? Digital Primex V200 umgebaut und auf Digital umgestellt

Dieses Thema im Forum "Technik" wurde erstellt von franzman, 10. Mai 2021.

  1. franzman

    franzman Mitglied

    Hallo liebe Modelleisenbahner*innen,


    zum ersten Mal habe ich eine analoge Lok auf Digitalbetrieb umgestellt. Die V200 bietet durch ihre Bauform ausreichend Platz. Dies ist gut für ein Erstlingswerk.


    Zunächst habe ich den Scheibenkollektormotor durch einen Hochleistungsmotor mit Permanentmagnet ersetzt. Dazu wird das Motorschild, der 3-polige Scheibenanker und der Umschalter entfernt und beiseitegelegt (diese Teile werden nicht mehr benötigt. Es bleibt auch kein Kondensator, der auf Masse geht am Kabel zurück - weg damit.


    Dann habe ich, nachdem ich den Motor nochmals gesäubert habe, den 5-poligen Trommelkollektor mit dem 7-Zahnritzel (passt zum Getriebe und auch der alte Kollektor hatte ein 7-zähniges Ritzel) eingesetzt und den passenden, im Umbauset 60944 von Märklin enthaltenen, Motorschild aufgesetzt und mit den ebenfalls im Set enthaltenen etwas längeren Schrauben (Dauermagnet ist etwas dicker) fest geschraubt. Danach die Kohlen mit der richtigen Stellung der Kerben für die Druckfeder auf beiden Seiten eingesteckt und die Federbügel in die Kerbe gesetzt. Zuletzt noch die beiden Entstördrosseln (im Set enthalten) angelötet. Dann war der Motorumbau fertig. (Zeitaufwand als Ungeübter ca. 30 Min.)


    Dann der aufwendigere Teil für einen Neuling - der Einbau des Dekoders (Märklin-Set 60982) mLD3 Dekoder 260175 mit angelötetem Kabelbaum. Achtung: Farbcodierung nach NEM, nicht nach Märklin. Das hat mir insgesamt viel Zeit gekostet. Die Kabel für Motoranschluss, für das Licht (hinten und vorne) sowie für die Stromzufuhr über den Schleifer war kein Problem. Aber ich hatte zwei schwarze Kabel und keine Erklärung dazu.


    Dazu habe ich im Internet gesucht, mir Erklär-Videos angesehen, Märklin Dokumentation besorgt - nichts was mir weiterhalf. Der Dekoder ist mit einem Schrumpfschlauch versiegelt und so konnte ich nicht sehen, wo die Kabel angelötet waren. Beim Durchmessen der Kabel stellte ich einen 6 Ohm Widerstand fest, somit konnten die Kabel nicht an einem Lötpunkt sitzen.


    Dann habe ich die Kabel auf weißes Papier gelegt und eine Lupe zu Hilfe genommen. Dann konnten meine alten Augen einen leichten Unterschied feststellen - ein schwarzes Kabel mit einem dunkelblauen Streifen. Stunden später war nun klar, dies war der GND des Dekoders.


    Das rein schwarze Kabel mit der Schienenmasse verbunden und die Lok lief.


    Die Glühbirnen der Lok habe ich entfernt und auch die Schraubfassungen ausgebohrt und entfernt. Für die Beleuchtung sorgen nun zwei weiße LEDs, die ich mit einem entsprechenden Vorwiderstand versehen habe. Später baue ich dies noch einmal um (Doppel-LEDs rot/weiß), damit entgegen der Fahrtrichtung ein rotes Licht erscheint.


    Da ich den Lokdekoder nicht an eine Platte ankleben wollte, habe ich aus einer Kunststoffverpackung von Pfefferminz Pastillen ein Aufnahmekästen in die Lok gebaut. Nicht schön - aber selten.

    Alle Kabel sind hinterher noch sauber in Kabelbäume gepackt worden und die nicht benötigten Kabel habe ich alle isoliert und zusätzlich mit Schrumpfschlauch in Zweier- bzw. Dreierpacks gesteckt.


    Ich freue mich, dass der Umbau letztlich geklappt hat. Der nächste Umbau wird dann hoffentlich schneller gehen.


    Viele Grüße


    Helge
     

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    lok527596 und Atlanta gefällt das.
  2. franzman

    franzman Mitglied

    Hallo liebe Modellbahnbegeisterte,


    ich bin mit dem Umbau der V200 nun einen Schritt weiter. Für die V60 benötigte ich einen in den Abmaßen kleinen Decoder und der V200 wollte ich noch etwas Sound verleihen. Also habe ich den vorher beschriebenen Decoder aus der V200 ausgebaut und für die V60 verwendet. Dieser hätte auch nicht großer sein dürfen, da der Platz in der V60 doch sehr begrenzt ist.


    Für die V200 habe ich mir den SoundDecoder mSD3 für Dieselloks (Märklin 60976) besorgt und eingebaut. Zu beachten ist, dass entgegen den verwendeten Kabelfarben bei dem mLD3 Lockdecoder (Märklin 60982) - dieser Verwendet die NEM Farbcodierung - beim mSD3 SoundDecoder die Märklin Farbcodierung verwendet wird.


    Unter Berücksichtigung der Farbcodierung war der Einbau, wie im Beitrag zuvor und mit den hinzugewonnenen Erfahrungen, recht schnell erledigt. Dieser Sounddecoder gibt der Lok nicht nur die Sounds, sondern übernimmt auch die Motorsteuerung (das wisst ihr sicher, aber für mich als Wiedereinsteiger war dies zunächst nicht klar).


    Zusätzlich habe ich der V200 nun auch das, entsprechend der Fahrtrichtung, rote Rücklicht verpasst. Die beiden LEDs (je Fahrtrichtung) sitzen auf einer kleinen Platine und sind durch eine Steckverbindung mit den Vorwiderständen und dem Lichtstrom verbunden. So kann man einfacher bei Ausfall einer LED diese wechseln ohne großartig an den Kabeln herumlöten zu müssen.

    Viele Grüße

    Helge
     

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