Modellvorstellung Vor 70 Jahren auf dem Gleis

Dieses Thema im Forum "Betrieb" wurde erstellt von Kesselwagen, 24. Mai 2015.

  1. Kesselwagen

    Kesselwagen Renommiertes Mitglied

    Hallo Leute,

    Angeregt, durch die Neuanschaffung eines Forumskollegen, viel mir ein, so etwas ähnliches habe ich auch manchmal im Zugverband laufen.

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    Hier zu sehen : Sehr schöne amerikanische Drehgestelle. Ich habe sie mit RP 25 Rädern nachgerüstet.

    Zum einen, einen Flachwagen mit Rungen, der zu der Zeit nach Europa kam, als sich in Deutschland die Fronten auf engsten Raum zusammen zogen. Das hiesige Rollmaterial der Reichsbahn war zum Teil nicht mehr zu gebrauchen und so wurden in den USA diese Waggons für Europa gebaut und nach Europa verschifft. Der Flachwagen, an den man an der Seite zusätzlich noch Rungen mit den dazugehörigen Metallringen zum verzurren der Lasten anbringen kann, stammt aus dem Hause M&D Modell und Dioramabau. ( Art. Nr. 120 ) Es ist ein SSy nach dem II. Weltkrieg der durch die britische und US Amerikanische Zone fuhr. Produziert wurde das Modell aber bei Klein Modellbahn, einem österrieichischen Hersteller, der sehr schöne Modelle im Programm hatte.

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    Ein weiterer seltener Gast ist dieser Klein- Kesselwagen, ebenfalls von M&D ( Art. Nr. 109 ) vertrieben. Es ist ein sogenannter Leichtbau- Kesselwagen der Bauart Deutz. zu Erkennen ist das daran, daß der Rahmen praktisch unterbrochen ist. Es ist eine Entwicklung einer Kriegsbauart, die von der Reichsbahn beauftragt war. Diese Waggons waren relativ leicht und in ganz Europa verbreitet. Dieser hier ist bei der USSR - Zone DR eingestellt. erträgt zudem die Aufschrift

    Mietkesselwagen
    des MDI
    Bahnhof Zinnowitz
    Anschlgl. Peenemünde

    Das Logo des vorherigen Besitzers ( Buna, Leuna ? ) wurde in Wagenfarbe überstrichen.

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    Aber auch bei der DB und vielen anderen europäischen bahnverwaltungen waren diese Wagen noch lange im Einsatz. Wie dieser ARAL Kesselwagen aus dem Hause Roco, der auch der gleichen Form des Herstellers Klein Modellbahn stammt. Leider sind dort die Modelle nicht mehr so günstig wie vom Originalhersteller. Aber auf Miodellbahnbörsen wird man noch ordentlichen Original Modellen zu günstigen Preisen versorgt.

    Gruß Winfried.
     
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  2. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Winfried,

    die Bettendorf Drehgestelle der europäischen "Amerikaner" stehen eigentlich im Widerspruch zu den in jener Zeit verwendeten Arch Bar (Fachwerk-) Drehgestellen, welche seit 1898 üblich waren. In den USA wurden die Bettendorf drehgestelle erst ab den 1919er und beginnenden 1920er Jahren verbaut und bei Güterwagen eingesetzt, jedoch waren diese Bettendorfdrehgestelle das derzeit Neueste was konstruiert, allerdings, was noch nicht ausgiebig getestet wurde. Die US Military Railroad hatte die Ehre diese Drehgestelle im Kriegseinsatz testen zu dürfen, so wurden diese Drehgestelle bereits ab 1916 für den Export der Güterwagen verbaut, als diese 1917 nach Frankreich verschifft wurden.

    Allerdings gibt es auch Güterwagen mit den älteren Arch Bar Drehgestellen. Epochengerecht sollten die Radsätze eigentlich gerippte Rückseiten (Kühlrippen) haben.

    Wenn du deine Waggons noch etwas aufwerten willst, von Kadee gibt es Bettendorf und Arch Bar Drehgestelle mit Ribbed Back Wheels und gefederten Drehgestellen (echte Stahlfedern), der Preis von 15 € je Drehgestellpaar inklusive Radsätzen ist annehmbar. Beim Umbau mütest du nur das Drehgestell mit einer Metallschraube mit selbstschneidendem Gewindegängen verwenden oder dir eine andere Art der Drehgestellbefestigung einfallen lassen.

    Ich werte meine US Güterwagen von Zeit zu Zeit mit solchen "echt" gefederten Drehgestellen auf.
     
  3. Kesselwagen

    Kesselwagen Renommiertes Mitglied

    hallo Leute,

    diesen Leichtbau- Kesselwagen der Bauart Deutz habe gestern beobachtet. Dieser Wagen ist bei der DR eingestellt und hat ein Fassungsvermögen von 48 m³. Leichtbau deswegen, weil man auf den Rahmen ver´zichtet hatte. Die Drehgestelle wurden direkt an dem Kessel befestigt. Wenn man meint einen Rahmen zu erkennen, liegt das daran, daß der Unterboden mit schwarzer Schutzfahrbe versehen wurde. Dieser Typ war so ab 1943 im Einsatz. Das Revisionsdatum ist mit 22.2.1961 angegeben .

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    Die Wagen Nr. und der Einsteller, sowie die Ladungsart, sind direkt auf den Kessel geschrieben. Auch damit wurde schon Gewicht eingespart. Das Modell stammt von Liliput ist sehr sauber bedruckt und lackiert. Was der Wagen in meiner Region macht ? Im übrigen war hinter ihm das Gegenstück der Uerdingen gekuppelt. Der wieder um ist eine Konstruktion aus dem Hause Trix, den Märklin mit in sein Programm aufgenommen hat.

    Gruß Winfried
     

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