Rahmenbau Offene Rahmenbauweise

Dieses Thema im Forum "Anlagenbau" wurde erstellt von Nebraska, 31. Dezember 2006.

  1. Nebraska

    Nebraska Neues Mitglied

    Guten Abend,

    ich bin der Stefan und völlig neu hier. Ich habe mal hier draufgesurft, soweit als möglich diagonal gelesen und die Suchfunktion benützt. Allerdings kam ich da nicht so sehr viel weiter. Daher möchte ich Euch mal höflich meine Problem schildern.

    Ich habe eine Platte 3 x 1.5 m und möchte jetzt eine Anlage in offener Rahmenbauweise bauen. Der Platz ist der gleiche, der Gleisplan steht auch schon (möchte das -modifiziert- von meiner Platte abbauen), aber eben jetzt mehr in 3D-Richtung gehen (Täler, Schluchten, Berge und erhöhte Trassen).

    Einen Schattenbahnhof möchte ich nicht; ich gleise lieber einmal mehr aus meinen Trainsafe-Röhren auf bzw. um.

    Meine Frage(n):

    Welche Holzart soll man als Unterbau verwenden?

    Welche Rastergröße der einzelnen Latten des Unterbaurauhmengitters ist empfehlenswert? Gibt es da Eckwerte (Mindestensgröße bzw. Maximalweite?).

    Welches Material soll man für die Fahrtrassen verwenden? Mit Sperrhölzern habe ich bei schweren Loks schlechte Erfahrungen gemacht.

    Wie kann man die Trassen gerade bei Steigungen befestigen?

    Wie bekommt man die Übergänge zwiischen den Trassenabschnitten hin?

    Gibt es irgendwo im Netz Baulanleitungen, Tipps & Tricks o.ä.? Oder vernünftige Bücher. Stein & Co. sind mir diesbezüglich wenig hilfreich gewesen, da IMHO zuviel Spantentechnik und irgendwie zu "professionell".

    Vielen Dank dass ich Euch als Newbie hier nerven durfte. Jetzt gehe ich erste einmal auf eine Silvesterparty und wünsche Euch allen einen guten Rutsch nach 2007!

    LG

    Stefan

    Edit wegen Pisa
     
  2. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hallo Stefan! Willkommen im Forum.
    Das Thema hatten wir hier schon mal...ich find es aber gerade auch nicht. daher : Rastermaß sollte 30 bis 40cm betragen. Ist Dein Raum trocken und du hast keine größeren Temperaturschwankungen kannst du jede Art von Holz nehmen. Sollte das nicht der Fall sein, beachte,daß Nadelhölzer wie Fichte sehr stark arbeiten. Das beste ist, sich von einem Holz-Fachmann im Baumarkt beraten zu lassen.
    Thema zu professionell :kopfkratz:
    Ich bin eigendlich der Meinung man sollte immer nach Professionalität streben.
    Eine super Bauanleitung für Landschaftsbau hat Tias hier im Forum eingestellt.
    Schau Dir mal seine Treads an.
    Meine Art von Landschaftsbau ist ein wenig ungewöhnlich.
    Mein gesamter Unterbau besteht aus Bauschaum, der nachdem ich grob die Landschaftsformen herausgeschnitten habe mit einer Schicht Gips überzogen wurde. Darauf kam dann das Bettungsmaterial, welches mittels Sprühkleber fixiert wurde.

