H0 DC Modul „Karpfenteich“

Dieses Thema im Forum "Anlagenvorstellungen" wurde erstellt von jowiad, 14. Oktober 2011.

  1. jowiad

    jowiad Mitglied

    oder vielleicht richtiger: Vom „Versuchsstück'l“ zum „Übungsstück'l“.

    Grüßt' Euch zusammen!

    Da ich bei meinem „Ulrichsgrund“ immer noch und auch noch für längere Zeit im unterirdischen Bereich herumhänge (in den lezten Monaten ist da nicht wirklich recht was vorwärts gegangen – muß bei Gelegenheit mal ein up-date einstellen), wurde in mir der Wunsch nach 'oberirdischen' Basteleien immer stärker. Meine Überlegungen bezüglich des Motivs führten von einer Fischzucht über ein „Versuchsstück'l“ (siehe hier: Versuchsstück Fischzucht ) vorerst zur bescheideneren Variante des grund- und regenwassergespeisten Karpfenteichs gleichsam als „Übungsstück'l“ auf dem Weg hin zur Fischzucht.

    Meine fixen Vorgaben im Modulbau:
    - H0–Gleichstrom
    - Köpfe nach Fremo-Norm
    - Gleise gemäß Code 83, also mit 2,1 mm Höhe für das Schienenprofil (heißt in meinem Fall wegen des vorhandenen Materials Roco-line-ohne)
    - Landschaft in Anlehnung an die Holledau.

    Fremo-Norm bedeutet eine Modul-Tiefe von 50 cm. Um hier wenigstens ein klein wenig zusätzlichen Raum für den Teich zu gewinnen stand für mich von vorneherein fest, daß es ein Kurven-Modul mit ca. 15° bei einem Radius von 2.000 mm werden sollte, mit [lexicon]Flexgleis[/lexicon] gebaut und das kleine Gewässer auf der Innenseite der Kurve liegend. Wegen der bereits vorhandenen Module reizte es mich, landschaftlich einen sogenannten 'Joker' zu bauen, bei dem innerhalb des Moduls die Geländeneigung von der einen zur anderen Seite wechselt.
    Sperrholz war zur Genüge vorhanden (16-mm-Sperrholz für die Modulköpfe, 10-mm-Sperrholz für den Rest), also konnte es losgehen.

    Bau des Modulkastens

    Ausgangsmaterial:

    Den Anhang 7487 betrachten

    Um den Joker-Gedanken zu verdeutlichen noch eine einfache Aufstellung der Modulköpfe:

    Den Anhang 7488 betrachten

    Aus drei Lagen des 10-mm-Sperrholzes entstand die Gleistrasse (die Gleislage ist bereits eingezeichnet, um die Gleisübergänge mittig hinzubekommen) und wurde dann zwischen die Köpfe eingebaut:

    Den Anhang 7489 betrachten Den Anhang 7490 betrachten

    Einpassen der Kastenrückwand mit angezeichnetem zukünftigen Geländeverlauf:

    Den Anhang 7491 betrachten

    Einpassen der Kastenvorderwand mit angezeichnetem zukünftigen Geländeverlauf:

    Den Anhang 7492 betrachten

    Der fertige Kasten mit dem Unterbau für den Geländeaufbau und einer zusätzlichen Trassenstütze von vorne (Teichseite/Kurveninnenseite) und hinten:

    Den Anhang 7493 betrachten Den Anhang 7494 betrachten

    Soweit einstweilen zu meinem Auftauchen aus den 'Tiefen' des Ulrichsgrundes – weiter geht es demnächst mit dem Geländeaufbau. Ich freue mich auf Euere Kritik, Hinweise, Anregungen ... und selbstverständlich auch auf Fragen!

    Servus, einen schönen Tag und hoffentlich bis demnächst :)

    Joachim
     

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  2. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Joachim,

    schau dir doch mal von Woodland Scenics die How-To-Videos bezüglich der Gewässergestaltung an, dort wird dir in recht einfachen Schritten erklärt wie das Endergebnis dann ganz realistisch aussieht.

    Ich bin mal auf dein Endergebnis gespannt.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  3. jowiad

    jowiad Mitglied

    Grüß' Dich, Ingo,

    und danke für den Hinweis. :thumbup: Ich finde die How-tos von Woodland ebenfalls ganz interessant und schaue dort immer wieder mal vorbei, auch um zu sehen, was es Neues gibt.

    Was die Darstellung des Wasser selbst betrifft, möchte ich diesmal einen anderen Weg gehen (meine 'zuletzt' bevorzugten Methoden mit den Water-drops bzw. Windowcolours haben mich nicht völlig zufriedengestellt): Gießharz.

    Ansonsten:
    - ich auch!!!!

    Servus, nocht einen schönen Tag und danke fürs Mitlesen und Mitdenken

    Joachim
     
  4. jowiad

    jowiad Mitglied

    Grüßt' Euch zusammen!

