer nicht zu genügen vermochten. Deshalb betone ich: der einzige gültige Maßstab für deine Arbeit bist du selbst!
    Wenn man mit Historiker-Augen drangeht, übersieht man auch u.U. die Feinheiten der Details... oder umgekehrt. Hier in der Gegend wird zeitweise ein Spur-1-Diorama ausgestellt, das ein französisches BW in der Kriegszeit darstellt. Sehr liebevoll gemacht - aber dort rangiert eine P8 mit Wannentender und französischer Betriebsnummer... Mich stört das. Die Ausstellungsbesucher nicht, und den Besitzer wohl auch nicht.
    Direkt daneben stand übrigens eine sehr geistreich gestaltete Playmobil-Szene...​


    Atlanta
    Servus Wolfram,

    wäre eine BR 50, BR 52 oder eine G10 oder so besser als die dich störende P8?

    Die G10 war doch die meistgebaute preußische Lok, die nicht nur im Königreich Preußen in sehr hoher Stückzahl lief sondern auch quer durch ganz Europa exportiert wurde gemäß Unterlagen bei Henschel?

    War nicht auch die BR 50 oder BR 52 bishin nach Frankreich und Belgien gekommen?​
    Schönen Gruß, Ingo
    Ich schreibe auch hier: H0-Gleichstrom.de
    Deutsch Süd-West Afrika - O.M.E.G. Ep. I H0e u. DCC


    Wolfram
    Moin Ingo,

    Nicht die P8 stört mich - die ist meines Wissens schon bei den Reichseisenbahnen gelaufen und als Reparationsleistung in alle späteren SNCF-Regionen gekommen. Aber nicht mit Wannentender und Witte-Windleitblechen; das sind typische DB-Ausstattungen. Ein Anachronismus wie ein Handy im Vietnamkrieg...
    Foto:
    https://flic.kr/p/pHSFmf

    52 und 44 wurden sogar in französischen Werken hergestellt, und diese Maschinen blieben auch nach 1945 als 150X (44) und 150Y (50) bei der SNCF. Ich glaube aber zu wissen, daß sie erst nach der Libération eine SNCF-Nummer bekamen und vorher für die DR liefen. Und daß DR-Lokomotiven i.d.R. nicht auf Netze verfahren wurden, die nicht von der DR verwaltet wurden (wie es in Österreich und Polen wohl der Fall war. Österreich hat gleich all seine Loks in den erweiterten Nummernplan eintragen dürfen... Die SNCF blieb insofern immer eigenständig.)
    Ein großes Thema - und es gleitet hier ins off-topic...​
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    MP3105


    Hallo

    Off Topic, so sehe ich das auch

    Ich bin der Meinung dass es jetzt Zeit ist dieses Thema in eine andere Rubrik weiter zu diskutieren.

    Der Fairness gegenüber anderer Leser, die nach Beiträgen mit diesem Thema suchen, wäre es besser diese Thema in eine andere Sparte zu packen.

    Und diese Diskussion nicht weiterführen halte ich auch für verkehrt. Dafür ist diese Diskussion zu Interessant.

    Darum habe ich ein neues Thema erstellt und die bisherige Diskussion mit eingefügt.

    Der Link zu diesem Thema habe ich mit eingefügt.

    Also hier der Versuch diese Diskussion woanders weiter zu führen.

    Es wäre nett wenn Ihr Sie dann weiter führt.




    Danke und liebe nette Grüße

    Michael
     
  4. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Michael,

    ich findes es ja sehr interessant den interessanten ins Off Topic abdriftenden Strang unter neuem Thema weiterzuführen (Thementeilung), du hättest ja einen der Moderatoren darum bitten können dieses zu tun, ich glaube nämlich nicht, daß eine eigenmächtige Handlung, deinerseits, bei der Forenleitung hier, gut ankommt?

    Das Rüberkopieren von Threads ist den Moderatoren vorbehalten, die können bei einer Thementeilung und Beitragsduplizierung auch die Bilder mit rüberretten.
     
