Gleisplanung Ofterdingen III

Dieses Thema im Forum "Planung" wurde erstellt von Thunder 111, 20. November 2019.

  1. Thunder 111

    Thunder 111 Neues Mitglied

    Hallo,
    mein Name ist Eberhard und ich möchte die Planung meiner Anlage vorstellen.
    In einem Raum in der soll diese Anlage entstehen.
    Nach Jahren des Sammelns soll nun eine Epoche 2 Anlage im Hobbykeller (Größe 6,5 x 3,95 m) entstehen.
    Die Planung ist nun fast abgeschlossen, und ich kann endlich loslegen. So soll das dann einmal aussehen, zumindest der sichtbare Bereich und in meiner Vorstellung, lol..
    Thema der Anlage:
    Eingleisige Hauptbahn mit Anbindung an die 2 gleisige Hauptbahnstrecke,zeitlich angesiedelt zwischen 1920 und 1945 im Dunstkreis einer größeren Stadt bzw. am Stadtrand als Anschlußbahn zur Hauptbahn. Entstanden vor der Jahrhundertwende, sind die Anlagen zwar mittlerweile etwas veraltet, aber bedingt durch Wirtschaftskrise und Krieg noch voll in Betrieb.
    Zum Konzept:
    Eingleisige Hauptbahn mit Anbindung an die 2 gleisige Hauptbahnstrecke, kleines BW für die notwendigen Verschub- und Streckenlokomotiven im "Schiebedienst". DC-Anlage, analog und digital, Steuerung mit ESU-Ecos sowie PC mit Rocrail.
    Schattenbahnhöfe dazu gibt es jede Menge, lol.
    Die Hauptbahnstrecke als Paradestrecke hat 2 SBH mit jeweils 14 Abstellgleisen, max. Zuglänge liegt hier bei 2,7m. Die Nebenbahn hat ebenfalls 2 SBH's 9 bzw. 11 Gleisen, max.Zuglänge auch hier 2,7 m.
    Die Strecken sind über Gleiswendel mit den Schattenbahnhöfen verbunden, die unterschiedlichen Ebenen reichen von -35 cm bis +20 cm.
    Die Anlagenhöhe soll an der höchsten Stelle 1,3 m betragen, wobei ich mir noch nicht sicher bin, ob ich hier nicht noch etwas ändere.
    Bin schon gespannt, wie euch diese Planung gefällt und freue mich auf Eure zahlreichen Anregungen:).
    Viele Grüße
    Eberhard

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    PS:
    um Eines bereits zu Anfang klar zu stellen: ich verherrliche auf meiner Anlage nicht die Zeit von 1933 - 1945, sondern es wird eine fiktive Strecke in der Epoche 2 dargestellt. Dazu gehören ggf.aber auch Dinge, die fragwürdig sind, aber unbestritten ein Teil unserer deutschen Geschichte darstellen. Dazu gehören Militärzüge genauso wie Transportzüge in die Ostgebiete. Das gehört m.E. zur korrekten Darstellung dieser Epoche genauso wie die hochmodernen Triebzüge und Weltrekorddampflok der Reichsbahn.
     
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  2. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Eberhard,

    Ofterdingen ist doch bekannt geworden durch die wohlschmeckenden Salate bei Feinkost Albrecht (ALDI Nord).

    Militärzüge sind doch nichts verwerfliches? Die gab und gibt es doch fast in jeder Epoche.
    Zugegeben in den ersten beiden Epochen gab es wesentlich mehr davon.

    Lese mal eine Ausgabe der MBO - Militärbahnordnung, sehr interessante Lektüre. Militärzüge hatten im Schnitt die doppelte Regelzuglänge und in Bahnstationen entlang von Routen der Militärzüge wurde gefordert, daß mindestens ein Ausweichgleis die 1,5 fache Zuglänge eines Militärzuges aufnehmen konnte.

    Auf den Kalenderblättern des nachgedruckten Reichsbahnkalenders wurde im Jahr 1927 vom effektievsten Frachtjahr bei der DRG gesprochen mit den bisher meisten Frachtumsatz im internationalen Fährbootverkehr und den speziellen für die DRG und anderen europäischen Bahnverwaltungen gebauten Fährbootwagen.

    Transportzüge in die Gebiete von Ostpreußen sind auch sehr interessant.

    Mein Großonkel erzählte mir von seiner ostpreußischen Heimat und wie er bei der Feldarbeit immer den Bahndamm im Auge hatte von der Bahnstrecke Königsberg - Insterburg - Gumbinnen
    Ihn verwunderte es, daß dort Züge fast geräuschlos ohne Dampflok fuhren, die sonst die Pferde scheu machte.
    Aus seinen Erzählungen schloß ich, daß es sich wohl um Fahrten elektrischer Loks handeln mußte oder Testfahrten?
    Ob die Bahnstreck damals überhaupt elektrifiziert war weiß ich nicht, ich kenne es nur aus seinen Erzählungen aus der Heimat. Der Personenzug mit dem sie von Insterburg manchmal Gumbinnen fuhren oder in die andere Richtung hatte ein schnaufendes Ungeheuer vorweg, wie er die Dampfloks nannte.
    Ich tippe mal auf die BR 23 und beim Personenzug auf preußische Abteilwagen. Man fuhr überwiegend Holzklasse. Nur einmal sei er 1. Klasse gefahren in einem D-Zug nach Königsberg.

