Modell getestet Test Walthers P1K Budd RDC2

Dieses Thema im Forum "Betrieb" wurde erstellt von rayman, 12. Januar 2017.

  1. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Test Walthers Proto 1000 Budd RDC2
    Modell: dieselhydraulischer Triebwagen Budd RDC2

    Hersteller: Walthers

    Modelllinie: Proto 1000

    Nenngröße / Maßstab/ Spurweite: H0/1:87/16,5mm

    Stromsystem: 2 Leiter / DC

    Räder: NMRA/ RP25 Profil

    Achsfolge: 1A-A1 ( Vorbild) ; 2´(B) (Modell )

    Kupplungen: Proto Max Klauenkupplung

    Länge: 305mm

    Gewicht:615g

    Einsatzzeit: ab 1949 ( entspricht ab Epoche 3)

    Preis:79€

    Vorbild:
    Per Gesetz waren US- Bahngesellschaften bis 1973 verpflichtet die Beförderung von Passagieren in allen frequentierten Ortschaften zu garantieren. Da der Personenverkehr auf dem Land viel zu oft ein Verlustgeschäft war, entwickelte die Firma Budd einen leichten Triebwagen für diese Zwecke. Das Modell repräsentiert im Original den RDC2, eine Variante mit 70 Sitzplätzen und einem Gepäckabteil. Angetrieben wurde der RDC von zwei Detroit 6/110 Dieselmotoren mit hydraulischer Kraftübertragung.

    Modelleigenschaften:
    Der Budd RDC ist eines der ersten „ modernen“ Modellentwicklungen der damaligen Firma Life-Like aus den 1990er Jahren. Bis auf wenige kleine Details blieb das Modell unverändert. Das getestete Modell hat sein Vorbild bei der Baltimore & Ohio RR im Auslieferungszustand von 1953.

    Antrieb:
    Ein 5poliger schräggenuteter Motor treibt 2 Achsen eines Drehgestelles an. Für das Modell ist das völlig ausreichend. Im Betrieb ist der Motor sehr leise. Nebengeräusche sind nicht vernehmbar. Die Stromaufnahme erfolgt über alle 4 Radsätze des Modells. Eine Schnittstelle zum Nachrüsten eines Dekoders sucht man vergeblich.

    Fahreigenschaften:
    Für ein analoges Modell sind die Fahreigenschaften sehr gut. Selbst bei geringer Fahrspannung zeigt sich kein Rucken. Der RDC zieht seidenweich an. Beim Bremsen läuft er, dank der Schwungmasse am Motor, schön gleichmäßig aus. Ein Mindestradius für Kurvenfahrten ist bei diesem Modell nicht angegeben. Er sollte nach meiner Ansicht nicht unter 42cm liegen.

    Detaillierung:
    Vorweg, es ist ein einfaches, ein Einsteigermodell. Dementsprechend wurde hier mehr Wert auf das Fahrvergnügen als auf die Detaillierung gelegt.Auf dem Dach sind sehr feine Gitter über den Ansaugschacht und dem Auspuff angebracht. Die Lüfterräder sind deutlich erkennbar. Die Griffstangen an den Einstiegstüren sind leider nur angespritzt; an den Frachttüren fehlen sie leider ganz. Der Unterboden wurde sehr einfach gehalten. Auf die Rückleuchten/ Classificationlights hat man bei diesem Modell verzichtet. An den Stirnfenstern fehlen beim jeweils linken Fenster die Scheibenwischernachbildungen, sowie die Sicherungsketten in den Durchgängen.

    Innenausstattung:
    Bei diesem Modell sind die Sitze in etwa 2/3 des Triebwagens nachgebildet. Ob die Farbe so stimmt, entzieht sich meiner Kenntnis. Es sieht jedenfalls sehr lieblos aus. Eine Innenbeleuchtung fehlt komplett. Im Bereich des Gepäckabteils befindet sich die Antriebseinheit des Modells. Leider sind hier die Fenstereinsätze nicht verdunkelt worden, so das man diese teilweise sieht.

    Beleuchtung: Der RDC2 hat an beiden Stirnseiten einen zweistrahligen Scheinwerfer. Dieser je nach Fahrtrichtung wird mit einer warm-weißen LED erhellt.Wie oben schon vermerkt, fehlen die Rückleuchten.

    Farbgebung:
    Der RDC ist vorbildgerecht in Edelstahlgrau lackiert. Alle Nummern sind sauber aufgedruckt. Die Gesellschaftslogos an den Stirnseiten entsprechen nicht dem Original. Diese sollten eigentlich in schwarz,blau und gelb erstrahlen.

    Fazit: Der Proto 1000 RDC2 ist ein Modell für Betriebsmodellbahner und für Bastler. Das Preis- Leistungs-Verhältnis stimmt. Für detailversessene Modellbahner mit dem Hang zur Nietenzählerei ist das Modell nichts.

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