?? Anfänger Neustart ... und ich habe so viele Frage

Dieses Thema im Forum "Anfänger, Umsteiger und Fragen" wurde erstellt von baltic_bavaria, 18. Dezember 2017.

  1. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    Hallo,

    nach über 30 Jahren habe ich (nunmehr 48 Jahre) mich entschieden, wieder eine Modelleisenbahn haben zu wollen. Damals Märklin H0 analog, heute Minitrix N digital ... Und ich habe so gar keine Ahnung von DIGITAL.
    Ein bisschen was anlesen konnte ich mir schon, aber es scheint mir doch alles viel komplizierter zu sein,
    als ich gedacht habe.

    Zunächst kann ich sagen, dass ich mir, als völlig Unwissender, bei eBay das Trix Startset 11109 zugelegt habe.
    Dazu noch das rollende Material der Startpackung 11107 und 4 Silberlinge von Fleischmann (ich liebe die) :)

    So und kommen mal ein paar Fragen:

    1) Kann ich alle Anhänger von Fleischmann, Trix etc., (Spur N) kombinieren ?
    Digitale und Analoge Anhänger gibt es ja hoffentlich nicht! Oder doch?

    2) Kann ich alle N Schienen der verschiedenen Herstellen nutzen? Gibt es Analog- und Digitalschienen?

    3) Es gibt offensichtlich (mind.) 2 Digitalsystem. DCC und Selectrix. Mein Startset verwendet scheinbar
    das "alte" System Selectrix. Kann ich mit dem im Startset vorhanden CC2000 auch DCC Loks "einspeisen"?
    Worauf muss ich beim Lok-Kauf achten? Werde ich mit Selectrix bis zum Ende meiner Tage "glücklich" sein
    oder muss man auf DCC wechseln? Was würde das für mich bedeuten? Oh man, sorry, ich weiß nix ;-)

    4) Elektrik! Oh man! Wenn ich so einige Anlage sehen, was da an Kabel, Schaltgeräte etc. verbaut wurde,
    bekommen ich Schweiß auf die Stirn. Hab von Elektronik leider nicht viel Ahnung.
    Ich muss hoffentlich kein Informatiker sein, um das alles schalten zu können, oder ?

    5) Darf ich euch meine Anlagengröße demnächst mal als Maß "zur Verfügung" stellen,
    damit ihr mal drauf schaut und mir mitteilt, was ich so machen/bauen kann?

    6) Wie viele Stromeinspeisungen benötigt man? Was sind Booster? Wann braucht man die?

    7) Wie weise ich den Loks die Nummer im CC zu? Kann ich die ändern, wenn neue dazukommen?

    Habe noch mindestens 10 weitere Fragen, aber ich möchte euch nicht gleich vergraul ;-)

    Vielen Dank fürs Lesen :)

    Viele Grüße, Olli
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Dezember 2017
  2. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Olli,

    Immer heraus mit den Fragen, hier bist du richtig und unsere Experten können dir mit Rat und Tat zur Seite stehen.

    Im Gegensatz zum allgemeinüblichen „Kupplungssalat" der unterschiedlichen Hersteller, sind die Kupplungen bei N Fahrzeugen überwiegend genormt und es können Fahrzeuge unterschiedlichster Hersteller miteinander Kombiniert werden.

    Bei den Gleisen gilt selbiges, sofern du sie nicht unbedingt mit Arnold N kombinieren willst, Arnold N verwendet Gleise mit versetzten Schienenstößen, angeblich um die Gleise bei einfachem, mobilen Aufbau, entgleisungssicherer zu gestalten.

    Wenn du normale N Gleise sonstiger Hersteller sauber verlegt und auf der Anlage eingeschüttet verlegt hast, gibt es auch beim Betrieb kaum Probleme.

    Profis arbeiten nur mit Weichen und Kreuzungen und verlegen Flexgleise, so sind sie nicht auf die oft zu engen Gleisbögen der Hersteller angewiesen.

    Bei der Modellbahn gilt der „Grundsatz":
    Gleise in möglichst großen Radien verlegen mit sehr geringer Neigung (Steigung/Gefälle).

