?? Anfänger Stromkreise trennen

Dieses Thema im Forum "Anfänger, Umsteiger und Fragen" wurde erstellt von Michael85521, 14. Januar 2020.

  1. Michael85521

    Michael85521 Neues Mitglied

    Hallo, tut mir leid das ich mich so wenig zu Wort gemeldet habe. Das Projekt lag den Sommer über auf Eis. Ehrlich gesagt, ist das quasi ein Winter Hobby.

    Ich habe anbei neue Bilder.

    was mir nicht ganz klar ist, wie trenne ich die Stromkreise? Durch Kunststoffgleisverbinder? Wie fahre ich mit dem Zug dann auf den mittleren Ring (ist das überhaupt möglich? Mit Schwung?). Im Laden hat man mir eine Weiche gezeigt (sei bei jeder möglich) wo man einfach so eine Klammer raus nimmt, dann hat man quasi eine Stoppweiche. Nur wenn diese gestellt ist, fließt quasi Strom. Die Weichen sind zwar schon Verbaut, aber wenn ihr sagt, das haben meine auch, dann baue ich die nochmal aus.

    Ich habe mir zwei Kreise vorgestellt. Nummer 1 und 2. 3 soll zugeschaltet werden, um zum Beispiel eine Lock auf ein Abstellgleis zu fahren. 3 Würde ich mittels dieser ominösen Stoppweiche bewerkstelligen.

    Geht das so?

    Ich bin jetzt wieder öfter da. Sorry. :(

    LG,
    Michael
     

    Anhänge:

  2. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Michael,

    da du ja mit GFN (Fleischmann) fährst haben deine Weichen diesen Stopweicheneffekt, wenn die Drahtbügel entfernt werden.

    Wenn du mit zwei getrennten Stromkreisen fahren möchtest, dann sollten sich an der Gleisverbindung der Weichen von Rot auf Grün an beiden Fahschienen, Isolierverbinder befinden, zur eigenen Sicherheit kannst du die Drahtbrücken an den Weichen rausnehmen, mußt es aber nicht.

    Viel wichtiger ist aber die elektrische Trennung beider Weichen voneinander an beiden Fahrschienen des jeweiligen abzweigenden Astes.
    Wenn du die Gleiswechselweichen bereits fest verbaut hast, kein Problem, ein Trennschnitt mit dem Dremel geht auch, auch ein durchgehender Luftspalt hat eine elektrische Trennwirkung.

    Das Herausnehmen der Drahtbügel langt zur elektrischen Trennung zwischen beiden Stromkreisen nicht aus.

    Um die Blau markierten Gleise hinzuzuschalten langt es aus, die dort hineinführenden Weichen von den Drahtbügeln zu befreien, du kannst dann aber nur dann rangieren, wenn die Weiche vom grünen Bereich entsprechend gestellt ist.

    Bei Stopweichen wird empfohlen, jeweils eine Fahrstromeinspeisung vor der Weiche, bevor sie sich in unterschiedliche Richtungen aufteilt, vorzunehmen, somit hättest du im grünen Kreis drei Einspeisepunkte und im roten Kreis nur einen.
    Zur besseren Fahreigenschaft empfiehlt es sich aber auch im roten Kreis drei oder vier Einspeisungen vorzunehmen.

    Von Trafo 1 – roter Kreis verwendest du zwei Versorgungsleitungen mit 1 qmm Querschnitt, je einen für jede Fahrschiene, an drei oder vier Stellen zweigst du dann mit dünneren Versorgungsleitungen mit 0,25 qmm oder 0,14 qmm davon ab.

    Von Trafo 2 – grüner Kreis machst du das genauso, einspeisepunkte liegen aber hier vor den Weichen zum blauen Bereich und der Weiche zum roten Bereich.

    LG Ingo
     
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  3. Michael85521

    Michael85521 Neues Mitglied

    Ich fahre ehrlich gesagt zwei verschiedene Gleistypen mit Universalverbinder, Fleischmann (ohne Aufschottung) und Piko. Ich guck mit dir weichen heute Abend mal genau an, ob das bei mir auch so ist.

    danke.
     
  4. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Michael,

    Piko hat keine abschaltbaren Weichen, so wie es Fleischmann mit den Drahtbügeln bei den Messinggleisen und den Profigleisen gelöst hat.

    Beim Piko A-Gleis fließt der Fahrstrom immer durch die Weiche und verhält sich so, wie bei GFN Weichen, bei denen der Drahtbügel nicht entfernt wurde.