  5. Kesselwagen

    Kesselwagen Renommiertes Mitglied

    Hallo Leute,

    ein Ansatz eine realistische und vorbildgetreue Modellbahnanlage zu erhalten, wäre evtl. auch, einen verkürzten Bahnhofsbereich zu verzichten und mit einem Schattenbahnhof oder einem Fiddelyard den Bahnbetrieb zu führen. ZB. kann man einen bestimmten Streckenabschnitt nachgestalten, etwas Spannung könnte dann eine über ein Brückenbauwerk geführte Bahnlinie bringen.

    Gruß Winfried
     
  6. Wolfram

    Wolfram Aktives Mitglied

    Moin,

    das - oder das MiniMax-System: Module einfachster Bauart für eine Nebenbahn norddeutschen Typs, kleine Bahnhöfe... Und regelmäßige Fahrtage zu mehreren.
     
  7. MP3105

    MP3105 Mitglied

    Hallo Ingo

    Der zuständige Moderator hat mich lediglich darauf hingewiesen dass ich einen vom Thema abdriftenden Beitrag ruhig melden darf.

    Er klang dabei aber nicht verärgert über meine Eigeninitiative.

    Da ich noch nicht lange Forenerfahrung habe bin ich aufgrund meiner Unwissenheit selber Aktiv geworden.



    Ich bin aber erfreut darüber, dass das Thema weiter geführt wird.



    Es ist interessant welche Ansätze praktiziert werden um eine Vorbild gerechte Anlage zu erhalten.
     
  8. Kesselwagen

    Kesselwagen Renommiertes Mitglied

    Hallo Leute, hallo Wolfram,

    Das MinimaxSystem ist ähnlich wie Fremo. ( ? ) Ich habe mal durch Zufall eine solche Veranstaltung hier erleben können. Das war hoch interessant. Normaler Weise sind ja oft solche Veranstaltungen ja nicht öffentlich, aber da am Bahnhof Tag der offenen Tür war, waren die Veranstalter so flexibel und haben Puplikum zugelassen.

    Gruß Winfried
     
  9. MP3105

    MP3105 Mitglied

    Hallo liebe Leser.

    Ich muss immer wieder feststellen, dass in uns Modellbauern ein gewisser Zwang steckt alles zu perfektionieren.

    Ein Drang möglichst Maßstabsgetreu und Vorbildlich eine Welt zu erschaffen, die nicht nur einem selbst gefällt, sondern möglichst auch unseren Mitmenschen.

    Was uns dazu treibt ist mir noch nicht ganz geläufig.

    Eine gewisse Einstellung zu diesem Thema die ich neulich noch von einem erfahrenen Modellbahner zu hören bekommen habe sollte man sich aber immer vor Augen führen.



    Das wichtigste ist immer der eigene Spaß beim Hobby. Und den sollte man sich von niemanden verderben lassen.

    Das was man praktiziert sollte einem selber gefallen und nicht den Anderen.
     
    Wolfram und lok527596 gefällt das.
  10. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Durch die mediale Vernetzung ist es heute eher so das man sich einer Herausforderung stellt die doch auch ins Gegenteil verrutschen kann. Während früher der eigene Spass am Sammeln oder Züge fahren lasssen die Oberhand hatte. Die Lerneffekte aus dem Berreich Kreativität,Elektrik und handwerklichem Geschick eigenen Standarts zu genügen, ist es heute die Jagd nach Anerkennung von vielen und das zuoberst sein in öffentlichen Netzwerken.Die persönliche Einstellung zum Hobby lebt selten vom eigenen Können sondern der Kritik der Mehrheit und lässt daran auch viele scheitern. Sobald man sich darauf besinnt das Internet als Informationsplattform zu betrachten für den Ausbau der eigenen Fähigkeiten bzw den Austausch mit Gleichgesinnten erfährt man eine Berreicherung des Hobbys die früher nur im engeren Umfeld des eigenen Hobbyraumes war.
     