    Zugegeben das ist meistens nicht immer möglich, Mann sollte sich aber dem Annähern sofern es geht.

    Das Selectrix System ist ein veraltetes Digitalsystem, was aber immer noch gute Ergebnisse erzielt.

    Im Allgemeinen hat sich aber Spurunabhängig bei den meisten DC - Gleichstrom- bzw. Zweilerbahnern, das DCC - Digital Command Control System durchgesetzt, jedenfalls bei denjenigen, welche digitalisiert fahren möchten.

    Für den Einstieg ist eine Roco oder Fleischmann Multimaus optimal es gibt aber auch andere Hersteller anderer DCC Digital Systeme, z.B. Digitraxx aus den USA.

    Im Normalfall besteht ein Digitalsystem aus einer Zentrale, einem Trafo für die Spannungsversorgung und einem Steuergerät.

    Booster verwendet man nur, wenn man an die Kapazitätsgrenze der Zentrale angekommen ist und die Anlage aber vergroßern möchte. Dabei ist aber zu beachten, daß der Boosterabschnitt elektrisch vom übrigen Teil der Anlage getrennt sein muß, was die Einspeisung in die Fahrschienen anbetrifft, es sind also Isolierverbindr an der besagten Trennstelle im Gleis einzubauen und je Abschnittsübergang des Gleises wird ein spezielles Trennmodul benötigt, welches den reibungslosen Betrieb der Züge gewährleisten, wenn diese in den Boosterabschnitt einfahren oder umgekehrt.

    Möchtest du Weichen und Signale über das Eingabegerät deiner Digitalzentralen steuern, so benötigst du für jede Weiche und für jedes Signal, mindestens einen entsprechenden Weichen- oder Signaldekoder.

    Wenn dir das zu kompliziert erscheint, kannst du auch Weichen oder Signale analog schalten und digital fahren, was auch einige Kollegen so machen.

    Sollen die Züge vor „Halt" zeigenden Signalen anhalten, wird aber auch hierbei jeweils ein Signaldekoder benötigt.
     
    JuergenW gefällt das.
  3. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Olli,

    ...manchmal spinnt meine Eingabetechnik, so muß ich dann mehrere Antworten Posten, wie auch jetzt.....

    Anschlüße zum Gleis sind je Abschnitt (Zentrale oder Booster) mindestens zwei Stück, einen für jede der Fahrschienen.

    Es empfiehlt sich aber bei größeren Anlagen, unterhalb der Anlage eine Ringleitung pro Abschnitt anzulegen, von dem aus in regelmäßigen Abständen eine Einspeisung vorgenommen wird, denn ein stabiles Digitalsignal ist von großem Vorteil.

    Ich setze meine Einspeisepunkt zwischen 50 cm und 2 m in dem ich kleine Leitungen an die Schienenverbinder angelötet habe bzw. Von der Unterseite der Gleise.

    Polarisierbare Kreuzungs- oder Weichenherzstücke sind bei mir Standard, das gewährleistet auch Extreme Langsamfahrten, ohne daß Loks wegen Kontaktproblemen auf den Weichen oder Kreuzungen anhalten.

    Lokadressen der Dekoder stellst du in den CVs ein bzw. weist von deinem Steuergerät aus einen Programmplatz in der Bibliothek zu.

    Ich programmiere mir meine Lokadressen zweistellig in der Programmbibliothek sind die Loks dann mit der dreistelligen Loknummer wiederzufinden.

    Nicht alle Digitalsysteme können auch die einprogrammierten CV Werte Auslesen, das ist zwar ein Manko, kann aber mit einer schrittweisen Programmierung und der Notiz der Zwischenschritte umgangen werden. Eine gute Dokumrntation ist aber notwendig. Dekoder lassen sich recht einfach auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.

    Ich verwende das Roco/Fleischmann DCC Digitalsystem mit der kabelgebundenen Multimaus. Bei nicht mal 30 Loks, langt es mir vollkommen aus.

