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Was brauche ich noch alles für meine anlage

Dieses Thema im Forum "Anlagenbau" wurde erstellt von prinz2014, 25. April 2012.

  1. prinz2014

    prinz2014 Neues Mitglied

    Hallo bin ein modelbahn Neueinsteiger und brauche hilfe.

    Habe einen [lexicon]Gleisplan[/lexicon] mit WinTrack erstellt und ihn jetzt so weit aufgebaut also alle Gleise verlegt. Jetzt meine frage wie oft muss ich den strom neu einspeisen und wo habe mal blau makiert wo ich es denke. Habe auf meinem gleisplan makiert wo ich signale stehen habe reichen die? Und wie funktioniert das jetzt mit den Isolier-Schienenverbinder wo müssen die hin? Sorry für die vielen Fragen aber blicke hier im Forum noch nicht so recht durch.

    Benutze das Piko A-Gleis im zuerst will ich es analog benutzen habe aber auch schon ein Digi starter paket. Oder sollte ich die anlage direkt digital laufen lassen?

    gruß

    Daniel


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  2. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Daniel,

    erst mal recht herzlich Willkommen hier im Forum.

    Warum willst du das digitale Starterset erst später nutzen?

    Wenn du schon ein Digitalsystem hast, dann benutze es auch und mache nicht den Fehler erst in analog zu planen und zu bauen, um später dann auf [lexicon]Digital[/lexicon] umzurüsten, das bringt dann nur Probleme, die du jetzt beim Aufbau vermeiden kannst.

    Du willst warscheinlich Signale verwenden, die Einfluß auf die Zugsteuerung ausüben?

    Ob analog oder digital, du brauchst vor jedem [lexicon]Signal[/lexicon] einen Bremsabschnitt, der etwa die doppelte Länge deines längsten Zuges haben sollte.

    Im Analogbetrieb würde der [lexicon]Zug[/lexicon] beim Überfahren der trennstelle vor dem [lexicon]Signal[/lexicon] sofort ohne Bremsverzögerung stehen bleiben, wenn das [lexicon]Signal[/lexicon] "Halt" also Hp0 zeigt.

    Im Digitalbetrieb brauchst du einen Signalddekoder für jedes [lexicon]Signal[/lexicon], so daß die Digitalzentrale Bescheid weiß, wie das [lexicon]Signal[/lexicon] gestellt ist. Die Digitalzentrale sendet deinem [lexicon]Zug[/lexicon] die nötige Information und der Digitaldekoder in der Lok, bremst wie ein Lokführer, den [lexicon]Zug[/lexicon] langsam ab, so daß er vor dem [lexicon]Signal[/lexicon] zum Halten kommt. Damit das aber reibungslos funktioniert, brauchst du für jeden Signalabschnitt, ein Rückmeldemodul, damit die Digitalzentrale auch weiß, wann ein [lexicon]Zug[/lexicon] in den Bremsabschnitt vor dem [lexicon]Signal[/lexicon] einfährt, um den [lexicon]Zug[/lexicon] rechtzeitig zum Halten zu bringen.

    Wird das [lexicon]Signal[/lexicon] auf "Fahrt" Hp1 geschaltet, beschleunigt der Lokdekoder wieder auf die zuletzt eingestellte Geschwindigkeit.

    Vor der Station benötigst du mehrbegriffige Signale als Einfahrtsignale, also Hp0 (Halt), Hp1 (Fahrt) und [lexicon]Hp2[/lexicon] (Fahrt mit Geschwindigkeitsbegrenzung beim verlassen der direkten Fahrtroute nach Weichen).

    In der Station müssen Ausfahrtsignale aufgestellt werden, wo diese zweckmäßigerweise am besten aufgestellt werden, können dir die "Signalexperten" besser erklären als ich.

    Fahrstromeinspeisungen habe ich zum Beispiel alle 50 cm realisiert, bei deiner Anlage würde aber eine Stromeinspeisung sicherlich ausreichen.

    das setzen von isolierten Trennstellen hängt davon ab, wo deine Signalabschnitte sind und wo du gegebenenfalls Isolierungen vornehmen mußt, die betriebsbedingt notwendig sind.

    Ich habe früher analog begonnen, rüste jetzt nachträglich auf digitale Technik um. Signale haben bei mir kaum Einfluß auf die Streckensicherung, bei mir wird auf Sicht gefahren, Weichen und Signale werden bei mir aber analog bzw. mechanisch gestellt.
    Da ich bei mir plane, vorbildlichen Betrieb stattfinden zu lassen, werden bei mir die Streckenfreigaben zur Nachbarstation Mittels Morsetaste und Klopfer durchtelegrafiert.
     
  3. prinz2014

    prinz2014 Neues Mitglied

    Ja die haben zugbeeinflussung wenn das ist was du meinst




    oje das hört sich alles noch sehr kompliziert an
     
  4. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Daniel,

    Wenn deine Signale mit Zugbeeinflussung aufgebaut werden sollen, mache es dir an einem einfachen Gleisabschnitt deutlich, wie soetwas funktioniert.