    Nachdem der Modulkasten zusammengebaut war, ging es gleich mit der Untergrundgestaltung für das Gelände weiter. Früher habe ich da auf die "klassische" Fliegendraht/Gipsbinden-Methode gesetzt, heute bevorzuge ich den Unterbau aus Styrodur.

    Den Anhang 7505 betrachten
    [Bild 009 – Beginn_Geländeaufbau]

    Der Kasten füllt sich langsam und dort, wo bereits das spätere Niveau der Oberfläche erreicht wird, zeichne ich mir den zu erstellenden Geländeverlauf schon mal grob an, um einerseits meine Ideen zu kontrollieren (z.B. natürlicher Geländeverlauf, wie steil dürfen Geländeflanken für einen natürlichen Böschungswinkel ausfallen, etc.), andererseits rechtzeitig zu Styrodur-Reststücken wechseln zu können, damit ich bei den doch nicht ganz billigen Platten unnötigen Verschnitt vermeide.

    Den Anhang 7506 betrachten
    [Bild 010 – Fortschritt_Geländeaufbau]

    Den Geländeunterbau fülle ich auf beiden Trassenseiten auf. Dabei vergleiche ich immer wieder die Höhenetwicklung und den angestrebten Geländeverlauf auf beiden Seiten der Gleistrasse miteinander um zu versuchen, Unstimmigkeiten in der Geländeentwicklung von vorneherein einigermaßen zu vermeiden. Aus dem Geländeunterbau arbeitete ich die Geländestruktur zunächst mit dem Heißdraht grob heraus. Im letzten Schritt der Styrodurbearbeitung entstand mit Hilfe diverser Raspeln, Feilen und abschließendem Schleifen die vorläufig endgültige Geländeoberfläche. Das nächste Bild zeigt die Modulrückseite bereits in diesem Zustand, während die Vorderseite (Teichseite) noch aus den geschichteten Styrodurplatten und -resten besteht.

    Den Anhang 7507 betrachten
    [Bild 011 – Rückseite_geschliffen_Vorderseite_unbehandelt]

    Teichseite vor und nach der Bearbeitung mit dem Heißdraht

    Den Anhang 7508 betrachten Den Anhang 7509 betrachten
    [Bild 012 – Teichseite_vor_Heißdrahteinsatz]
    [Bild 013 – Teichseite_nach_Heißdrahteinsatz]

    Wegen der Modulbeine und der Zugänglichkeit der Löcher für die Verschraubung der Module miteinander ergeben sich bei den Berg-/Tal-Modulköpfen auf der flachen Seite zwangsläufig jedesmal Bereiche, die nicht mit Styrodur gestaltet werden können; hier bediene ich mich weiterhin des Fliegendrahts, der ringsum angetackert wird.
    Eines hatte ich – wohl vor lauter Spaß an der Geländegstaltung – leider übersehen: das Grundieren der Gleistrasse. Dies holte ich beidseitig noch schnell nach:

    Den Anhang 7510 betrachten
    [Bild 014 – vorbereiteter Geländeunterbau]

    Damit stand eine Arbeit an, die ich sehr gerne mache: das Herstellen einer einigermaßen druckstabilen Geländehaut mit Gipsbinden.

    Den Anhang 7511 betrachten
    [Bild 015 – Gipsbinden_für_Geländehaut]

    Ist für einige wahrscheinlich eine ziemlich Batzerei, aber ich bin da einfach in der Kindheit steckengeblieben: schon damals habe ich am liebsten mit richtig nassem Sand gespielt. :whistling:
    Das Ergebnis der aufgebrachten Gipsbinden ist allerdings eine scheeweiße Winterlandschaft:

    Den Anhang 7512 betrachten
    [Bild 16 - Winterlandschaft]

    Das einheitlich Weiß der Winterlandschaft 'blendet' wohl immer irgendwie meine Phantasie, ich habe jedenfalls Schwierigkeiten, mir bei dieser Oberfläche vorzustellen, wie die landschaftliche Wirkung wirklich sein wird. Deshalb färbe ich in dieser Phase meine Module bzw. Segmente erstmal ein: grün überall dort, wo später Wiesen, Büsche und Bäume sein werden, ockerfarben für zukünftige Felder und blau für anzulegende Gewässer.

    Den Anhang 7513 betrachten
    [Bild 17 – eingefärbte_Geländehaut_01]

    Zum Abschluß noch eine etwas andere Perspektive:

    Den Anhang 7514 betrachten
    [Bild 18 – eingefärbte_Geländehaut_02]

    So weit – so … gut? ?(

    Weitergehen würde es bei mir dann mit dem Einbau des Gleises, der Vorbereitung des Teiches und eventuell dem Versuch einer kleinen, vergammelten 'Fischerhütte'. Letztere hatte ich ursprünglich nicht vorgesehen gehabt, aber Otto hatte mir in seinem Beitrag im Thread über das Versuchsstück'l da einen Floh ins Ohr gesetzt. Ein Schuppen, in dem der Fischer-Hans seine Utensilien aufbewahrt, erscheint mir ja nicht gerade als abwegig. Mal sehen …

    Servus und einen schönen Tag :)

    Joachim
     

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  5. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Joachim,

    aus einigen US Amerikanischen Foren wird davon berichtet, daß bei der Wassernachbildung von Woodland Scenics, wohl Haltbarkeitsprobleme gibt und die gestalteten Wasserflächen, nach einigen Jahren, nicht mehr so schön aussehen können, deswegen stehe ich den, von Woodland Scenics propagandierten Wassergestaltungsmaterialien etwas skeptisch gegenüber.