    MP3105 und Kesselwagen gefällt das.
  11. Kesselwagen

    Kesselwagen Renommiertes Mitglied

    Hallo Leute, hallo Michael,

    Zitat MP3105 : ,,Ich muss immer wieder feststellen, dass in uns Modellbauern ein gewisser Zwang steckt alles zu perfektionieren.,,

    Sowas ähnliches fing schon an, zu einer Zeit, in der wir noch garnicht wußten, wie man Maßstab schreibt. Mit einem Schüler, so ein, zwei Klassen über mir hatte ich einen gemeinsamen Schulweg, der an einem Schreib- und Spielwarengeschäft vorbei führte. Wir beide blieben immer friedlich. Aber manchmal prallten auch die Trix Express, die Fleischmann und die Märklin Fraktion auf einander. Nicht das man sich geprügelt hätte, aber es wurde schon heftig darüber diskutiert, welches System besser war. Mein Nachbar hatte eine Trix Express, und konnte zwei Lokomotiven auf einem Gleis unabhängig voneinander steuern. Ich hatte Märklin und hatte den Bocksprung. Aber meine Lok hatte keine ausschwenkende Unterlippe im Frontbereich und die Kupplungen waren auch etwas feiner. Den Bocksprung habe ich dann auch mal weg bekommen. Interessanter fand ich die Scharnow und Touropawagen, die Trix im Angebot hatte. Die hatten mir sehr gefallen. Heute weis ich, daß sie nur 22 cm lang waren und heute bei mir wg. der Wagenlänge durchfallen würden, wie die 24er Blechwagen von Märklin. Aber hier muß ich mir hier eingestehen, daß ich nur 1:100 Reisezugwagen fahre und keine 1 : 87 Längen. Auch nicht den neuen Hausmaßstab von Mä. Das geht nicht anders und so bleibt es beim Kompromis. Mir würde es nicht gefallen, wenn ich einen Waggon von 303 mm an einen 264 mm Waggon ankuppele und vielleicht noch einen alten 240 mm Wagen aus altem Fundus. Es sollte schon etwas zusammen passen.

    Gruß Winfried
     
  12. Kesselwagen

    Kesselwagen Renommiertes Mitglied

    @ Stefan: Gut ausgedrückt!
     
  13. Wolfram

    Wolfram Aktives Mitglied

    Volle Zustimmung!
    Ich habe das Privileg einer Dienstwohnung - was aber gepaart mit begrenzten Verweildauern an einem Ort - bedeutet, daß ich mich nicht dauerhaft installieren kann. Die Anlage muß umziehen können. Außerdem ist kein eigener Raum für die Eisenbahn übrig. Ich habe 1,10*2,40 verhandeln können; auf diesem Raum wird also eine Anlage entstehen. 36 Jahre Märklin-H0 inkl. von meinem Papa geerbten Material mag ich auch nicht hinter mir lassen... also muß ich gebogene Perspektiven bemühen und kurze Züge. 1:100 geht noch so eben. Durch Familienzusammenführung habe ich nun auch 1:110-Blech - die werden auch nicht weggeworfen! Nur nicht alles durcheinander.

    Ich meine auch, wenn unser Hobby Kunst ist, dann zwischen Impressionismus und Expressionismus, aber nicht in der Dokumentarphotographie.
    Und so schön es ist, seine Werke anderen zu teilen: die anderen sehen meine Anlage einmal, und vielleicht auf Detailphotos, wie man sie realiter kaum erkennt - aber ich sehe sie jeden Tag. Wenn sie dem Forumkameraden x nicht gefällt - gepfiffen drauf.
     
  14. MP3105

    MP3105 Mitglied

    Hallo Leute, Hallo Stephan.

    Den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Die Mediale Welt in der heutigen Zeit bringt nun auch mal seine Nachteile mit sich.

    Für mich, der erst seid Januar in diesem Hobby ist, bringt das Internet aber auch einen großen Vorteil.

    Meine gesamten Informationen über dieses Hobby beziehe ich nun mal aus dem Internet (Abgesehen von einem Buch über Digitaltechnik der Modelleisenbahn).

    Für mich ist es zur Zeit etwas schwieriger einem Modelleisenbahn-Verein beizutreten, da es nicht leicht ist mein Hobby Fußball, die Arbeit und Familie und dann noch ein weiteres Hobby, der Modellbau unter einen Hut zu bekommen.

    Da bietet das Internet für mich eine gute alternative um alles unter einen Hut zu bekommen.
     

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