    Weichen und Signale werden mit einem Hebelbanksystem manuell mit Bowdenzügen geschaltet.
     
  4. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    Hallo Atlanta,

    erst einmal VIELEN DANK für deine schnelle und so detaillierte Antwort.Das zeigt mir, dass ich hier offensichtlich gut aufgehoben bin. :)
    So und nun zu den Inhalten: Einiges habe ich verstanden, vieles jedoch nicht.
    u.a.:
    Wie kann ich bei einer digitalen Anlage, die Weichen analog steuern? Fahren denn auf dieser Anlage auch analog Los,
    bzw. kann ich auf dieser Anlage auch analog Loks fahren lassen? Völlig unabhängig, ob das sinnvoll ist ;-)

    Grundsätzlich sehe ich in der Elektrik meine größten Probleme.

    Um die "Dimension" zu zeigen, in der ich mich bewegen möchte, kann ich folgendes sagen:
    Ich denke, dass ich so etwa 8-10 Züge fahren lassen möchte.
    Der Raum, der dafür genutzt werden soll/kann, hat eine Grundfläche von ca. 360cm x 205cm.
    Ich habe mal eine Skizze beigefügt, wie ich mir das vorgestellt habe. Da der Raum ziemlich schmal ist,
    fiel mir bislang keine bessere Struktur ein, zumal ich ja noch irgendwo sitzen muss :)
    Oder habt ihr besser Ideen/Vorschläge?

    VG, Olli
     

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  5. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo Olli ,

    auch von mir ein Willkommen hier im Forum. Ich persönlich freue mich immer über einen neuen N Bahner hier in den Reihen. Ingo hat ja schon einige Ausführungen zu deinen ersten Fragen gegeben.
    Nun Du kannst die Weichen vorerst analog steuern , da die Peripherie der Anlagenelektrik mit dem fahren nichts zu tun hat ausser wenn Signale die Loks in Abhängigkeit bringen sollen. Analoge Loks auf dem digitalen Stromkreis geht nicht da die analog Motoren ja ausser volle Spannung keine Infos mehr erhalten.Wenig Spannung =Drehzahl gering , mehr Spannung= Drehzahl höher . Im Digitalen erhalten die Motoren diese Spannung vom Decoder der über die Zentrale erstmal mit den Infos versorgt. wurde. Mal so grob gesagt.

    Nun zu dem Platz . Auf dem 50 cm Schenkel ist es nur schwer einen Gleisbogen zu realisieren. Es geht zwar aber das ist ehr als Bescheiden und mann sollte bei der Planung mit mind. R2 planen. Schön geht es natürlich in diesem Bereich ein BW oder Anschließen unterzubringen. Die andere Möglichkeit wäre auf dem schmalen Schenkel einen Kopfbahnhof zu gestalten und die Fahrstrecken und Schattenbahnhof auf den Rest zu verteilen.
    Hast Du schon mal bei den Gleisplänen hier im Forum gestöbert ?

    Gruß Stephan
     
  6. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    Hallo Stephan,

    vielen Dank für die netten Willkommensworte und Tipps/Hinweise.
    In der Tat habe ich vor, aus dem 50cm Ecke ein Kopfbahnhof zu gestalten.
    Das WIE steht aber wie ein großer und unüberwindlicher Berg vor mir ;-)
    Wo finde ich hier Gleispläne ? Ich stöber mal ein bisschen !

    VG, Olli
     
  7. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo Olli ,

    unter Planung im Modellbahnbereich, ansonsten einfach melden ;)
     
  8. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Olli,

    Es geht zwar eine Analoglok zu steuern aber man sollte das tunlichst vermeiden, um nicht eine Schädiigung an der Lok hervorzurufen.

    Ich darf gerne noch einmal an die maximale Eingreiftiefe erinnern die anatomisch beim Menschen so etwa bei 80 cm liegt, ohne großartige Verrenkungen machen zu müssen.

    Probleme beim Stationärbetrieb von Anlagen gibt es meistens immer an Stellen, wo man schlecht herankommt, also im Tunnel oder sonstwo an der Wand.

