?? Anlagenbau Segmentierung komplexer Grossanlagen

Dieses Thema im Forum "Anfänger, Umsteiger und Fragen" wurde erstellt von lve0200, 3. März 2010.

  1. lve0200

    lve0200 Neues Mitglied

    Liebe MoBahner,

    ich plage mich mit der Planung einer grossen Erweiterung, die ich ggf. als Segmente ausbilden möchte (ca. 150x200cm pro Segment). Die FREMO Modulbauer schreiben vor, dass die Gleise an den Modulkanten rechtwinklig herauszuführen sind. Das ist m.E. bei einer grossen Anlage mit 8-10 gleisigem Haupt- und darunterliegendem SBF auch durch den Einsatz von moderner Gleisplanungs-SW nicht machbar. Ich suche deshalb nach Erfahrungen & Tips, wie jemand das bei einer Grossanlage bewerkstelligt hat. Im einzelnen:

    • FREMO favorisiert an den Stosskanten die Gleisstränge auf Messingschrauben fest aufzulöten. Habt ihr das genauso gemacht, oder habt ihr die Gleise in der Bettung fixiert?
    • Wie wirkt sich eine leichte Flexibilität der Bettung an der Stossstelle aus?
    • Habt ihr zuerst die Gleise fertig verlegt und dann an den Stossstellen mit einer Diamantrennscheibe wieder aufgetrennt, oder zuerst bis an die Kante verlegt und dann von der anderen Seite wieder neu angestossen?
    • Wenn ihr getrennt habt, wie habt ihr die Bettung getrennt? Habt ihr nach der Trennung die Stossstellen noch irgendwie nachbehandelt?


    Viele Fragen, aber ich lebe nach dem Motto: Erfahrung ist, wenn man merkt, dass man denselben Fehler schonmal gemacht hat; Dummheit ist, wenn man denselben Fehler immer wieder macht.

    In diesem Sinne, lasst mich nicht dumm sterben[​IMG]
    hans
    PS.: Da ich vermute dass es nur eine kleine Gruppe gibt, die darauf mit eigener Erfahrung antworten kann, habe ich diesen Beitrag auch in anderen Foren gepostet; sorry for that.
     
  2. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo Hans

    Fremo ist für Modellbahner die auf Fremo Ausstellungen gehen. Da ist es im Prinziep auch nur wichtig das die ersten paar cm stimmen, ansonsten kann man zwioschen bauen was in die sonstigen Statuten passt.

    Nun aber die Frage für was willst Du dieses haben? Für Deine MOba zuhause? Da darfst man sich doch gerne seine eigene Norm erfinden. Es gibt genügend andere Vereine die eine Modulnorm haben und da sind es genau die Köpfe und die Gleismasse wo zu stimmen haben.

    Bei der Trennung ist es halt so umso besser Dein Gleis an der Trennstelle mit dem Kasten stabil verbunden ist umsoweniger kann beim Transport damit geschehen, sprich abreißen verbiegen. Ich selber habe meine Gleise am Übergang von 2 Segmenten lose im Schotter verklebt und war auch schon froh drum. Und bei den Austellungen bisher 1mal was richten müssen als dem Begleiter das Segment einseitig abgestürzt ist.

    Bei den Böschungen Landschaftsbauten habe ich die Einzelteile zusammengebaut mit einer Folie dazwischen. Die Landschaft durchgestaltet als wäre keine Trennnstelle vorhanden und danach auseinander genommen . An der Folie ist ja keine Haftung und somit warens 2 getrennte Teile mit relativem Übergang.

    Gruss Stephan
     
  3. lve0200

    lve0200 Neues Mitglied

    Vielen Dank, Stephan!

    ich sollte vielleicht noch anfügen, dass es mir nicht um flexiblen Transport geht. Die Anlage wird nicht transportiert werden. Es geht hier vielmehr um die (hoffentlich langfristige Frage) "Wenn ich mal tot bin". Darüber ist in manchem Forum ja auch schon philosophiert worden. Schützt Transportfähigkeit vor Abriss, Verschrottung etc??
     
