1. Hallo Gast,

    du bist hier im Archiv-Bereich. Hier sind alle Themen und Beiträge aus dem "alten" Forum, die noch auf ihre Verschiebung in die korrekten Foren warten. Du kannst uns allerdings helfen, indem du die Melden-Funktion bei Themen verwendest, die du zügig in den offenen Bereich verschoben haben möchtest, ein Teammitglied wird das entsprechende Thema denn verschieben.

    Um keine Verwirrung bei der Forenwahl zu verursachen, ist der Bereich für neue Themen und Beiträge gesperrt.

    Vielen Dank für deine Mithilfe!

    Information ausblenden

Wieviel Lokbahnhof (Bauten und Anlagen) darf's denn sein?

Dieses Thema im Forum "Gebäudemodelle" wurde erstellt von Niesfisch, 6. November 2010.

  1. Niesfisch

    Niesfisch Mitglied

    Hallo zusammen,

    folgendes Szenario: Durchgangsbahnhof mit Ausweichgleis an einer eingleisigen Nebenbahnstrecke in hügeliger Landschaft; dazu ein Gleis zur Güterabfertigung, sowie ein Industriegleis, das direkt vom Bahnhof abzweigt. Das ganze spielt sich in den späten 30er Jahren ab (Epoche II). Die Strecke wird von Tenderlokomotiven gezogenen Personen- und Güterzügen und einer Triebwagengarnitur (VT 135) befahren. Auf dem Industrieanschluss verrichtet eine Köf II ihren Dienst.

    Dieser Bahnhof soll zusätzlich ausreichend Gleise zum Abstellen und zur Wartung der Lokomotiven erhalten. Doch wieviel Lokbahnhof samt baulicher Anlagen verträgt so ein Nebenbahn-Bahnhof, ohne unrealistisch zu werden? Mir geht es bei der Frage nicht um den Gleisplan, sondern mehr um die Bauten und Anlagen, also Lokschuppen, Büro- und Übernachtungsräume, Wasserturm, Bekohlungsanlage, Kohlenlager, Wasserkran etc. Was darf ich alles dazubauen, und was wäre dann eindeutig zuviel? Und was muss ich hinsichtlich der gewählten Epoche beachten?

    Danke für eure Tipps und Erfahrungen,
    niesfisch
     
  2. Allso, soweit ich das weiss, waren bei Nebenstreckenbahnhöfen gar keine Lokbehandlungen vorgesehen.
    Ein kleiner Lockschuppen für eine Rangierlok, eventuell noch eine kleine Bekohlungsanlage und einen Wasserkran
    zum versorgen der Lokomotiven. Aber das eigentliche BW, was Du wohl meinst, war immer an einem größeren Bahnhof der
    Hauptstrecke. Schon aus Wirtschaflicher Sicht logisch und nachvollziebar. :D


    Aber ich Schätze, da kommt von den Spezialisten noch genaueres.

    Gruß,
    Bernd
     
  3. Niesfisch

    Niesfisch Mitglied

    Hm, nein, ich meine kein richtiges BW - das wäre definitiv zuviel für meinen Nebenbahn-Bahnhof. Ich möchte nur das grundsätzlich Notwendige haben, um Lokomotiven zu behandeln und zu warten. Wikipedia unterscheidet in diesem Zusammenhang übrigens klar zwischen einem "richtigen" Bahnbetriebswerk und einem Lokbahnhof, der keine selbständige Dienststelle ist.
     
  4. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hallo Niesfisch!( hast Du keinen Namen?)
    An Lokbehandlungsequipment ist ein Wasserkran noch das was du an einem Nebenbahnhof der 1930er Jahre am ehesten wiedergefunden hast. Wenn überhaupt waren Büro und Übernachtungsräume im Bahnhof integriert.
    Eine Kneipe kannst Du noch zur Ausstattung zählen. Das war es dann auch schon.
     
  5. railway

    railway Mitglied

    Ich würde auch nur einen Wasserkran, kleine Bekohlung , einen Schuppen für die Köf und ewentuell noch eine Tanksäule mit kleinen Tank für Dieselfahzeuge vorsehen. Alles was mehr wäre würde nicht mehr so glaubwürdig sein.
    Gruß Gerd
     
  6. V 100080

    V 100080 Mitglied

    Hallo Niesfisch,
    du hast im ersten Absatz schon gesagt was geht und nicht geht. Dein Bahnhofsentwurf ist so klein da hast du noch nicht einmal eine Köf für den Rangierdienst. Dies machte die Zuglok, auch die Zustellungen zum Industrieanschluss. Sieh dir mal den Durchgangsbahnhof in diesen Gleisplan an. Selbst ein Wasserkran begründet sich da nicht.
     