    Um bei Piko Weichen oder Weichen anderer Hersteller, außer GFN (Fleischmann), elektrisch zu trennen müssen immer die zum Herzstück führenden Schienen hinter der Weiche elektrisch getrennt werden, entweder Isolierverbinder eingebaut werden oder mit einem Luftspalt durchtrennt werden und dann entsprechend der jeweiligen Stellrichtung der Weichenzungen, entsprechend umgepolt werden.

    Piko hat zwar isolierte Herzstücke aber es kann trotzdem vorkommen, daß breitere Laufflächen von irgendwelchen Radsätzen, beim Überfahren des Herzstückes, dieses überragen und einen Kurzschluß auslösen, wenn sie mit dem durchkreuzten anderen Schienen in Berührung kommen.

    Im analogen Betrieb und wenn dieses mit Schwung geschieht, bleibt der Zug nicht einmal stehen und es entstehen Funken, beim digitalen Betrieb aber kommt soetwas zur Sicherheitsabschaltung und kann die Digitalzentrale oder auch die Dekoder zerstören.

    Wenn du die beiden Stromkreisabschnitte mit Piko Weichen ausstattest, dann mußt du auf jeden Fall beide Fahrschienen die zum anderen Stromkreis führen elektrisch voneinander trennen.


    Schönen Gruß

    Ingo
     
  5. Blutiger Anfänger

    Blutiger Anfänger Neues Mitglied

    Ich bin neu hier und im Modellbau
    Bin Besitzer einer Piko A-Gleis h0 Anlage.
    2.20 x 1.35 m plus Nebengleis 0.9 x 0.45 m
    Ich habe 3 Stromkreise mit 3 Trafos geplant.
    Und jeweils hinter den Weichen plastik isolierer eingebaut.
    Und jetzt zu meinen Fragen
    1. Wo können Schwachstellen auftreten, wegen der Isolierung.
    bzw wo kann es zum Kurzschluss kommen ?
    2. Wie kann ich das Nebengleis “extra“ schalten ...?

    Ps : Meine Anlage ist Epoche 3, und als reine Spielbahn gedacht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. März 2021
  6. Blutiger Anfänger

    Blutiger Anfänger Neues Mitglied

    [​IMG] Bei Timmels minus moba minus seiten de ist die
    Anlage als Vorlage zu sehen.
    Die Abstellgleise sind nicht
    verlegt worden, dafür eine nach rechts weg führende ( rechts Weiche)
    Nebenstrecke. Diese und das 3. Gleis zusammen, sollen der 3.Stromkeis sein.
    Wenn mir da jemand TIPPS geben, kann wegen der Stromversorgung ,
    Würde ich mich sehr freuen.


    DANKE Wolfgang
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. März 2021
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  7. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Wolfgang,

    Willkommen in der Modellbahn Community und bei Fragen rund ums Forum befrage einfach das Forenteam.

    Bezüglich deines Gleisplans, zeichne doch mal auf Papier einen Plan deiner Gleisfigur und fotografiere ihn und lade ihn über die Forensoftware hoch.
    Dann auf Einfügen klicken und der Plan ist im Text sichtbar.

    Wenn du drei Stromkreise hast, müssen die an allen Verbindungspunkten gegeneinander isoliert sein, also an beiden Fahrschienen eine elektrische Trennung vollziehen, hierfür gehen Kunststoff Isolierverbinder oder ein schmaler Luftspalt.

    Kurzschlüsse treten nur beim Überfahren der Trennstelle auf, wenn im anderen Abschnitt die Fahrtrichtung nicht stimmt.
     
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  8. Blutiger Anfänger

    Blutiger Anfänger Neues Mitglied

    @Atlanta : Danke für den Hinweis, und wenn ich das richtig verstanden habe müssten
    Die Züge (3) alle in einer RICHTUNG fahren, damit kurzschlüsse verhindert werden.

    PS : Werde versuchen einen Gleisplan hochzuladen:)

    Und gleich eine Frage hinterher, gehen 2 Züge auf einem Gleis wenn auch Zeitveryetzt ?
     
  9. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Wolfgang,

    Jain, also Ja, und Nein.