    Es gibt noch andere Methoden zur Wasser Gestaltung, mit Seefolie, Modelliermasse bemalt (Knetgummi), Weißleim von Ponal oder UHU Alleskleber (beide Klebstoffe trocknen transparent werdend aus, in dünnen Schichten, nacheinander aufgetragen und trocknen gelassen, wirden die mit eingeschlossenen Luftbläschen, wie natürliches Wasser, wichtig natürlich die zuvorige Bodengestaltung der Wasserregion).

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  6. jowiad

    jowiad Mitglied

    Grüß' Dich, Ingo!

    Was Du bezüglich amerikanischer MoBa-Kollegen und deren Erfahrungen mit Woodland-Wasserprodukten schreibst, kann ich – hoffentlich nicht nur meiner Ungeschicklichkeit geschuldet – nur bestätigen. Dabei hatten sich die Erfahrungen speziell mit den Waterdrops zunächst recht gut angelassen (meine Modulbau-Spezl'n und ich haben sie wiederholt über mehrere Jahre hinweg eingesetzt): relativ gut zu verarbeiten, vor allem aber nachzubearbeiten – da reicht ein Heißluft-Föhn, alternativ sogar schon ein guter Haar-Föhn – und sogar Wiederverwertbarkeit von nicht vergossenen Resten; sogar damit gestaltete Gewässer 'aufgegebener' Module konnten unter Einsatz des Föhns wieder verflüssigt und erneut vergossen werden. Knackpunkt war allerdings die geringe Alterungsbeständigkeit und vor allem eine in meinen Augen extreme Empfindlichkeit gegen Temperaturschwankungen, denen viele Module eigentlich fast zwangsläufig ausgesetzt sind: ganz egal, ob große oder kleine Gewässer, ob dicke oder dünne Schichten beim Gießen – alles dargestellte Wasser ist manchmal schon nach wenigen Monaten, längstens aber im zweiten Jahr nach dem Einbau von vielfältigen Rissen durchzogen. :thumbdown: Ich setze deshalb schon seit 2009 (oder war es doch erst 2010?) dieses Material nicht mehr ein.
    In den letzten Jahren stellten für mich Windowcolours (in meinem Fall speziell die von Marabu) die Alternative dar, solange es sich nicht um Gewässer mit größerer Fläche handelte. Der gravierende Nachteil hier: die lange Austrockungszeit, bis aus der weißen bzw. milchigen Flüssigkeit ein durchsichtiges 'Wasser' wird.
    Was Seefolien (auch z.B. mit Klarlack überzogene Rauhfasertapete) betrifft: wem es gefällt, der soll es einsetzen, ich habe – trotz ursprünglich positiver Einstellung dazu in Folge gut gemachter Photgraphien – nach ein paar Anschauungsstücken auf MoBa-Ausstellungen lieber davon Abstand genommen und erst garnicht damit experimentiert.
    Diverse Kleber wie Weißleim oder UHU Alleskleber, ja sogar 2-Komponenten-Kleber eignen sich in meinen Augen zwar recht gut, um Strömungen oder Wellen darzustellen, für ganze Gewässer finde ich sie eher … etwas ungünstig.
    Die Folge des gesagten ist, daß ich für diesmal die Gießharz-Methode ins Auge gefaßt habe. Schaung' mer mal, wie's werd …
    Apropos Untergrund: Du hast natürlich vollkommen recht: egal, welcher Methode man sich bedient, zuerst muß der Untergrund entsprechend dem angestrebten Gewässer durchgestaltet werden. :thumbup:

    Servus und einen schönen Tag :)

    Joachim
     
  7. nozet

    nozet Renommiertes Mitglied

    Moin,

    Ich habe auch einmal einen See mit UHU gefüllt.
    Trocknung dauert sehr lange und was schlimmer ist,
    es schwindet beträchtlich. Im getrockneten Zustand
    halbiert sich die Menge.
    Gravierender ist aber das Staubproblem. Die Oberfläche
    wird nicht glatt, sonder bleibt etwas rauh und Staub
    haftet dort hervorragend.
     
  8. jowiad

    jowiad Mitglied

    Grüß' Dich, Norbert!

