Landschaft Wie sahen früher Straßen und Parkplatze aus?

Dieses Thema im Forum "Gestaltung" wurde erstellt von Daisy14879, 18. Oktober 2016.

  1. Daisy14879

    Daisy14879 Mitglied

    Hallo Liebe Forum User?

    Ich bau zwischen 1945 und 1956! Wie sahen den früher die Straßen aus? Gab es da schon diese weißen Leitlinien? Wie breit muss so eine Straße eigendlich sein damit sie bei H0 ins Bild passt. ich hab bis jetzt keine Passende Antwort gefunden. Gab es in dieser Zeit schon überall Asphalt und wie waren die Parkplätze gestaltet?Gab es in dieser Zeit schon so richtige Tankstellen?

    Danke für eure Antwort! Eigendlich würde ich die Straßen gerne selber machen! Und nur zu Not wirklich ein Straßenset kaufen darum meine Frage!
    lg manuela
     
  2. Kesselwagen

    Kesselwagen Renommiertes Mitglied

    Hallo Manuela,

    das Gestalten von Plätzen und Straßen ist keine Hexerei. und man hat da eine Menge Möglichkeiten. Es gibt verschiedene Kartonplatten mit Straßenprofilen ( Kopfstein, Verbundpflaster ect. ) Es gibt auch ein Flies das sehr flexibel ist. Das empfehle ich aber nicht. Ich habe ein paar Bilder heraus gesucht, wo man sieht, wie man vor gehen kann. Eine schöne und auch gebräuchliche Art und Weise Straßen zu gestalten ist einfach Farbe. Ich habe dafür einfache Plaka Farbe verwendet, die bei grau noch einen Schuß blau ab bekommen hat. Auch Faller hat ein Straßengrau, auf das ich gerne zurück greife. Aber auch das mit Schuß.Sehr interessant finde ich die Betronfarbe von Faller. Bild 3-5 .

    IMG_2873.jpg IMG_3691.jpg IMG_3171.jpg IMG_4897.jpg IMG_4406.jpg IMG_3539.jpg IMG_6165.jpg Ich habe erst einmal ländliche Motive rausgesucht.

    Die Straßenbreite läßt sich leicht ermitteln, wenn man mit zwei Modellautos ,,spielt,, Auf Deiner Anlage wird es ländlich zugehen ? Da sind Straßenmakierungen erst einmal unrelevant. Es gab schon Markierung aber eher in den Städten. Auch gebräuchlich Nägel. Die waren auf Kopfsteinpflasterstraßen eingeschlagen. Tankstellen gab es schon in den 20er und 30er Jahren. Hier müßte man mal sehen, was es so gibt. Ich habe eine von Libri in einem Wohnhaus integriert. Gibt es mancherorts noch heute so. Muß das passende Bild noch suchen.

    Gruß Winfried
     
    RS1 gefällt das.
  3. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hallo Manuela!
    Mal abgesehen davon, das Deutschland in dieser Zeit unter den Kriegsfolgen stark litt, kannst Du davon ausgehen das die Straßenoberflächen aus Kopfsteinpflaster und Schotter bestanden. Beton waren fast ausschließlich in Industriegebieten und als Belag der ersten Autobahnen vorzufinden. Asphalt wurde erst viel später als Straßenbelag verwendet. Tankstellen gab es, aber in weitaus kleinerer Form. Hier als Beispiel eine Tankstelle aus den 1950er Jahren.
     
  4. Kesselwagen

    Kesselwagen Renommiertes Mitglied

    Hallo nochmal,

    Hier zeige ich Dir eine Tankstelle, die es hier ähnlich in der Nähe gibt. Es ist ursprünglich wohl mal ein reines Wohngebäude gewesen, in das später eine Werkstatt eingebaut wurde.

    IMG_2681.jpg IMG_2671.jpg IMG_2675.jpg IMG_2701.jpg IMG_2702.jpg

    Der Gebäudestil stammt in etwa aus den 30er Jahren und stammt aus einer Serie von Kibri, die aber leider nicht mehr erhältlich ist. Hin und wieder gibt es aber noch Bausätze auf Börsen oder bei kleineren Händlern. Die Zapfsäulen sind von Busch.

    Wie schon geschrieben, waren die Straßen mit Kopfsteinen gepflastert, aber auch geteerte Straßen gab es mancherorts schon.
    Übrigens wurden Teermischungen schon im frühen 19. Jahrhundert angewendet. 1830 wurden in Paris die ersten Bürgersteige damit gebaut. Um 1840 setzte man Teer zum Straßenbau ein. Dieser Belag war aber bei Hitzeperioden anfällig und verformte sich dann. Anfang des 20. Jahrhunderts gewann Asphalt zunemend an Bedeutung und vieler Orts entstanden Mischanlagen dafür. 1914 wurden Teile der AVUS in Berlin damit gebaut. wenn man also Straßen asphaltiert, kann es so falsch nicht sein.

    Gruß Winfried
     
  5. Ottoder1.

    Ottoder1. Renommiertes Mitglied

    Hallo Manuela,
    so sieht die Tankstelle auf meiner Anlage aus.
    Sie stammt aus den 60 ger Jahren.