    Ach ja, hier nervt keiner, nicht mal du.:grins: Für Fragen wie diese sind wir alle da und freuen uns diese beantworten zu dürfen.
    Grüße :yeah:Rayman
     
  3. Leo

    Leo Mitglied

    Hallo Stefan,
    erst einmal herzlich willkommen im Forum!
    Zu deinen Fragen kann ich dir Folgendes sagen:
    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich eine Modellbahnanlage zu bauen, darum schreibe ich hier lediglich von meiner Bauweise, mit der ich allerdings bisher nicht schlecht gefahren bin.
    Für den Rahmen habe ich gehobelte Schalbretter benutzt, die haben eine Stärke von 12cm x 2,5cm und bestehen aus Fichtenholz. Nun kann man die Rahmenbretter sich auch aus endsprechenden Tischlerplatten vom Schreiner zuschneiden lassen. Vorteil der Tischlerplatten soll eine Verzugsfreiheit sein, wobei ich sagen muss, dass sich meine Schalbretter bisher auch nicht verzogen haben.
    Verschraubt habe ich meinen Rahmen mit Spaxschrauben, wobei ich die Bretter einfach auf Länge geschnitten habe und dann verschraubt.
    Die Rastergröße hängt davon ab, wie du deine Modellbahn geplant hast, du solltest vor dem Bau des Rahmens direkt deine Gleisführung berücksichtigen, ansonsten hast du irgendwann an Stellen deinen Rahmen, andem ein Gleis in die Tiefe - Höhe gehen soll.

    Für die Fahrtrassen habe ich 6mm Sperrholz verwendet, ich würde dir allerdings zu dickerem Material (10 - 12 mm Tischlerplatte) raten.
    Das 6mm Material habe ich auch nur deswegen genommen, weil es nichts gekostet hat.
    Den Unterbau für deine Trassen musst du an deinem Rahmen befestigen, versierte Modellbahner setzen zum Aufbau Spanten ein, die direkt die spätere Landschaftsform beinhaltet, dies ist sehr gut auf den Enrsehungsfotos des MIWULA zu sehen.
    Ich habe den Aufbau mit 6mm Gewindestäben gemacht, an den Stellen, wo die Trassen kommen, habe ich der Trassenbreite endsprechend als Auflage gehobelte Dachlatten angeschraubt.
    Mit dem Einsatz von Gewindestäben habe ich bei späteren Probefahrten immer noch die Möglichkeit, die Trassen in der Höhe zu verstellen, das hast du bei dem Einastz von Spanten nicht mehr.
    Dies war mir besonders wichtig, da ich in meiner langen Modellbahnerfahrung immer wieder festgestellt habe, dass Nachregulierungen der Trassenhöhe sehr wichtig sind.
    Aber schau doch mal auf meine HP, dort ist eine pdf Datei zum Thema Rahmenbau zu finden, genauso gibt es dort eine Menge Infos zum Thema Landschaftsbau.
    All dies findest du auf meiner Tipps Seite.
    Jetzt bleibt mir nur noch, dir, und natürlich allen Anderen hier einen guten Rutsch und ein gutes 2007 zu wünschen
     
  4. DerMicha

    DerMicha Mitglied

    Hi Stefan,

    Ich geb mal meine Erfahrung weiter:

    Ich hab ganz normale Bretter (Fichte, gehobelt) aus dem Baumarkt. Alte Anlage 100*irgendwas, neue 70*22.

    Ich denke mal so 50cm sind schon das maximalste. Bei meiner alten hatte ich 40cm, jetzt sinds 53 und ich denke dass mehr nicht sinnvoll geht.

    Alte Anlage: 8mm Pappelsperrholz, Neue Anlage 10mm (wegen der größeren Abstände). Ich hatte damit nie Probleme. Ansonsten kannst du eine Latte drunterschrauben, die gibt einer besonders instabilen Trasse dann die notwendige Festigkeit. Ich hab meine eh immer reichlich zugeschnitten, durch die größere Fläche wirds auch stabiler.

    An die Rahmenteile pasend hohe Bretter ran. Für all diese sachen siehe auch meine Webseite, Baubericht von 2002. Die neue ist noch nicht so weit...

    Brett drunter, fertig.

    Das mit den Spanten wär auch nix für mich, ich plane lieber spontaner und das geht mit ner Rahmenbauweise sicher besser. Bauanleitungen gibts dazu auf diversen privaten Seiten. Konkrete Tipps hab ich grad keine (weiteren)

    Micha
     
  5. cargo

    cargo Guest

    Hallo Stefan!

