?? Anlagenbau stärke der grundplatte?

Dieses Thema im Forum "Anfänger, Umsteiger und Fragen" wurde erstellt von martin01, 14. Oktober 2009.

  1. martin01

    martin01 Neues Mitglied

    mahlzeit!
    die ersten planungen für meine kleine anlage laufen und schon ist der erste stoplerstein da... :D
    als grundplatte (ca. 210 x 110cm) hätte ich an sperrholz gedacht.

    welche stärke ist für eine anlage dieser grösse das minimum? soll natürlich über längere zeit verzugssicher sein!
    ich hatte eigentlich vor eine 8er platte zu nehmen und einen kleinen spanntenunterbau zu machen - nur kommt mir 8mm wenig vor?

    bitte die blöde frage zu entschuldigen - ich bin kein holzfachmann... ;(
     
  2. Modellbahner

    Modellbahner Neues Mitglied

    Stärke der Grundplatte

    Hallo Martin,
    ich kann dir eigentlich nur abraten von einer 8mm starken Grundplatte.
    Meine alter Anlagenunterbau bestand aus rechtwinkligen Holz-Streben (35x55 mm). Aufbau im Rastermaß a 50cm.
    Die gesamtgröße der Anlage war 300 x 150 cm. Und als Grundplatte 8mm Sperrholz.
    Auf jedenfall hatte sich die Anlage im Laufe der Zeit (ca. 6 Monate) so verzogen das ich noch mal von vorne angefangen habe. :cursing:
    Die Anlage stand im 1. Stock, also keine Keller oder Garagenanlage.
    Bei der neuen Anlage habe ich Tischlerplatten sägen lassen (18cm x 2cm). Aufbau in drei Kasten-Segmenten (jedes Segment 150cm x 100 cm).
    Jedes Segment hatte mittig noch eine Strebe.
    Alles wurde verleimt und mit Winkeln zusätzlich verschraubt. :thumbsup:
    Als Auflageplatte kam dann eine 18mm Tischlerplatte drauf.
    Die ganze Anlage steht auf vierkanthölzern (55 x 55). Zur besseren Mobilität der Anlage hab ich unter jedem Fuß eine Rolle montiert. So kann die Platte dann
    leicht von der Wand gezogen werden.
    Der Kostenfaktor betrug im Frühjahr 2009 ca. 250 €uro.
    Ich hoffe dir damit geholfen zu haben.

    VG
    Klaus
     
  3. martin01

    martin01 Neues Mitglied

    hm, ich dachte das sperrholz stabiler ist... :huh:

    danke für den tipp!
     
  4. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Man kann das nicht verallgemeinern.
    Die ganze Geschichte ist abhängig vom Unterbau, also wie schon erwähnt, von den Spanten.
    Tischlerplatten sind immer vorzuziehen, ist halt die bessere Qualität, aber auch zum Teil empfindlich teurer. Hier zu sparen ist ein Fehler, denn das ist das Fundament der ganzen Anlage.
    Hier findest Du einen Bericht zum Bau meiner Anlage.
    Der Grundrahmen, die Spanten, bestehen aus 8mm Kiefersperrholz. Die Höhe der Spanten beträgt 15cm. Die Abstände der Spanten liegen jenachdem, was oben drauf kommen soll, zwischen 35 und 50cm. Die Trassen bestehen aus 12mm Tischlerplatte. Das verwende ich auch, solange ich welche habe, danach werde ich wahrscheinlich mit Sperrholz weiter machen. Die Anlage steht nun schon einige Jahre, aber da hat sich noch nichts verzogen. Der Keller ist trocken, dennoch steht ein Entfeuchter drin, vorsichtshalber und hin und wieder ist auch Wasser drin.
    Meiner Meinung nach ist eine 8mm Sperrholzplatte ausreichend. Allerdings würde ich keine Fichte verwenden, Kiefer ist o.K., Buche wäre besser, ist aber teurer und dann könntest Du auch gleich eine Tischlerplatte verwenden.
    Vielleicht solltest Du überlegen, das mit der durchgehenden Platte zu lassen. Warum? Weil erstens sparst Du Gewicht. Und wenn Du Aufbauten verwendest, die einen Hohlraum bilden, hast Du einen prima Resonanzkörper, mit anderen Worten, es könnte laut werden, kenne ich von der Anlage, die mein Vater mal baute. Wenn Du also schon eine durchgehende Platte verwenden möchtest, dann verwende als Aufbau (Berge zum Beispiel), Styropur oder Bauschaum, damit sich kein Hohlraum bilden kann. Allerdings denke auch daran, das Du an verdeckte Gleise ran kommst.
     
