Gleisplanung Spur N-Wiederanfang: Der 4. Entwurf + der Versuch der Umsetzung in kleinen Schrittchen

Dieses Thema im Forum "Planung" wurde erstellt von Manfred-Spur N, 21. März 2006.

  1. 1 Jahr später als erwartet, ist bei mir trotz akuter Fantasienotstände doch noch so etwas wie ein "Monstergleisplan" entstanden.

    - Eine reine Fahranlage auf wenig Platz in der Breite ... eine Anlage OHNE jedwedes realistisches Vorbild ... MAL SCHAUEN, was ich von meinen wilden Kreationen umsetzen kann ... und was alles wieder gestrichen bzw. umgefummelt werden muss. (Mein Gleisplaner kann nämlich keine Ebenen, Höhen und Steigungen berechnen, er hat auch keine Landschaft - ich habe auch keine Lust mehr, was zu planen - irgendwas stimmt sowieso immer nicht ... auch hier sind noch zig Fehlerchen drin, sonst kommt es NIE zum Baubeginn.)

    - Ich weiss: Im Original gibt es u. a. keine Bogenweichen und auch keine Entkupplungsgleise ... aber ich hab´sie nun mal ... also werden sie auch verwendet ... zum Wegschmeissen ist das Zeugs ja auch zu schade.

    - Nu will ich erst einmal anfangen zu bauen: Baumaterial ist da, bis auf 1 Weiche und 4 Schienen auch alles an Gleismaterial. Brücken Tunnelportale kommen dann irgendwann in ferner Zukunft, genau so wie Bahnsteige, letztere wohl im Eigenbau.

    Ich darf gar nicht erst an die Elektrikmatsche denken ... überhaupt kein Lieblingsthema von mir ... Stromeinspeisung gibt´s nur jeden ca. 1 m bis 1,50, das muss reichen ... wenn ich an die Verdrahtung der elektromagnetischen Artikel bzw. Signale etc. denke, wird mir übel. Aber bis dahin sind es ja womöglich noch ein paar Jahre.

    - ich nenne das Ding zunächst mal "Engstadt im Tal", weil etliche Teile der Fahrwege durch Mauerarkaden, Felsen etc. begrenzt werden ... hat wenigstens den Vorteil, das ich wenig Gebäude und auch nur wenig Grünzeug brauche - dafür wird das Geschottere um so aufwändiger:

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  2. Marian

    Marian Guest

    Hab nicht so viel Zeit um genauer zu schaun aber auf den ersten Blick ist die Anlage total überladen.
    Auch wenn du nicht vorbildgerecht planen willst, ist die Gleismenge einnfach unrealistisch!

    Weniger ist manchmal mehr!

    Marian
     
  3. 4. Spur-N-Entwurf "Die eigene Wunschanlage"

    Weiss ich alles, schrieb es glaube ich auch - es ist sehr voll geworden (sollte es auch, in diesem engen Talkessel) ... deswegen "Engstadt ..." - aber ich habe nun mal das ganze Zeugs (bei ibäh verschenken wollte ich das auch nicht) und gehe daher erst mal vom MAXIMUM aus ... STREICHEN und REDUZIEREN (wer kennt das nicht) kann ich immer noch ...

    mal sehen, was davon in ein paar Monaten oder Jahren übrig geblieben ist ...

    Mein persönlicher Anspruch ist übrigens auch nicht die möglichst wirklichkeitsgetreue Wiiedergabe (hätte ich 8 oder 10m² Platz, dann wäre das anders) ... sondern ein Maximum an SPIEL- UND FAHRBETRIEB AUF LEIDER NUR WENIG RAUM.

    Und das ist meine 3. und wohl auch letzte N-Anlage (irgendwann werden nämlich die Finger immer dicker und die Augen immer kleiner) - und daher versuche ich jetzt mit Engstadt ein Maximum an SPIELMÖGLICHKEITEN ... auch wenn es nicht unbedingt realitätsnah ist ... (trotzdem freue ich mich für alle, wo Platz nicht das Problem ist).

    Träumen darf man doch - wenigstens auf der Modellbahn? Und ich bin doch noch "Reichsbahner-Lehrling" - siehe Avatar links ...
     