    Vielen Dank für Deinen Hinweis, der genau mein Erlebnis widerspiegelt! :thumbup:
    Was Du ansprichst ist der Punkt, warum ich meinen Karpfenteich nicht mit diesen Materialien darstellen möchte. Den Schwund kann man durch nachträglichen Auftrag weiterer Kleberschichten versuchen auszugleichen, was aber zu einem ähnlichen Geduldsspiel ausartet, wie das Warten auf das klare Austrocknen bei den Windowcolours. Man hat aber danach auf – gefühlt – schier unbegrenzte Zeit das Problem der Adhäsion: Staub klebt am aufgebrachten Kleber unendlich viel besser, wie zu irgendeinem Zeitpunkt bei den Windowcolours das Problem besteht.

    Servus und eine gute Nacht :)

    Joachim
     
  9. jowiad

    jowiad Mitglied

    Grüßt Euch zusammen!

    Trassen- und Gleisbau für das Karpfenteich-Modul war für mich angesagt, das heißt zuerst Einbau der Korkgleisbettung zwischen den Modulköpfen und anschließendes Grundieren:

    Den Anhang 7551 betrachten Den Anhang 7552 betrachten

    Für das einzubauende Gleis griff ich einfach auf ein bereits gealtertes [lexicon]Flexgleis[/lexicon] für den Ulrichsgrund zurück (oben Gleis im Auslieferungszustand, darunter gealtert):

    Den Anhang 7553 betrachten

    Rasch ging es voran: Gleis auslegen, ausrichten, ablängen, Stromeinspeisungen von unten anlöten und Löcher dafür durch die Trasse bohren, konfektioniertes Gleis wieder auflegen, nochmals kontrollieren und dann verkleben.

    Den Anhang 7554 betrachten Den Anhang 7555 betrachten

    Weil ich gerade so schön im Schwung war (und mich mittlerweile an dem ja nur vorläufig zur Unterstützung meiner Vorstellungskraft aufgetragenen Grün gründlich sattgesehen hatte), grundierte ich das Modulgelände und die Seitenteile gleich noch mit dem dafür vorgesehenen Braunton. Und dann kam auch schon mal 'lieber Besuch' vorbei: 38 3865 mit Mitteleinstiegswagen, was gleichzeitig einen guten Eindruck vermittelt, wie klein dieses Modul eigentlich ist.

    Den Anhang 7556 betrachten Den Anhang 7557 betrachten

    Das war alles recht flott vorangegangen und ich wollte mich gerade mit einer Halben belohnen, als mir siedendheiß einfiel, daß ich mit diesem Modul etwas nicht gemacht hatte, was eigentlich unabdingbar ist: erstens Kontrolle, daß die Modulköpfe völlig plan sind, und zweitens Kontrolle, daß die Schienenenden exakt unter 90° auf das Ende des Modulkopfes treffen. Mir schwante Übles ?( … und es sollte sich bestätigen. ;( Aber dazu gleich mehr im nächsten Beitrag.

    Servus und einen schönen Tag :)

    Joachim
     

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  10. jowiad

    jowiad Mitglied

    Grüßt' Euch gleich nochmals zusammen!

    Wie gerade im vorhergehenden Beitrag geschrieben, hatte ich einen kapitalen Fehler begangen, indem ich die nötigen Kontrollen wie ein blutiger Anfänger vernachlässigte. :cursing: Die Strafe folgte auf dem Fuß: am Modulkopf links vom Teich stimmte zwar die Gleislage exakt, aber der Modulkopf selbst war in sich etwas verzogen. Viel schlimmer jedoch war nach meinem Empfinden das, was ich mir am Modulkopf rechts vom Teich geleistet hatte: hier war zwar der Kopf nicht verzogen, dafür stimmte die Gleislage nicht! Es hätte somit immer im Gleisverlauf zum nachfolgenden Modul einen Knick gegeben, was natürlich eine Entgleisungsquelle ersten Ranges bedeutet hätte. ;(
    Ich war so verärgert über mich und meinen Pfusch, daß ich die nächsten Schritte nicht wie üblich mit der Kamera dokumentiert habe, sondern erst wieder das Endergebnis. Mit entsprechender Wut im Bauch machte ich mich an die Arbeit.
    Zuerst mußte das Gleis wieder herunter, was aber relativ einfach geht, da ich die Gleise mit Kontaktkleber einbaue, der eine gewisse Elastizität behält: großer Cutter, Klinge so weit wie möglich harausgefahren und dann ganz flach zwischen Gleisstück und Korkbettung durchziehen. Vorsicht bei den angelöteten Stromeinspeisungen, daß man die nicht gleich mit absäbelt! In dem Punkt hatte ich Glück und Murphy verschonte mich.
    Die Trasse, ergaben die Messungen, mußte um einen Millimeter gekürzt werden, damit der Modulkopf seine 'Beule' verlor. Also Schrauben herusdrehen, mit denen ich zusätzlich zur Klebung das Trassenbrett mit dem Modulkopf verbinde, Schnitt von entsprechender Breite gleich hinter dem Modulkopf – und dann Kontrolle, ob es jetzt paßt. Es paßte auf Anhieb, aber ich glaube, ich habe es mindestens vier oder fünf Mal kontrolliert! Anschließend Weißleim in den kleinen Spalt, den Modulkopf mit den Schrauben wieder fest gegen das Trassenbrett gezogen – und erneute Kontrolle, ebenfalls mehrfach, obwohl es immer noch paßte. Zum Abschluß die Stelle verspachteln – erste Baustelle abgehakt.

