?? Technik Wechselstrom Gleichstrom Digital Mä. Booster zwei Stromkreise

Dieses Thema im Forum "Anfänger, Umsteiger und Fragen" wurde erstellt von Donnerbüchse, 23. September 2007.

  1. Hans

    Hans Mitglied

    halber Digitalstrom

    Hallo Albert,
    der Witz bei der ganzen Digital-Geschichte ist, dass man verschlüsselte Signale überträgt. Wenn dieser Code verstümmelt ist (nur die eine Hälfte duchlassen ist eine ziemlich große/grobe Verstümmelung), dann kann der Decoder zickig sein und sagen: "Ist falsch mag ich nicht", oder er ist nett und sagt: Ist falsch, aber es ist erkannbar und korrigierbar.

    Da die Information in der Abfolge der Impulse liegt (und nicht in der Spannungshöhe) könnte der Decoder so nett sein und er könnte versuchen die Information zu verstehen.

    Da andererseits die ganze Chose ziemlich störungsbehaftet ist, ist der Decoder "eigentlich" auf "ziemlich zickig" eingestellt. Beim Motorola-Protokoll will er z.B. den Befehl exakt zweimal erhalten bevor der Decoder ihn glaubt !!!! Dadurch sollen Störungen ausgeschlossen werden! Nachzulesen in irgendeinem Märklin-Digital-Buch.

    Das Rechteck-Signal als Ganzes ist natürlich wichtig als Versorgungs-Spannung für Motor und Licht, theoretisch müßte man Signal- und Versorgungs-Spannung getrennt an den Decoder liefern ... dann wäre einiges einfacher ...

    Dein Versuch mit den Dioden ist so ähnlich wie wenn Du eine Text-Zeile mit einem Blatt halb abdeckst und das jemand zum lesen gibst: Mancher kann es trotzdem lesen, macher kann es nicht lesen bzw. erraten. Aber Du kannst aus diesem Versuch keine Regel über die Art der Informations-Übertragung (vom Buch in den Kopf) ableiten.

    Zu Deiner Frage "Ob dies so in etwa stimmt, oder ob es völliger unsinn ist, möchte ich gerne wissen" meine ich: Es ist völliger Unsinn.
    (Bitte nicht mißverstehen, ist überhaupt nicht bös' gemeint, ich habe nur Deine Formuölierung übernommen.)

    Gruß Hans
     
  2. Donnerbüchse

    Donnerbüchse Neues Mitglied

    Hallo,
    habe mich - glaube ich- nicht klar ausgedrückt. Mir geht es darum die Theorie zu verstehen. habe mich mal hingesetzt und meine Theorie genauer aufgeschrieben. Ich hoffe, es wird dann klar. Siehe Anlage (PDF Datei)
    Gruß
    Albert / Donnerbüchse
     

    Anhänge:

  3. GDL

    GDL Mitglied

    Hallo Albert,

    Z.B.: Sei der Befehl für die Dampflok STOPP = 1100101, heißt dies für den
    [lexicon]Strom[/lexicon] (V): ++--+-+.

    dies ist definitiv falsch.Digitalsignale bei der Modellbahn werden über die Periodenzeit ausgelesen und nicht nach Spannungszustand.

    Signallaufzeiten :
    0 Bit hat 116 mykrosec. => 0,116 ms
    1 Bit hat 58 mykrosec. => 0,058 ms
    Pause hat 232 mykrosec.=> 0,232 ms

    Der Decoder misst also die Zeit zwischen 2 fallenden oder 2 steigenden Flanken.Sonst könntest du ja die Lok nur in eine Richtung auf das Gleis stellen.



    Und so sieht ein Befehl aus.

    zuerst min. 10 Einsen (Präambel, = Ankündigung)
    1 Trennbit
    Adresse 1 (8 codierte Bit)
    1 Trennbit
    adresse 2 (8 codierte Bit)
    1 Trennbit
    XORbyte (8 codierte Bit)
    1 Stoppbit



    Servus
    Georg
     
  4. AndreasB

    AndreasB Aktives Mitglied

    Hallo Georg,

    wenn ich das richtig verstehe, beschreibst Du das DCC-System.
    Danke erst einmal für die - für mich - gut verständliche Darstellung.

