Gleisplanung Was haltet Ihr von meinem Gleisplan?

Dieses Thema im Forum "Planung" wurde erstellt von Angelous, 13. Januar 2011.

  1. jowiad

    jowiad Mitglied

    Grüß' Dich, Norman.

    Bei der Größe Deines Bahnhofs kann man durchaus die Stationierung einer Rangierlok vor Ort vertreten, die möglicherweise auch im leichten Güterzugdienst auf der Nebenstrecke eingesetzt wird. Für die bedarf es dann auch einer kleinen Lokstation.
    Ein anderer Punkt: Bitte schau Dir nochmal die Anbindung von Gleis 1 und 2 an. Du kannst bei der Einfahrt in den Bahnhof (ich gehe von Rechtsverkehr aus) zwar jedes Gleis erreichen, bei der Ausfahrt aber aus den beiden genannten Gleisen ist jedoch nur eine Falschfahrt (Linksverkehr) möglich, oder Du mußt den Zug erst nach Gleis 3/4 umsetzen und ihn dabei jedesmal komplett auf das Streckengleis bringen. Das würde man im realen Betrieb bei einem Bahnhof Deiner Größenordnung aus Sicherheits- wie Betriebsgründen unbedingt vermeiden.

    Servus und einen schönen Tag :)

    Joachim
     
  2. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Norman,

    setze doch den Bonner Hbf, das Gebäude etwas weiter in Richtung deiner Prellböcke und abseits des ersten Gleises, baue das Gebäude als Halbreliefgebäude (zweschneide es in der Längsrichtung so, daß es parrallel zu den Stumpfgleisen aber direkt an der Wand steht), so kannst du das Gebäude künstlich vergößern, ohne dir ein neues kaufen zu müssen. Diese Praktik wird von den US Modellbahnern gerne angewendet, zum Einen um Gebäudekomplexe zu vergrößern, zum Anderen um platzsparend viel darzustellen. So hättest du dann einen etwas angemesseneren, größeren Hbf der dann eher zu deinen vielen Gleisen gut paßt.
    Auch ungewöhnliche Wege führen zum Ziel.
    Die Rangierlok an Gleis 12 sollte ruhig ihren Wartungs- und Inspektionsunterstand bekommen, wähle aber ein Gebäude, welches hoch genug ist, da glaubwürde Bockkräne theoretisch unterzubringen, daß die Lok zur Wartung auch mal angehoben werden könnte, das sieht dann glaubwürdiger aus.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  3. jaffa

    jaffa Mitglied

    Hallo Norman, der Schattenbahnhof ist super, mit dem »Kopfbahnhof« habe ich so meine Probleme, wenn es halbwegs um Vorbildnähe geht. Wir haben einmal versucht, einen realistisch dimensionierten Kopfbahnhof angelehnt an Wien-West zu entwerfen. Wir haben stark vereinfacht und gestaucht und haben – wohlgemerkt: für Spur N! – ab der ersten Verzweigungsweiche 5 Meter Länge gebraucht. Du wagst den Versuch in H0 auf der Hälfte der Länge.
    Abgesehen davon: wenn das ein Kopfbahnhof in der Jetztzeit ist, wozu dann die Gleisverbindungen jeweils zwischen den Gleisen 1/2, 3/4 und 5/6? Im Zeitalter von Wendezügen braucht man im Kopfbahnhof keine Umsetzmöglichkeiten.

    Mein Plädoyer angesichts deines verfügbaren Platzes und des vorhandenen Rollmaterials mit Fernzügen ist nach wie vor: 2-gleisige Hauptstrecke ohne Bahnhof, Verkehr auf dieser Strecke nur von Schattenbahnhof zu Schattenbahnhof; eine auf freier Strecke abzweigende Nebenbahn mit einem ordentlich dimensionierten Endbahnhof und zusätzlich noch einen Industriegleisanschluss.

    Gruß --- Jürgen
     
  4. Julian H0

    Julian H0 Mitglied

    Weil ich grad so drüberlese, wegen den Wendezügen:

    Vielleicht fährt er ja in einer Epoche in der es eben noch keine Wendezüge gab ;)

    Gruß Julian
     
  5. jaffa

    jaffa Mitglied

    Hallo Julian,

    mit der Epoche will sich Norman nicht so richtig festlegen ... aber als Fernzüge hat er einen ICE und einen TEE.