    Versuche die allgemeinen Planungsfehler zu vermeiden.
    Verlege die Gleise nicht parallel zur Kante der Grundplatte.
    Beginne zuerst mit dem Zugspeicher des Schattenbahnhofs oder des Fiddleyards im untersten Geschoß deiner Anlage.

    Plane Neigungen nicht steiler als 2,5 % und verwende möglichst große Gleisradien.

    Neigungen bis 1,9 % = optimal
    Neigungen von 2 % bis 3,4 % = mittelmäßig
    Neigungen über 3,5 % = möglichst im sichtbaren Bereich vermeiden, über 4 % = absolutes „No Go!"

    Außer man stellt eine Steilstrecke dar.

    Überfrachte deine Anlage nicht mit zuviel Gleisen, weniger ist oft mehr.

    Lasse dich von den H0 und Schmalspur Kollegen inspirieren, wage auch einen Blick über den Tellerrand in andere Nationen, Ideen für Gleispläne gibt es nicht nur in Deutschland.

    Vielleicht hilft dir eine Inspiration weiter?

    Wie wäre es mit einer Nebenbahn oder einer industriellen „Hafenbahnanlage"?
    Als Hafenbahnanlage gelten auch Gleisanlagen in Industrieparks wo es mehrere Anschließer gibt, die von einer örtlichen Privatbahn bedient werden, die nicht zwangsläufig an Wasserwegen liegen müssen.

    Mein H0 US Modellbahnprojekt ist eine ausgedachte Shortline im Bundesstaat Geoergia, welche in Atlanta ihren Hauptsitz hat im Jahr 1928.

    Mein H0e Schmalspur Projekt befaßt sich mit der DKEV im Bismarck Archipel im Jahr 1908 bzw. mit der OMEG im ehemaligen Deutsch Süd-West Afrika, dem heutigen Namibia, mit der gerade erst eroffneten Grootfontein Bahn im Jahr 1908. Die Bahn im Bismarck Archipel wurde zwar geplant aber nie im Original gebaut.
     
  9. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Olli,

    Um Weichen oder Signale über die Digitalzentralen zu Schalten, geht das nur über zusätzlich verbauter Weichen- und Signaldekodern, welche preislich ordentlich „zu Buche" schlagen, also nicht günstig sind, wenn viele davon erforderlich sind, denn es wird für jedes einzelne Signal und für jede Weiche je ein Dekoder benötigt, bei Doppelweichen und EKWs und DKWs sind jeweils zwei Dekoder notwendig. Flügel Signale mit mehr wie einem Signalflügel benötigen ebenfalls pro Antrieb einen Dekoder. Je nach geplanter Größe der Anlage kann das sehr teuer werden.

    Es empfiehlt sich somit analog zu Schalten und digital zu Fahren und nur bei wenigen Signalen, auch Dekoder zu verbauen.
    Die Viessmann Signal oder Weichenkonsolen mit Rückmeldeleuchten sind eigentlich ganz gut, verwendet man Kippschalter, die wieeine Hebelbanksystem angeordnet sind, sieht man an der Schalterstellung, wie eine Weiche oder Signal gestellt wurde.

    Kipphebel hinten oder oben = Grundstellung der Signale auf „Halt" oder bei Weichen der gerade Ast, bei Y-Weichen rechter Ast, bei EKWs oder DKWs gerade kreuzend.
    Kipphebel vorne oder unten = Signale auf „Fahrt frei" oder bei Weichen auf Abzweig.

    Sind die Kipphebel der Schalter zu klein, können Messingröhrchen darüber gestülpt und festgelötet werden.
     
