Segmente Planung eines Segmentes zur Bahnhofseinfahrt

Dieses Thema im Forum "Anlagenbau" wurde erstellt von Atlanta, 29. März 2011.

  1. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Liebe Forenkollegen,

    ich baue mein Anlagenprojekt in H0f auf verschiedenen transportablen Segmenten.
    So habe ich mir mal ein recht interessantes historisches Foto im Internet entdeckt, welches sichbesonders gut eignen würde, nachgestellt zu werden.

    Zur Erklärung, rechts befindet sich das weiterführende Streckengleis, links und mittig der zum Bahnhof gehörende Frachtbereich. Wie die eigentliche Bahnhofsbetriebsstelle mal ausgesehen hat, läßt sich nur mutmaßen, hierzu gibt es keinerlei historische Unterlagen, warscheinlich jedoch ein dreigleisiger, klassischer Bahnhof, um auch dort endenden Zügen den Lokumlauf zu ermöglichen.
    Denkbar wäre in der Mitte das durchgeführte Streckengleis, ein in Richtung Hausbahnsteig abzweigendes weiteres Gleis, so wie zur gegenübeliegenden Seite weiteres Gütersortier- und Aufstellungsgleis.
    Irgendwo im Bahnhofsbereich möglicherweise noch ein weiteres aber Stumpfgleis, welches zu einem Wasserturm und zum Holzladeplatz führt, wo Lokomotiven ihren Brennstoff beziehen können.

    Man beachte bitte die im Foto dargestellten Weichen, hierbei handelt es sich um Schleppweichen, wie sie vereinzelnt bis in die 1930er Jahre in Bahnhöfen noch verwendet wurden. Da ich das Jahr 1932 darstelle, sind diese Bauformen der Weichen durchaus noch verwendbar.

    Entsprechendes Gleismaterial wurde von mir bereits bestellt, um dieses Foto nachstellen zu können.

    Für den Rest der Betriebsstelle könnt ihr euch mal etwas Gedanken machen. Eingesetzt werden bei mir überwiegend holzgeheizte Dampfloks. Ich baue im klassischen Punkt zu Punkt Verkehr, also keine Kreisanlage, eine eingleisige Hauptstrecke mit diversen Zwischenbahnhöfen.
    Meine Segmente sind normalerweise 150 x 75 cm bzw. 100 x 75 cm. Langt ein Segment nicht aus, wird ein Zweites, Drittes oder Viertes verwendet. Die Maximale Zuglänge ist in meinem Fall auf eine Lok mit acht Güterwagen inklusive des Dienst-/Schlußwagens begrenzt, was etwa 1,20 m entspricht.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  2. Stephan

    Stephan Guest

    Hallo Ingo!

    Ein tolles Foto hast Du da entdeckt. Vor allem die Schlepp- (??) Weiche im Vordergrund ist etwas ganz Ausgefallenes.
    :thumbsup:

    Gruß
    Stephan
     
  3. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Stephan,

    bestellt habe ich mir drei Schleppweichenbausätze von Cream City Turnouts. Um die Bahnhofseinfahrt nachbilden zu können, benötige ich eine symetrische 3-Wege-Schleppweiche und je eine Links- und Rechts- Schleppweiche. Da es diese Weichenbauformen in H0 mit 2,1 mm Profilhöhe nicht direkt gibt, mußte ich etwas in der nächst größeren Spur in dessen Schmalspurbereich "wildern" und habe diese Schleppweichenbausätze in 0n30 (0e) bestellt was von der Spurweite der H0-Spur entspricht.
    Lediglich schmälere Schwellen müssen angefertigt werden, ansonsten lassen sie sich gut verwenden.
    Das Stellen der Weichen erfolgt bei mir ja störungssicher analog, mechanisch.

    Um diese Betriebsstelle im Jahr 1932 darzustellen muß ich sie trotzdem wie Anno 1862 erbauen was den Gleisplan und die Lage der Frachhäuser betrifft, sowie der sonstigen Bahnbauten, wie Wasserturm , Holzladeplatz, Bahnhofsgebäude mit Hausbahnsteig.

    Gebäudestudien der US Südstaaten um 1860 haben ergeben, daß es durchaus üblich war überdachte Bahnsteige oder Bahnsteighallen einzusetzen, auch wenn es nur ein einziges Bahnsteiggleis mit [lexicon]Umfahrgleis[/lexicon] gegeben hatte. Im Fall von Nashville, TN wurde der Hausbahnsteig und das [lexicon]Umfahrgleis[/lexicon] komplett mit einem Bahnhofsgebäude überbaut, im Obergeschoß des Empfangsgebäudes befand sich ein Bahnhofshotel.
    Das setzte aber voraus, daß das Bahnsteiggleis immer nur kurz belegt war, so daß das Hausbahnsteiggleis von allen dort zusammenleufenden Bahnlinien gemeinsam genutzt wurde. Es muß dort also für beide Fahrtrichtungen einen regen Zugverkehr je Stunde gegeben haben. Auch setzte es Wartegleise außerhalb des Bahnhofsgebäudes für beide Fahrtrichtungen und eine perfekt funktionierende Logistik und Planung der Zugfahrten voraus.

    Für den eingleisigen Streckenbetrieb ein doch sehr abwechslungsreicher Bahnverkehr.
    So lassen sich für meine "freelanced" Bahngesellschaft, drei verschiedene Bahnhofstypen, mindestens ableiten, die einen recht interessanten Betriebsablauf sicherstellen, so daß trotz eingleisigem Punkt zu Punkt Verkehr, nie langeweile aufkommt.

    Einfache Zwischen- und Endbahnhöfe mit vorhandener [lexicon]Drehscheibe[/lexicon] und Abstellmöglichkeiten von Lokomotiven, teilweise mit seperatem [lexicon]BW[/lexicon] oder sogar AW.

    Größere Zwischenbahnhöfe mit mindestens zwei möglichen Güter- bzw. Personenbahnsteigen, zur Zugbegegnung von Güter- und Personenzügen. Die überdachten Bahnsteige können zum Be- und Ent- umd Umladen von Frachtgütern oder für den Personenverkehr gemeinsam oder einzeln genutzt werden. Separat stehende BWs oder AWs lockern die Betriebsstelle auf.

    Noch größere Hauptbahnhofe und Bahnknotenpunkte, wie in der vorangegangenen Bahnhofsbeschreibung mit mindestens drei Bahnsteiggleisen, ähnlich der Bahnsteighalle von Atlanta, welche um 1853 erbaut wurde und sowohl für den Güter- als auch Personenverkehr gemeinsam genutzt wurde.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  4. lok527596

    lok527596 Administrator Mitarbeiter

    Hallo Ingo

    ist aus diesem Projekt was geworden ? Gibts evtl. Bilder dazu ?
     

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