    Albert versucht hier aber das Märklin-Digitalsystem zu verstehen.
    Wer kann Aufklärung leisten, wie hier die Grundspannung und die draumodulierten Signale aussehen?
     
  5. GDL

    GDL Mitglied

    Hallo Andreas

    wenn du in der angehängten pdf Datei von Albert das erste Diagramm ansiehst, kannst du sehen daß auch das Motorolasystem mit Periodenlaufzeiten arbeitet.

    Genaueres hier : http://spazioinwind.libero.it/scorzoni/motorola.htm

    Wenn man so tief einsteigen möchte MUSS MAN DIES DURCHARBEITEN.
    Es hilft nichts.

    Servus
    Georg
     
  6. AndreasB

    AndreasB Aktives Mitglied

    Na Georg!

    Das ist doch wenigstens mal ein Link, der weiterhilft
    Wenn auch für nicht-digitalos am Anfang etwas schwierig.

    Aber wie Du schon sagtest: Da muß man einfach durch. :bier:
     
  7. GDL

    GDL Mitglied

    Wobei das Motorola Sendeprotokoll komplizierter ist, da es da 3 Zustände gibt:
    - High
    - Low
    - Tristate (hochohmig) verkürzter Lowimpuls

    Servus
    Georg
     
  8. Donnerbüchse

    Donnerbüchse Neues Mitglied

    Tja,
    is ja alles schön und gut. Unter www.heise.de/ct/Redaktion/cm/digital.html findet Ihr einen Link, der mir als Einführung leichter erscheint.
    Letztlich geht es immer um die max 10 ms für die Befehle. Also grad einmal 1 % von ner Sekunde. Wie sieht der [lexicon]Strom[/lexicon] im dem Rest der Sekunde aus (also 99%)?

    Georg hat mir da einen Hinweis gegeben. Bei "Gleichstrom" wird die Lok, wenn sie umgedreht wird, umgepolt, also brauche ich einen Rechteckwechselstrom. (Kann man da mit einem Voltmeter und einer Diode den - + [lexicon]Strom[/lexicon] messen?) Die Gesamtstromstärke muß in plus und Minus aufgeteilt werden (Blöde ausgedrückt)

    Bei Märklin passiert NIX!! Aber ich kann den Minusstrom messen oder eine Lok (LED) nur mit dem Minusstrom laufen lassen, wie ich bereits mehrmals erwähnte. Fast die gesamte Stromstärke liegt, meiner Meinung nach, auf dem Minustrom. heise spricht von einem Ruhestrom von -15 Volt.

    DIESE BEHAUPTUNG HÄTTE ICH GERNE BESTÄTIGT ODER WIDERLEGT

    Wenn meine Annahme richtig sein sollte, würde dies bedeuten: Ich kann mir für die Wagenbeleuchtung und viele andere Späßchen, die ich mit LEDs anstellen kann, den Brückengleichrichter (oder vier Dioden) sparen. ich komme mit einer Diode aus.

    Letztlich hat mich noch eine Frage interessiert: Wie kann ich meinem 10 jährigen Enkel erklären, wie ich mit nur zwei Kabeln mehrere Loks fahren und steuern kann? Mit Hilfe meiner Diagramme hat er das Prinzip verstanden - ich hoffe es stimmt auch so- [lexicon]Digital[/lexicon] ist für ihn eh Nix neues. Wie die Bits verarbeitet werden, hat mich eigentlich nicht so interessiert, durch die vielen interessanten Beitrage habe ich aber "Blut geleckt"


    Gruß
    Albert
     
  9. AndreasB

    AndreasB Aktives Mitglied

    Hallo Albert,

    auch wenn ich in Bezug auf [lexicon]Digital[/lexicon] totaler Laie bin (eingefleischer Analog-Bahner), habe ich aus dem Link soviel verstanden:
    Im alten Märklin-Digital war die [lexicon]Spannung[/lexicon] -15V, solange die Zentrale nichts zu tun hatte.
    Im neuen System sendet die Zentrale ständig. Man könnte es "Dummy-Befehle" nennen. Allerdings erkenne ich aus den Beiträgen noch nicht das Verhältnis zwischen Ruhe-Spannung und Signalen. - Also welche effektive [lexicon]Gleichspannung[/lexicon] zu messen wäre.