    Aber mal unabhängig davon: das unterscheidet (in der Regel) kleinere Endbahnhöfe an Nebenstrecken von städtischen Kopfbahnhöfen: während Endbahnhöfe bis Epoche III/IV eine Umsetzmöglichkeit für Loks hatten, gab es so etwas bei den Kopfbahnhöfen nicht; da wurde die Lok meist abgekuppelt und eine neue Lok (am Ende) vorgespannt. Siehe z.B. Stuttgart, 1912 ... oder den schon erwähnten Bf. Wien-West oder den Bf. Braunschweig von 1932

    Gruß --- Jürgen
     
  6. Julian H0

    Julian H0 Mitglied

    Wenn man aber logisch denkt würden die Verzweigungen insofern Sinn machen, da er sich ja "nicht sicher" ist welche Epochen er fahren lassen wird, und die alten Züge passen dann nicht zu den neu verlegten Gleisen, ABER die neuen Züge passen zu den alten Gleisen^^



    Gruß Julian
     
  7. Angelous

    Angelous Mitglied

    Hallo Joachim,

    danke für den Hinweis! Ist mir noch garnicht aufgefallen! Da muss ich die Weichenstrasse wohl nochmal überdenken!

    @ Jürgen
    Das wusste ich nicht! Also wurden auch die BR103 IC-Züge nur abgekoppelt und eine Neue Lok davorgespannt! Dafür würde ich dann aber noch ein richtiges BW brauchen, oder?

    Da brauche ich dann aber wieder zwei Gleiswendeln, oder wie soll ich mir das vorstellen? Sollte über der Wendeschleife des SBf nochmal eine Wendeschleife für die Hauptstrecke versteckt werden, die dann im sichtbaren Bereich die Hauptstrecke doppelgleisig erscheinen lässt? Kannst Du mir vielleicht mal eine Skizze Deiner Vorstellung einstellen, bitte?

    @Julian

    Also ich plane eigentlich Epochenunabhängig, weil ich fahrenlassen will, was gefällt! D.h. Sowohl die Dampflok mit Güterwagen oder als Personenzug wie auch der ICE 1-3 sollen auf der Anlage fahren. Genauso wie Dieseslloks und Dieseltriebwagen.
    Jetzt mag der ein oder andere schimpfen, aber ich bin halt so. Mir gefallen die alten Dampfrösser genauso wie die neuen ICE-Züge. Auch amerikanische Modelle haben Ihren Reiz. Und wenn ich mal eines kaufe will ich das auch fahren lassen.
     
  8. jaffa

    jaffa Mitglied

    Was daran logisch sein soll, ist mir ein Rätsel :wacko:

    Hast du dir die verlinkten Beispiele angeschaut? Dort gibt es keine Umfahrmöglichkeit, obwohl die Pläne von 1912 bzw. 1932 sind. Da muss man eben unterscheiden: baue ich einen städtischen Kopfbahnhof, an dem in der Regel mehrere doppelgleisige Hauptstrecken beginnen bzw. enden und entsprechende Züge beginnen und enden, andere Fernzüge machen Kopf und fahren dann weiter ...
    ... oder habe ich einen Endbahnhof einer Nebenstrecke; da verirren sich aber keine Fernzüge hin.

    Die einzige Ausnahme, die ich zumindest kenne, ist der Bahnhof Westerland auf Sylt: Dort endet genau eine einzelne 2-gleisige Strecke, die über den Hindenburgdamm sowohl von Fernverkehrszügen/ICs wie auch vom Regional- und Nahverkehr, vom Sylt-Autoverlade-Shuttle und von Güterzügen befahren wird. Da die Strecke nicht elektrifiziert ist, wird alles per Dieselkraft bewegt ... und deshalb muss der ICE leider draußen bleiben und endet meines Wissens in Niebüll.
    Kennt jemand andere exotische Ausnahmen für kleine Bahnhöfe* an doppelgleisigen Hauptstrecken, mit denen man so ein Szenario legitimieren könnze? *Apropos »klein«: die Bahnhofsanlagen von Westerland haben eine Länge von ca. 2 km und hat im Bereich der Abstellgleise 12 parallele Gleise und am Bahnhofskopf immer noch 7 Gleise (übrigens auch ohne Umfahrmöglichkeit).

    Bei Durchgangsbahnhöfen ist die ganze Sache ja viel unkomplizierter: Da gibt es durchaus kleine Bahnhöfe an Hauptstrecken, vielleicht sogar Haltepunkte. Fernzüge rauschen dann in der Regel ohne Halt durch solche Bahnhöfe hindurch. Das gabs früher und das gibts auch heute noch an ICE-Strecken. Nur das Thema »Kopfbahnhof« in Verbindung mit Hauptstrecke(n) macht es so kompliziert.
    Man braucht sich aber nicht so lange damit aufhalten, wenn man entscheidet: das soll eine »Spielbahn« und keine »Modellbahn« werden. Nur sollte diese Entscheidung bewusst getroffen werden und nicht aus Unkenntnis.

