Komplettplan Neue Märklin Anlage HO von Neueinsteiger

Dieses Thema im Forum "Planung" wurde erstellt von Asmodian, 17. April 2011.

  1. Asmodian

    Asmodian Mitglied

    Hallo rayman, ich schließe mich Atlantas Kommentar an. Das hört sich super an mit dem Bauschaum.....da kann man ja auch Gleise mit einbauen....also richtige Gebirgsbahnen....Gibt es einen bestimmten Bauschaum,mit dem Du da gute Erfahrungen gemacht hast?
     
  2. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hallo Ihr Beiden!
    Ich habe den billigsten Bauschaum verwendet, den es gab. Theoretisch unterscheiden sich die Schäume nur in den Volumen und der Trocknungszeit. Bei meiner Anlage dauerte die Trocknung etwa 8 Stunden pro Schicht. Da ich anfangs 3 bis 4 Schichten Schaum übereinander aufgebracht habe dauerte das auch entsprechend.
     
  3. Asmodian

    Asmodian Mitglied

    Ich habe jetzt mal 5 Dosen Bauschaum mit Spritze bestellt. Dazu habe ich heute meine erste lok zerdeppert.....Ist runtergefallen, ein Radkasten war ab, habs wieder dran bekommen, Antriebswelle ebenfalls. Sie bekommt [lexicon]Strom[/lexicon] und läuft, aber viel zu langsam....also selbst bei vollem [lexicon]Strom[/lexicon] nur wie eine Schnecke. Ich hoffe nicht, dass das was ganz Schlimmes ist.
     
  4. nozet

    nozet Renommiertes Mitglied

    Guten Morgen Joachim,

    Habe ich hier 'was verpasst? Steht deine Anlage schon?
    Wenn nicht und wenn noch keine Gleise liegen, sollte
    auch der Bauschaum ruhen. Denbrauchst du dann noch
    nicht.
     
  5. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Moin Norbert!
    Den Bauschaum braucht man schon vor Verlegung der Gleise. Bei meiner Methode habe ich die komplette Landschaft aus dem Schaum herausgeschnitten. Eben nicht nur die einzelnen Bergformationen. Die Anlage ruht sozusagen auf dem Schaum. Dazu gehört auch die komplette Streckenführung. Die Gleisführung meines Dioramas liegt etwa 20cm über Anlagengrund. Das ist aber notwendig gewesen, da ich erstens meine Gleise auf einem Höhenlevel halten wollte. Zum Zweiten wollte ich unbedingt eine Brücke über einen Gebirgsbach gestalten. Das war nur so auf auf dem kleinen Raum möglich.

    @ Joachim: Bitte sprühe jetzt nicht Deine komplette zukünftige Anlage mit dem Zeug ein. Arbeite Abschnttsweise. Setze den Schaum für die Trassenführung nur dort ein, wo Du Deine Gleise zum einen über Normal Null der Anlagenhöhe baust und später noch Täler, Seen oder ähnliches nah am Gleis gestalten willst.
    Ich möchte Dich aber schon vorher warnen.: Gehen sehr vorsichtig mit dem Bauschaum um. Das Zeug klebt in frischen Zustand wie Sau und Du kannst nicht berechnen wie weit es sich ausdehnt. Außerdem geht aus Klamotten nicht wieder raus. Wenn es fest ist, ist die Verarbeitung unproblematisch.
     
  6. Asmodian

    Asmodian Mitglied

    Guten Morgen Ihr Beiden,

    nozet

    Nein, die Gleise sind noch nicht gebaut. Ich habe zwar komplett alles schon liegen, aber nur zu Testzwecken, da ich ja Neuling bin.