    Den Anhang 7558 betrachten

    Unangenehmer war mir der zweite Fehler, die falsche Gleislage am rechten Modulkopf. Ich habe versucht, die Situation nachzustellen:

    Den Anhang 7559 betrachten Den Anhang 7560 betrachten

    Diesmal gab es keinen 'Pfusch am Bau' (auch Reißzwecken oder Pins waren jetzt tabu), sondern das [lexicon]Flexgleis[/lexicon] wurde genau ausgerichtet. Der 'Spiegeltrick' offenbart im linken Bild einen Knick, im rechten dagegen setzt sich der Bogen wie es sein soll knickfrei im Spiegelbild fort. Mit einem 'Schönheitsfehler' muß ich jetzt halt leben:

    Den Anhang 7561 betrachten

    Der Gleisbogen ist nicht mehr wie zuvor gleichmäßig durchgehend, sondern wird zwischen der mittleren und der untersten Unterlegscheibe wegen der Neuausrichtung am Modulkopf deutlich flacher. Da werde ich mich zur Tarnung voraussichtlich einer Ausrede bedienen und eine kleine Gleisbaustelle andeuten: aus welchem Grund auch immer (ich bin bereit, von Unwetterschaden bis Erdbeben alles zu akzeptieren) ist es hier zu einer kleinen, den Betrieb nicht wirklich gefährdenden Gleisverwerfung gekommen, die trotzdem repariert werden soll. Wenn das Modul irgendwann einmal in einem Arrangement eingebaut wird, hat dann ein Bauzug wenigstens auch seine Berechtigung …

    Wie das letzte Bild zeigt, habe ich mich, um meinen immer noch an oder in mir nagenden Ärger zu überwinden, gleich noch ans Einschottern gemacht. Das soll aber das Thema des nächsten Beitrags sein.

    Servus und einen schönen Tag :)

    Joachim
     

    Anhänge:

  11. nozet

    nozet Renommiertes Mitglied

    Hallo Joachim,

    Den Knick siehst du auch nur "weil du es weißt"
    Später, wenn alles begrünt und mit Leben ge-
    füllt ist, verläuft sich das. Mußt ja nicht jeden
    mit der Nase darauf stossen :D
     
  12. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Joachim,

    du stellst doch deine Anlage im Sommer dar, so könnte der Gleisknick, die Gleisverwerfung bei zu hohen, sommerlichen temperaturen sein, welche zu mehrstündigen Versüätungen im Bahnverkehr sorgt, sehr zur Freude der Reisenden, die sich zum x-ten Mal irgendwelche Entschuldigungen anhören durfen und denen man dafür Verständnis abverlangt. :dance:

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  13. jowiad

    jowiad Mitglied

    Grüßt' Euch, Norbert und Ingo,

    und vor allem herzlichen Dank fürs Mitlesen und Mitdenken! :thumbsup:

    Was den Gleisknick betrifft: könnte es sein, daß wir Unterschiedliches meinen?
    Der 'Spiegeltrick' ist eine ganz einfache Methode um zu sehen, ob die Gleislage am Modulende (mal von der grundsätzlich notwendigen Mittellage bei Fremo-Modulen abgesehen) in Ordnung ist. Im Segmentbau, wie z.B. bei meinem Ulrichsgrund, kann ich die Gleise fast schon beliebig über die Segmentkanten führen, weil ich sie darüber hinweg verlege und nachträglich mit dem Dremel durchflexe. Da bei der Segmentbauweise zwangsläufig immer nur die die gleichen Schnittstellen aufeinander treffen können, spielt hier die Rechtwinkligkeit nicht die Rolle, wie im Modulbau. Hier, im Modulbau, sollen ja beliebige Module miteinander kombiniert werden können, solange die Modulköpfe aufeinander passen. Deswegen brauche ich unbedingt den rechten Winkel am Modulkopf, weil sonst der von mir angesprochene, in der Spiegelfliese zu sehende Knick entsteht, der zwangsläufig zu wohl selbstverständlich unerwünschten Entgleisungen führt.
    Ich vermute, daß es vielmehr um den von mir beanstandeten 'Schönheitsfehler' geht. Vielleicht bin ich da … oder verhalte ich mich … 'merkwürdig'. Ich habe schon oft 'Lehrgeld bezahlt', weil man leider nur all zu oft das 'perfekte' Endprodukt gezeigt bekommt (diese Kritik betrifft ganz ausdrücklich NICHT dieses Forum, sondern richtet sich gegen die mannigfaltigen 'Fachzeitschriften'), während es doch in meinen Augen viel wichtiger wäre, auch auf Irrtümer, Fehler, mißglückte Versuche etc. hingewiesen zu werden, um eben dieses 'Lehrgeld' zu vermeiden. Ich habe deshalb im hier gegebenen Zusammenhang auf meinen Fehler hingewiesen, immer in der Hoffnung, daß damit einem anderen Mitglied vielleicht eine unerfreuliche Erfahrung erspart bleibt, und zugleich vor dem Hintergrund, daß ich mich zwar fürchterlich über meine Fehler ärgern, aber auch über nichts so sehr lachen kann, wie eben über meinen selbst fabrizierten Blödsinn.
    Was Deine Idee vom zu 'heiß' gewordenen Gleis im Sommer betrifft, Ingo, werde ich das gerne im Auge behalten. Es ist in jedem Fall eine sehr viel 'sympathischere' Lösung als z.B. das von mir angeführte Erdbeben.

