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Preisgestaltung und Streckenstillegungen

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Erwin Wanninger jun., 15. Januar 2012.

  1. Erwin Wanninger jun.

    Erwin Wanninger jun. Neues Mitglied

    Die Bahn AG will einerseits mehr Kunden dazu bewegen, vom Auto auf die Bahn umzusteigen, aber mit schöner Regelmässigkeit, d.h. bei jedem Fahrplanwechsel erhöht sie die Preise.

    Wie das zusammenpasst, sollen die Herren der Bahn AG einem Vielfahrer wie mir (ich fahr im Durschnitt monatlich ca 110 km !!!!) einmal erklären!!!

    Ein anderer "Wunder" punkt sind die in den letzten Jahren von der Bahn durchgeführten Streckenstillegungen gerade auf dem flachen Land, wo die Leute auf einen funktionierenden ÖPNV

    angewiesen sind. Ich weiss aus meiner Heimatstadt Straubing, mit welcher "Salamitaktik" hier die Bahn vorgegangen ist. Es gibt bei uns und im Naherhohlungsgebiet Bayerischer Wald

    touristisch voll erschlossene Dörfer und kleinere Städte, die aber auf Grund des Streckenrückbaus im Schnitt Umsatzeinbussen von 30 % und mehr haben, was für viele der betroffenen

    Gemeinden finanziell fast nicht zu schultern ist.

    Hier muss seitens der Bahn ein Umdenkprozess stattfinden; d.h. für mich weg vom Grössenwahn, siehe Neubaustrecken für Hochgeschwindigkeitsverkehr hin zur Stärkung des Schienen-

    nahverkehrs auf dem flachen Land sei es durch Reaktivierung bereits stillgelegter Strecken bis hin zur Beschaffung neuer Fahrzeuge für den schienengebundenen Verkehr.

    Eure Antwort auf meinen Forumsbeitrag interessiert mich sehr!!!
     
  2. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hallo Erwin!
    Meinst Du wirklich das Du hier den Vorstand der Deutschen Bahn AG wiederfindest? Bei Beschwerden diesbezüglich ist diese Seite der bessere Anlaufpunkt.
     
  3. jjk_61

    jjk_61 Mitglied

    Warum soll man sich nicht in einem Forum darüber Gedanken machen ? Andere Meinungen können den eigenen Horizont erweitern. Für Beschwerden ist allerdings das Forum nicht zuständig ...

    Ich denke, das was Erwin schreibt, ist ja nicht neu. Schon zu Zeiten der Länderbahn erwirtschafteten Nebenstrecken keinen oder nur einen sehr geringen Gewinn. Ich habe das gerade an Hand der k.W.St.E. nachvollzogen. Auch damals wurden unrentable Strecken entsprechend schlechter bedient. Und die Orte an diesen Strecken hatten die Bahn auch nötig, zumal Kfz-Verkehre fast nicht vorhanden waren. Als hoheitliche Aufgaben mussten sie den Spagat zwischen Rentabilität und Versorgung gewährleisten.

    Die Bahn ist heute eine AG. Damit zu Rentabilität verpflichtet. Andererseits spricht hier der Staat hier auch noch eine Rolle mit. Die Grundfrage ist aber die Gleiche geblieben. Wieviel "Nicht-Rentabilität" kann sich ein (Teilstaatliches-)Unternehmen leisten, wieviel ist der Verantwortung gegenüber der Bevölkerung notwendig.

    Wollen wir wirklich Geld in Bereiche investieren, die finanziell nichts bringen ? Ich halte das für eine gesellschaftliche Aufgabe, die insbesondere vor dem Hintergrund der Schuldenkrise eine eigene Brisanz erfährt.

    Als ich den von mir nachgebauten Rosentalviadukt von der Main-Weser-Bahn auf mehreren Ausstellungen zeigte, habe ich oft das Bedauern der Leute erfahren, die nicht wollten, dass ein solches Bauwerk abgerissen wird. Aber auf meine Frage, ob sie bereit seien, dafür jedes Jahr 10 oder 100 € zu zahlen bereit wären, wurden die meisten sehr nachdenklich. Der Steuersäckel ist letztlich nichts anderes als ein großer Geldbeutel von uns allen.

    Was sind wir bereit zu finanzieren und was nicht ?

    Grüße
    Jürgen
     
  4. tech

    tech Mitglied

    Dazu fällt mir das ein:

    [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=UFuAfKPjDsA&feature=player_embedded[/youtube]

    Ist immer noch aktuell!!!


    Sascha
     
  5. jande

    jande Mitglied

    110 km pro Monat? Wow! Bei mir sinds nur 2.000...

    Abgesehen davon habe ich den Eindruck, dass momentan stärker über Reaktivierungen als über die Schließung von Strecken gesprochen wird. Zumindest ist das hier im Raum Münster /Münsterland so. Und teuer find ich Bahnfahren eigentlich auch nicht, solange man alleine unterwegs ist.

    Aber die Verbindungen von "plattem Land" zu "plattem Land" sind in der Tat recht inakzeptabel. Gestern noch mit dem Auto unterwegs gewesen. Ich hatte eigentlich mit dem [lexicon]Zug[/lexicon] fahren wollen. Aber: Fahrzeit mit dem Auto 50 Minuten. Mit dem [lexicon]Zug[/lexicon] drei Stunden.

    Insgesamt teile ich die Meinung aber nicht, bei der Bahn würde alles schlechter. Zumindest aus meiner Sicht wird vieles besser, auch im Vergleich zu den letzten Jahrzehnten und der alten, viel gelobten "Bundesbahn".

    Viele Grüße,

    Jan
     
  6. RS1

    RS1 Moderator Mitarbeiter

    Hallo

    Ich kann mich Jan nur anschließen. Ganze 110km im Monat ist schon ne ganze Menge. Mal ganz davon abgesehen das ich Triebfahrzeugführer bei DB Regio bin, rechne ich nur mal was ich zu meiner Zeit als ich in Würzburg Stationiert war am Tag gefahren bin (Zu Ausbildungszeiten ging das mit den eigenen Arbeitgeber). Da waren es 90km am Tag. Aber mal im Ernst du weißt das du den schwrzen Peter hier nur einen Schuldigen zuschiebst, vor allem den der am wenigsten dafür kann. Streckenstillegungen kommen aus der Abbestellung des SPNV durch die Länder. Einen Großteil der Preisgestaltung wird auch durch Bund und Länder festgelegt. Du darfst auch nicht vergessen das die Einnahmen aus den SPNV nicht der Bahn zufallen sondern den Ländern die den jeweiligen Nahverkehr bestellen. Das Land zahlt dann einen bestimmten Pauschalbetrag für die erbrachten Verkehrsleistungen. Dafür benötigen ja die Länder vorwiegend ihre Nahverkehrsgesellschaften (in Bayern zum Bespiel die BEG). Wie du siehst deine Milchmädchenrechnung geht nicht auf. Und wenn du dich über Streckenstilllegungen und Fahrpreiserhöhungen beschweren willst (du schriebst glaub ich das du aus Straubing kommst), so setzt du dich mal in nen [lexicon]Zug[/lexicon] fährst nach München in den Landtag und beschwerst dich dort (und damit meine ich nicht beim Hausmeister oder der Putzfrau). Und wenn du schonmal da bist (also in München) kannst du gleich noch zur BEG und dich über die Abbestellung des SPNV´s in Bayern auf bestimmten Linien beschweren.

    Das meine ich als Betriebseisenbahner zumindest und grüße euch alle

    Matthias
     

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