    Wagons mit Teppich auf dem Fußboden und Gardinen an den Fenstern und weiche Plüschsitze. Er war überwältigt von dem Luxus.
    Es mußte wie ein "Kulturschock" für ihn gewesen sein. Er selber war nicht davon begeistert.
    Als die Familie nach dem Krieg von der französischen in die britsche Zone umzog konnte man noch 3. Klasse fahren (Speyer bei Baden-Baden nach Bargteheide bei Hamburg), die Möbel im Güterwagen, der in Bargteheide noch aus dem Personenzug herausrangiert wurde. Der Umzug fand 1949 statt vor der Gründung der BRD.
     
  3. Thunder 111

    Thunder 111 Neues Mitglied

    Hallo Ingo,
    ja, unsere Eltern und Großeltern hatten schon einiges zu erzählen. War bei mir ähnlich.
    Zum Arbeitsnamen der Anlage ist zu sagen, das das es sich dabei eigentlich um ein Verballhornung von 2 Ortsnamen handelt.
    Oftersheim ist mein Wohnort, Schwetzingen die Nachbarstadt. Daraus ergibt sich dann Ofterdingen, lol.
    Ich habe selbst als Kind noch die Dampfloks erlebt auf der großen badischen Magistrale von Mannheim in Richtung Karlsruhe - Basel. War immer wieder ein beeindruckendes Bild, die Loks an uns vorbeirauschen zu sehen. Vermutlich kommt daher auch meine Liebe zur Dampftraktion. Wenn wir nahe der Bahnlinie arbeiteten, gab es kein erhebenderes Bild als eine schwerarbeitende Dampflok vor einem schweren Güterzug zu sehen. Wenn sich dann auch noch der Dampf senkte und du quasi im Atem der Lok gestanden hast, war das einfach genial. Heute würden viele dabei die Nase rümpfen, aber in den 60ern war das noch etwas vom Geruch der großen weiten Welt. Aber die Zeiten ändern sich.
    Das Thema Militär und Transporte in den Osten habe ich angesprochen, weil es noch immer Zeitgenossen gibt,
    die 1. nicht aus der Vergangenheit gelernt haben und meinen, einen Gesinnungsgenossen zu treffen,
    und 2. jeden, der sich mit Themen aus dieser Zeit beschäftigt und diese abbildet, mal gerne in die Ecke der damaligen Machthaber stellen.
    Da ich mir ziemlich sicher bin, weder zu der 1.Gruppe noch zu der 2. Gruppe zu gehören, gleich am Anfang eine entsprechende Ansage. Die Erfahrung zeigt, das das lange, unsinnige und nervende Kommentare zu diesem Thema stark einschränkt.:D
    Viele Grüße
    Eberhard
     
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  4. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Eberhard,
    selbiges was du zu den "Gruppen" zu 1.) und 2.) ansprichst, wiederfährt mir auch sehr oft wenn ich Symbole der Kaiserzeit verwende obgleich die Flaggen jener Zeit nun nichts mit der Epoche II b zu tun haben, man wird dann schnell mal eben auch als "Reichsspinner" vorverurteilt, von denen ich mich ganz ausdrücklich distanziere.

    Wenn ich hingegen die Landesflagge von Schleswig-Holstein verwende gibt es keinerlei Kommentare in irgendeine jener Richtungen...was viele Leute nicht wissen, die jetztige Landesflagge von Schleswig-Holstein war während des Kaiserreichs von 1871 bis 1918 ganz offiziell als Ersatz zur Reichsflagge zugelassen und ist die einzige Länderflagge der deutschen Bundesländer die seit dem unverändert in ihrem Aussehen blieb.

    Die verbotenen Symbole der Epoche II b befanden sich nur an Loks und Wagons der Reichsregierung und an Prestige Fahrzeugen zur Repräsentation der Regierung, sie waren selbst im normalen Alltagsleben nur selten zu sehen, naja halt auch auf den Uniformen der Eisenbahner.

    Für mich zählt das Transportwesen nicht der politisch motivierte Mißbrauch der in jener Zeit stattfand.

    Darf man Militärzüge in den Kolonialgebieten darstellen, wenn Soldaten eingepfercht wie Schlachtvieh in O-Wagen zum Einsatz fahren?
    Wo die wohl hinwollen?

    Die Einsätze der sogenannten kolonialen "Schutztruppen" richteten sich in Friedenszeiten meistens gegen die einheimische Bevölkerung des besetzten Kolonialgebietes.

    Schwierige Themen, die man lieber ausklammern möchte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. November 2019

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