  10. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    Hallo Ingo,

    vielen Dank für diese unfassbar vielen Hinweise/Informationen. Das muss ich erstmal alles verarbeiten.
    Aber eines kann ich wohl jetzt schon feststellen. Ich habe mich für das richtige Forum entschieden :)
    Mit so vielen nett und ausführlich geschriebenen Kommentare hätte ich nicht gerechtet.
    Vielen Dank erstmal dafür !!!
    Ihr werdet ganz sicher noch sehr häufig von mir hören :)

    VG, Olli
     
  11. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    Und weiter geht es ... ;)

    Wie gesagt, von der Digitalsteuerung habe ich noch keinen blassen Schimmer :rolleyes:
    In meinem Startset 11109 befindet sich u.a. auch die Selectrix-Zentrale CC2000.
    Mit dem Gerät steuere ich meine Züge und auch alles weitere an Elektrik (Weichen, Signale ... wenn ich diese digital schalten möchte) !?
    Ihr hattet ja aber auch gesagt, dass es vlt. kostengünstiger ist, letztgenannte Einheiten "analog" zu schalten.
    Aber "grundsätzlich" läuft alles über diese CC2000 !? Taugt diese (alte) Steuerzentrale noch was ?
    Ich denke, dass es später einmal 8-10 Züge werden sollen, die ich "damit" bewegen möchte.
    Sollte man dieses Gerät updaten ? Ich habe gelesen, dass man mit diesem ( cc2000 ) Update
    die Zentrale DCC fähig machen kann. Lohnt das ? Oder doch irgendwann ersetzen.

    VG, Olli

    Ach so:
    Ersetzt eigentlich ein Steuerungssoftware diese Zentrale oder benötigt man beides ?
    Welche wäre zu empfehlen ? ... ist noch keine Thema, aber da wir gerade das Thema bearbeiten ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Dezember 2017
  12. Railstefan

    Railstefan Aktives Mitglied

    Hallo Olli,

    herzlich willkommen beim neuen Hobby und hier im Forum.

    Zu Zentrale / Software: du brauchst immer eine Zentrale, die das Steuerungssignal für die Loks/Weichen etc erzeugt. Software ist nur eine Möglichkeit der Zentrale bestimmte Dinge von außen vorzugeben, was sie tun soll - also eine Alternative zum "Hand-Betrieb".

    Zu deiner Zentrale kann ich dir mangels Kenntnis nichts sagen/raten.

    DCC sollte eine zentrale (auch) können, denn das ist im Zweilieter-Bereich das am weitesten verbreitete Datenformat und somit ist hier die Auswahl an Komponenten größer.

    Viel Spaß
    Railstefan
     
  13. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo Olli ,

    die CC2000 ist eine gute Zentrale aus der Selektiv Zeit ein update lässt diese noch immer vernünftig arbeiten auf kleinen Anlagen. Man könnte die Zentrale wenn Du sowieso auf PC Steuerung gehen möchtest hernehmen und mit dem SX Bus Magnetartikel und Rückmelder ansprechen. Dafür ist dieser Bus einfach Supper (persönliche Meinung) und für neue Aufgaben evtl eine modernere Zentrale besorgen. Die meisten Software wie Traincontroler kann mit zwei Zentralen getrennte Aufgaben steuern.

    Die DCC Zentralen haben alle ein genormtes Signal für die Lokdekoder aber keine Normung auf den Zubehörseite (Hier gibts diverse Bussysteme und auch kann es sein das die eine Komponente von Hersteller A nicht im Zusammenspiel mit Hersteller B sauber funktioniert) . Der SX Bus war schon immer so gemacht das egal welcher Hersteller mit SX Artikel auf dem Bus funktionierten.
     
  14. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    Hallo Stephan,

    oh man, ich verstehe leider fast nichts und lese immer nur "Bus" o_O
    Herauslesen konnte ich allerdings, dass ich die CC2000, für meine "kleine Anlage" möglicherweise verwenden kann ;)
    Mehr habe ich leider (inhaltlich) nicht verstanden.
    Vlt. müssen mir "bei Zeiten" mal telefonieren :rolleyes:
    Ich denke, dass ich während der Weihnachtsfeiertag die Anlage mal anfange aufzubauen und ein bisschen "testen" kann.

    VG, Olli
     
    lok527596 gefällt das.
  15. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Olli,

    Beim DCC System gibt es das XpressNet und das LocoNet als Bussystem zur Datenübermittlung zwischen Dekodern, der Zentrale oder dem/den Booster/n und Eingabe- bzw. Steuergeräten.