    Servus und eine gute (Rest-)Nacht :)

    Joachim
     
  14. jowiad

    jowiad Mitglied

    Grüßt' Euch zusammen.

    Die 'Schotterarbeiten' standen zum vorläufigen Abschluß des Trassen-/Gleisbaus an.
    Wegen meiner Anlehnung an das Vorbild des 'Holledauer Bockerls' hatte ich mir vor ein paar Jahren einmal ein anderes „Versuchsstück'l“ gebastelt: zunächst mehrere Gleistrassen, auf denen ich verschiedenen Schotter und auch diverse Sandmischungen für den Beiweg aufgebracht habe, um es dann unmittelbar vor Ort mit dem Vorbild vergleichen zu können; Material, das es in die engere Auswahl geschafft hatte, wurde dann auf einer langen Gleistrasse eingebaut und abschließend mit dem Original verglichen.

    Den Anhang 7563 betrachten

    Das Ergebnis von damals war:
    Beiweg: Mischung aus 2 Teilen lehmig-gelbem Holledauer Sand mit einem Teil Quarzsand (das ist im voranstehenden Bild auf der linken Seite die mittlere Beiwegsmischung in der oberen Reihe).
    Schotter: nach meinem Empfinden kommt der Granit-Schotter von Conrad meinem Vorbild am nächsten (das ist im Bild das längere Stück auf der linken Seite des Trassenbretts, wo sich auch die Beiwegsmischungen befinden); für Ausbesserungsarbeiten ist von der DB ein dunkler, fast schwarzer Schotter verwendet worden, den für meinen Geschmack der Basalt-Schotter (auch von Conrad) am besten wiedergibt. Alternativ könnte für diesen auch der Basalt von ASOA in Frage kommen, aber ausschlaggebend war für mich ein angenehmer Nebeneffekt des Versuchs: ich komme bei meinem Vorbild mit dem preislich günstigsten Schotter am besten zurecht (könnte gerne öfter im Leben so sein).
    Mit den Ergebnissen des damaligen Versuchs im Hinterkopf rückte ich nun dem Karpfenteich-Modul zu Leibe:
    Um genau bis zum Rand des Modulkopfs arbeiten zu können, brachte ich hier jeweils ein passendes Holzstück an, das wegen der eingesetzten Kleber mit Frischhaltefolie überzogen ist. Zunächst legte ich den Beiweg an: Dieser besteht aus zwei Lagen der Sandmischung, zuerst einer dünnen, in zuvor aufgetragenem wasserfesten Weißleim eingestreuten Schicht auf dem Beiweg selbst und der Schulter der Korkbettung,

    Den Anhang 7564 betrachten

    danach dann die deckende Schicht nur auf dem Beiweg, die mit Latexkleber, den ich auch als Schotterkleber benütze, verklebt ist.

    Den Anhang 7565 betrachten

    Anschließend kommt der Schotter an die Reihe, zuerst zwischen den Schienen. Die Stellen, die von den Unterlegscheiben überdeckt werden, habe ich zunächst noch ausgespart.

    Den Anhang 7566 betrachten

    Als ich den Mittelbereich bis zum anderen Ende durch hatte, entfernte ich die Schrauben mit den Unterlegscheiben und füllte die noch frei gebliebenen Schwellenabstände zwischen den Schienen auf. Jetzt kamen die Außenseiten der Gleisstücke an die Reihe:

    Den Anhang 7567 betrachten

    Dabei versuche ich etwas zu erreichen, was ich mit den beiden folgenden Bildern darstellen möchte:

    Den Anhang 7568 betrachten Den Anhang 7569 betrachten

    Wenn man über eine (hoffentlich stillgelegte!) Strecke wie ein Streckenläufer wandert, sieht man ein paar Meter vor sich zwischen den Schienen nur noch Schwellen, aber keinen Schotter mehr. Ich schaue deshalb beim Anlegen des Schotterbetts immer wieder aus der Sicht der Preiserlein zwischen den Schienen über die Schwellen. Ungefähr 10 bis 11 Schwellen vor mir sollte der beschriebene Effekt eintreten: kein oder wenigstens kaum noch Schotter zu sehen, sondern nur noch Schwellen. Im rechten der beiden Bilder hat sich die Zahl der Schottersteine, die jenseits der 10. oder 11. Schwelle noch zu sehen sind, schon deutlich verringert. Dafür brauche ich die gekröpfte Pinzette: all zu vorwitzige Schottersteinchen werden mit deren Hilfe 'ausgebaut' und auf die Außenseite befördert. Nebenbei: Kaffeelöffel und Kuchengabel, Relikte eines Bestecks aus lange zurückliegenden Studententagen, dienen heute nicht mehr ihrer ursprünglichen Bestimmung, sondern der Ausformung des Schotterbetts.
    Endlich war es so weit, der Schotter 'eingebaut' – und die Brettchen an den Stirnseiten abgebaut:

    Den Anhang 7570 betrachten

    Und noch als Makroaufnahme:

    Den Anhang 7571 betrachten Den Anhang 7572 betrachten

    Damit wäre für mich vorläufig der Gleistrassenbau abgeschlossen, die weitergehende Verschmutzung bzw. Alterung des Gleiskörpers möchte ich mir gerne für einen späteren Arbeitsgang vorbehalten. Auf Euere Kritik, Anmerkungen, Hinweise … freue ich mich weiterhin. Von meiner Seite aus stünde als nächstes 'Teilziel' mal eine erste Beschäftigung mit dem namensgebenden Teich selbst an.

    Servus und einen schönen Tag :)

    Joachim
     

    Anhänge:

  15. Kute

    Kute Guest

    Hallo Joachim,

    du hast die Schotterei wirklich gut beschrieben.
    Interessant war auf alle Fälle die Sache mit der Sicht des Streckenläufers, das sieht bei mir so aus:
    Den Anhang 7573 betrachten
    da wo das Schräubchen drin ist, das ist die 12. Schwelle (ich sehe eine mehr, ich bin 1,98 :D )

    Wo bekommt man den bestellt? ;(
    Die Idee mit dem Teststück ist auch nicht schlecht, wenn du noch die Hersteller der Schottertypen weißt, wäre es für viele interessant ein paar Detailfotos davon mal zu veröffentlichen, sozusagen als Vorauswahl.
     

    Anhänge:

  16. jowiad

    jowiad Mitglied

    Grüß' Dich, Klaus.

    Freut mich sehr, wenn Dir die Beschreibung meiner Schotterei zugesagt hat! Das Einschottern der Gleise gehört zu den (zugegebenermaßen vielen) Arbeiten, die mir einfach Spaß machen.

    Was Deine 'Fernsicht' betrifft:
    Da siehst Du mal, wie genau am Vorbild Du gebaut hast! Ist aber übrigens im Ernst so, daß hier bei der 1:1-Bahn die Größe etwas ausmacht: meine Frau ist 20 cm kleiner als ich – wenn wir uns schon gemeinsam als 'Schienengeher' betätigt haben, tritt bei ihr der optische Effekt bei der 9./10. Schwelle ein, bei mir (1,83m) wie beschrieben bei der 10./11. Schwelle. Also: 12. Schwelle – paßt! :thumbup:

    Was den 'lehmig-gelben Holledauer Sand' betrifft wundert es mich nicht, daß Du nicht weißt, wo der bestellt werden kann – der ist so schweine-teuer, daß fast kein Modellbahner bereit sein wird, ihn einzusetzen ... :phat: Nein, im Ernst jetzt: ein paar hundert Meter von meiner Haustür entfernt liegt ein geteerter Feldweg, der in einem kleinen Hohlweg zwischen Hopfengärten hindurch von einer Anhöhe herabführt. Am unteren Ende befindet sich eine kleine Kuhle, in der sich nach jedem besseren Regenguß in den Hopfengärten ausgespülter Sand absetzt – meine 'schier unbezahlbare' Bezugsquelle. Gegenfrage zu Deiner Frage: Interesse am Sand?

    Was meine Schotter-Teststückerln betrifft muß ich mal 'in die Abgründen' meines MoBa-Kellers hinuntertauchen – aber ich sehe da ziemlich schwarz. War schon schwierig, noch ein Photo zu finden, das meine damaligen Versuche (war ungefähr 2004/2005, als ich halt anfing, mich an mein Vorbild heranzutasten) noch gezeigt hat. ;( Mir ging es damals eben einfach nur darum auszuprobieren, mit welchem Schotter ich am besten meinem Vorbild entspreche; als die Entscheidung gefallen war, gab es keinen Grund, die nicht weiter verwertbaren Proben aufzubewahren. Aber ich schaue am Wochenende trotzdem nochmal nach.

    Servus und einen schönen Tag :)

    Joachim
     
  17. Kute

    Kute Guest

    Hallo Joachim,

    Sand gibt es bei uns auch, unsere Gegend hier um Neustrelitz ist eine richtige Streusandbüchse, alles leichte Böden.
    Für ganz besondere helle Sachen habe ich immer einen kleinen Beutel Ostseesand da, ist feiner als Vogelsand.
    Ich bin froh, dass ich mit dem Schottern fast durch bin, mir macht das nicht so den Spass.
     