    Erst einmal beantworte ich dir Nein:
    Nein, deshalb, weil die in jeden Triebfahrzeug verbauten Motoren, Getriebe und Radssätze alle unterschiedlich sich auf die Geschwindigkeit auswirken und somit auf die zurückgelegte Strecke, sogar baugleiche Modelle vom selben Hersteller sind manchmal unterschiedlich schnell, dadurch fährt dann ein- und dasselbe Modell unter Umständen schneller oder langsamer als das Andere. So kommt es auch bei zeitlich versetzter Abfahfrt, daß es irgendwann zur Kollision kommt.

    Für Ja, gibt es mehrere Antworten:
    • Ja, auch im Analogbetrieb kann man die Bahnstrecke in etwa gleichlabge Blöcke unterteilen und Signale mit Zugbeeinflussung aufstellen, welche verhindern, daß ein Zug dem anderen Zug auffährt.
    • Ja, eine simple Blockstellentechnik machts möglich.
    • Ja, wenn die Oberleitung* als getrennte Stromquelle mitverwendet wird, dann lassen sich sogar 2 Züge auch ohne Signale unabhängig von einander mit zwei Modellbahnsteuergeräten (Trafos) fahren.
    • Ja, im Digitalbetrieb gehen sogar mehr wie zwei Fahrzeuge.

    * = Aber Achtung beim Oberleitungsbetrieb!

    Nur ältere Modellbahnfahrzeuge sind auch für den Oberleitungsbetrieb vorgesehen, selbst bei moderneren analogen Loks, gibt es keinen "versteckten" Umstellschalter mehr, wo man das Modell auf Oberleitungsbetrieb umstellen könnte, die Dachstromabnehmer sind dann nur nicht "vollfunktionsfähige" Atrappen.
    Der Oberleitungsbetrieb funktioniert dann nicht.
    Der Grund liegt darin, daß über die Räder ein viel sicherer Vetrieb mit mehr Einspeisepunkten realusiert werden kann als mit einem einzigen Schleiferbügel eines Stromabnehmers, in Ausnahmefällen auch mal mehr.

    Moderne analoge Loks sind im Grunde Digitalloks ohne Dekoder, ihnen ist dann meistens ein spezieller Brückenstecker an Stelle des Dekoders eingesetzt.

    Du willst deine Anlage mit vermutlich mehreren Modellbahnsteuergeräten (Trafos) verwirklichen?
    Ja, auch das geht, ich rate dir aber zu einer günstigen "Einsteiger Digitalzentrale", sie gibt es oft aus "geschlachteten" Anfängersets und werden dann recht günstig irgendwo angeboten.
    Sie kosten so ab 50 € können aber auch bis 150 € oder mehr kosten.

    Im Falle von mehr wie 150 € sollte man wachsam sein, ausbaufähige, höherwertige Digitalzentralen gibt es schon ab etwa 100 € und aufwärts.

    Empfehlenswert sind Digitalzentralen, die mit dem DCC Protokoll arbeiten.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
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  10. Blutiger Anfänger

    Blutiger Anfänger Neues Mitglied

    IMG-20210315-WA0012.jpeg IMG-20210315-WA0010.jpeg IMG-20210314-WA0023.jpeg



    Guten Morgen Ingo
    Ich danke dir, aber mit digital ??
    Ich bin da eher etwas unbeholfen.
    Kannst ja jetzt sehen wie ich das geplant
    gedacht habe :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2021
  11. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Wolfgang,

    betrachte dir einmal eine Weiche genauer:
    Eine Weiche verzweigt ein Gleis in zwei oder mehr Richtungen, je nach Bauart.
    Was alle Weichen gemeinsam haben, es gibt eine "spitze" und "stumpfe" Seite.
    Als "Weichenspitze" oder "spitze" Seite bezeichnet man die Seite bevor sich das Gleis verzweigt.
    Als "stumpfe" Seite werden dann die beiden anderen Seiten der Weiche bezeichnet wenn von dort Fahrzeuge kommen und in die Richtung fahren, wo sich die Gleise aus den beiden Richtungen vereinigen.

    Auf dem Bild mit den beiden Loks, befährt die rechte Lok die Weiche "stumpf" zum Innenkreis hin.
    Die Lok links befährt die mittlere Weiche "spitz" und zweigt in das mittlere Gleis ab.

    Der "Fachmann" zu dem du auch bald wirst, kennt die unterschiedlichen Begriffe woraus eine Weiche besteht.

    Als Backenschienen werden, von der Weichenspitze aus betrachtet, die beiden äußeren Schienen ganz links und ganz rechts bezeichnet.

