Wie warte ich meine Lok?

Dieses Thema im Forum "Anfänger, Umsteiger und Fragen" wurde erstellt von Türmer, 29. November 2020.

  1. Türmer

    Türmer Neues Mitglied

    Hallo,

    gibt es eine detaillierte Beschreibung, wie eine Lok gereinigt und gefettet bzw. geölt wird?
    Da ich so etwas noch nicht gemacht hab, wollte ich auch keinen Fehler machen.

    Danke, Türmer
     
  2. Ottoder1.

    Ottoder1. Renommiertes Mitglied

    Hallo Türmer (wie auch immer dein richtiger Name ist),
    dazu sollte man wissen um welche Lok es sich handelt und von welchem Hersteller sie ist.
    Gruß Otto
     
  3. hjweber

    hjweber Neues Mitglied

    Hallo Türmer
    In der Regel sind Beipackzettel dabei auf denen Unterhaltsarbeiten beschrieben werden. Meistens handelt es sich um Ölen ev. noch Haftreifen zu wechseln. Meistens müssen die Kontaktschleifer gereinigt werden. Das machst du am Besten mit einem feine Pinsel und etwas Feinsprit oder Reinbenzin. Weitergehende Arbeiten wie z.B. Getriebe zerlegen, Kontaktschleifer oder Kohlen an den Motoren zu ersetzen braucht es schon eine gute Handfertigkeit, ev. Ausbildung als Feinmechaniker oder ähnliches. Auf alle Fälle zuerst die Lok genau untersuchen wie sie zerlegt werden kann. Für den Wiederzusammenbau kann es sich lohnen vorher eine Foto zu machen. Ich führe für jede Lok ein Datenblatt das Auskunft gibt über Produkt, Artikelnummer und was im Laufe der Zeit mit ihr gemacht wurde.
    Gruss Hans-Jörg
     
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  4. Türmer

    Türmer Neues Mitglied

    Danke, ich werde mich langsam rantasten. Da ich kein Feinmechaniker o.ä. bin. Vielleicht schicke ich die Lok zur Inspektion zu Märklin.
     
  5. Ottoder1.

    Ottoder1. Renommiertes Mitglied

    Hallo Türmer,
    Über Googel kannst du nach Märklin - Produkte suchen und den Katalog herunterladen.
    Da kannst du deine Lok, bzw. anschauen. oder hier Märklin - Produkte
    Es gibt auch Ersatzteillisten und Explosionszeichnungen, sowie die Beschreibungen die normalerweise in der Lok beiliegen.
    Um Reinigungs und Pflegearbeiten durchzuführen muss man kein Feinmechaniker oder ähnliches sein.
    Mann sollte aber mit einem Schraubenzieher, einem Lötkolben umgehen Können.
    Gruß Otto
     
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  6. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Moin Türmer,

    aus eigens gemachter Erfahrung kann ich dir nur abraten das Märklinöl zu verwenden oder ähnliche als "Nähmaschinen" geeignete Öle zu verzichten, diese haben leider die Eigenschaft, zu verharzen und dann wird die ganze Angelegenheit unter Umständen entweder richtig teuer oder sehr "nervig" alle verharzten Komponenten in Petroleum einzulegen und danch zu entfetten und neu abzuschmieren.

    Das klassische Märklin Öl stammt noch aus einer Zeit, als diese Firma noch Nähmaschinen herstellte.
    Bei ihren analogen Modellbahnartikeln war es ein sehr brauchbares Öl. Später bei immer feiner werdenden Getrieben hingen taugt diese Ölsorte einfach nicht mehr.

    Hier helfen Waffenöl (Balistol) oder Kriechöle wie WD 40 ganz gut weiter, besser aber sind Schmierfette, möglicherweise auf Graphitbasis für Getriebe?

    Rauchöle für die Verdampfung in Rauchgeneratoren, wird zwar auch eine fettende Wirkung nachgesagt, ich würde aber davon Abstand nehmen, diese zur Getriebefettung einzusetzen.

    Bei sich im Kreis bewegende, also schnell rotierende Getriebeteile sind normal Öle nicht anwendbar, diese werden durch die Zentrifugalkraft weggeschleudert und Bauteile aus Plastik verlieren ihre Schmierung mut der Zeit, hier ist der Einsatz von Haftfetten gefragt.

    Beim Einölen oder einfetten nur ganz wenig verwenden, manche Öle und fette enthalten Zusatzstoffe, welche Plastikteile stark angreifen und schädigen können, wenn man dann ein Getriebe ersetzen muß, welches aus Rotbronze besteht wird das unter Umständen recht teuer.

    North West Short Line hat Tauschgetriebe und Motoren für nahezu jede Lok (auch aus europäischer Produktion), die von irgendwelchen Herstellern weltweit produziert werden, über diese Firma gibt es Referenzlisten als Pdf, die man sich herunterladen und einsehen kann, billig sind die aber nicht gerade, so bleibt es immer abzuwägen ob eine Eigenreperatur bei der Wartung billiger ist, als der Kundendienst des jeweiligen Herstellers.

    Ich plage mich derzeit mit einer Mallet herum, diese Maschine ist einfach nur ein "Rohrkreperier" einschicken zur Reperatur geht nicht mehr, da der Hersteller seine Produktion einstellte und die Fa. aufgelöst wurde. Die Nachfolgefirma verweigert aber Reperaturaufträge, von Modellen, die man erwarb, bevor diese besagte Fa. einen neuen Besitzer fand.
    Einzig was mir bleibt, sind eigene Reperaturarbeiten und ein Grundaufbau mit neuem Motor und Getriebe, in der Hofgnung, daß sich die Lok dann bewegen läßt, Falls nicht, wird es der teuerste Dummy aller Zeiten. Bisher habe ich für das Modell schon 159 € "in den Sand gesetzt."

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Dezember 2020
  7. hjweber

    hjweber Neues Mitglied

    Hallo Türmer
    Was da bei älteren Lok ablaufen kann, davon kann ich ein Liedlein singen. Als Beispiel eine Ae8/8 Doppellok der BLS. Ich bekam diese Lok in einem desolaten Zustand. Was ich damit gemacht habe kannst du in der Rubrik "Betrieb/Lokumbau/A28/8" nachlesen.
    Schönen Gruss
    Hans-Jörg
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. Dezember 2020
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  8. siebenschläfer

    siebenschläfer Mitglied

    Hallo Türmer,
    hatte auch das Problem der Verunreinigung. Ich hab bei youtube nachgeschaut und den folgend video clip gefunden:


    Ich finde das Prinzip echt ok.
    Frohe Weihnacht
     

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