  4. Markus

    Markus Administrator Mitarbeiter

    also Teile find ich gut, mit manchen kann ich nichts anfangen.
    Der Bhf ist gar nicht so schlecht. das BW da sind teilweise so kurze Gleise.

    Ansonsten für Just4Fun machts bestimmt Spaß ;)

    Soll das mit oder ohne Landschaft?
     
  5. 4. Spur-N-Entwurf "Die eigene Wunschanlage"

    @ Markus & Co - so ich will mal ein wenig rumfantasieren - eben Just4Fun:

    Jo, wird sich sicher in der Praxis noch was ändern, genau so wie links vom BW das Güterzuggleis mit Abstellgleisen. Wird´s sicher "Streichungen bzw. Verschiebungen" geben ... falls es im BW Engstadt zu eng wird ...

    BW:
    Hatte vorher mal inklusive "Gleise zusammenstecken" ein paar grobe Stellproben gemacht.
    --Die 5 bzw. 3 längeren Gleise passen so für einen Arnold-5-ständigen Lokschuppen, bzw. einen uralten Arnold 3ständigen Schuppen (SIEHE HIERZU EIN PAAR FOTOS IN GALERIE, der Schuppen stand schon auf meiner früheren Anlage, ich habe ihn jetzt farblich behandelt und auch vorher neue Fenster eingesetzt - da die Plastikfolien aus der Arnold-Glaserei immer herausfielen und nie dauerhaft kleben blieben...).
    . Auf die 6 anderen Gleise passen schon ein paar N-Dampfloks- die beiden ganz kurzen Gleise mit Prellbock habe ich einfach reingemacht, damit bei unruhiger Trafohand die Lokomotiven nicht über die Drehscheibe hinausschiessen bzw. nicht in die Hauptstrecke rein knallen. Eine Entschlackungsgrube mit Kran passt rein, auch eine Dieseltankstelle, Kleinbekohlung, Besandungsanlage, ein Rohrblasgerüst, 2 Wasserkräne, 1 Verwaltungsgebäude + eine Aufenthalts"barracke". Diverse BW´s, die ich noch teilweise zu Plandampfzeiten besuchte, waren auch "übervoll" alles dicht an dicht bepackt, von Hängen oder/und Stützmauern eingeschlossen.

    Bahnhof:
    die beiden langen Durchfahrtgleise sind 1144 mm lang - da passt schon eine 05 oder 18 mit 6-8 Personenwagen rein, je nach Bauart. Ein kleines Bahnhofsempfangsgebäude + 1 Güterschuppen kommt vorne hin, denn da wo ich dann am Trafo stehe, fängt ja Engstadt erst richtig an - nur das man´s nicht sieht ... die Bahnsteige sind momentan so ausgelegt, das sie ca. 5cm breit sein dürfen, was dann im Original 8 Meter wären. (Ich schaute mir allerdings auch schon viele ältere bzw. ehemalige Personenbahnhöfe mit 2 oder 3 Bahnsteigen an, wo die Bahnsteige um die 6m breit sind, das Modell dann nur 35-40mm breit wäre, aber das sieht irgendwie fipsig aus - schaut man sich gar in Polen ehemalige deutsche Bahnhöfe mit eingefassten geschotterten Bahnsteigen an, könnten sie im Modell sogar noch schmaler sein - was aber bei der Länge nicht wirkt.)

    Bebauung bzw. Landschaft:
    Auf die andere Seite - also Anlagenmitte - kommt eine Durchfahrtstraße, die von links oben aus "Dingenskirchen" kommt und schliesslich rechts unten im Tunnel verschwindet, 3 schmale Anliegerstraßen passen auch noch. Ein paar Arbeiterwohnhäuser und 2-3 kleine Firmengebäude sollen hier ihren Platz finden, denn hier leben halt nur "Malocher" und Arbeitslose - Grünanlagen braucht Engstadt eh nicht, da es eine etwas heruntergekommene und schmuddelige Kleinstadt ist. Etwas gediegener darf es links in Engstadt-West zugehen, wo die "5" bessergestellten Familien leben, demnächst sogar eine Gaststätte eröffnet und man Erholung im Bergwald findet, von wo aus man auch einen schönen Blick haben soll. (Besonders Eisenbahnfans lauern dort am Tunnelein/-ausgang mit Ihren Fotoapparaten, kommt doch gelegentlich die blaue S3/6 noch zum Einsatz ... :happy:)
    Beschaulicher geht es auch rechts im höhergelegenen "Pillhuhndorf" zu, dass seit Rückbau der einstigen, früher durchgehenden Nebenbahn zu einem "Sackhaltepunkt" degradiert wurde, da hier heute die Strecke endet.