    Welche Spurweite schwebt die vor?

    Bei Spur N und Z würde ich das Raster auf ca. 25-30cm, verkleinern!

    Bei H0 sind ~50cm so das gängige.

    Ich würde gehobelte Leisten im 30x60mm-Maß nehmen und diese mit Winkeln verschrauben.

    Torsten
     
  6. Nebraska

    Nebraska Neues Mitglied

    Vielen Dank für die freundliche Aufnahme

    Guten Morgen,

    zunächst mal alles Gute im Jahr 2007 und vielen dank für die nette Aufnahme hier im Forum.

    Zur Info: Maßstab ist 1:87, da Märklin H0

    Ich binn derzeit reichlich mit Lesen, nicht nur der kompetenten Antworten hier, sondern auch der Links beschäftigt.

    Was ich noch nicht ganz so verstanden habe, wohl im Prinzip, aber noch nicht in der praktischen Anwendung, ist der justierbare Trassenbau mit 6 mm Gewindestangen. Gibt es da irgendwo vielleicht ein Foto?

    LG

    Stefan
     
  7. Maxi61K

    Maxi61K Aktives Mitglied

    RE: Vielen Dank für die freundliche Aufnahme

    Ist zwar ein Gleiswendel, aber das Prinzig gilt auch für normalen
    Trassenbau mit Gewindestangen.

    [​IMG]

    Gruß
    Maximilian
     
  8. Nebraska

    Nebraska Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    jetzt kann ich mir da was drunter vorstellen! Also Loch gebohrt, Stange durch und oben wie unten Mutter mit Beilagscheibe. Das ist ja pfiffig; habe ich so auch noch nie -bewusst?- gesehen.

    Vielen Dank!

    LG

    Stefan

    Edit wegen Pisa
     
  9. Kai Eichstädt

    Kai Eichstädt Mitglied

    Moin,

    ich nicht. Dann passt nämlich nicht nur der Kopf, sondern auch noch ein Arm/die Schultern da durch...

    Gruß
    Kai
     
  10. DELTA

    DELTA Mitglied

    Hallo zusammen,

    wie Kai schon geschrieben hat,

    Auch bei mir bedeutet offener Rahmen, wirklich offen und nur den Anforderungen angepasst aber bestimmt nicht "zugerastert".

    ???

    ???

    Wie Kai bereits geschrieben hat, sollte man den Alltagsgebrauch auch bedenken.

    Gruß Delta / Thomas
     
  11. nozet

    nozet Renommiertes Mitglied

    Mal eine blöde Frage ? Warum sollte bei N und Z das Rastermaß kleiner werden ?

    Das Rastermaß ist doch davon abhängig:

    1. Zugänglichkeit
    2. Stärke der verwendeten Trassenbretter
    3. Geländeform (und damit der Spantenanzahl die benötigt wird)

    oder denke ich da falsch ?
     
  12. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Das sehe ich genau so.
    Es nutzt doch nichts, wenn das Maß zwischen den Spanten so klein wird, das man dann bei einer Anlage mit größerer Tiefe nicht mehr durch paßt. Meine Maße leigen so bei 43cm, da paßt man gut durch.
    Allerdings sollte der Abstand auch nicht größer als 50cm sein.
    Ich würde auch die Trassenbretter nicht dünner wählen, nur weil ja N-Spur-Fahrzeuge leichter sind. Es kommt auf die Stabilität der Gesamtanlage an und der Aufbau wird deshalb nicht leichter.
     
  13. DELTA

    DELTA Mitglied

    denkt mal noch etwas weiter

    Hallo @ nozet, hallo Joerg,

    genau immer mein reden. Viele sind da offensichtlich noch nicht so weit, den Gedanken zu folgen. Aber denkt doch nur noch einmal weiter, wenn nachher die Spanten noch oben drauf kommen. Da lässt es sich auch nicht immer vermeiden das so ein Spant (nur einer??) genau zwischen den Rastern eingebaut werden muss, dazu noch die Trasse quer drauf (und was bleibt dann noch von den Rastern nach?). Das ganze in Zusammenspiel mit dem gesamten Gleisplan und der "Geländehaut" , ist dann für Zugriffe wunderbar verbaut. Na klasse, sage ich nur.

