? Prob. Rollmaterial Motorenquietschen - was ist da los?

Dieses Thema im Forum "Technik" wurde erstellt von thomas48, 27. Juni 2006.

  1. thomas48

    thomas48 Mitglied

    Moin,

    wenn der Motor einer Modellbahnlok unregelmäßig normal und dann zwischendurch immer wieder nur mit einem Quietschton und langsamer läuft... was für ein Defekt liegt dann vor?

    Das Problem gibt's auch nicht nur bei Modellbahnen, von meiner alten Carrera-Bahn kenn ich das auch noch.

    Also z.B. die Lok fährt ganz normal, von einer Sekunde auf die anderen erzeugt der Motor einen quietschigen Ton und die Lok fährt abrupt langsamer. Dann ein oder zwei Sekunden später ist der Ton wieder weg und die Lok fährt normal.

    In fortgeschrittenem Stadium quietscht der Motor in einem fort und die Lok läuft überhaupt nicht mehr richtig.

    Ich habe es bei einer Lok nun dadurch behoben, daß ich den Motor auseinandergebaut und etwas gereinigt und wieder zusammengebaut habe. Bei meiner Carrerabahn früher als Kind konnte ich die Motoren noch nicht auseinanderbasteln und habe einen Tropfen Öl reingegeben - was auch geholfen hat, allerdings nur temporär bis das Öl wieder verbrannt oder verflüchtigt war.

    Aber letztlich weiß ich nicht, was ich nun wirklich dabei "repariert" habe und würde gern mal den eigentlichen Grund für diesen Quietsche-Fehler kennen ?

    Gruß
    Thomas
     
  2. Maxi61K

    Maxi61K Aktives Mitglied

    Hallo,

    das dürfte sich um trocken gelaufene Motorwellen handelt.

    Gruß
    Maximilian
     
  3. thomas48

    thomas48 Mitglied

    Hallo Maxi, was wäre denn dann eine wirklich dauerhafte Abhilfe?
     
  4. AndreasB

    AndreasB Aktives Mitglied

    Hallo Thomas!

    In regelmäßigen Wartungs-Intervallen, wie in der Anleitung angegeben, mal ein Tröpfchen Loköl an die Motor-Lager. Welches Fabrikat fährst Du?

    Gruß
    Andreas
     
  5. thomas48

    thomas48 Mitglied

    Hi Andreas,

    eigentlich fahr ich Märklin, die Quietschelok ist aber eine schlichte kleine Diesellok von Lima, die ich von einem Freund überlassen bekommen habe. Typischer "Dachbodenfund"! Es gibt natürlich weder Anleitung noch glaube ich, daß sie jemals regelmäßig gewartet wurde.

    Gruß
    Thomas
     
  6. Öl nehme ich eigentlich nicht mehr - Fett verwende ich nach ggf. erfolgter Grundreinigung eines quitschenden oder "knarrenden" Motors.

    Das Fett muss allerdings säurefrei und nicht verklebend bzw. verharzend sein - es darf halt nicht austrocknen ... für meine Zwecke, zumal es länger vorhält als Öle, nehme ich daher entsprechende Vaseline für Motorlager und die Antriebsritzel.
     
  7. bdl

    bdl Mitglied

    Ich habe eine Tube Originalfett von Trix, kann man das bedenkenlos verwenden?
     
  8. Hallo,
    sicher, nur du zahlst eben für Special
    Modellbahnfett eben ein paar € mehr.
    Ich verwende zum ölen einfach
    Nähmaschienenöl, das gibt es ja in
    fast jedem Haushalt.

    Grüße
    Sebastian
     
  9. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Ich hatte mal eine Lok, da waren die Kohlen runter und die hatte dann auch gequietscht.
     
  10. klar - sparsam dosieren und drauf damit ... nur nicht auf die Kohlen, Kollektor und den Anker ... .

    ("Unoriginalfett" ist eben halt nur billiger.)
     
  11. thomas48

    thomas48 Mitglied

    Fett statt Öl hört sich gut an, bei Öl hab ich (Carrerabahn) die Erfahrung gemacht daß sich das doch recht schnell wieder "verdünnisiert" hat.

    @ Manfred... was für ne "Vaseline" nimmst Du denn? Die Vaseline wo Vaseline draufsteht, wird es ja wohl kaum sein, oder? :)
     
  12. ... das war bei mir auch so: die 2, 3 Ölsorten die ich ausprobierte habe verflüchtigten sich entweder schnell oder verteilten sich trotz minimaler Menge überall dorthin, wo man sie nicht brauchen kann ... z. B. wenn es über die Ritzel, enttlang der Achse läuft und sich auf die Radreifen verteilt. Oder es sich über die Drehbewegung verteilt ...

    Doch, ich nehme Vaseline wo Vaseline draufsteht. Z. B. die aus dem Medizinbereich für Haut- oder Brandwundenbehandlung.

    WICHTIG ist auf jeden Fall, dass die Vaseline säurefrei und nichtverharzend (also dauerschmierend) ist. In Drogerie oder Apotheke fragen. (Oder im Hausverbandskasten schauen.) Dann gibt es auch noch entsprechende "technische" Vaseline - erhältlich im Industriebedarfshandel.

    Das Zeugs mit einem Pinsel überall da sparsam auftragen wo es gebraucht wird.