    Ich will erstmal sehen, wie ich die Verkabelung der Weichen hinbekomme, wie nah ich zur Wand bauen kann, wieviel Platz der Rangierteil braucht, wie Loks adressiert werden, Züge zusammengestellt werden und welche Steigungen machbar sind. Dann reiße ich alles wieder ab und zeichne das zumindest teilweise vor. Ähnlich rayman erklärte, würde ich dann den Untergrund bereits mit Bauschaum modellieren, so bekommt man bestimmt natürliche landschaftliche Unebenheiten in die Fläche während man die Gleistrassen eben einfräsen kann.

    rayman

    Klarerweise teste ich den Umgang mit dem Schaum erstmal im Freien. Ich will erst an einer alte Spanplatte testen, wie man den sprühen und dann bearbeiten muss, bevor ich loslege. Danke für den Altkleider-Tipp :)

    "Leider" ist das Wetter derart schlecht im Moment, dass der Bahnbau praktisch vollkommen ruht. So lange die Sonne scheibnt, habe ich doch nicht die Zeit, etwas zu bewegen:(
     
  7. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Etwas Gips mußt Du schon aufbringen, zum modellieren, aber eben nicht so viel.
    Der Bauschaum bringt noch weitere Vorteile, besonders dann, wenn noch ein [lexicon]Zug[/lexicon] durch ihn fahren soll. Ein Berg, der hohl ist, ist in sich ein Resonanzköper, das heißt, wenn ein [lexicon]Zug[/lexicon] durch ihn fährt, wird das Fahrgeräusch verstärkt. Mit Bauschaum haßt Du diesen Effekt nicht oder nicht so stark.
    Und er bringt Stabitität in die ganze Geschichte.
    Sichtbare Teile würde ich dann allerdings versuchen mit einer dunklen Farbschicht zu übermalen. Bauschaum hat die Eigenart nicht unbedingt Licht und UV-Beständig zu sein. Wer schon mal alten Bauschaum gesehen hat, der weiß, das er dunkelbraun wird und anfängt leicht zu zerbröseln.
     
  8. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Joachim,

    Modellbahnloks, wenn diese mit Haftreifen ausgerüstet sind, verhalten sich etwas anders, als im Original, welches ohne Haftreifen fährt. Auch einige Loks ohne Haftreifen sind zu bekommen, z.B. US-Loks amerikanischer Hersteller, das Fahren mit Haftreifen wie in Europa wird dort nicht unbedingt praktiziert.

    Das ist wichtig zu wissen denn beim Bau von Steigungsstrecken, sollen ja deine Züge auch drüberkommen.
    Eine Faustregel besagt, daß Steigungen stärker als 3,5 % (3,5 cm Höhe auf 100 cm Schienenlänge) nicht überschritten werden sollte, weil es zu Einen schlecht aussieht und zum Anderen ein extrem schlecht überwindbares Hindernis wird.

    Bei Loks ohne Haftreifen, so z.B. bei einigen meiner älteren MDC Roundhouse Maschinen, ist eine Steigung von 2 % mit einem sechs Wagenzug ein unmöglich zu überwindendes Hindernis, welches nur in Mehrfachtraktion (ab zwei Loks) zu überwinden ist. Daß muß beim Anlagenbau mit berücksichtigt werden.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  9. Asmodian

    Asmodian Mitglied

    So, nochmal danke für all die nützlichen Tipps.

    Hier ein kurzer Zwischenbericht:

    Ich habe Geld in die Hand genommen, Gleise gekauft, Loks erstanden, MS gekauft, Weichen und deren Antriebe, erste Loks selbst digitalisiert, Häuser gekauft, Bäume, Straßen und so weiter, alles einmal aufgebaut uns auch wieder abgerissen; aber so langsam kommt ein wenig Grund in die Gesamtidee.

    Anbei Bilder meines ersten Versuchs, ein paar Meter Gleise zu verlegen....es fehlen noch einige Weichen und Schwerpunkt ist erstmal links im Raum, da will ich wirklichmit der Landschaft anfangen, alles andere ist dann noch veränderbar und wird so bestimmt nicht bleiben. Die Bilder sollen Euch nur erst mal einen Eindruck der Dimension meines Projektes geben :)
     

    Anhänge:

  10. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hallo Joachim!
    Sei so nett und mache Deine mal Bilder ein wenig größer. Minimum 800 x 600 Pixel; ideal wäre 1024 x 768 Pixel.
    Danke dafür.
     
  11. Ottoder1.

    Ottoder1. Renommiertes Mitglied

    Hallo Joachim,

    soll der Untebau so bleiben?

    Oder wird es noch eine stabile Rahmenkonstruktion.

    Es wäre Empfelenswert.