    [​IMG] [​IMG] [​IMG]
    Das Pflaster an der Tankstelle und die Zufahrt zur Waschanlage sind von Faller, das Pflaster vor der Werkstatt habe von meiner Gundstückseinfahrt abfotografiert etwas nachgearbeitet und Ausgedruckt.
    Vielleicht kannst du dich bei deiner Gemeindeverwaltung im Archiv erkundigen.
    Gruß Otto
     
  6. Prius

    Prius Aktives Mitglied

    [​IMG] ist von Auhagen und dürfte dem Landleben genügen
     
  7. Hallo Zusammen

    Ich habe hier mal drei Bilder von einer sehr schönen Tankstelle aus den 30er Jahren, die bis heute überlebt hat, das ist eine von zweien aus dieser Zeit, die es in Nürnberg noch gibt.
    Diese hier habe ich mal im Bild festgehalten, da ich sie als Modell nachbauen will. Es sollte mal ein Lasercutbausatz werden, als ich noch eine Lasermaschine hatte. Leider ist diese Gelegenheit erst mal vorbei.

    Aber hier die Bilder:
    k_Tankstelle-Erlenstegen_Bild1.jpg k_Tankstelle-Erlenstegen_Bild2.jpg k_Tankstelle-Erlenstegen_Bild3.jpg

    Gruß Matthias
     
  8. Kesselwagen

    Kesselwagen Renommiertes Mitglied

    Hallo Matthias,

    so eine Tankstelle ist auch bei einem Lasercut Anbieter zu sehen ( Joswood ). Aber ich habe noch nicht den Hersteller ermittelt. Ich finde sie aber schick.

    Gruß Winfried
     
  9. Hallo Winfried

    Ich habe so eine ähnliche Tankstelle nur beim Garagenhof entdeckt. Die Tankstelle selber scheint es aber nicht als Modell zu geben, nur den Garagenhof.

    Die Tankstelle war früher mal eine DEA, irgendwann in den nächsten Jahren soll sie angeblich wieder von DEA übernommen werden. Aber egal, ich finde es ist eine sehr schöne Tankstelle die echt was hat. Leider konnte ich sie nicht mehr im Modell umsetzen.Aber vielleicht schaffe ich es zumindest mal ein einzelnes Exemplar zu bauen. Es geht ja auch irgendwe ohne Laser.

    Gruß Matthias
     
  10. Kesselwagen

    Kesselwagen Renommiertes Mitglied

    Hallo Matthias,

    ist ein Prototyp. Aber trotzdem interessant. Die Dachrundung könnte man aus einzelnen Papierbögen hin bekommen die man über eine Rolle legt.

    Gruß Winfried
     
  11. Man kann es auch aus Polystyrol anfertigen und dann über eine Vorrichtung biegen, nachdem man das Material erwärmt hat. Der Kasten vom Verkaufsraum muss ja auch noch irgendwie gebaut werden, dafür wäre ein Tiefziehteil ideal und die Metalwinkel in denen die Fenster eingefasst sind müsste man irgendwie aufkleben. Sehr vorsichtig natürlich, sonst schafft auch der Fensterputzer keine Klarheit mehr.

    Papier ist natürlich auch eine Idee, aber wenn das trocknet, dann verändert es seine Form, deshalb ist das nciht so ideal und es macht sehr viel Arbeit, wegen der vielen Schichten. Für 1mm braucht man 10 Schichten, ich bin beim vermessen der Tankstelle auf 2mm gekommen, also 20 Lagen. Aber man kann natürlich auch Karton biegen und hoffen, dass er seine Form behält.
     
  12. Ottoder1.

    Ottoder1. Renommiertes Mitglied

    Hallo Matthias,
    vielleicht hast irgendwo ein Stück von einer Schrankrückwand (oder ein Abfallstück von einem Schreiner oder Baumarkt) das du für diese Zweck nutzen kannst.
    Gruß Otto
     
  13. Hallo Otto

    Das mit der Schrankrückwand musst du etwas genauer erklären. Kann mir gerade nicht vorstellen, für was ich diese nutzen soll. Holzreste habe ich genug da, da vom Fräsen der Module immer Holz übrig bleibt,das für den Modulbau nicht mehr geeignet ist. weil zu klein. Wegwerfen ist aber zu schade.

    Gruß Matthias
     
  14. Ottoder1.

    Ottoder1. Renommiertes Mitglied

    Hallo Matthias,
    das Stück Schrankrückwand könnte sich für die Dachrundung der Zapfsäulenüberdachung sowie für das Flachdach des Kassenhäuschen verwenden lassen.
    Gruß Otto
     
  15. Dieselpeter

    Dieselpeter Mitglied

    Hallo Manuela,
    also kommt auf deine Epoche an. In Epo 1 gabs Benzin nur beim Apotheker; später dann per Handpumpe an Einzelsäulen, verschiedener Hersteller; nach 1945 gabs alte wie auch neue Tankstellen, lange nicht wie in den 1980ern und dann kam ein Riesensprung nach 1989! Auf dem Land gabs Sandwege und Basaltkloben-Pflasterwege. Später dann Pflasterstein, gebrochene, dann gleiche aus Zement, sowie Teerstrassen. Im und nach dem Krieg dann Betong. In der Stadt war es anders, nämlich schneller, wegen der vielen unterirdischen Rohr-/-Leitungen und Versorgungskanälen ) wurden Bürgersteige und getrennte Strassenbereiche gepflastert. Beim Bau die Prellsteine nicht vergessen! Wie sieht dein Thema nun aus? Gibts schon Fotos?
    Gruß, Dieselpeter
     

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