    (Wie gesagt alles Fantasie ohne Vorbild - muss mal sehen ob wir da was optisch gefälliges raus machen können - nur irgendwann müssen wir auch mal anfangen ... Umgestaltungen kommen sowieso, das bleibt nicht aus, zumal ja die uralte Planungssoftware an sich sowieso nicht 100%ig stimmt.)

    ---
    NachEdit1 = Überschrift vergessen
     
  6. Hesse-James

    Hesse-James Mitglied

    RE: 4. Spur-N-Entwurf "Die eigene Wunschanlage"

    Anmerkungen zum Gleisplan:

    Ich mag lieber Hundeknochen als ineinander gelegte Kreise. Hast Du mal über die Alternative eines Hundeknochen nachgedacht?

    Die Fahrwege als solche finde ich für die Größe schon OK, und interessant ist z.B. die Zufahrtmöglichkeit zur Drehscheibe vom Bahnhof und vom 'Güterbereich' aus. Das mit der 'Dichte' läßt sich nicht vermeiden, wenn man sich ein paar Motive vorgenommen hat. Ich denke das es aber noch ansehbar wird. Die Landschaft und Bebauung sollte dann aber eher auf 'Randzone einer Industrieregion' als auf 'Beschauliches Örtchen am Rande der Zivilisation' abgestimmt werden.

    Was ich mich noch frage:
    Wie bekommst Du Deine Nebenbahngarnitur wieder 'zurückgedreht', wenn sie einmal durch die Wendeschleife links gefahren ist?
    Dann wäre notwendigerweise ein Umsetzen der Lok notwendig, aber der Gleiswechsel in der linken Bahnhofsausfahrt ist dann immer noch verkehrt herum. Und fast eine komplette Schleife im Gleiswechselbetrieb fahren zu müssen erscheint mir schon gefährlich, da kommt man dann schnell an die 'Schach-Matt'-Stelle...

    Viele Grüße! Hesse
     
  7. 4. Spur-N-Entwurf "Die eigene Wunschanlage"

    Wo Du Recht hast, hast Du Recht - prima, hatte mir schon 2 bzw. 3 grobe Patzer im Plan vermerkt und diesen Fehler noch gar nicht mal gesehen ---> ich sehe nur noch bunte Linien, Zahlen und Schienen :boaahhaa: ---> hoffentlich ist das auf Dauer nicht schädlich ...

    Hab´s mir gleich zusätzlich auf die Wunsch- bzw. Fehlerkorrekturliste geschrieben ... die Nebenbahn muss irgendwie wieder frühzeitiger dahin, wo sie hingehört ... mal gucken, was mein Hirnschmalz noch her gibt.

    ---

    Jo, fertige Pläne hatte ich vorher schon 3 Stück mit etlichen Untervarianten bzw. Änderungen:
    1. Platte in U-Form (statt L) ---> ist aber beim besten Willen platzmäßig nicht realistisch ... da randaliert meine bessere Hälfte, wenn kein Besuch mehr ins Modellbahnzimmer, was gleichzeitig auch Esszimmer ist, passt.

    2. Platte in Rechteckform jedoch statt 90cm ca. 1,10-1,20 breit - hier hatte ich auch u. a. eine "Hundeknochenstrecke" vorgesehen - aber auch hier Probleme mit der Breite, da kommt man nicht mehr bis hinten dran + Platzmangel.

    3. Wie 2. jedoch nur 85 bzw. 90 cm breit - da passt dann u. a. keine Drehscheibe bzw. BW mehr und die langen Bahnhofsgleise kann ich mir auch abschminken - ob ineinandergelegte Fahrkreise oder Hundeknochen

    4. Der jetzige "Fantasieplan" in L-Form nun halt -

    ... wie sähe denn Dein Hundeknochen aus??? Würde der dann nur die linke 2gleisige Strecke ersetzen??? Meine Fantasie lässt zu wünschen übrig ...
     