    Mal vorausgesetzt das alte Märklin-Digitalsystem und Mittelleiter-Gleis könntest Du Dir für die LED-Wagenbeleuchtung den Gleichrichter sparen.
    Bei allen anderen Situationen
    macht der Gleichrichter Sinn.

    Zum Thema "nur zwei Kabel, aber viele Loks":
    Vergleichbar zum Telephon.
    Oder verständlicher: Alle Loks lauschen zwar ständig mit, aber jede liest nur ihre persönliche Botschaft, weil der Befehl prinzipiell folgende Struktur hat:
    1. Achtung! Jetzt kommt ein Befehl
    2. Adressat (Adresse des Dekoders)
    3. Inhalt des Befehls
    4. Befehl Ende
      [/list=1]
      Soweit erklärt es sich jedenfalls für mich und war auch so in irgend einer uralten Broschüre mal abgebildet.
     
  10. GDL

    GDL Mitglied

    Hi, mal ganz einfach und anders erklärt.
    [lexicon]Digital[/lexicon] steuern heist :
    - du hast [lexicon]Digital[/lexicon] aufbereitete Daten die zum Encoder gehen.
    - dieser bereitet diese Daten in ein Sendeprotokoll (FM).(Die digitalen
    Eingangsmuster SIND NICHT ALS SOLCHE auf dem Gleis vorhanden!)
    - das Sendeprotokoll wird mit Hilfe der Schienen zum Decoder in der Lok
    übertragen.
    - Der Decoder formt aus dem Fm Sendeprotokoll wieder das Digitalsignal.
    - Auf dem Gleis gibt es keinen RUHESTROM!! Es werden immer Befehls-
    sequenzen oder IDLE Packete geschickt.Diese Packete sind nur mit einem
    Osszilloskop messbar.Ein Digitalmultimeter zeigt SCHMARRN an.
    - Die +-Rechteckspannung wird nur desshalb hergenommen, da dann der
    Motor nach der Gleichrichtung keinen Glättungselko braucht.Sonst hat
    die Rechteckspannung KEINE andere Aufgabe.
    - NUR die Frequenzmodulation bewirkt, das die Lok auf 2Leitergleisen um-
    gedreht werden kann.Märklinloks(Wechselstrom) werden beim Umdrehen
    nicht "umgepolt".

    - Ein EINGREIFEN in das Sendeprotokoll(auf der Schiene) ist, wie ein Vor-
    poster in diesem Thread schon schrieb,absoluter UNSINN.Im schlechtesten
    Falle kann man sogar seine Decoder zerstören.

    Hier gilt wie überall anders ebenso : Man sollte nur solche Sachen machen, wo man auch weiß, was diese Sachen bewirken.

    Servus
    Georg


    P.S. Wenn hier mehr Interesse besteht und mir Markus forumseitig hilft, können wir ja eine größere und genauere Abhandlung von diesem Thema erstellen.















    Anmerkung:
    Encoder ist die IB-Box,Centralunit oder der PC.

    Ein Sendeprotokoll kann auf vielfältigste Weise übertragen werden.Leitung, IR-Licht,Ultraschall usw..Alle mittels Frequenzmodulation.
     
  11. Donnerbüchse

    Donnerbüchse Neues Mitglied

    eigentlich hatte ich erhofft, jemand erklärt mir auf einfache Weise die Funktion der digitalen Eisenbahn:

    Der Rechteckwechselstrom hat die Eigenschaft immer einen Gleichstrom zu liefern: Dieser ist entweder Plus oder Minus. Einen Gleichrichter gibt diesem pulsierenden [lexicon]Strom[/lexicon] eine eindeutige Richting: Ein Motor läuft also immer in der gleichen Richtung mit der maximalen Stromstärke. Die Frequenz spielt hierbei keine Rolle, da immer etweder ein Plus oder ein Minusstrom zur Verfügung steht. Der [lexicon]Strom[/lexicon] ist nie gleich Null. Er liefert also den [lexicon]Strom[/lexicon], der zur Vesrorgung der Lokmotoren und der Beleuchtung notwendig ist.