    Das DCC System hat sich mittlerweile im DC Zweileitersystem durchgesetzt und ist im Gegensatz zu anderen Systemen abwärtskompatibel.

    Ursprünglich gab es nur 99 Lokadressen und 14 Fahrstufen und 256 Magnetartikel Adressen.
    Der aktuelle Standard umfaßt aber heutzutage 14, 27, 28 und 128 Fahrstufen unter denen man wählen kann, sowie 10.239 Lokadressen bzw. Magnetartikeladressen. Bei vielen Zentralen sind die Adressen aber auf 9.999 Adressen begrenzt.

    Die F Tasten (Funktionstasten) Funktionen sind derzeitig bei 28 möglichen Funktionen, für das Auslösen von Licht- und Soundeffekten bei Modellen angelangt. Nicht jedes Eingabesteuergerät unterstützt aber auch alle 28 Funktionen und nicht jedes Eingabesteuergerät ist auch optimal gestaltet.

    Einige Lenz Geräte würde ich mir deswegen nicht besorgen aber das sind subjektive Empfindungen meinerseits.
    Mir selber gefällt die Roco/Fleischmann Multimaus, ob Kabelgebundene oder deren kabellosen Weiterentwicklungen ist dabei egal.

    Bei den von dir 8 bis 10 Zügen, müssen wir Mal über die Leistungen von Digitalzentralen sprechen.
    Bei vielen Zentralen ist die Stromaufnahme pro Abschnitt (Zentrale bzw. Angeschlossene Booster), die die Schienenfahrzeuge aus dem Gleis entnehmen können, auf 3 Ampere begrenzt, das sollte auch im Normalfall langen, jedoch bei größeren Anlagen oder bei Zügen mit Mehrfachtraktionen durch Helfermaschinen, stößt man dann ziemlich schnell an die Leistungsgrenze. In solch einem Fall hilft nur das Installieren einer größeren Zentrale oder das Reduzieren der Abschnittsgröße in der sich sich sie Schienenfahrzeuge aufhalten können bzw. Die Reduzuierung der maximalen Anzahl von Loks pro Abschnitt.

    Es gibt zwar Zentralen und Booster mit 5 Ampere oder auch 8 Ampere, jedoch sollte man diese nur einsetzen, wenn diese bei sehr großen Anlagen auch notwendig sein sollten.

    Je nach Stromaufnahme einzelner Loks beim Betrieb mit diversen Sound- und Lichteffekten, kann die maximale Leistungsgrenze der Zentrale schnell erreicht werden.

    Es „geisterte" mal eine Zahl umher von maximal 3 - 4 Loks pro Abschnitt, die gleichzeitig in Betrieb sein dürfen.
    Unsere Kollegen mit mehr praktischer Erfahrung können dazu ergänzende Hinweise oder Tips geben.

    Da ich überwiegend nur eingleisigen Streckenbetrieb darstelle, werde ich selber nur sehr selten an die Leistungsgrenze herankommen.

    Vorspannfahrten mit Schublok werden leider nicht von jeder Digitalzentrale unterstützt.

    Weitere Infos zu DCC siehe auch hier:

    Digital Command Control – Wikipedia
     
  16. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    Vielen Dank Ingo, für deine ausführliche Erklärung ! Ich versuche "zu verstehen" ;-)

    Neue Fragen zur Elektrik:
    Wie würde ich die el. Weichen analog schalten?
    Wie gesagt: Zugsteuerung über Trix CC2000
    Aus meiner alter H0 Zeit (vor 30 Jahren) erinnere ich mich, dass damals ein/mehrere Trafo(s) verbaut wurden
    und daran dann diese blauen Weichenschaltpulte angeschlossen waren.
    http://www.abload.de/img/gestell_schaltzentralmme5c.jpg
    Würde ich das jetzt genauso verbauen ?
    Oder was bedeutet eine analog Weichenschaltung bei einer digitalen Anlage?