    Als Weichenzunge oder "Zungenschienen" werden die Schienen bezeichnt die von der Mitte der Weiche kommend, sich links oder rechts an die Backenschienen stellen lassen also womit man die Weiche in eine der beiden Fahrtrichtungen umstellen kann. Die Weichenzunge ist der Teil der Zungenschiene, der an den Backenschienen letztendlich anliegt.

    Als Herzstück wird der Teil der Weiche bezeichnet, wo sich die Fahrschienen durchkreuzen.

    Als Flügelschiene bezeichnet man den Teil der Zungenschiene der etwas abgewinkelt nach Links oder Rechts parallel zur Fahrschiene liegt, welche zum Herzstück führt.

    Als Herzstückschiene bezeichnet man die Schienen welche im Herzstück spitz zusammengefügt sind.

    Diese Spitze im Herzstück nennt man auch Herzstückspitze.

    Letztendlich hat man noch Radkenker, diese sind "manchmal" etwas höher als die eigentlichen Fahrschienen und liegen parallel zum Herzstück an jeweils beiden (äußeren) Backenschienen.

    Als Gelenkzungenweiche bezeichnet man Weichen deren Bauart so geschaffen ist, daß sich beidseitig in den Zungenschienen ein Gelenk befindet damit man Weichenzunge "besser" an die Backenschienen anlegen kann.

    Die meisten Modellbahnweichen sind als Gelenkzungenweichen gebaut.

    Der Abzweigwinkel einer Weiche wird entweder in °Grad oder dem Abzweigverhältnis angegeben z. B. 1:9 oder eine andere Zahl.

    Je höher die Grad oder Verhältniszahl, desto größer (steiler) ist der Abzweigwinkel.

    Schreibe dir diese Fachbegriffe der Weiche irgendwo auf, du wirst ihnen häufiger begegnen.

    Hinter jeder Weiche sollen die zum Herzstück führenden Schienen (Herzstückschienen) elektrisch getrennt werden un die Fahrstromeinspeisung sollte möglichst vor der Weichenspitze liegen also bevor sich die Weiche verzweigt.

    In vielen Fachbüchern wird bei Weichen von einen "geraden" und "krummen" Gleis oder abzweigenden Strang gesprochen.

    Bogenweichen sind eine besondere Bauform von Weichen, bei dieser Bauform wird als "gerades" Gleis das Gleis bezeichnet, welches dern geringer gkrümmten Gleisbogen bildet, somit den Außenbogen. Der Innenbogen stellt dann das "gekrümmte" Gleis dar.

    Bei symetrischen Außenbogenweichen, den sogenannten Y–Weichen, wird eines der beiden Bogengleise als "gerades" Gleis und das andere Gleis als "krummes" definiert, das muß nicht immer der rechte Gleisbogen sein.

    Dein Gleisplan besteht aus zwei einfachen Kreisen, welche durch Weichen zu einem dreigleisigen Bahnhof erweitert werden.

    In Bahnhöfen wird der Bahnsteig am EG = Empfangsgebäude auch Hausbahnsteig bezeichnet und meisten mit der Gleisnummer oder Bahnsteignummer 1 bezeichnet.
    Alle weiteren Gleise werden parallel dazu fortlaufend nummeriert.

    Bei dir ist somit Gleis 1 das innerste Gleis.
    Gleis 2 ist das mittlere Gleis und Gleis 3 ist das vorderste Gleis.

    Das Fahrzeug, welches den inneren Kreis befährt, kann nur maximal die Gleise 1 und 2 befahren.

    Das Fahrzeug, welches den äußeren Kreis befährt, kann nur maximal die Gleise 2 und 3 befahren.

    Für deine nach Stromkreisen ausgeführte, elektrische Trennung beider Fahrschienen bedeutet das, daß du hinter jeder der beiden mittleren Weichen, beide Fahrschienen, elektrisch trennst also isolierst, das langt aus.

    Also werden die Gleise zwischen Gleis 1 und 2, sowie zwischen den Gleisen 2 und 3 elektrisch getrennt bzw. isoliert.

    Bei diesem Gleisplan würden zwei getrennte Stromkreise völlig ausreichen.

    Du mußt dir nur eine Sicherung am Stellpult einfallen lassen, was ein Umstellen der Ausfahrweiche zum "gegnerischen" Stromkreis verhindert wenn eine der Weichen auf Gleis 2 gestellt wird.

    Dieses könnte man mit einer Serienschaltung oder auch Fahrstraßenschaltung hinbekommen.