    Ich sag mal Kopf frei machen, und Festplatte neu laden( nicht bös, nur bildlich gemeint). Das ist ein Phänomen was bei Moba- Kollegen die sich noch nicht all zu lange und intensiv mit dem Anlagenbau beschäftigen besser klappt (bestätigt durch meine mit Kollegen bereits gemachten Erlebnisse).

    Gruß Delta / Thomas
     
  14. cargo

    cargo Guest

    Wenn du jetzt noch nen Spant zwischen machest kommst doch auch nicht mehr rein?

    Aber in Spur N sind 50cm Abstand sehr viel, das hängt durch, wenn man nicht ein 10mm Holz verwendet.

    Vielleicht liegt es auch daran, das meine bisher gebauten Module nie über 40cm breite hinausgewachsen sind, da passt ein 50cm-Raster wohl nicht ganz so gut :kopfkratz: (da nehm ich eher 20cm minus Holz oder rechne ich falsch?)

    Torsten, dem seine Anlage ein Raster von 16cm hat.
     
  15. Hallo,
    Aber warum soll den das bei H0 besser
    gehen??

    Grüße
    Sebastian
     
  16. cargo

    cargo Guest

    Ist das Gleis stabiler, man legt doch auch den Rest "kräfiger" aus - in Spur N hatte ich nie eine Lok, die 600g wog!?

    Legt man z.B. einen 350mm Radius (Spur N) - wie soll das bei einem 500mm Raster funktionieren? Der hängt doch komplett in der Luft, wenn keine Spanten darunter sind? Und wenn man alles mit Spanten vollbaut seh ich keinen Sinn bei dem großen Raster.

    Einzig wird der ganze Kasten wird leichter - wg. weniger Holz, aber ich trag die Anlage ja jeden Tag umher. :D

    Aber mir solls egal sein, soll doch jeder seine Anlage bauen wie er will.

    Torsten
     
  17. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    In diesem Fall wird an dieser Stelle, dort wo benötigt wird, ein zusätzlicher Spant eingezogen.
     
  18. DELTA

    DELTA Mitglied

    Hallo zusammen,

    hallo Sebastian 1 160, zu:

    Da hast du völlig recht, das hat mit Spurgrößen überhaupt nichts zu tun, und wer in Spur I eine Anlage baut wird schon wissen das es mit 7mm starken Trassenbrettchen (wegen dem zu tragendem Gewicht) nichts werden kann.
    Ein Anlagenrahmen muss stabil sein und bleiben.
    Trassenbrettchen sollten ausreichend stabil gebaut werden, 10mm,stark sind ausreichend. Wenn ich Rahmenstrebenabstände von 0,80m bis 1,0m baue verschraube ich dieTrassenbrettchen auch nur jeweils einmal auf jeder Strebe und die in den Freiflächen der "Rahmenraster" übernehmen die unter den Trassenbrettchen verschraubten Kabelschachtleisten (z.b. 20mm x 30mm) auch Tragefunktionen gegen eventuelles durchbiegen. Da hat sich mittlerweile schon einige Jahre so im Betrieb bewährt.
    Eines mal nebenbei, auch nach meinem Verständnis darf (und soll auch) jeder seine Anlage so bauen wie er es für richtig hält, meinetwegen auch nach den alten überlieferten Bauweisen. Nur kann ich nicht verstehen, dass man die damit übernommenen Nachteile dann nicht akzeptieren möchte.
    Ich erinnere dazu einmal an das ewige für und wieder seinerzeit zum Einzug der Digitaltechnik in das Modellbahhobby. Und heute, ... .

    Gruß Delta / Thomas
     

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