Unterflurantriebe an Hochebenen

Dieses Thema im Forum "Anfänger, Umsteiger und Fragen" wurde erstellt von Mullehose, 19. Mai 2021.

Schlagworte:
  1. Mullehose

    Mullehose Neues Mitglied

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier im Forum und hoffe mal, dass das hier richtig ist. Wie der Titel schon sagt, bin ich am Überlegen, wie man eine auf einer Hochebene gelegene Weiche mit einem Unterflurantrieb verbinden kann. Der Federstahldraht ist dafür nämlich zu kurz. Vielleicht kann man die Problematik auf dem Bild im Anhang besser erkennen. Hat da jemand einen Tipp, oder muss ich dann doch einen oberirdischen Antrieb verwenden?
    Vielen Dank!
     

    Anhänge:

  2. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Kollege,

    zunächst erst einmal herzlich Willkommen in der Modellbahn Community und ein paar Tips, um nicht nur ganz komische Bemerkungen zu "ernten."

    Hier in der Modellbahn Community gehts recht "familiär" zu und wir sprechen uns gegenseitig in der Du Form an und nennen uns beim Vornamen, mit dem wir auch die Beiträge signieren.

    Bei dem von dir verwendeten Unterflurantrieb, sollten im Regelfall Federstahldrähte in unterschiedlichen Längen beiligen?

    Sollte das aber nicht mehr der Fall sein, dann kannst du Federstahldraht auch bei Conrad oder Reichelt als Ersatzteil einzeln in unterschiedlichen Längen und Ø in mm² bekommen.

    Mit einem Meßschieber ließe sich die Materialstärke des Federstahldrahtes ermitteln, die du dann daraufhin bestellen kannst.

    Klaviersaiten oder Bowdenzugdraht (Seele) wäre brauchbar und vermutlich, eventuell auch günstiger in der Beschaffung?

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  3. Mullehose

    Mullehose Neues Mitglied

    Hallo nochmal,
    Ja, das ist in jedem Forum anders:). Danke auf jeden Fall für Deinen Tipp! Da gibt es ja genug Möglichkeiten, um das zu realisieren.
    VG,
    Arved
     
  4. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Arved,

    bei Bowdenzügen gibt es zwei unterschiedliche Verianten, für den Modellbahnbereich haben sich Bowdenzüge mit einem dickeren Draht als "Seele" gut bewährt, sie sind zwar nicht ganz so flexibel wie die bachfolgend beschriebene Variante, bieten aber den Vorteil, daß sie individuell Einkürzbar sind und für den Modellbahner dadurch, leichter zu handhaben sind.

    Bowdenzüge deren "Seele" aus mehreren, zusammengedrillten Einzeldrähten bestehen eignen sich eher nicht so gut, sie sind zwar flexibler überwiegen aber in den Nachteilen der festen Längen.

    Eine dritte Variante besteht darin, Federdraht "vom laufenden Meter" in dünnen Röhrchen zu führen also eine Art von Selbstbau Bowdenzügen.

    Man könnte sich auch mit "Seilzug" Systemen beschäftigen, die den gleichen Erfolg versprechen, wie bei Bowdenzügen, hierbei werden zwischen Stellhebel und Signal bzw. Weichen ein- oder zweiläufige Seilzüge verwendet.

    Zweiläufige Seilzüge werden auch doppelter Seilzug genannt, mit Hilfe von Umlenkrollen werden die Seilzüge so gespannt, daß für jeden Stellweg ein separater Seilzug notwendig ist.

    Beim einläufigen oder einfachen Seilzug existiert auch nur ein einziger Seilzug, um aber eine Weiche oder Signal zurückstellen zu können muß eine Feder gespannt werden, die bei deren Entlastung den Seilzug in die andere Richtung stellt und bewirkt, daß die Weiche oder das Signal zurückgestellt werden. In Kombination mit einem Seilzugschalter (Stop- oder Bremslichtschalter aus dem Automobilbereich) lassen sich auch für die Modellbahn noch zusätzlich elektrische Schaltaufgaben ausführen, wo sie notwendig werden.

    Wer sich mit mechanischen Schaltaufgaben befaßt, wird aber eher den Bowdenzug mit nur einem Draht bevorzugen, da dieser wie Stellstangen eingesetzt werden kann und nicht in Zug- sondern auch in Schubrichtung zuverlässig arbeitet.

    Ich selber befasse mich mit dem Bau eines miniaturisiertem Hebelstellwerks mit Verschlußregister und möchte Weichen und Signale über Bowdenzüge umstellen.

    Wenn deine Grundplatte zu dick sein sollte, daß die Stelldrähte des Federstahls zu kurz sind, dann wäre die einfachste Lösung auch die beste aller Lösungsmöglichkeiten nämlich die "Verlängerung" des Federstahldrahtes.

    Soll die Weichenpolarisierung des Herzstückes dabei noch zusätzlich erfolgen, bedarf es keiner komplizierten Schaltung mit "teuren" Umschaltern oder Relais, man kann dieses auch mit sehr einfachen Hilfsmitteln bewerkstelligen.

    Dazu wären aber zusätzliche Informationen notwendig:
    • Welches System nutzt du, 2 Leiter oder Mittelleiter?
    • Falls 2 Leitersystem, fährst du analog oder digital?
    • Sind die Weichen überhaupt polarisierbar?

    Wenn du Mittelleiterfahrer bist, dann erspare ich mir weitere Ausführungen, weil diese nur für 2 Leiter Systeme von Belang sind.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  5. Mullehose

    Mullehose Neues Mitglied

    Gruß Ingo,
    Also, ich baue die Bahn bei meinem Opa, deswegen kann ich leider nicht immer daran "herumfeilen" oder Ideen sofort in die Tat umsetzen. Sie ist schon ziemlich alt, aber auch noch nicht weit vorangeschritten im Bau. Da sind noch alte Schienen und Weichen drauf; die 6 Weichen wollte ich durch neue von Tillig ersetzen und das Gleis zumindest an der Hochebene ebenfalls austauschen.

    Die neuen Tillig Weichen sind glaube ich polarisierbar, die Züge fahren analog mit Gleichstrom auf einem 2 Leitersystem.
    Was Detailgenauigkeit an den Weichenanlagen betrifft, habe ich keine riesigen Ansprüche, mir wäre nur lieb, wenn der Zug gut drüberrollt, und sie sauber umschaltet. :) Außerdem möchte ich eine Art Zugbeeinflussung vor der Weiche, sodass der Zug nicht über eine falsch gestellte Weiche fährt sonder davor stehen bleibt, wofür ich die Kontakte zur Polarisierung eines Conrad Weichenantriebes verwenden wollte.

    Zugunsten der Einfachheit würde ich am Besten auf ein Seilzugsystem verzichten und einfach längeren Federstahldraht für 3 Weichen kaufen.
    Zudem habe ich leider auch nicht so viel Platz unter der Platte, weil sie bloß ca 2 m² groß ist und mit den ganzen Drähten und Bowdenzügen dazwischen würde das bestimmt ganz schön eng werden. :confused:

    Aber danke, dass Du mich überhaupt auf diese Interressante Möglichkeit gebracht hast, das hab ich vorher noch nie gesehen.

    Arved

    PS: Im Anhang habe ich nochmal ein Bild hochgeladen, auf dem man ungefähr die kleinen Dimensionen der Platte, den Baufortschritt, sowie die Höhe der Höchbene erkennen kann.
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 24. Mai 2021

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