    Weichen werden in Bahnhöfen auch durchnummeriert an der Stelle wo sie liegen.
    Dabei geht man aber nach einem bestimmten Schema vor, was oft angewendet wird.

    Ausgehend vom Rechtsfahrgebot und der damit verbundenen aufsteigenden Kilometrierung werden Bahnanlagen beim Original angelegt.

    Bei dir würde man von der Seite links vom Hausbahnsteig im Einfahrbereich des Inneren Kreises beginnen und die innerste Weiche als Nr. 1 bezeichnen, ab jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten mit der Zählung fortzufahren, das ist in nahezu jeder Bahnstation anders gehandhabt worden.

    Die zweite Weiche welche in Gleis 1 liegt wäre somit Weiche 2 also die Weiche rechts vom Hausbahnsteig.

    Du würdest dann, diesem Schema folgend, alle anderen Weichen von links nach rechts durchnummerieren.

    Die ungeraden Weichen Nummern befänden sich dann links vom Hausbahnsteig (1, 3 und 5) und die geraden Weichennummern befänden sich dann rechts vom Hausbahnsteig (2, 4 und 6).

    Du sitzt aber vor der Anlage also hast rechts die ungeraden Weichennummern und links die geraden Weichennumnern und gezählt würde von innen nach außen).

    Mal angenommen wir würden bei diesem Zählschema bleiben, ergäben sich zwei mögliche Fahrstraßenschaltungen.

    Für den Innenkreis:
    • Zug 1 fährt in Gleis 1 ein, dazu müssen die Weichen 1 und 2 so gestellt sein, daß nur Gleis 1 befahren werden kann.
    • Zug 1 fährt in Gleis 2 ein, dazu müssen die Weichen 1, 3, 4 und 2 gestellt sein, damit der Zug bei der Ausfahrt aus der Station wieder zurück in den Innenkreis fährt.

    Für den Außenkreis der Gegenrichtung:
    • Zug 2 fährt auf Gleis 3 ein, dazu werden die Weichen 5 und 6 gestellt, so daß nur Gleis drei befahren werden kann.
    • Zug 2 fährt auf Gleis 2 ein, dazu müssen die Weichen 5, 3, 4 und 6 so gestellt sein, daß Zug 2 zurück in den Außenkreis fahren kann.

    Du siehst also, Gleis 2 wird von beiden Zügen wahlweise befahren, damit dieses aber reibungslos klappt, muß das Gleis 2 dann umgepolt werden, je nach dem von wo aus ein Zug kommt.

    Diese Umpolung kann man mit einem Wechselschalter oder einem Relais realisieren.

    Auf die Elektrik gehe ich später noch genauer ein.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
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  12. Blutiger Anfänger

    Blutiger Anfänger Neues Mitglied

    Moin Ingo
    Erst mal herzlichen dank,deine Hilfe ist sehr kompetent und für mich als laien sehr hilfreich. Der 3. Stromkreis ist ja für das Nebengleis geplant und dazu die Frage muss ich das extra isolieren?? Hier ein Bild davon
    IMG-20210127-WA0018.jpeg
     
  13. Blutiger Anfänger

    Blutiger Anfänger Neues Mitglied

    Hier zum besseren Verständnis noch ein Bild IMG-20210324-WA0012.jpeg IMG-20210324-WA0010.jpeg

    Und daher die Frage gestern ob 2 Züge aur einem Gleis fahren können :)
    Denn es sollen ja 2 bzw 3 Züge gleichzeitig fahren
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2021
  14. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Wolfgang,

    Bei deiner recht "einfachen" Gleisführung wird die benötigte Schaltelektrik aber auch "mäßig" kompliziert, das einfach und verständlich zu erklären.

    Ich bin auch kein voll ausgebildeter Elektroniker gewesen (mir fehlte die Abschlußprüfung), somit bin selbst ich nur Laie in dieser Materie mit diversen "Vorkenntnissen", für die Modellbahnelektrik reichen sie aber aus, denke ich. Jeder Elektriker oder Elektroniker ist mir "haushoch" überlegen.

    Ganz egal ob du analog oder digital fahren möchtest, die auszuführende Elektrik, damit Fahrzeuge alle Gleise befahren können ist nahezu gleich, was die Trennstellen hinter den Weichen anbetrifft und die zusätzlichen Einspeisestellen vor den Weichen.