  5. BTB0e

    BTB0e Neues Mitglied

    Dumme Frage und Unterbau?

    Hi Martin,

    ... da kann ich mich den Ausführungen von Klaus nur anschliessen mit der Bemerkung, dass beim Unterbau zu sparen (sowohl an Qualität des Materials als auch an €) sich das Sprichwort erfüllt: Wer billig kauft/baut, kauft/baut zwei mal. In dem Fall also lieber zu viel als zu wenig.

    Übrigens: Deine Frage ist doch nicht dumm, wie wir alle wissen gibt´s keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.

    Gruss
    Robert
    BTB0e
     
  6. martin01

    martin01 Neues Mitglied

    nun ja man liest ja recht viel über landschaftsbau / gestaltung, digitalisierung, gleispläne usw - alles eigentlich kein problem!

    nur sieht man in bauberichten sehr selten was über den unterbau!

    gut spanntenbauweise - wie ihr deutschen sagt - das liest man immer wieder aber die stärke der platte ist selten erwähnt ...komischerweise!?



    aber ich gestehe das ich mich noch nicht allzulange mit dieser materie beschäftige!

    übrigends habe ich heute ein startset von roco und ein paar zusätzliche gleise gekauft...es kann also langsam losgehen :D
     
  7. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Das man da eher wenig über die Stärke liest, liegt wohl eher daran, das die meisten Erbauer darauf keine durchegehende Platte montieren, sondern die Gleistrasse und Geländeplateaus auf einzelne kleine Holzplättcen verlegen Es wird also immer der einzelnen Geländesituation individuel angepaßt. Ein Plateau von 25 mal 25 cm, auf dem ein Haus stehen soll, oder die Straße, die sich den Berg hochschlägelt, braucht nicht so stark zu sein. Da reicht die Rückwand eines alten Schrankes. Allerdings sollte die Grundplatte für den Bahnhofsbereich schon etwas stärker sein, je größer der Bahnhof, desto stärker der Unterbau, aber auch hier in Abhängigkeit vom Spantenunterbau.
    Ich habe bei meinem Bahnhof, der sich allerdings auch auf ein Länge von 4 Metern hinzieht, eine 12mm starke Tischlerplatte, wobei das Rastermaß ca 45 mal 45cm beträgt.
     
  8. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo Zusammen

    ich baue ja in Spur N und habe als Grundrahmen bei den Abmassen von 40x40 cm oder 30x 90cm 8cm hoches Pappelsperrholz 12mm mit 6mm Sperrholz belegt. Auf den Modulen kann man tanzen wenn man nicht gerade mit spitzen draufsteht. Es kommt eben drauf an wie Stabil der Rahmen drunter ist. Das A und O des Anlagenbaus ist ein verwindung und verzugsfreier Grundrahmen.

    Gruss Stephan
     
  9. AndreasB

    AndreasB Aktives Mitglied

    Hallo Martin,
    exakt das ist es, worauf es in erster Linie ankommt.
    Eine geschlossene Grundplatte ist, glaube ich, eine etwas antiquierte Methode, die früher bei den typischen Kinderzimmer-Anlagen verwendet wurde, die zum Spielen auf dem Fußboden oder etwas vornehmer auf Stützen kurzzeitig aufgebaut wurden, um danach für die längste Zeit des Jahres wieder in der Abstellkammer oder dem Keller zu verschwinden.

    Auch meine erste Anlage, die mir mein Vater damals (60er Jahre) gebaut hatte, bestand aus einer ca. 8mm starken Spanplatte, die zur Versteifung 30x10mm Leisten untergezogen hatte. Darauf waren dann die Schienen und für die 2. Ebene die Trassenbrettchen mit entsprechenden Stützen aufgebaut. Allerdings zeigt diese Konstruktion schon eine unangenehme Verwindung, wenn man die Ecken ungleichmäßig anhebt, so daß die Aufbauten teilweise bedenklich knacken.
    Ich muß aber auch dazu sagen: Die Anlage lebt und funktioniert heute noch. Die (Grob-)Spanplatten haben sich in all den Jahren Transport und Lagerung im Keller nicht verzogen. Allerdings ist auch das Gewicht nicht zu unterschätzen.
     

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