    Die digitalen Signale werden durch verschiedene Frequenzen (Impulse) weitergegeben. Da die Größe der Y-Achse immer gleich ist - also minus oder Plus 16 Volt - ist eine Schaltung nur über eine Umpolung und/oder die X oder Zeit -Achse zu erreichen.

    Auf ein Minimum reduziert!

    Seid Ihr damit einverstanden

    Gruß
    Albert
     
  12. GDL

    GDL Mitglied

    Tut mir leid, noch einfacher geht's aus meiner Sicht net.Jetzt sind andere hier gefragt.
    Der Motor z.B. ist über eine HBridge an den Gleichrichter angeschlossen und nicht direkt.Solange du das mit dem Sendeprotokol(bzw.das ganze) nicht akzeptierst kommen wir nie auf einen gemeinsamen Nenner.

    Du kannst dir nicht irgendwas hineinwünschen, was nicht ist.



    Servus
    Georg
     
  13. Donnerbüchse

    Donnerbüchse Neues Mitglied

    Hallo Georg,
    anbei ein Auszug aus dem Link , den Du weiter oben angegeben hast.
    Gruß
    Albert

    From a technical point of view, this information is sent by "super-imposing" it on the very supply voltage itself. The latter is always present at its maximum level. Decoders are numbered during installation. Therefore, they shall be able to tell their own "information" in the stream of messages sent by the central unit to all decoders.
    In layman’s terms, one would say that there is a "station boss" (the central unit) using a radio (the tracks) to continuously broadcast information such as: "locomotive number 1, accelerate up to speed 5", "locomotive number 45, turn on your lights", etc... This messages get interpreted by the locomotive driver (the decoder). In fact, knowing the number of the locomotive he is driving (the decoder number), he can tell which messages to "accept".
    Hence the possibility of having multiple trains (locomotives) moving about independently on a single electric circuit. Remember: contrary to what usually happens in an old "conventional" model railroad system, in the [lexicon]Digital[/lexicon] world motors, lights, etc... aren’t directly connected to the tracks. They are "driven" by the decoder.
     
  14. GDL

    GDL Mitglied

    Hi,

    der ganze Artikel sagt nichts anderes aus wie ich schon sagte.

    in the [lexicon]Digital[/lexicon] world motors, lights, etc... aren’t directly connected to the tracks. They are "driven" by the decoder.

    aren't = are not und heist "werden NICHT direkt verbunden.
    They are "driven" by the decoder. = Sie werden vom Decoder gesteuert.

    Mir wird jetzt das Kasperltheater zu gross.Sobald du weist was digitale Informationen vorm encoder und digitale Signale nach dem Deconder sind und vor allem was dazwischen liegt und dies auch glaubst könnma weiterreden.

    Vorposter gab's genug und auch ich mag nimmer.

    Servus
    Georg
     
  15. Donnerbüchse

    Donnerbüchse Neues Mitglied

    Hallo,
    Zum Ende des Kasperltheaters:

    Habe den gesamten Text übersetzt. Habe mich dabei so nahe wie möglich am Original gehalten. Daher ist der Text etwas holprig. Aber jeder kann nachvollziehen, ob ich Fehler bei der Übersetzung gemacht habe.

    Gruß
    Albert

    Übersetzung:

    Aus technischer Hinsicht, wird diese Information auf die Stromversorgung draufgesetzt. Letztere ist immer present mit seinem maximalen Pegel. Decoder werden bei der Installation numeriert. daher sollten sie ihre eigenen Informationen aus der Flut von Meldungen finden, die von der central unit an alle decoder geschickt wird.
    Laienhaft ausgedrückt könnte man sagen, es gäbe einen „Stations-Chef“ (Cental unit) der ein Radio benutzt (über die Schienen) und ständig Informationen sendet, wie: „ Lokomotive Nummer 1, beschleunige auf Geschwindigkeit 5“, „Lokomotive 45, mach deine Lichter an“ usw. Diese Meldungen werden durch den Lokomotiv- Führer (der Decoder) interpretiert. Tatsächlich, die Nummer der Lokomotive die er fährt, kennend (die Decoder Nummer), kann er sagen welche Meldung er „akzeptiert“. Daher die Möglichkeit viele Züge (Lokomotiven)unabhängig voneinander auf einem Stromkreis zu bewegen. Zur Erinnerung: Im Gegensatz zu dem was üblicherweise bei dem alten Modelleisenbahn System passiert, sind in der digitalen Welt Motoren, Beleuchtung etc. nicht direkt mit den Schienen verbunden. Sie werden über den Decoder „gesteuert“


    P.S. Mehr wollte ich eigentlich nicht wissen.
     
  16. GDL

    GDL Mitglied

    Hi,
    dies ist nichts anderes wie Hans und ich in unseren Vorpostings weiter oben bereits beschrieben.

    Ausserdem hast du was ganz anderes immer gefragt : z.B. aus einem deiner Vorpostings:


    Z.B.: Sei der Befehl für die Dampflok STOPP = 1100101, heißt dies für den
    [lexicon]Strom[/lexicon] (V): ++--+-+.

    So eine Frage zielt speziell auf das Sendeprotokoll ab.Und dann bekommt man auch eine spezielle Antwort auf diese.

    Was solls, du hast jetzt deine Antwort auf mehrere Versionen.Wenn du das ganze näher kennenlernen möchtest, können wir uns ja "akustisch" über Skype unterhalten.

    Servus
    Georg

    P.S. Ich bereite für unsere Clubmitglieder einen einfachen und leicht verständlichen Grundkurs für Elektronik vor.Diesen Kurs werde ich auch nach und nach in mein Forum stellen.
     
  17. Donnerbüchse

    Donnerbüchse Neues Mitglied

    Hi Georg,

    Dein Problem ist - Du hast zuviel Ahnung
    Mein Problem - ich habe keine Ahnung.

    Erinnere Dich: am 24.09 fragte ich nach dem seltsamen Digitalstrom. Deine Antwort war sehr detailliert. habe ihn gerade nochmal gelesen, jetzt verstehe ich wie Du es gemeint hast. Damals verstand ich nur "Bahnhof". Du brachtest viel zu viele Details: Hbridge - Transistoren die takten- da mal 15 Volt- da mal wieder 5 .Wie soll man die verstehen, wenn einem das Prinzip nicht klar ist?
    Mal ehrlich. ich will ne Eisenbahn aufbauen, ich muß wissen wie der [lexicon]Strom[/lexicon] aussieht um damit arbeiten zu konnen. Außerdem ist es schon wichtig zu wissen, wie die Befehle übertragen werden, aber wie lang die sind, und wie die im Decoder verarbeitet werden, ist mir so lang wie breit. Ich will ja keine Platinen bauen.

    Meine Versuche mit ner alten control unit und die verschiedenen Befehlsdiagramme haben mich dann in eine falsche Richtung gebracht.

    Der englische Text, den ich Dir zu verdanken habe, war dann der entscheidende Durchbruch. Im ersten Absatz steht: Die infomationen werden auf die Stromversorgung darufgesetzt: Der Rechteckwechselstrom gleichgerichtet liefert immer dem maximalen [lexicon]Strom[/lexicon]. Habe ich weiter oben schon geschrieben, da kam Dein Einwand mit der Hbrigde. Mir ging es nur um den [lexicon]Strom[/lexicon]. Jetzt getraue ich mich ja fast nicht weiterzumachen- die For des Rechteckstroms ist die Welle, die die Musik (Befehle) an den Radio (Decoder ) sendet.

    Du hast Dir viel Mühe mit mir gegeben, dafür möchte ich Die danken. Ich verstehe auch Deinen Ärger, aber ich beschäftige mich erst seit sehr kurzer Zeit mit der Materie. Deine Erklärungen waren viel zu kompliziert.