    VG, Olli
     
  17. Prius

    Prius Aktives Mitglied

    Hallo Olli,

    jepp genau so. ;)
     
  18. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Olli,

    Ob du nun die Märklin Schaltpult, die von Trix, Viessmann oder Fleischmann, Roco oder Pilz verwendest bzw. deren uralt Versionen oder mit Hilfe von elektrischen Kippschaltern oder Momenttastern ist letztlich egal, dieses alles fällt unter die Bezeichnung der analogen Schaltungen, da du herkömmliche Schalter verwendest, Weichen oder Signale umzuschalten.

    Im Normalfall werden bei Magnetartikeln, Weichen- oder Signalstellantriebe 16 V AC Wechslstrom verwendet, die du über den Lichtstromausgang herkömmlicher Modellbahntrafos abgreifen kannst.

    Analog Schalten heißt, alles was du nicht mit deiner CC2000 von Trix schaltest.
    Digital Schalten heißt, alles was du mit deiner Trix CC2000 schaltest.

    Um aber Weichen und Signale digital schalten zu können, brauchen diese als Bindeglied jeweils ein Weichen oder Signaldekoder.

    Sollen aber bestimmte Signale auch einen Einfluß auf deine Züge haben, benötigst du für jedes dieser Signale einen Signaldekoder, ganz egal ob du digital oder analog schaltest.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Dezember 2017
  19. baltic_bavaria

    baltic_bavaria Mitglied

    Ich wollte ja die Weichen analog schalten.
    Dafür wollte ich mir den Märklin Trafo 6002 und die Schaltpulte 72710 verwenden.
    Geht das so? ich könnte aber auch einen normalen Fahr-Trafo 6647 verwenden, oder?
    Was schlagt Ihr vor ?
    VG,Olli
     
  20. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Olli,

    Du benötigst zum Schalten der Magnetartikel, also Weichen und Signale meistens 16 V AC Wechselstrom, diese Spannung erhältst am Lichtstromausgang älterer oder analoger Modellbahntrafos.

    Welche Kennfarben die Buchsen am Märklintrafos haben weiß ich nicht , ich glaube es sind die braunen Buchsen. Darüber befindet sich aber ein Symbol einer Weiche oder eine Glühlampe oder 16 V ~ und bei Trafos anderer Hersteller können die Farben variieren.

    Zum analogen schalten verwende ich an Schaltern, was gerade so verfügbar in meinem Bestand vorhanden ist, egal von welchem Hersteller.

    Wir „Gleichstrombahner" kommunizieren untereinander nicht in Artikelnummern, so wie es bei den „Wechselstrombahnern" üblich ist. Deswegen ist es sehr hilfreich, gleich noch die Erklärung mitzuliefern, was sich hinter den Artikelnummern verbirgt.

    Wichtig bei Magnetartikeln mit Doppelspulenantrieben ist aber, daß der verwendete Schalter, eine Endabschaltung garantiert, um die Magnetspulen nicht mit Dauerstrom zu belasten, was zu deren Schädigung führen kann.

    Es gibt aber auch „Slow Motion" Antriebe, diese haben eine eingebaute Gasdruckfeder, welche den Stellweg verlangsamt und Weichen und Signale nicht mehr ruckartig umschalten.

    Gut bewährt haben sich auch Weichenservos, z.B. von Conrad Electronics oder vergleichbaren Herstellern.

    Wer es etwas „rustikaler" möchte, verwendet, passend zu den Peco Gleisen auch die dazugehörigen Doppelspulenstellmotoren, diese schalten mit einem deutlich hörbaren Klicklaut um. Die eingebaute Feder in der Weiche, hält den Doppelspulenantrieb in seiner Endlage. Aufgeklipste Microschalter arbeiten wie ein Relais und können weitere Schaltfunktionen ausüben.

    Aber Vorsicht, die Peco Antriebe, ganz egal ob die neueren oder älteren Weichenantriebe, sie brauchen eigentlich ihr eigenes Kraftwerk, der Umschaltstrom sollte in der reduzierten Strohmaufnahmevariante mindestens so bei 1,5 A liegen (PL10-W), bei der klassischen Variante (PL10) bei ca. 2 A bis 2,5 Ampere.
     

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