Gleisbau Roco-Line (ohne Bettung)

Dieses Thema im Forum "Anlagenbau" wurde erstellt von AndreasP, 11. Januar 2017.

  1. AndreasP

    AndreasP Mitglied

    Moin zusammen,

    Frage an die Nutzer des RocoLine Gleises (ohne Bettung):

    Ich plane meine Anlage (H0, digital) mit dem o.g. Gleis.
    Bei der Überlegung, wie kriege ich den Strom ins Gleis, habe ich mich bei Roco nach den üblichen Anschlussgleisen e.t.c. umgesehen.

    Da gibt es:


    - 61191 Stromeinspeisung analog für Geoline (mit Bettung)
    - 61190 Stromeinspeisung digital für Geoline (mit Bettung)
    - 42421 Anschlussgleis analog für Rocoline

    Es fehlt "Stromeinspeisung/Anschlussgleis für Rocoline ohne Bettung für Digitalbetrieb".

    Also habe ich an Roco gemailt mit der entsprechenden Frage.

    Und was antworten die?

    "Für RocoLine-Gleise mit Bettung nutzen Sie bitte....."

    Kann denn keiner mehr richtig lesen heute?

    Also frage ich mal hier die Gemeinde. Wer fährt mit Roco-Gleisen ohne Bettung und digital und wie schließt Ihr die Gleise ans Stromnetz an? Ich würde gerne aufs Löten verzichten.Gibt´s da Möglichkeiten?

    Piko z.B. hat zum Stromanschluss sog. "Anschluss-Clips". Das finde ich gut.

    Danke für Auskunft.

    Gruß aus dem windigen und regnerischen Norden
    Andreas
     
  2. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hallo Andreas!
    Es spielt keine Rolle, welche Stromeinspeisung Du nimmst. Es sind alles ganz normale Schienenverbinder mit einem angelötetet Draht. Geoline und Rocoline ohne Bettung ist gleiche Gleissystem.( Code83) ; (der einzige Unterschied besteht bei der Bettung)
     
  3. AndreasP

    AndreasP Mitglied

    Hallo Rayman,

    danke für die Auskunft.
    Da bei dem 61190 in der Beschreibung stand "Gleissystem - Geoline" hatte ich angenommen, das würde für "Rocoline" nicht passen.

    Dann bin ich ja beruhigt.

    Danke und Gruß aus dem Norden
    Andreas
     
  4. RS1

    RS1 Moderator Mitarbeiter

    Hallo Andreas

    Jetzt kommt es darauf an, mit welcher Zentrale du fährst, da viele Hersteller dort die Eigenheit haben per Stecker die Verbindung zwischen Gleis und Zentrale herzustellen. Wenn du mit der Multimaus fährst wirst du um den Stecker wegen nicht um den Anschluss aus dem Set 61190 drumherumkommen und die Anschlusskabel dann an das Schiénenprofil löten. Wenn du aber mit einer anderen Zentrale fährst kannst du das Anschlussgleis 42421 nutzen, musst aber eventuelle Rundfunkentstörkondensatoren für den Digitalbetrieb entfernen. Und du hast bei Bedarf das Problem das du unter Umständen einen Stecker anlöten musst um die Gleisanlage mit der Zentrale zu verbinden. Das ist halt das Problem, wenn jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht um Kunden gezwunge´nermaßen zu binden.
    Daher wäre es meiner Meinung nach am einfachsten, zumindest wenn kein seperater, spezieller Stecker benötigt wird, zwei Drähte an das Gleis zu löten und fertig. Wenn nicht schau halt mal bei dir in der gegend nach einen Modellbahnclub, dort wird dir sicherlich auch beim löten geholfen, wir machen hier ja auch sowas.

    LG Matthias
     
  5. AndreasP

    AndreasP Mitglied

    Hallo Matthias,

    ist ja dann doch wieder komplizierter als ich dachte/hoffte.

    Ich weiß nämlich noch gar nicht, mit welcher Zentrale ich fahren will.

    Ich bin momentan bei der Gleisplanung (weitesgehend fertig) und will, sofern es die Zeit erlaubt, noch im Winter mit dem ersten Abschnitt anfangen. Dazu gehört für mich auch der Einbau der Gleisanschlüsse. Ich bin davon ausgegangen, dass ich die anderen Enden (also nicht die, die am Gleis dran sind) an alles anschließen kann.

    Ziel ist am Ende, mit PC-Steuerung zu fahren. Damit kommen auch einfachere/preiswertere Systeme infrage als z.B. die von Uhlenbrock, die ich lange Zeit favorisiert hatte.

    Kann man den Entstörkondensator problemlos entfernen?