    Das einzige was bei der Digitaltechnik sich einfacher gestaltet ist, du benötigst nur noch eine Fahrstromeinspeisung von der alle Gleisbereiche mit Fahrstrom versorgt werden, also vor und hinter den Trennstellen.
    Umpolungen finden dann nur an den Herzstücken, den Herzstückschienen und den Zungenschienen statt.

    Ich zum Beispiel schalte analog und fahre digital, das erspart mir, teure Weichendekoder verbauen zu müssen.

    Über einen oder mehrere Handregler kann ich dann auch mehrere Züge gleichzeitig ansteuern.

    Aber lassen wir das und beschäftigen uns zunächst mit der analogen Beschaltung beim Analogbetrieb.

    Wie im vorherigen Beitrag schon geschrieben, werden beide von den mittleren Weichen abzweigenden Gleise an beiden Fahrschienen elektrisch getrennt bzw. isoliert.
    Du benötigst also hinzer jeder der mittleren Weichen für beide Abzweigrichtungen jeweils zwei Trennstellen also insgesamt vier Trennstellen.

    Bei beiden mittleren Weichen ergeben das insgesamt 8 Trennstellen.

    Damit aber nicht genug, denn bei den anderen Weichen sollen ja auch die Herzstückschienen jeweils mit einer Trennstelle versehen werden somit hast du jeweils zwei weitere Trennstellen im Innen -und Außenkreis.

    20210324_164107.jpg
    Trennstellen und Fahrstromeinspeisungen

    Gleis 2 ist ein Sonderfall, weil hier je nach Weichenstellung und/oder Fahrtrichtung der Fahrstrom umgepolt werden muß.

    Für den Zweck einer Umpolung eignet sich ein zweipoliger Wechselschalter mit 2 x An/An oder besser 2 x An/Aus/An.

    Wechselschalter gibt es bei Conrad, Reichelt oder Völkner als Kipphebel- oder Wippenschalter.

    Auch im Modellbahnzubehör gibt es oft "überteuert" Stellpulte, welchen den selben Zweck erfüllen, der Hersteller ist dabei egal.

    Bei der Realisierung der Schaltelektrik wird es nun kompliziert, denn du mußt beim Umstellen der mittleren Weiche sicherstellen können, daß nicht aus der Gegenrichtung eine Zugfahrt stattfinden kann, auch wenn man mal versehentlich den betreffenden Schalter betätigt.

    Auf mechanischen oder elektromechanischen Stellwerken hatte man früher ein Verschlußregister, was durch Schubstangen und Verschlußbalken ein versehentliches Stellen einer Weiche ausschloß.

    Bei elektronischen Stellwerken wird das mit Hilfe der Schaltelektrik gelöst.

    Auch wenn du nur eine ganz vereinfachte Form eines solchen elektronischen Stellwerkes dir aufbaust wird dieser gegenseitige Ausschluß etwas komplizierter zu realisireren zu sein.

    Man könnte diese komplizierte Schaltung noch weiter vereinfachen, läuft dann aber Gefahr, daß es auch mal zu einer Kollision zweier Fahrzeuge kommen könnte.

    Beim den heutigen Preisen der Modellbahnfahrzeuge, wäre mir persönlich aber eine Sicherung der möglichen Fahrwege sehr von Bedeutung, selbst bei einer reinen "Spielanlage" für den modellbahnerischen Nachwuchs.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
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  15. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Wolfgang,

    beim nun vorhandenen vierten Gleis, wäre eine Fahrstromtrennung auch ratsam wenn du innerhalb dieses Gleises gerne separat fahren möchtest.

    20210324_171736.jpg
    Baue dir noch eine weitere Weiche ein mit Prellbock am Ende, das schützt dann davor, nicht versehentlich in den äußeren Kreis einzufahren wenn die Weiche auf geradeaus oder auf das gerade Gleis eingestellt ist.

    Das hat man auch beim Vorbild so gemacht, damit man gleichzeitig auch rangieren kann, wenn in Gleis 3 Züge fahren, denn sonst würde man Gleis 3 sperren müssen.

    Die Vermutung liegt nahe, daß du noch auf die Idee kommst das Gleis von der Anlagenerweiterung, parallel zur Wand in den äußeren Kreis einmünden zu lassen, dann hättest du ein Gleisdreieck, was man auch "Drehkurve" nennt, ...
    20201024_032804.jpg
    Gemeinfreie Abbildung einer Drehkurve bzw. eines Gleisdreiecks

    ...so wie auf dieser gemeinfreien Abbildung.
    Schaltungstechnisch recht kompliziert zu realisieren, besonders wenn ganze Züge alle drei Schenkel des Dreiecks befahren sollen.
    Mit getrennten Stromkreisen wird es um einiges komplizierter.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
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  16. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Wolfgang,

    Um deine Frage mit Ja zu beantworten, das geht nur bei Verwendung mit der Digitaltechnik.