  8. nozet

    nozet Renommiertes Mitglied

    Mir gefällt der Plan ausgezeichnet.
    Wenn du in der Mitte hohe Häuser ansiedelst hast du auch eine Trennung in Bahnhof und Rangierbereich.

    Allerdings sehe ich den linken äusseren Kreis als Kehrschleife, oder täusche ich mich ? (Wegen der Elektrik die du nicht so magst)
     
  9. 4. Spur-N-Entwurf "Die eigene Wunschanlage"

    nozet:
    der linke äußere Ringel ist eigentlich nur eine Wendeschleife, die ggf. mit einer Stromkreistrennung zu versehen ist.

    (Ich muss noch kräftig schreinern + 4 Einzelne Platten rahmen bzw. auf die Beine stellen ...

    und in der Zwischenzeit, wenn ich davon die Nase voll und die Finger voller Splitter habe ...

    ---> kommen in den Gleisplan noch ein Paar Korrekturen, 2 habe ich schon gemacht, der Rest wohl am nächsten Wochenende. U. a. die gute Anregung von Hesse-James stellt mich vor echte Aufgaben - die etwas eigenartig gelöst werden konnte.)

    NACHNACHEDIT: [BLINK]NEU[/BLINK]
    So, nach diversen Anregungen von MOBA-Freunden dann hier mein Planungsendstand mit zig Änderungen bzw. Korrekturen - danach fange ich dann ab ca. Mai 2006 tatsächlich doch noch mal an zu bauen - mal schauen, was trotz voll überladener Platte davon übrig bleibt:

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    Und das braucht man an Minitrix-Gleismaterial dazu:

    [​IMG]

    -ham wa zum Glück alles am Lager!
    [MARQUEE]Brauch´n wa nur noch eben alles aufbauen.[/MARQUEE]
     
  10. 4. Spur-N-Entwurf "Die eigene Wunschanlage"

    Geplant haben wir ja nun lang genug.

    Gleisplanungsprogramme sind ja eine schöne Sache ... ABER STIMMT DAS AUCH ALLES EINIGERMASSEN??? Heute nach der Nachtschicht dann gleich die erste Stellprobe

    - auf dem linken Platten- bzw. Planteil 1050mm lang x 900mm breit:
    000:
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    - und so sieht´s dann in 1:160 unter Verwendung von Minitrix bzw. identischen Ibertren-Gleismaterial IN ECHT aus:
    001:
    [​IMG]
    002:
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    Fazit:
    Wir sind (zunächst mal) entzückt - mit einer Abweichung von +/- 5mm stimmt das Planungsprogramm mit dem als "Stellprobe" grob verlegtem Gleis überein ... und das trotz der Steigungsstrecke, die im Bereich der Gleisüberführung ca. 60mm aufweist.
     
  11. Bauperiode März/April 2006: Die eigene Wunschanlage

    Obwohl eher ein langweiliges Thema (+ nichts aufregendes, ich weiß das), hier trotzdem mal einige Impressionen von meinem gerade stattfindenden Anlagenkomplettneubau. Vielleicht ist das ja dennoch für den ein oder anderen (Wieder-)Anfänger auch interessant:

    - - - - -

    1.) Unter Verwendung von 9mm Mehrschicht-Sperrholz (je mehr Schichten, um so besser!), Hart- bzw. Weichholzleisten vorwiegend 30x20 und 37x18 mm (eine gewisse Kombination ist wichtig, weil Holz arbeitet und auch noch nach Jahren reißen kann!) sowie diversem Standbeinmaterial 55 – 62mm im Querschnitt entstehen hier 4 einzelne „Tische“ von denen der 3te heute fertig wurde – Gesamtlänge aller 4 Teile 4,00m.
    (Auf die Verwendung von Spanplattenelementen wurde bewusst verzichtet – auch benötigt man für N und Z keine „tonnenschweren“ Tischlerplatten, die in sich sowieso nur verleimt sind und im Laufe der Zeit ihren Geist aufgeben können.)
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    2.) Jede Platte, bzw. jedes Plattenstandbein erhält eine kugelgelagerte und drehbare Rolle (Belastungsgrenze 25kg – Einzelpreis ab 1,60 Euro – mittlerer Preis 2,50 Euro/Stück). Die einzelnen Plattenteile sind an der VORDERSEITE im Prinzip offen (wenn man von einer Leiste ganz oben absieht) – mit dem Hintergrund, dass so selbst etwas ungelenke bzw. ältere Personen (wie ich!) locker darunter kommen um hier in Ruhe zu werkeln - eine freie bzw. lichte Höhe von 0,90 x ca. 1,00m Breite nutzbar ist.
    Auch aus diesem Grunde wurde es erforderlich an der Oberseite der Standbeine sog. „Stuhlwinkel“ als zusätzliche Versteifung anzubringen; im Zusammenspiel mit den übrigen Versteifungen ist das sogar auf Rollen „wackelfrei“ + „seniorengerecht“ (da kann sogar mein Opa noch mitverdrahten).
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    3.) Es ergibt sich eine ungewöhnliche aber dennoch insgesamt angenehme Platten- und Arbeitshöhe von ca. 0,94m auf der man gut rumbasteln kann, ohne gleich einen Hexenschuss zu bekommen. So eine Arbeitshöhe ist für größer gewachsene Mitmenschen schon überlegenswert – sonst kriegt man ja Haltungsschäden. Weiterer Vorteil: „Junioren“ und Kleinkinder können (mangels Reichweite) in unbeaufsichtigten Momenten nicht gleich kapitalen Flurschaden verursachen.
    In der Aufbauphase kann man jedes Teil Dank der Rollen mal eben vorziehen und hat rundherum Zugriff.
    (Auch wenn die einzelnen Tische nicht sonderlich stabil aussehen – eine 56kg schwere weibliche Person wurde schon darauf zur Probe flach gelegt – also Lastprobe, meine ich jetzt. Und das reicht für N allemal.)
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    Die Wand wurde auch schon mal blau getüncht - da wird dann hinterher bis zu einer gewissen Höhe ein "Landschaftsbildhintergrund" entstehen, den mein "Weib" mit Aquarellfarben erzeugen möchte ...
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    4.) Aus Bequemlichkeit verzichte ich auch bei solchen Projekten auf Zimmermannswinkel, Anschläge und ähnlichen Klimbim. Mein Ding sind Maßskizze, Maßband, Gliedermaßstab, ein langes Lineal, Bleistift und Permanentschreiber.
    Wohl daher kommt es zu erschreckenden bzw. gerade noch akzeptablen Maßdifferenzen von 1,00 mm von Platte zu Platte, wenn man die Teile zusammenschiebt. (Ach so: Höhendifferenz ist schon besser geworden – nämlich „0“ - NULL.)
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    5.) Auch die fertig aufgebaute Anlage kann bei Bedarf blitzschnell in Ihre einzelnen, rollbaren Teile zerlegt werden.
    An jedes Standbeinpaar kommen nämlich nach Einfügung eines passenden Distanzstückes innen (wo´s nicht stört) 2 großdimensionierte Schnellspann-Kistenöffner. (Weitere Höhenarretierungen bzw. –positionierungen erfolgen einfach über je 2 lange Werkstattschrauben + Unterlagscheiben + Flügelmutter (von Hand kann man dann nämlich kaum was überdrehen).
    Die Gleisstücke an den Plattenübergangsstellen sind freilich nach Möglichkeit so vorgewählt, dass man diese kurzen Gleisstückchen nicht befestigen muss, sondern diese nach dem evtl. Auseinanderziehen von 2 Plattenteilen einfach abnimmt und somit hier nichts abbrechen oder verloren gehen kann, bzw. man sich größere Demontagen spart.
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    6. Zum Abschluss in diesem Zusammenhang noch Werkzeugärger aus der Abteilung „Murks + Müll“:
    Zu gerne kaufen wir uns, weil das Set ja „NUR“ 1,99 oder 3,48 Euro kostet (im Verkauf – im Einkauf kostet ein Bit 1-2 Cent!!!), diese Schrauberbits inklusive Einsteckschaft:

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    Was soll ich sagen – grauenhaft schlechte Qualität bei bisher ca. 450 Holzschrauben insgesamt 14 solche Schrauberbits abgebrochen, ausgebrochen bzw. nicht mehr maßhaltig. Austauschen sollte man – sonst vermurkst man sich alternativ die Schrauben und bekommt die nicht mehr rausgedreht.