  7. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo Zusammen

    Nun muss ich doch eine Lanze brechen Es gab früher auch noch Aussenstellen eines BWs das war dann dort wo Lokomotiven zu Rangieraufgaben vorgehalten wurden und diese auch gewartet wurden im kleinen Rahmen. BIs Anfang der Bundesbahnzeit waren auch auf Bahnhöfen der II.Klasse Aussenstellen und die beinhalteten ausser einem Lokschuppen mir Werkstatt, Übernachtungsmöglichkeiten Personal meist im Bahnhofsgebäude , wasservorratsbehälter entweder als seperater Turm als Hochspeicher oder im Schuppen .
    Bei der DB fingen rationalisierungen an und solche Aussenstellen und im Zuge der imer länger werdenden Umläufe der Loks wurden auch BWs gestrichen.

    Gruss Stephan
     
  8. Niesfisch

    Niesfisch Mitglied

    Hallo zusammen,
    Doch, natürlich: nennt mich Steve.

    So viele qualifizierte Anworten über die Nacht... da wühle ich mich jetzt mal durch.

    Ja, das entspricht auch in etwa meiner Vorstellung. Bräuchte der Wasserkran nicht auch einen Wasserturm? Dieser käme mir dann etwas überdimensioniert vor.
    Wie hat eine Tanksäule für Dieselfahrzeuge in den späteren 30ern ausgesehen? Hat irgendwer vielleicht ein Bild dazu?

    So wie du es schilderst, mag das tatsächlich realistischer sein. Ich möchte den Industrieanschluss samt Rangierlok aber nicht als maßgeblich für die Ausstattung am Bahnhof machen. Nehmen wir einfach an, es gäbe abseits des Bahnhofsgleisfeldes noch weitere Industriegleise, die eine stationierte Rangierlok rechtfertigen. Und was die Wartung der Tenderloks betrifft: auch hier darf der tatsächliche Grund für die Ausstattung ein wenig fiktiver sein (endende Personenzüge, Abzweigende Strecke im weiteren Verlauf etc.); Hauptsache ist, dass das - was ich da hinsetze, immer noch in einem realistischen Verhältnis zum sonstigen Bahnhof steht.

    Ich denke, der Beitrag von lok527596 beschreibt das Szenario schon sehr gut.

    Hehe, das passt. Empfangsgebäude ist groß genug, und in meiner Vorstellung steht als einziges Gebäude gegenüber dem Bahnhof eine Gaststätte. Ist halt alles etwas abseits vom nächsten Dorf. Aber Kneipe geht immer. 8)

    Grüße.
    Steve
     
  9. V 100080

    V 100080 Mitglied

    Hallo Steve,
    wenn du deinem Industrieanschluss eine "eigene" Werklok spendierst, kannst du durchaus deine Köf einsetzen. Selbst wenn es eine Staatsbahnlok ist. Die wurden gelegentlich auch privaten Nutzern zur Verfügung gestellt, wenn die eigene (private) Lok in der Wartung war.
     
  10. rayman

    rayman Renommiertes Mitglied

    Hallo Steve! (Ist auch angenehmer... ;) )
    Wenn Du Deine Anlage nicht in der hintersten Wallachei ansiedelst hast du in Deinem Ort auch in den 1930er Jahren einen Wasseranschluß mit Pumpe. Somit brauchst Du auch keinen Wasserturm oder Vorratsbehälter. Dieseltankstellen gab es speziell für Eisenbahnfahrzeuge zu der Zeit seeeeeehhhhr selten. Schon allein aus dem Grund weil es nur sehr wenige Dieselloks in Deuschland gab. Betankt wurde entweder direkt aus dem Kesselwaggon oder aus dem Dieselfass. Leider verfüge ich nur über Fotos von der Betankung amerikanischer Dieselloks in den 1930er Jahren. Die helfen Dir aber nicht weiter... :S
     
  11. Niesfisch

    Niesfisch Mitglied

    Muss mich korrigieren, eine Kö 4670 wird rangieren, keine Köf. Spielt sich ja in den 30ern ab. Ich habe auch noch keine Vorstellung, welche Art von Industrie ich dort ansiedeln werde. Die ländlich Region könnte ein Sägewerk hervorbringen, und das Holz würde dann ohnehin mit Reichsbahnwagen transportiert. Also darf es auch eine Lok der DRG sein, die auf dem Industriegleis fährt.