    Bei der Digitaltechnik liegt eine dauerhaft fließende Digitalspannung an, Halte- und Fahrbefehle werden dem "Lokführer" also deinem Fahrzeugdekoder mit aufmodulierten Steuerbefehlen direkt übertragen.
    Die Fahrtrichtung wird durch den Im Fahrzeug eingebauten Dekoder bestimmt.

    Bei der analogen Modellbahn wird der Fahrstrom durch drehen des Fahrreglers in die eine oder andere Richtung bis zur Höchstspannung für die jeweilige Fahrtrichtung abgegeben.
    Man wechselt die Fahrtrichtung durch eine Umpolung am Gleis, was beim Fahrtregler mit dem Knopf über den Nullpunkt hinaus, in dessen Mittelstellung (Aus) realisiert wird, dadurch wird die, am Gleis anliegende, Fahrspannung umgepolt.

    Zwei Züge zur selben Zeit in unterschiedliche Richtungen fahren zu lassen geht bei analogem Modellbahnbetrieb nicht aber es geht bei der Digitaltechnik.

    Wenn du aber meinst, 2 Züge nacheinander in unter schiedliche Richtungen über ein gemeinsames Gleis fahren zu lassen, ja, das geht aber nicht zur selben Zeit.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
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  17. Blutiger Anfänger

    Blutiger Anfänger Neues Mitglied

    Moin Ingo
    noch mal vielen Dank durch deine Hilfe
    werde ich noch zum Profi :).
    Werde mir das mit dem Nebengleis
    noch mal überlegen.
    Bzw es war so gedacht,das ich den einen Zug,auf dem
    äußeren Gleis auf Gleis 2 einfahren lasse.(ist ja eigener Stromkreis)
    Und auf 3/4 dann rangieren kann.
    Stromkreis 1 war von vornherein nur für den Schienenbus/
    piko geplant.
    Dank deiner Hilfe hast du mir noch eine Möglichkeit gezeigt,
    So das sich die Signale (die Fragen kommen später:) )
    freuen werden
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2021
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  18. Blutiger Anfänger

    Blutiger Anfänger Neues Mitglied

    Moin Ingo wenn ich fast alles richtig verstanden habe sieht das ganze so aus ?? IMG-20210325-WA0003.jpeg IMG-20210325-WA0001.jpeg
     
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  19. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Wolfgang,

    Du schriebst von Epoche III und denkst höchstwahrscheinlich an Flügelsignale?

    Für Epoche 3 gelten offenbar schon die "modernen" Bedingungen bezüglich der Signale.

    Die Signalbegriffe beim einflügeligen Signal:
    HP0 = Halt
    • Flügel horizontal, waagerecht
    • Nachtzeichen rote Lichtscheibe, rotes Licht
    Hp1 = Fahrt frei
    • Flügel zeigt diagonal, aufwärts
    • Nachtzeichen grüne Lichtscheibe, grünes Licht
    • erlaubt max. die Streckenhöchstgeschwindigkeit

    Zweiflügeliges gekoppeltes Signal:
    Hp0 = Halt
    • oberer Flügel horizontal, waagerecht
    • Nachtzeichen rote Lichtscheibe, rotes Licht
    • unterer Flügel eingeklappt, senkrecht stehend
    • Laterne mit schwarzer Blende verdeckt
    Hp2 = Vorsicht, Abzweig,
    • ohne Angabe max. 40 Km/h (später 60 Km/h)
    • oberer Flügel, diagonal, aufwärts
    • Nachtzeichen grüne Lichtscheibe, grünes Licht
    • unterer Flügel ausgeklappt, diagonal, aufwärts
    • Nachtzeichen gelbe Lichtscheibe, gelbes Licht