    Wenn Du meinst, meine Beschreibung ist wieder falsch, möchte ich die bitten mit einfachen Worten, damit es ein Laie wie ich es verstehen kann, das Prinzip zu erklären.
    Du scheinst zu sehr mit der Materie vertraut zu sein um die Probleme eines Laien zu verstehen.
    Gruß
    Albert

    P.S. Was ist skype?
     
  18. GDL

    GDL Mitglied

    Hallo Albert,

    ich habe eine sehr schwere unheilbare Krankheit und bin dadurch oft sehr kurz angebunden.(z.T. rasende Schmerzen)
    Wenn ich dir auf die Füsse getreten bin, entschuldige ich mich nachträglich.

    Also zu mir :

    Ich habe Informationselektroniker gelernt und dann weitergemacht zum Industriemeister Regel - Mess- und Steuerungstechnik.
    Anschließend wechselte ich in das LKA Bayern, Spezialhauptwerkstätte Funk und Radarinstandsetzung.
    Dort dann Speziallehrgänge bei Siemens,Hagenuk,Pfitzner und Motorola.
    Mein Spezialgebiet war die Entwicklung von polizeiinternen Geräten.

    Meine Modellbahn durfte von alledem teilhaben, inform einer selbstentwickelten Steuerung mit aktiver Lokerkennung. Seitdem unser "Clubboss" davon Wind bekam, wurde sein System eines bekannten Herstellers durch meines ersetzt. Damit möglichst viele Kommponenten übernommen werden konnten, habe ich mein System für Sichtfahrt DCC kompatibel gemacht.Wer mein System voll nutzen mag, benötigt aber GDL(meine) Spezialsignalplatinen zusätzlich.
    Aufgrund des DCC kompatibel machen, musste ich bis in die tiefsten Eingeweide von DCC eintauchen.
    Nebeneffekt: Der ganze Club kauft keine Magnetartikeldecoder mehr, die machma jetzt selber.

    Übrigens die ersten Versuche unternahm ich damals auch mit den Motorla IC's.Hab diese Tests, aber als für mich unbrauchbar, wieder eingestellt.Daher weiss ich auch wie die Motorolabausteine aufm Gleis arbeiten.

    Skype ist ein Inet chat und Telephonprogramm.Gib unter Google einfach mal skype ein.

    Also wer mit mir diskutiert, muss damit rechnen auch mal kurzgehalten zu werden.Ist meinerseits aber nicht böse gemeint.Normal kommt man mit mir gut aus.

    Nach meinem Inet striptease, wärs ganz gut, wenn auch du mehr zu deiner Person sagen würdest.

    Servus
    Georg
     
  19. Markus

    Markus Administrator Mitarbeiter

    Bitte stellt euch doch im Mitgliederforum vor, damit wir hier nicht zu sehr Off-Topic werden ;)
     
  20. GDL

    GDL Mitglied

    Hi Albert,

    Vielleicht schaffe ich es ein klein wenig Licht in [lexicon]Digital[/lexicon] einfach zu bringen.

    Was ist Digital? [lexicon]Digital[/lexicon] meinen wir 2 Zustände Ein oder Aus.
    Einfaches Beispiel der Lichtschalter : Licht an oder Licht aus.

    [lexicon]Analog[/lexicon] kennt dagegen viele Zustände. Von dunkel bis hell.
    Einfaches Beispiel : Der Lichtdimmer.

    Nun könnte man den Lichtdimmer aber durch einen Schalter ersetzen, wenn man in der Lage währe den Schalter ständig 1000mal in der Sekunde gleichlang aus und einzuschalteten.Dann würde die Lampe in etwa Mittelhell brennen.
    Das währe jetzt total übertrieben eine ganz einfache mechan.Pulsweitenmodulation.Nur wird dies keiner Hinbekommen.