    Na ja, passt auch so, gehen wir davon aus, die Kö wird im Schuppen betankt und der Triebwagen ist nur auf der Durchreise. Wenn der Wasserturm ebenfalls nicht zwingend notwendig ist, muss ich also nur planen mit einem Schuppen, kleiner Bekohlungsanlage, einem Wasserkran und ggf. noch einem Nebengebäude als Lager. Das sollte sich in dem übeschaubaren Gleisplan unterbringen lassen. Gibt es neben diesen größeren Objekten noch irgendwelche Epoche-typischen Miniatur-Details, die ich berücksichtigen sollte?

    Grüße,
    Steve
     
  12. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo Steve
    da gebe es schon einiges

    Gleise Weichen waren nicht so verbaut wie heute
    Kabelzüge , Schächte, Lampen, Wege, Strassen , Fahrzeuge, ausgestaltung mit Kleinzeug im Prinziep alles was darum herum ist war anders schlieslich war es auch eine andere Zeit ;-)

    Gruß Stephan
     
  13. Niesfisch

    Niesfisch Mitglied

    Hallo Stephan,

    Was meinst du konkret?

    Was deinen anderen Hinweis ("alles darum herum ist war anders") betrifft: das ist mir schon klar, dass ich für die 30er Jahre ganz genau hinschauen muss, dass das alles passt. Meine Frage ziele eher darauf ab, ob es speziell im Nebenbahn-Bahnhofsumfeld noch weitere Objekte gibt, die sehr Zeit-typisch sind und auf der Modellanlage als Hingucker noch Platz finden sollten.

    Steve
     
  14. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo Steve

    Hingucker sind Seilzugrollen , Spannwerke, Untersuchungsgruben, Weichenlaternen, Bockkran, Verladerampen, Bohlenwege, ........ etc etc

    Es kommt absolut drauf an wie genau und wo genau der fiktive Gestaltungsraum spielen soll, je mehr von der Planung da ist umso mehr kann man auch sagen was als Beiwerk dabei ist. ;-)

    Gruss Stephan
     
  15. Niesfisch

    Niesfisch Mitglied

    N'abend zusammen,

    ich bin ja immer noch dabei, vorhandene Modelle auszusortieren und nur zu behalten, was für mein Epoche-II-Nebenbahn-Szenario passt. Eine der beiden Bekohlungsanlagen möchte ich behalten - welche der beiden ist realistischer?

    Den Anhang 4207 betrachten

    Grüße,
    Steve
     

    Anhänge:

  16. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo Steve

    das sind beides Kleinbekohlungen bzw eine Hilfsbekohlung behalte die die Dir am besten gefällt.

    Gruß Stephan
     
  17. DRG-ler

    DRG-ler Aktives Mitglied

    Gleisplan 6

    Da haste alles, was du brauchst. Schattenbahnhof mit Ausweichstelle, Nebenbahnhof mit abzweigender Industriebahn (Sägewerk), Laderampe, kleines Mini-BW und noch viel Platz zum selber gestalten. (Dorf)
     
  18. Niesfisch

    Niesfisch Mitglied

    Hallo Stephan,

    Ja, von der Dimension her passt das. Aber sind die Dinger auch halbwegs realistisch und passend für die Epoche II? Mir gefällt das rechte Modell besser, weil etwas Größer, aber hier steht der Kran beispielsweise auf einem Betonsockel, der eher nach 50er Jahre aussieht. Oder täusche ich mich da? Überhaupt: wie wird dann da eigentlich mit dem Kran verladen, wenn der doch nur bis zum esten Kübel reicht?

    Auf sowas in der Richtung läuft es hinaus, aber ich habe schon eine sehr konkrete Vorstellung vom Streckenverlauf. Daher beschränkte ich mich bei meinen Erkundungen zunächst auf die Anlangen für's Mini-BW.