    Also nach Erreichen von 0 Stück Bitvorrat schweren Herzens Sonntag abend in den Keller gegangen und nach meinen allerersten Bits aus dem Jahre 1981 gesucht ... die bis heute halten und nicht ausgebrochen sind.

    1 habe ich noch gefunden - hier:

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    Da ist vorne der Kopf aus aufgelötetem Hartmetall (im Volksmund auch gerne mal als Widia, Tungsten oder Wolfram bezeichnet) auf einem WS-Schaft inklusive Sechskant. Man braucht auch nicht mehr diesen lächerlichen ungenauen (Rundlauffehler-) Einsteckadapterschaft – das Ding kommt auf Grund der ausreichenden Länge und der Rundlaufgenauigkeit gleich direkt in die Bohrmaschine.

    Kann ich nur empfehlen – die fehlenden 2 Größen werde ich mir auch wieder in dieser Ausführung nachbeschaffen, aber nicht mehr diesen Bitmüll.

    Das ist noch Qualität – war damals „Made in France“. Wenigstens konnte weitergearbeitet werden ...

    - - - - -

    So, den nächsten Bericht aus meiner Bastelkiste gibt´s voraussichtlich in 1 Monat.
     
  12. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Ja, ja, Du sprichst mir aus der Seele. Anlagengrundrahmenbau ist ein trockenes Thema. Auch ein wenig langweilig, weil unter Umständen sieht man einfach nicht, wie es vorwärts geht.
    Seid 4 Monaten bastel ich am Rahmen rum, sehe glücklicherweise auch langsam dem Ende entgegen.
     
  13. 4. Entwurf + der Versuch der Umsetzung in kleinen Schrittchen

    Tja, ich baue ja nun ganz "einfache" Plattentische, da geht´s schon schleppend voran (weil man ja schon Details wie die spätere Kabelverlegung etc. berücksichtigen muss). Aber "Übereifrigkeit" bringt nichts - eine halbwegs solide und durchdachte Platten-Rahmen-Unterbau-Konstruktion muss schon sein.

    Da kann ich mir bei H0 nur noch mehr Aufwand vorstellen - Du baust wohl bei H0 diese Kastenrahmen-Profil-Konstruktion?
     
  14. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Jepp, das ist richtig, und da sie transportabel sein sollte, muß der Rahmen schon etwas abhaben können, sonst reiß an den Aufbauten so einiges, selbst, wenn elastischer Klebstoff verwendet wird.
     
  15. ... empfiehlt sich zum Rahmen-Untergestellbau da bei H0 nicht eventuell die Verwendung/Miteinbeziehung von Aluprofilen, falls man günstig an solche oder Reste herankommen kann?
     
  16. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Hatte auch mal die Idee zm Beispiel Richtlatten zu verwenden. Ist aber aus zwei Gründen gestorben: 1. Die Verbindungen. Sie hätten entweder geschraubt oder genietet werden müßen. Da es sich aber um Hohlprofile handelt, hätte die Gefahr bestanden, sie bei der nötigen Kraft um eine feste Verbindung herzustellen, einfach zu verbiegen. 2. der Preis, wäre einfach zu teuer gewesen.
    Aluprofile in der nötigen Menge beim Großhandel zu bestellen, wäre ebenfalls zu teuer gewesen.
     
  17. Mai 2006 - Spur N-Wiederanfang: Der 4. Entwurf + der Versuch der Umsetzung in kleinen Schrittchen

    Mai 2006:
    Spannendes gibt es leider noch immer nicht zu berichten - immer noch der "öde" Aufbau des MoBa-Unterbau´s.
    Immerhin ist JETZT ENDLICH der Unterbau inklusive Platten doch noch fertig geworden - ich bin auch fertig, obwohl ja erst jetzt die interessanten Dinge irgendwann nachfolgen.
    Ein paar Bilder von unserem 4,00 x 0,90 x 1,35 m langen/breiten Konstrukt - mag sein, dass der ein oder andere (Wieder-)Anfänger einige Anregungen dadurch gewinnt:

    1. Die letzte Platte 1,35m x 0,85m wurde auf ihre "Rollfüße" gestellt
    [​IMG]

    und erhielt, wie der restliche Anlagenneubau
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    auch, Seiten- und Rückwände aus Sperrholzreststücken, die später entweder mit Landschaft bemalert oder mit einer Art "Fotohintergrundtapete" beklebt werden.