    Danke und Grüße aus dem Norden
    Andreas
     
  6. Kai Eichstädt

    Kai Eichstädt Aktives Mitglied

    Moin Andreas,

    jetzt wäre der Rest interessant, denn warum sollte das nicht auch für die Gleise ohne Bettung möglich sein?

    Ganz abgesehen davon: warum lötest du nicht einfach zwei Kabel an das Gleis?

    Gruß
    Kai
     
  7. AndreasP

    AndreasP Mitglied

    Moin Kai,

    ich löte nicht gerne. Habe in meinem Leben erst eine handvoll Kabel zusammen gelötet und keines davon ist im ersten Versuch gelungen. Zudem habe ich in einem Forum (entweder hier oder eines der anderen Modellbahnforen) gelesen, dass dies bei Gleisen noch schwerer sein soll als bei "normalen" Kabeln ist. Löten an Neusilber soll nicht funktionieren und man muss ziemlich aufpassen, nicht die Schwellen einzuschmelzen. Einer schrieb in dem Forum (mit einem Smiley dazu), "dann nimm doch Gleise mit Betonschwellen...".

    Okay - vielleicht muss ich es einfach mal üben. Aber ich bin halt Kaufmann; mir geht das nicht so von der Hand wie vllt. vielen anderen.

    Danke und Gruß aus dem Norden
    Andreas
     
  8. Kai Eichstädt

    Kai Eichstädt Aktives Mitglied

    Moin Andreas,

    lesen kann man vieles und manchmal versteht eiener es nicht richtig oder das Gelesene war falsch, denn
    halte ich grundsätzlich für ein Märchen. Oder ich mache etwas grundsätzlich falsch, denn das Löten der Gleise von Roco, Peco, Minitrix und Fleischmann (N) war bisher immer möglich. Mit ein wenig Übung erkannt man hinterher auch noch die Schwellen. Problematisch ist es hingegen, wenn die Gleise aus Edelstahl sind (Märklin, Arnold).

    Löten kann man lernen und üben, dann klappt es auch. Wichtig ist gutes Werkzeug und Lötzinn sowie das Wissen, daß die zu verlötenden Teile sauber sind. Erst werden die Kabelenden verzinnt, dann die Stelle an der Schiene. Zum Schluß nur noch das verzinnte Ende auf diese Stelle legen, kurz erhitzen und fertig.

    Gruß
    Kai
     
  9. AndreasP

    AndreasP Mitglied

    Moin Kai,

    danke für die Erläuterungen. Ich werde es so wie erklärt versuchen.

    Ich habe bisher zu keinem Thema (auf unterschiedlichen Seiten) derart widersprüchliche Angaben gelesen wie zum Thema Löten. Einer schreibt, es funktioniert nur an den Schienenverbindern, nicht an den Gleisen direkt, der Nächste meint, bei ihm ginge es nur an den Schienen, aber auf keinen Fall an den Verbindern. Ein Dritter hat drei versichiedene Lötzinnarten (ich wusste gar nicht, dass es da Unterschiede gibt) probiert, bis es klappte, ein anderer spricht von "Lötöl" u.s.w.

    Wenn man das als Laie liest, kommt man schon ins Grübeln...

    Danke nochmal und Gruß aus dem (jetzt verschneiten) Norden
    Andreas
     
  10. Prius

    Prius Aktives Mitglied

    Hallo Andreas,

    Kai hat alles hinreichend und gut erklärt. Neusilberschienene kann man ausgezeichnet löten. Bei Schienenverbinder sieht es schon etwas anders aus. Die sind zumeist aus Federstahl, da hilft es oft die Lötstellen anzuschleifen.

    Noch ein Tipp kaufe auf jeden Fall Elektronik-Lötzinn mit der Bezeichnung SN60PB40 mit Flussmittel, dieses Lötzinn besteht zu 60% aus Zinn und 40 % Blei. (oft gibt es das auch mit 38% Blei und 2% Kupfer) lass dir kein bleifreies Lötzinn verkaufen. Ich habe das auch und es lässt sich bescheiden verarbeiten - nutze ich nur zur Schmuckherstellung (meine Frau bastelt gerne Perlenketten) da man dort evtl. die Lötstellen doch mehrere Stunden direkt auf der Haut trägt evtl. auch schwitzt ist das dann vielleicht nicht so prima :confused:

    So gefährliches Teufelszeugs ist Lötzinn auch nicht, ich hantiere damit nun schon fast drei Dekaden mit rum und lebe erstaunlicherweise immer noch :D. Also nicht einreden lassen das das Elektroniklötzinn tödlich ist - bullshit!
     
  11. AndreasP

    AndreasP Mitglied

    Okay - danke nochmal an alle.

    Ich werde auf die Tipps achten.

    Grüße,
    Andreas
     

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