    Gruß --- Jürgen
     
  9. Julian H0

    Julian H0 Mitglied

    Ist auch egal ich dachte eben, mit den Verzweigungen spart man sich das Umkoppeln, dann kann man ein-zwei Verzweigungen drin lassen für die älteren Züge, und den Wendezügen macht es ja nichts aus wenn Verzweigungen da sind, die aber im Endeffekt nur von alten Zügen genutzt werden... :)



    Gruß Julian
     
  10. Angelous

    Angelous Mitglied

    Also ich hab jetzt versucht, den Gleisplan des Kopfbahnhofes so zu konstruieren, dass das von Joachim entdeckte Manko behoben ist. Das ganze ohne das Weichenfeld auf die Brücke zu legen war gar nicht so einfach und endete damit, das die einzige Möglichkeit darin bestand, beide Hauptstrecken über eine einzige DKW in den Bahnhofzu führen. Sieht etwas unschön aus und ist auch nicht am Vorbild aber wie gesagt, die wohl einzige Möglickkeit.

    Desweiteren habe ich die Umsetzweichen rausgenommen und durch die neue Weichenführung konnten die Gütergleise etwas umgestalltet werden.

    Den Anhang 4804 betrachten
     

    Anhänge:

  11. Angelous

    Angelous Mitglied

    Hallo Jürgen,

    ich hab jetzt mal versucht, Deinen Vorschlag umzusetzen und habe die Hauptstrecke mit einer Wendeschleife im linken Bereich ausgestattet. Allerdings bringt die mit sich, das man den Zug der grade noch eingefahren ist ziemlich schnell wieder in die andere Richtung ausfahren sieht.
    Andere Möglichkeit wäre sicherlich den SBf in zwei zu teilen und Ihn dann auf beiden Seiten der Anlage mit einer Gleiswendel anzusteuern. Wäre wahrscheinlich effektiver!

    Egal wie das letztendlich aussieht habe ich eine Frage.
    Wo würdest Du die Nebenstrecke beginnen lassen und den Endbahnhof hinsetzen?

    Oder wäre auch eine Kreuzung der Hauptstrecke möglich mit einem Endbahnhof auf der einen und einem anderen Endbahnhof auf der anderen Platte?
    Die Kreuzung könnte dann auf der Brücke liegen!

    Den Anhang 4805 betrachten Den Anhang 4806 betrachten
     

    Anhänge:

  12. jaffa

    jaffa Mitglied

    Genau: die zweite Möglichkeit ist die bessere!

    Um Himmels willen: :wand: Kreuzung der Hauptstrecke keinesfalls! Wenn es darum ginge, eine Haupstrecke zu »kreuzen«, dann würde man das »kreuzungsfrei« mit einer Überbrückung machen! Was es schon in der Wirklichkeit gibt, wenn auch nicht allzu oft, dass auf freier Strecke von einer 2-gleisigen Hauptstrecke eine Nebenstrecke abzweigt. :thumbsup: So wie bei diesem Gleisplanbeispiel. Du siehst dort auch, dass diese Abzweigung durch eine Schutzweiche gesichert ist und dass sich dort ein Stellwerk befindet.
    Ich würde also nur auf einen Schenkel einen Endbahnhof machen ... an die Schutzweiche könntest du aber einen Industriegleisanschluss auf dem anderen Schenkel anschließen.

    Gruß --- Jürgen
     
  13. Angelous

    Angelous Mitglied

    Hallo Jürgen,

    Sorry! Aber ich dachte ich hätte soetwas bei uns im Gebiet schonmal gesehen! Auf der Strecke Karlsruhe -> Bruchsal!

    Hab jetzt mal die Zufahrt zum SBf auf der Linken Seite mit einer weiteren Gleiswendel realisiert! Es gibt nur zwei Mankos mit denen man aber Leben muss, denke ich! Die Gleiswendel ist mit PIKO-A R2 und R3 Radien gemacht! Von der SBf-Ausfahrt bis zur Überquerung der ersten Weiche musste eine Steigung von 3% angelegt werden, da man sonst nicht auf die nötige Höhe über die Weichen kommt! Überhaupt muss die Steigung in dieser Gleiswendel ja ca. 3% betragen, da man sonst bei den kleinen Radien ja nie auf die benötigte Höhe für die nächste Wendeletage kommt. Oder sehe ich das falsch?
    Aber dann muss die Digitalzentrale in der Wendel die Züge eben entsprechend abbremsen und langsamer runter- bzw. hochfahren lassen!