    Zunächst beschreibe ich die analoge Schaltung, bei der digitalen Schaltung sind die Trennstellen gleich, die technischen Komponenten aber etwas verschieden.

    [lexicon]Analog[/lexicon] DC:
    Züge werden mit dem Fahrregler am Modellbantrafe gesteuert, indem die eingespeiste [lexicon]Spannung[/lexicon] in ihrer Höhe verändert wird von 0 V bis 12 V bzw. 14 V.

    Vor dem [lexicon]Signal[/lexicon] benötigst du einen Gleisabschnitt der einmal unterteilt ist, somit sind es eigentlich zwei Abschnitte, 1. der Bremsabschnitt und 2. der Halteabschnitt, somit brauchst du drei Trennstellen. Das [lexicon]Signal[/lexicon] wir hinter der letzten Trennstelle aufgestellt.
    Wir numerieren nun die Trennstellen beginnend mit der ersten Trennstelle vor dem Bremsabschnitt, das ist trennstelle 1.
    Trennstelle 2 befindet sich zwischen dem Bremsabschnitt und dem Halteabschnitt und Trennstelle 3 befindet sich hinter dem Halteabschnitt.

    Es gibt zwei Arten, den Bremsabschnitt zu beschalten, damit deine Triebfahrzeuge, bei Halt zeigendem [lexicon]Signal[/lexicon] langsamer werden.
    Möglichkeit 1 Dioden werden so geschaltet, daß der Fahrstrom im Bremsabschnitt reduziert wird.
    Möglichkeit 2 Ein Bremsgenerator wird in den Bremsabschnitt eingefügt, der das [lexicon]Triebfahrzeug[/lexicon] ausbremst und daß es zum Stehen kommt.

    Der Brermsgenerator oder die Dioden werden so zwischen Trennstelle 1 und 2 geschaltet, daß nur dann aktiv sind, wenn das [lexicon]Signal[/lexicon] "Halt" zeigt, somit brauchst du auch ein Relais zum Schalten der Abschnitte vor dem [lexicon]Signal[/lexicon].

    Das [lexicon]Signal[/lexicon] wird zwischen der Trennstelle 2 und 3 geschaltet, die zusätzlichen Kontakte, falls vorhanden werden dazu benötigt dem Relais den Schaltzustand des Signals zu geben damit die Dioden bzw. der Bremsgenerator im Bremsabschnitt dazugeschaltet werden kann.

    Der Halte Abschnitt ist der stromlose Abschnitt zwischen Trennstelle 2 und 3.

    Verwendest du mehrere aufeinander folgende Signale, dann ist die letzte Trennstelle des Halteabschnitts vor dem [lexicon]Signal[/lexicon], gleichzeitig auch die erste Trennstelle des nachfolgenden Bremsabschnittes (Blocksignale).

    [lexicon]Digital[/lexicon] DCC:

    Bei Digitalanlagen wird ein aufmodulierter Wechselstrom in einer höhere Frequenz dem anliegenden Dauerstrom hinzugegeben, wo Dateninformationen an die Fahrdekoder oder Dekoder in Waggons übermittelt werden.
    Gefahren wird mit dem Eingabesteuergerät, die Digitalzentrale setzt die Fahrbefehle in Dateipakete um und sendet diese an die Dekoder in der Lok. Signale benötigen je [lexicon]Signal[/lexicon] einen Signaldekoder, der der Digitalzentrale den Stellzustand des Signals übermittelt.
    An Stelle des Bremsgenerators oder den Dioden wird ein Rückmeldemodul eingebaut, Trennstelle 2 wird überbrückt, weil nicht mehr benötigt. Fährt jetz das [lexicon]Triebfahrzeug[/lexicon] in den Bremsabschnitt, teilt das Rückmeldemodul das der Zentrale mit, nun wird geprüft, wie die Stellung am [lexicon]Signal[/lexicon] ist, zeigt das [lexicon]Signal[/lexicon] Hp0 also "Halt" an, so gibts eine entsprechende Meldung vom Signaldekoder an die Zentrale. Die Zentrale übermittelt nun der Lok, die in den CV-Werten abgespeicherte Bremscharakteristik auszulösen, damit die Lok vor dem [lexicon]Signal[/lexicon] zum Halten kommt.

    Wenn du Weichen über deine Digitalanlage schalten willst, dann benötigst du für jede Weiche einen Weichendekoder.

    Klingt alles vioel komolizierter, als es in Wirklichkeit ist.

    Besonders umfangreich werden Schaltungen dann, wenn man sich Weichen zusätzlich noch die Herzstücke polarisiert, das ist aber bei den Piko A-Gleisen bzw. Weichen nicht erforderlich.
     

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