    Ein Bekannter von mir nimmt - was ich jedoch bislang nicht ausprobiert habe - sogenanntes "Silikonfett", was er seiner Aussage nach im Baumarkt gekauft hat. Alternative?

    vielleicht auch mal gucken:
    - die Lagerung kann wohl nicht defekt sein? - sitzt der Motor wirklich fest? - kann es sein, dass irgendwas am Gehäuse "schabt" - Schleifspuren?
     
  13. Stephan

    Stephan Guest

    Hallo!

    Nun gebe ich auch noch meinen "Senf" dazu.
    Nach meiner Meinung sollte man Lager mit einem (nicht zu dünnflüssigen) Öl ölen und
    Getriebeteile (Zahnräder, Schnecken) fetten. Dabei das Fett auch wirklich auf die Zähne
    bzw. Schneckengewinde drauf machen.

    Gruß
    Stephan
     
  14. Maxi61K

    Maxi61K Aktives Mitglied

    Der Meinung kann ich mich nur anschließen.

    Fett ist nämlich nicht in der Lage, in die Gleitlager der Motorwelle
    einzuziehen.

    Und aus dem Getreibe läuft Öl schwerkraftbedingt wieder raus, bzw.
    wird durch die Rotation der Zahräder wieder raus gewirbelt.

    Gruß
    Maximilian
     
  15. thomas48

    thomas48 Mitglied

    hmm also leider kamen Eure letzten messages jetzt zu spät...

    ich hab vorhin nach der Arbeit nämlich direkt Fett geholt... nachdem ich in der Drogerie keinen Nerv hatte mich zur Vaseline durchzufragen (mein Gott haben die da Zeug ohne Ende... wer braucht das eigentlich alles... nee da kauf ich doch lieber im Tante Emma-Laden ... an der Ecke... vis a vis :D ) hab ich ein NIGRIN Mehrzweckfett "für Motoren und Maschinenteile, bsonders geeignet zur Schmierung von schnellaufenden Walz- und Gleitlagern aller Arten und Größen" gekauft, eine Riesen Wahnsinnstube für 3,99€ ... in der Hoffnung daß mir das Zeug beim gelegentlichen Alte-Autos-Basteln in 1:1 sicher auch mal weiterhilft :)

    jedenfalls ein klein bißchen mit einem ganz kleinen Feinmechaniker-Schraubendreher an die Motorlager gegeben und jetzt ist erstmal Ruhe.

    mal sehen wie sich das weiter verhält und ob das nun auf Dauer hilft oder nicht.

    aber auf der Tube wie gesagt stand auch was von Lagern drauf.

    vernünftiger wäre jedenfalls, sich was in einer kleineren Tube zu holen, aber ich hatte gerad keine Lust, noch weiter durch die Stadt zu rennen deswegen.

    Gruß
    Thomas
     
  16. Der Eindruck, dass Fett nicht "DA" hin kommt, mag vorherrschen.

    (Und natürlich kann ja auch jeder nach eigenem "Gusto" ölen + sich mehr oder weniger über das Ergebnis freuen. Also dies Nigrin-Öl ist auch in Ordnung ... ich hab als eisenerne Reserve hier ein Fläschen Ballistol-Waffenöl (bzw. Mehrzwecköl) mit ungeahnter Kriech-, Schmier- und Haftfähigkeit stehen).

    Aber mit den Fetten bzw. hochwertiger Vaseline habe ich gute Erfahrungen gemacht. Bisher wurden 3 Triebfahrzeuge bzw. deren bewegliche und drehbare Teile an Motor, Antrieb und evtl Gestänge, die vor dem Reinigen, die nach dem Reinigen quitschen und "knarrten" damit behandelt.
    Das Fett kommt überall rein: Einerseits drückt man es ja mit einem kleinen Schraubenzieherchen z. B. von der Welle nach innen - auf beiden Seiten, genau so innen drin. Behilflich ist dabei das Axialspiel der Antriebswelle ist ja sogar bei N-Loks ca. 1,5 mm ca., ein paar mal hin und her und schon ist das Fett verteilt.. Dann ist es so, dass sich ja der Motor während der Benutzung erwärmt - das macht das Fett noch etwas geschmeidiger bzw. weicher und es verteilt sich.
    Und bei den o. a. Tfz. waren nach 1, 2 Proberunden vor- und zurück die Quitschgeräuse weg und daher darf ich wohl annehmen, dass das Fett seinen Weg gefunden hat (wie auch auch heute übrigens anhand eines ausgebauten Flm-BR38-Motors sah - nur war die Vaseline nicht mehr sauber-weiß sonder schwarz.)
     
  17. thomas48

    thomas48 Mitglied

    Hallo Manfred,

    das Nigrin-Zeug ist auch Fett, was ich genommen hab, kein Öl !

    wie gesagt- mal gucken wie lang's hilft. Aber ich denke auch, im Zweifelsfall hält Fett wohl eher länger vor als Öl. Die Grenze zwischen dünnflüssigem Fett und dickflüssigem Öl ist wahrscheinlich sowieso fließend... :)

    Gruß
    Thomas
     
  18. ich weiß - dachte an Öl + habe mich prompt verschrieben, stand ja auch in Deiner Antwort ... aber die Nigrin-Serie bringe ich halt eher mit flüssigen Ölen in Verbindung.

    Lass mal hören, wie lange es vorhält.
     

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