    Grüße,
    Steve
     
  19. lok527596

    lok527596 Vollbluteisenbahner Mitarbeiter

    Hallo Steve

    Beton gabs schon in den 30er Jahren als vielgepriesenen Baustoff manche Sockel waren aber Mauerwerk das verputzt wurde . Kannst also den größeren ruhig nehmen.

    Der Kran war nur da um die Kübel vom Boden auf die Lok in den Kohlekasten zu bekommen. Unten am Boden waren meist so Feldbahnähnlich Gleise im Boden worauf der Kübel rollen konnte oder er hatte Räder wurde dann meist von Hand befüllt und an den Kran gebracht.

    Gruß Stephan
     
  20. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Steve,

    wie wäre es mit einem ein- oder zweiständigem Lokschuppen, der von der Länge her, je Schuppengleis zwei Maschinen aufnehmen kann, im vorderen Teil des Schuppens könnten Untersuchungsgruben sein, die mit Holzbohlen abgedeckt werden, im hinderen Teil werden die Loks oder die Lok abgestellt.

    In der Nähe des Schuppens, zwischen den Gleisen stellst du einen einfachen Wasserkran auf, der Turm, er muß nicht rund sein, könnte irgendwo neben einem Getreidespeicher am Bahnhof oder an der Ladestraße stehen. Gutes Beispiel hierzu der Bahnhof Bad Salzschlirf an der Bahnstrecke Gießen - Fulda. da gab es einen in den Hang gebauten viereckigen, an der Ladestraße gelegenen, Wasserturm für einen Nebenbahn Bahnhof. Zur Bekohlung könntest du einfach einen riesigen Kohlehaufen darstellen. Die Mitarbeiter des Lokbahnhofs schaufeln die Kohle in Schubkarren und schütten die Kohle auf ein elektrisches Förderband, so daß die Brennstoffvorräte der Lok ergänzt werden. So kannst du auch Freileitungsmasten der Stromversorgung bis ins Bahnhofsareal darstellen, ebenso aber auch Telefonmasten des öffentlichen Telefonnetztes (denke aber daran, nicht jeder Haushalt hatte [lexicon]Strom[/lexicon] und/oder Telefon). Auch die Telefonmasten der Bahn darfst du nicht vergessen, diese hatten aber zusätzliche Leitungen für den Bahndiensttelegraphen, wo Diensttelegramme Mittels Morsezeichen übertragen wurden.

    Leichte Ausbesserungen an deinen Loks, wurden wohl im Lokbahnhof in den Schuppen gemacht, wie Lager der Kuppelstangen wechseln oder neue Kuppelstangen einhängen, größere Reperaturen am Fahrwerk oder an den Aufbauten wurden entweder im AW oder beim Hersteller gemacht. Du benötigst aber noch ein kleines Gebäude mit Gleisanschluß als örtliches Magazin, wo Schmierstoffe, Werkzeuge und Ersatzteile gelagert werden, ein G 10 davor, wo gerade Betriebsstoffe ausgeladen werden.

    Für deine Köf kam der Treibstoff wohl in 200 l Fassern, das ist für deine Epoche glaubwürdiger als eine Zapfsäule. Der Kraftstoff wude mit einer Kraftstoffpumpe aus dem stehenden faß gepumpt, der Kraftstoff mit dem Schlauch in den Kraftstofftank deiner Köf eingefüllt. Je Pumpbewegung an deiner Kraftstoffpumpe wurden dann je 250 ml Kraftstoff aus dem Faß befördert. Eine sehr zeitraubende und mühselige Arbeit.

    Tankstellen in deiner Epoche, arbeiteten aber meistens genauso, Mittels einer benzinpumpe wurde der Kraftstoff in ein gläsernes Gefäß auf der Zapfsäule gepumpt, and den Maßstrichen konnte die Menge ermittelt werden, dann Mittels der Schwerkraft floß der treibstoff in den Tank des Fahrzeugs.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     

Diese Seite empfehlen

Wir benutzen Cookies für die statistische Auswertung deines Besuchs. Mehr dazu erfährst du in unserer Cookie-Richtlinie und kannst deine Entscheidung dort auch widerrufen: Cookie-Richtlinie. Du kannst auch nur notwendige Cookies laden.

Akzeptieren