  4. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo

    da muss ich Dir aus der gängigen Praxis sagen : NEIN das nützt meist nix.

    weil die Nachkommen oder Erben nichts damit anfangen wollen und das Zeugs loshaben wollen . Die meisten Aufkäufer wollen keine Anlage sondern nur die darauf verbauten Teile. Sollte sich vieleicht doch jemand finden der genau so eine Anlage in den Formen haben will ist das ein absoluter Glückstreffer.

    Entschuldigung das es so hart klingt , aber nach uns kommt das nicht mehr

    LG Stephan
     
  5. ductore

    ductore Aktives Mitglied

    Hallo,

    vieles hat Stephan ja schon zur Trennbarkeit und Modulnormen geschrieben.

    Daher mein Tipp: Wenn absehbar ist, das die Anlage auf ewig stationär ist und nur für absolute Notfälle (damit meine ich keine Umzüge im 2-Jahres-Rhyhtmus) getrennt werden soll, würde ich die Rahmenverbindungen, wie bereits beschrieben, verklebesicher gestalten und das Gleis, auch im Sinne der Betriebssicherheit, ohne Schnitt über die Trennkanten legen. Dort würde ich aber Weichen vermeiden.

    Im Falle eines Abbaus sind die paar Gleisstränge schnell durchtrennt und die Segmente trennbar und transportabel. Da die Anlage vermutlich wieder stationär aufgebaut wird, muss der Neuaufbauer halt die paar Stellen flicken. Um die Arbeit zu erleichtern, kann man an den Trennstellen ja extrem kurze Normgleisstücke verbauen (z.B. 1/4-Geraden).

    Ich denke, das grössere Problem wird sein, wenn man mit der Schere - schnipp-schnapp - an die Elektrik geht. Das wieder aufzubauen dauert, sofern man keineStecker verwendet, am längsten.

    Einige Erfahrungen konnte ich bereits bei der Demontage und Wiederaufbau meiner Segmentanlage sammeln. Da eigentlich für die Ewigkeit gebaut, tat ich mich mit der Elektrik am schwersten. Und da beim Einschottern der Weissleim auch zwischen die Trennkanten geflossen ist, war die Demontage entsprechend schierig und es hat einiges an kraft und ein wenig Verluste an Holz gekostet. Die paar Schienenlücken konnte ich dagegen relativ schnell wieder durch Austausch der Gleise und Neueinschotterung schliessen.

    Viele Grüsse
    Holger
     
  6. FRANKRAINER

    FRANKRAINER Aktives Mitglied

    Trennstellen

    Hallo Hans,

    wie in meinem Beitrag beschrieben, habe ich die beiden Anlagenteile für eine etwaige Trennung mit mehreren Holzdübel in der Lage fixiert und die (nur) geraden Gleisstücke darüber nicht fixiert, sondern nur mit Gleisverbinder an die anderen Gleise angesteckt. Die meiste Arbeit verursachten die elektrischen Leitungen, die von Lötleisten kommend mit farbigen Miniatursteckern verbunden wurden. Notwendig ist in jedem Fall eine Tabelle mit Bezeichnung der Leitung sowie der Farbe von Leitung und Stecker. Den Schotter kann man im Badarfsfall an dieser Stelle ohne viel Leim binden oder du lässt bis zum Herbst an dieser Stelle den Schotter einfach weg. 8)
     
  7. lve0200

    lve0200 Neues Mitglied

    Vielen Dank, miteinander,

    Eure Beitraege haben mir bei der Entscheidungsfindung gut geholfen. Ich werde wohl den Rahmen und die Elektrik segmentieren und die Gleise durchgaengig laufen lassen.

    Amen!
    mfg
     

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