    Gruß Otto
     
  12. Asmodian

    Asmodian Mitglied

    Hallo Ihr Beiden,

    ich habe die Bilder extra so klein gemacht, damit sie nicht so groß sind, werde das aber morgen korrigieren.

    Otto:

    Mein Tischler des Vertrauens wird mir behilflich sein, eine stabile Konstruktion zu fertigen sobald ich exakt weiß, wie alles aufgestellt werden soll.

    lg Jo
     
  13. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Joachim,

    mir ist bei Bild 1 deinewr angehängten Bilder aufgefallen daß du versuchst mit Bauschaum den Berg zu gestalten und eine Gleistrasse nach oben führst, welche kurz hinter einer Weiche in gerader Strecke den Berg erklimmt. Ich schätze mal deine Steigungsstrecke ist etwa 1 m lang und erklimmt dabei etwa 12 bis 14 cm Höhe, das entspricht einem Prozentgrad von 12 % bis 14 %.

    Mal so nebenbei gefragt, planst du für eine Zahnradbahn?

    Bei Steigungen beim Modellbahnbau sollte man einige grundlegende Dinge beachten.

    Steigungen über 3,5 % (3,5 cm Höhe pro 100 cm Gleislänge) sehen gerade noch akzeptabel aus, bedeuten aber für die Modellbahnloks, schon eine enorme Kraftanstrengung, diese Steigung auch zu wuppen, die Zuglänge reduziert sich bei zunehmender %-Zahl erheblich. Besser wäre es eine Steigung zwischen 1,5 % und 2,5 % zu wählen, je niedriger die %-Zahl, desto mehr Streckenlänge wird benötigt eine geplante Höhe zu erreichen. (Bei 12,5 cm Höhe sind das 12,5 cm : 2,5 % (entsprich 2,5 cm/m) = 5 m Gleislänge).

    Der Steigungsbeginn sollte niemals in einer geraden Strecke beginnen und enden, das ergibt Probleme mit einigen Fahrzeugkupplungen, ungewollte Zugtrennungen wähnrend der Fahrt können auftreten, mit folgeschweren Unfällen von ablaufenden Wagen (Schade um die oft teuren Modelle bei Zusammenstößen oder Entgleisungen).

    Der Brechungswinkel, wo ein eben verlegtes Gleis in eine Steigung tritt und wo ein Gleis oberhalb der Steigung wieder eben wird, sollte so gering wie möglich gehalten werden (Idealwert unter 1 %).
    Besser wäre es Steigungen in einer Kurve beginnen zu lassen und auch enden zu lassen, das vermindert die Gehfahr von ungewollten Zugtrennungen. Der Brechungswinkel tritt zwar immer noch auf, ist aber bezogen auf beide Fahrschienen etwas versetzt, als wenn die Steigung in einer geraden Strecke beginnt oder endet.

    Da ich bei mir einige Maschinen verwende, welche ohne Haftreifen laufen, stellt eine Steigung von 2,5 % ein schier unmögliches Hindernis dar, so daß Steigungen bei mir maximal mit 1,5 % bis 2 % ausgeführt werden müssen, eine Lok mit maximal drei Wagen kann diese Steigung bewältigen, bei mehr Waggons muß ich schon in Doppel- oder Dreifachtraktion fahren.

    Du hast bestimmt noch keine Testfahrt mit deiner Steigung gemacht? Besser wäre es, du würdest das mal mit grob auf Büchern abgestützten Gleisen als Versuchsaufbau einmal machen, dann siehst du selber was deine Loiks schaffen und was nicht. Lasse sie in Leerfahrt mal vor der Steigung halten, also ohne Schwungfahrt die Steigung hochklettern. Du wirst merken, daß die Loks sehr schnell sehr warm werden. Wenn dieses der Fall ist, mußt du deine Steigungsstrecke extrem entschärfen, gegebenenfalls eine Zwischenebene einplanen, damit sich deine Lokmotoren auch wieder etwas erholen können.

    Dieses ist beim Steigungsbau unbedingt zu beachten, bevor man mit dem Aufbau beginnt, eigentlich gehört das mit zur Planungsphase, denn da hätte man noch die Glegenheit, sich von gewollten aber nicht realisierbaren Wünschen zu verabschieden und gegebenenfalls mit unserer Hilfe, eine Umplanung zu machen.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     

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