    Nehmen wir nun einen [lexicon]Digital[/lexicon] betriebenen Motor(Akkubohrer).
    Was passiert hier? Es wird eine Rechteckfrequenz mit einer z.B. 10 ms langen Periodenzeit erzeugt.Diese Frequenz hat ein über einen Pulsweitenmodulator veränderbares Tastverhältnis.(Beschreibt die High und Lowzeit bei gleicher Frequenz.)
    Lassen wir nun mal die Endstufe ausser Betracht.
    Stelle ich nun 1 ms Lowzeit und 9 ms Highzeit ein => Motor dreht schnell
    Stelle ich nun 5 ms Lowzeit und 5 ms Highzeit ein => Motor läuft halbe K.
    Stelle ich nun 9 ms Lowzeit und 1 ms Highzeit ein => Motor ruckelt nur noch

    So, dass währe nun das was du immer anfangs gemeint hattest.

    Nur haben wir jetzt eine Richtung blos, ich möchte aber beide Richtungen nutzen. Habe aber nur High und Low. Wie bekomme ich nun die 3te Information zustande.Bei unserem Motor ganz einfach, der hat einen Polwendeschalter.Ob mechan. oder elektr. iss ja egal.

    So wollen wir nun in unserer Lok nen Umschalter ?
    Nein, wir wollen sogar mehr
    - wir wollen mehr Züge, Licht,Pfeifen und was weis sonst was.

    Jetzt könnte man natürlich theoretisch das machen, was du immer meintest mit
    Z.B.: Sei der Befehl für die Dampflok STOPP = 1100101, heißt dies für den
    [lexicon]Strom[/lexicon] (V): ++--+-+.

    Nur wie soll eine Lok, die aus welchem Grund auch immer, nach Fahrtbeginn stromlos wurde, wieder in den seriellen Datenstrom zurückfinden?
    Wahrscheinlich nie mehr.
    Also musste man einen anderen Weg gehen.Mann trennte die digitalen Signale vom Weg ab und schuf für Motorola und DCC ein eigenes Übertragungsprotokoll.(So nennt man die auf den Gleisen anliegenden Impulspackete.) In diesem Protokol ist dann alles gespeichert was der Decoder braucht.
    Dies währen:
    1. Ein Startbit oder eine Präambel (ab hier liest der Decoder dann ein)
    2. Ein Trennbit (Jetzt weis der Decoder es kommt das Lokadressenbyte)
    3. Das Lokadressenbyte (Wird vom Decoder gespeichert)
    4. Ein Trennbit (Jetzt weis der Decoder es folgt das Datenbyte)
    5. Das Datenbyte(Vor/Rück,Licht an/aus/Geschwindigkeit alles drinn)
    6. Ein Trennbit (jetzt weis der Decoder es kommt das Fehlerbyte)
    7. Das Fehlerbyte(wird vom Decoder gespeichert)
    8. Das Schlussbit (Decoder geht in den Auswertezustand)

    Dort werden als erstes die empfangenen Adressenbyte und Datenbyte XOR Verknüpft.(invertiert)
    Das vom Sender gesendete Fehlerbyte ist ebenso diese XOR Verknüpfung.

    Nur wenn das vom Decoder erzeugte Fehlerbyte und das gesendete Fehlerbyte gleich sind, werden die Adressen und Daten in die Register eingelesen.Ansonsten wird das ganze verschmissen.

    Anschließend vergleicht der Decoder seinen CV Adressenwert (steht im EEPROM) mit dem empfangenen Adressenwert.Und nur wenn beide gleich sind wird DEIN Befehl vom Decoder ausgeführt.


    Damit nun die Polarität der Rechteckspannung egal ist, wird hier das Zeitlaufverfahren verwendet.Siehe Postings weiter oben.

    Diese Reihenfolge wird für jeden Befehl abgearbeitet.

    Byte sind 8 Bit.


    Bei den alten Motorolaformat läuft der Übertragungsweg, nicht der Inhalt,ein klein wenig anders.
    Da auf den Märklinschienen(Wechselstrom)beim Lokumdrehen immer die gleiche Polarität am Decoder in der Lok anliegt, hat man hier IC's mit "selfclock" (selbstschleppenden Takt genommen) und die Auswertung über den Takt und nicht über die Flankenzeit(DCC) vorgenommen.

    Dies war jetzt ein brutalst einfacher Weg in's [lexicon]Digital[/lexicon] Sendeprotokoll.Hoffe ich konnte nen bisschen helfen.

    Servus
    Georg
     

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