  18. jowiad

    jowiad Mitglied

    Grüßt' Euch zusammen!

    Der Teich will mich zur Zeit nicht loslassen …
    Meine Vorgaben:
    Was mir vorschwebt, ist ein relativ kleiner Teich (ergibt sich auch aus den bisherigen Bildern von der Teichseite des Moduls), wie er zum Beispiel in Verbindung mit großen landwirtschaftlichen Anwesen gelegentlich vorkommt und der (deswegen Karpfen) nicht mit permanent fließendem Wasser versorgt wird, sondern nur mit Grund- und Regenwasser. Dadurch kann ich mir zunächst mal einen speziellen Zufluß und den Mönch für den Wasserabfluß/-ablaß sparen. Den Teichrand möchte ich mit einem umlaufenden Holz- oder Weidengeflecht sichern.
    Ein solches Geflecht benötigt Stützen oder Pfosten, um die es geschlungen werden kann. Erster Schritt für mich war also die Anfertigung der Pfosten. Ich entschied mich für Zahnstocher mit einem Durchmesser von 1,5 mm, was in natura Pflöcken mit einem Durchmesser von ca. 13 cm entspricht. Diese unterzog ich einem 'Tauchbad' in einer Holzlasur.

    Den Anhang 7590 betrachten

    Mit diesem Ergebnis war ich noch nicht zufrieden, schließlich wollte ich nasses Holz einer Uferbefestigung darstellen. Die Zahnstocher wurden deshalb alle angeschliffen und einem weiteren Tauchbad in der Lasur unterzogen. Nach dem Trocknen schliff ich sie erneut an und behandelte sie dann mit einem Washing mit schwarzer Aquarellfarbe. Mit dem Anblick war ich schon zufriedener, weshalb ich aus ersten Zahnstochern je zwei Probepfosten anfertigte und dann ungefähr im 8-mm-Mittenabstand in den Teichboden steckte:

    Den Anhang 7591 betrachten

    Da mir das als ganz annehmbar erschien, bestückte ich gleich den ganzen Teich:

    Den Anhang 7592 betrachten

    Die Pfostenköpfe waren zwar gefeilt und geschliffen, aber noch 'blankes' Holz. Sie erhielten eine farbliche Nachbehandlung. Momentan sieht es jetzt so aus:

    Den Anhang 7593 betrachten

    Was meint Ihr dazu?

    Servus und eine gute Nacht :)

    Joachim

    P.S. Ich hätte da noch in die Zukunft gerichtete Fragen an Euch mit der Hoffnung auf hilfreiche Antworten und Hinweise:
    Wer von Euch hat Erfahrung mit Gießharz?
    Welches Material wurde eingesetzt?
    Wie lief es mit der Verarbeitung?
    Was sollte/darf ich Euerer Meinung nach nicht übersehen?
     

    Anhänge:

  19. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Joachim,

    das bisherige Ergebnis ist überzeugen und sieht ganz gut aus.
    Solche Uferbefestigungen habe ich aber schon mal mit Reisig gesehen welches um die Uferbefestigungspfosten "gewebt" wurde. Vieleicht läßt du dir ähnliches einfallen.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  20. jowiad

    jowiad Mitglied

    Grüß' Dich, Ingo!

    Freut mich, daß Du meinen bisherigen Ansatz als überzeugend bewertest! :)

    Was Du bezüglich des Reisigs als Flechtmaterial für das Holzflechtwerk schreibst, kenne ich das nur vom Suchen und Lesen im Internet in Rahmen meines Herantastens ans Thema. Aus Bayern, oder enger eingegrenzt, aus der Holledau, ist mir dergleichen allerdings unbekannt. Was speziell das Flechtmaterial betrifft, muß ich mich auf das stützen, was mir von Bekannten, die sich mit der Materie in 1:1 beschäftigen, mitgeteilt wurde: die Pfosten sind demnach in der Regel Eichenpfähle (wg. Haltbarkeit), während das verflochtene Holz demzufolge ca. zwei- bis dreijährige Weidentriebe (wg. Elastizität) sein müßten. Was die 'Belastbarkeit' dieser Aussagen meiner Bekannten betrifft, muß ich mich auf meine Einschätzung der Personen zurückziehen, da ich das mangels entsprechender fachlicher Kenntnisse nicht zu beurteilen vermag.

    Mir ist klar, daß es für jeden, der hier freundlicherweise (interessenhalber?) mitliest, möglicherweise nicht ganz einfach ist zu beurteilen, wo ich hin möchte. Ich habe deshalb mal etwas herumexperimentiert, wo die Reise hingehen könnte. Das (momentane) Ergebnis möchte ich gleich in einem Beitrag darstellen.

    Servus und einstweilen schon mal eine gute Nacht :)

    Joachim
     

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