    Baut man so eine Wendel eigentlich selber oder gibt´s da was zu kaufen (Bausatzmässig)?

    Den Anhang 4808 betrachten
     

    Anhänge:

  14. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo Norman

    wenn ich fragen darf aus welcher Ecke kommst Du?

    Gruss Stephan
     
  15. Angelous

    Angelous Mitglied

    Hallo Stephan,

    Stutensee und Du?
     
  16. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo Norman

    das sind ja grad mal paar km . Ich Neuenbürg aber nicht das bei Bretten sondern bei Pforzheim.

    Gruß Stephan
     
  17. jaffa

    jaffa Mitglied

    Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen ... fände ich interessant, wenn es so etwas gäbe, weil man damit im Bedarfsfall schön die planerische Freiheit legitimieren könnte. Aber selbst bei Verzweigungs- oder Kreuzungsbahnhöfen versucht die richtige Bahn so etwas oft kreuzungsfrei hinzubekommen. Siehe z.B. Gevelsberg-West

    Gleiswendel baut mann/frau selbst! Guggst du hier!

    Zu der Steigung in den Wendeln: immerhin liegt bei dir das Bergauf-Gleis immer auße und hat den größeren Radius.

    Gruß --- Jürgen
     
  18. Angelous

    Angelous Mitglied

    Also ich hab jetzt mal die Nebenstrecke mit dem Endbahnhof entwickelt und wollte auch noch eine Version entwickeln, bei der der Endbahnhof auf dem anderen Anlagenschenkel liegt, was eventl. besser ist von der Zugänglichkeit her, und die Hauptstrecke mehr im Vordergrund, da Sie ja tiefer liegt und sonst von der Nebenstrecke verdecket wird!

    Jetzt hab ich aber festgestellt, das ich, wenn ich den SBf mit zwei Wendeln bediene und keine Wendeschleife mache, die Nebenbahn nur mit Wendezügen befahren kann!

    Bsp: Zug fährt aus NBf raus und über den äusseren Kreis der Hauptstrecke (= innere Wendelstrecke!) in den SBf. Wenn der Zug nun durch den Schattenbahnhof durchfährt so wird er nie mehr auf die Nebenstrecke kommen, da die Weichen die falsche Lage haben! Er muss also in die Richtung den SBf wieder verlassen, aus der er gekommen ist. Was aber bedeutet, das ich in die linke Gleiswendel kurz nach der Ausfahrt aus dem SBF noch zwei Bogenweichen installieren muss, damit er vom inneren Wendel in den Äusseren kommt und somit die Fahrtrichtung wieder stimmt.

    Oder habe ich da einen Denkfehler?

    Den Anhang 4812 betrachten
     

    Anhänge:

  19. Angelous

    Angelous Mitglied

    So! Jetzt hab ich den Nbf auf den anderen Schenkel gelegt! Die Hauptstrecke macht, aus den oben genannten Gründen eine Wendeschleife und keine zweite Gleiswendel.

    Den NBf habe ich mit einer kleinen Drehscheibe ausgerüstet. Die ganze Idee habe ich natürlich von Deinem Gleisplanvorschlag geklaut, Jürgen!

    Was denkt Ihr? Kann ich da eventl. auch ein grössere Drehscheibe verbauen?

    Den Anhang 4818 betrachten
     

    Anhänge:

  20. Julian H0

    Julian H0 Mitglied

    So wie ich das sehe kannst du natürlich eine größere Scheibe einbauen, da wirds dir aber ziemlich eng werden wenn du die Scheibe ganz an den Rand baust, meinst du nicht es wäre besser, sie zentriert zu setzen und vielleicht daran vorbei noch ein zwei Gleise laufen lässt, wo die du restlichen Gebäude anbaust, die jetzt daneben und schräg davor ind. Die Anbindung zu Wassertan würd ich auch von der Strecke aus erreichbar machen,nicht nur über die Drehscheibe.

    Aber das ist nur meine Meinung, entscheiden musst du selbst wie es dir am Besten gefällt!

    So gefällt mir der Plan eig. ausgezeichnet, wird sicher mal eine super Anlage werden! :)



    Gruß Julian
     

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