    Zweiflügeliges ungekoppeltes Signal:
    Hp0 = Halt
    • oberer Flügel horizontal, waagerecht
    • Nachtzeichen rote Lichtscheibe, rotes Licht
    • unterer Flügel eingeklappt senkrecht stehend
    • Laterne mit schwarzer Blende verdeckt
    Hp1 = Fahrt frei
    • oberer Flügel zeigt diagonal, aufwärts
    • Nachtzeichen grüne Lichtscheibe, grünes Licht
    • erlaubt max. die Streckenhöchstgeschwindigkeit
    • unterer Flügel eingeklappt, senkrecht stehend
    • Laterne mit schwarzer Blende verdeckt
    Hp2 = Vorsicht, Abzweig,
    • ohne Angabe max. 40 Km/h (später 60 Km/h)
    • oberer Flügel, diagonal, aufwärts
    • Nachtzeichen grüne Lichtscheibe, grünes Licht
    • unterer Flügel ausgeklappt, diagonal, aufwärts
    • Nachtzeichen gelbe Lichtscheibe, gelbes Licht

    In der frühen Epoche 3 waren noch vereinzelnt dreiflügelige Signale anzutreffen.
    Der 3. Flügel mit Hp3 wurde unter bestimmten Voraussetzungen angewendet, wenn eine Signalisierung mit Hp2 nicht mehr ausreichte.
    Der Signalbegriff Hp3 sollte bereits 1927 verschwinden, die sehr große Anzahl verhinderte eine rechtzeitige Umrüstung, während und nach dem Krieg hatte man erst einmal andere Sorgen.
    Eigentlich sollte der Signalbegriff Hp3 nie eingeführt werden, bereits 1878 erkannte die Mehrheit der Eisenbahningenieure die Sinnlosigkeit des dritten Signalflügels, dennoch wurde er gegen den Mehrheitsbeschluß 1892 eingeführt, da die Technikerversammlung des VDEV = Verein Deutscher Eisenbahn Verwaltungen nur eine bratende Funktion ausübte.

    Beim Signalbegriff Hp3 = Vorsicht, Abzweig über mehr als eine Weiche oder Abzweig vom parallelen Sekundärfahrweg, wurde der 3. Flügel mit ausgeklappt, Geschwindigkeit begrenzt auf max. 40 Km/h
    • unterster 3. Flügel ausgeklappt, diagonal, aufwärts
    • Nachtzeichen 2. gelbe Lichtscheibe, gelbes Licht

    Hp0 wird angewendet, wenn ein Zug halten soll.
    Hp1 wird angewendet, wenn ein Zug fahren darf
    Hp2 wird angewendet, wenn ein Zug nur mit Gschwindigkeitsbegrenzung ein- oder ausfahren darf.

    Weichen auf Abzweig oder beim Gleiswechsel bedürfen der Geschwindigkeitsbegrenzung.

    Vor den ASig in deinem Bahnhof müssen noch Gleisperrsignale stehen, sie werden nach den Signalen kurz vor der Abfahrt des Zuges gestellt und zeigen an, daß die Fahrstraße gesichert ist.

    Sie werden aber auch beim Rangieren verwendet, wenn die Signale auf Hp0 = Halt stehen und erlauben Rangierbewegungen trotzdem über Halt zeigende Signale hinwegfahren zu dürfen aber nur bis zu dem halbrunden weißen Schild "Halt für Rangierfahrten", meistens eine Loklänge und zwei Wagenlängen hinter der letzten Weiche aber noch vor dem Esig der Gegenrichtung.

    Wie das genau aussieht zeichne ich dir in einem Plan deines Bahnhofs, morgen mal ein.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
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  20. Blutiger Anfänger

    Blutiger Anfänger Neues Mitglied

    Moin Ingo,

    Also ein "Drehkreuz" wenn auch interessant, wird nicht geplant.
    Aber wie du nun anhand der Bilder sehen konntest, sollten sich meine
    Fragen erschließen. Die jeweiligen Trennstellen hast du super erklärt.
    Die Frage nach 2 Zügen auf einem Gleis fahren habe ich soweit verstanden,
    wenn genügend Platz ( Zeit) vorhanden ist, kann ich beide in eine RICHTUNG
    fahren lassen.
    Über Signale können Gleisbesetzung angezeigt werden, bzw verhindert werden,
    dass sich Züge in die Quere kommen.
    Mir ist bewusst das die "Spielanlage" schnell langweilig wird,aber als blutiger
    Anfänger war das mein Erstlingswerk.
    Später als RENTNER mit entsprechenden knowhow wird dann eine anspruchsvollere
    Anlage gebaut :)

    Ps: ich danke schon mal im Vorraus für die Signal Pläne.

    GRUß Wolfgang
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. März 2021
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