    2. Vorher wurden die einzelnen rollbaren Tische mit
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    150mm langen Bauschrauben gekoppelt bzw. höhenarretiert, nachdem Distanzpasstücke aus Restsperrholz zwischen die Plattenteile eingefügt wurden. (Das ist wichtig, damit kein Verzug bzw. Spannung im Holz eintritt und auf Dauer gesehen nichts brechen kann.)

    3. Für zusätzliche Endfestigkeit/Versteifung zwischen den einzelnen 4 Plattenteilen sorgen sogenannte Kistenspanner:
    [​IMG]
    Schnapp - Auf!
    [​IMG]
    Schnapp - Zu!

    Sekundenschnell alles zusammen + gelöst + Schraube = sitzt bombenfest, die 4m-Anlagenrohbau lassen sich verschieben bzw. rollen, ohne, dass das Holz "Knackgeräusche" von sich gibt. (Trotzdem bleibt eine gewisse "Elastizität" innerhalb der zusammengefügten Plattenteile erhalten, was die Gefahr von "Holzbruch" reduziert. Sollte mal auf der Platte/an der Rückwand eine Fuge durch "ungenaues Handwerk" entstehen: Gefaltete Pappe oder Papier reinkleben fertig - sieht man hinterher sowieso nicht mehr.)

    4. Aus der Werkzeugkiste:
    Nervenschonend und zeitsparend machte sich die Verwendung eines sogenannten

    "Schlüssellosen Schnellspannbohrfutters für Rechts- und Linkslauf mit Spannkraftsicherung, schlagbohrfest" - so heisst das Ding tatsächlich -
    [​IMG]
    bemerkbar. Kein Fummeln und Hantieren mehr mit diesem lästigen Zahnkranzschlüssel (der so gerne verloren geht) - Zack - von Hand lösen, Werkzeug raus - neues Werkzeug rein - nur per Hand anziehen - fertig - weitermachen.
    ---

    So, an´s Eingemachte geht´s erst wieder im Juni oder September 2006, wenn die restlichen Materialien bzw. das noch benötigte Zubehör eingetroffen ist.
     
  18. plint

    plint

    Bits

    Hallo,

    im Profiwerkzeugbereich bekommt man jedes Bit einzeln, Preis hier bei mir in der Gegend um die 50 Cent pro Bit plus Märchensteuer. Z.B. mit den Belzer kann man eine Schachtel Schrauben verarbeiten und die tun es immer noch.
    Bahco ist auch gut.
    Um Himmels Willen aber nix aus Obi, Hellweg, Praktiker oder wie sie alle benannt sind, da gibt es Schrott preiswert oder aber die guten Sachen echt überteuert.
    Da wo dein Klempner kauft, da bist du gut aufgehoben.
     
  19. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Also so ganz kann man das nun auch wieder nicht behaupten.
    Ich habe einen Bit, ich glaube von H....h, der hat meinen ganzen Hausbau überlebt, also nicht das jemand denkt, unser Haus besteht nur aus Schrauben, oder eben aus garkeinen, weil er ja so lange hält, und den Rahmen meiner jetzigen Anlage hab ich auch noch damit zurammengeschraubt, sind derzeit so ca 400 Schrauben un der sicht immer noch gut aus. Aber scheinbar ist da doch was dran, "Ausnahmen bestätigen die Regel".
    Aber ich hab auch Industriebits. Die hab ich mir extra zum Hausbau gekauft, Stückpreis um die 5 Euro, und dann scheinbar so gut weggelegt, das ich sie erst jetzt wieder gefunden habe.
     
  20. nozet

    nozet Renommiertes Mitglied

    Die halten dann natürlich besonders lange :3ertanz:
     

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